Archive for the Beschallungsabhängigkeit Category

Der Hit-Sampler 2009

Posted in Beschallungsabhängigkeit on Sonntag, 28. Februar 2010 by mediensucht

Und da ist er dann doch noch im Februar: Mein Hit-Sampler 2009. Wegen der Menge an guter Musik sind es wieder 2 CDs geworden, wobei jeder Künstler nur ein Mal vertreten sein darf und der Song 2009 veröffentlicht bzw. in den Charts vertreten sein sollte.

CD1

1. Maximo Park – In Another World (You’d Have Found Yourself By Now)
Album: Quicken The Heart
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2. Mando Diao – Maybe Just Sad
Album: Give Me Fire
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3. (The) Kilians – Hometown
Album: They Are Calling Your Name
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4. Tegan & Sara – Hell
Album: Sainthood
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5. Muse – MK Ultra
Album: The Resistance
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6. Noisettes – Beat Of My Heart
Album: Wild Young Hearts
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7. Julian Casablancas – Out Of The Blue
Album: Phrazes For The Young
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8. Bell X1 – The Great Defector
Album: Blue Lights On The Runway
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9. The Bishops – Wandering By
Album: For Now
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10. Atomic – Oh Suzanne
Album: 13 Semester – OST
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11. Emiliana Torrini – Jungle Drum
Album: Me & Armini
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12. Myriad Creatures – Final Call
Album: The Right Way To Do Wrong
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13. Manic Street Preachers – Marlon J.D.
Album: Journal for Plague Lovers
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14. Foo Fighters – Wheels
Album: Greatest Hits
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15. Arctic Monkeys – Crying Lightning
Album: Humbug
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16. Franz Ferdinand – Lucid Dreams
Album: Tonight: Franz Ferdinand
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17. Jennifer Rostock – Heul Doch
Album: Der Film
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18. U2 – Magnificent
Album: No Line On The Horizon
Hörprobe

CD2

1. Robbie Williams – Bodies
Album: Reality Killed The Video Star
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2. a-ha – Riding The Crest
Album: Foot Of The Mountain
Hörprobe

3. Phoenix – 1901
Album: Wolfgang Amadeus Phoenix
Hörprobe

4. The Temper Trap – Sweet Disposition
Album: Conditions
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5. The Big Pink – Dominos
Album: A Brief History Of Love
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6. Placebo – Ashtray Heart
Album: Battle For The Sun
Hörprobe

7. Alberta Cross – ATX
Album: Broken Side Of Time
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8. Doves – House of Mirrors
Album: Kingdom Of Rust
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9. Kasabian – Underdog
Album: West Ryder Pauper Lunatic Asylum
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10. The Raveonettes – Suicide
Album: In and Out Of Control
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11. St. Vincent – Actor Out Of Work
Album: Actor
Hörprobe

12. The Asteroids Galaxy Tour – Around The Bend
Album: Fruit
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13. Empire Of The Sun – We Are The People
Album: Walking On A Dream
Hörprobe

14. Bon Jovi – We Weren’t Born To Follow
Album: The Circle
Hörprobe

15. The Dead Weather – Hang You From The Heavens
Album: Horehound
Hörprobe

16. Billy Lunn – Supermassive Black Hole (Acoustic Cover Version)
Album: Acoustic Adventures @ Internet
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17. Mark Knopfler – Border Reiver
Album: Get Lucky
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18. Die Gefundenen Fressen – Prenzlauer Berg
Album: Die Gefundenen Fressen
Hörprobe

Titel des neuen MUSE-Albums: The Resistance

Posted in Beschallungsabhängigkeit on Freitag, 22. Mai 2009 by mediensucht

Der Titel des neuen MUSE-Albums, dessen Veröffentlichung für Sommer diesen Jahres erwartet wird, ist:

THE RESISTANCE

bandtwitterimage

(via http://twitter.com/musewire)

Bundesvision Song Contest 2009 – Meine Bilanz

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , , on Sonntag, 15. Februar 2009 by mediensucht

vision1Als Konkurrenz zum Ausscheid für den Eurovisions Song Contest hat Stefan Raab einst seinen Bundesvision Song Contest ins Leben gerufen, bei dem für jedes Bundesland Künstler in den Wettbewerb gehen, über deren Abschneiden dann das Publikum entscheidet. Leider folgt dieser Wettbewerb den gleichen Gesetzen wie der Konkurrent: Der Künstler mit den meisten Fans gewinnt. Hier mein kleiner Überblick in der Reihenfolge des Auftritts:

Hessen: Fräulein Wunder – Sternradio (Platz 6)
Fräuleinwunder ist eine weitere Band a la Juli oder Silbermond im Emo-Style, die musikalisch nicht viel zu bieten hat. Zumindest optisch gibt es einige Reize, wobei ich mich frage, wieso ausgerechnet die 80er wieder Einzug in die Jugendmode halten. Platz 6 zeigt, dass diese Kombination doch einigen Zuschauern gefallen haben muss.

Saarland: P:Lot – Mein Name ist (Platz 14)
Die durchaus sympathischen Jungs aus dem Saarland hatten u.a. an der geringen Größe ihres Bundeslandes, ihrer geringen Fanzahl und der bekannteren Konkurrenz zu leiden. Der Song war gar nicht so schlecht, wenn er auch etwas besser hätte vorgetragen werden können. An der Livestimme muss der Sänger noch arbeiten. Platz 14 ist weit unter Wert.

Mecklenburg-Vorpommern: Marteria – Zum König geboren (Platz 13)
Musikalisch auf dem Gebiet besser als der eintönige Peter Fox, die Live-Darbietung von Marsimoto war aber unter aller Sau. Auch textlich war der Song wenig einfallsreich. Zurecht auf den hinteren Plätzen.

Sachsen-Anhalt: Angela’s Park – Generation Monoton (Platz 16)
1. Platz für den kürzesten Rock, letzter Platz beim Contest. Ganz so schlecht war das nicht, was Angela’s Park da ablieferten, leider aber viel zu Mia und zu monoton in der Aussage. Verzichtbar.

Nordrhein-Westfalen: Rage – Gib dich nie auf (Platz 3)
Respekt! Auf so einen Contest eine Metalband zu schicken und mit ihr einen 3. Platz abzustauben … Hut ab! Ehrlicher Metal und eine große Fangruppe waren wohl auch nicht unbeteiligt am Erfolg. Eine kleine Überraschung.

Thüringen: Chapeau Claque – Pandora – Kiss Miss Tragedy (Platz 7)
Noch mal eine Mia-Kopie mit verschwurbelten Texten und langweiliger Musik, Platz 7 ist wohl die reine Übertreibung.

Brandenburg: Sven van Thom – Jaqueline (Ich hab Berlin gekauft) (Platz 9)
Sicher der schrägste Auftritt des Abends (Flowin Immo zählt hier nicht). Der Sänger von Beatplanet kommt auch solo mit witzigem Text und skurrilem Auftritt daher. Musikalisch ist das Ganze gewöhnungsbedürftig, am Ende aber immer noch besser als der Einheitbrei von Peter Fox. Die Platzierung im Mittelfeld geht in Ordnung.

Bayern: Claudia Koreck – I wui dass Du woasst (Platz 10)
Das sympathische Madel aus Bayern traut sich mit bayrischem Dialekt und Songwriter-Rock in den Wettbewerb. Der erstaunlich kraftvolle Auftritt reicht aber nur für Platz 10.

Schleswig-Holstein: Ruben Cossani – Bis auf letzte Nacht (Platz 8 )
Ruben Cossani wandeln auf den Spuren von Beatplanet und präsentieren ebenfalls 60er-Jahre-Beatmusik, doch bei Weitem nicht so originell und virtuos wie ihre Vorgänger. Dem Aufritt fehlt es an Kraft und Witz. Schade eigentlich.

Niedersachsen: Fotos – Du fehlst mir (Platz 15)
Die Fotos haben schon bessere Stücke gemacht. Dieser etwas nach The Cure klingende Song ist nicht nur inhaltlich relativ nichtssagend, auch musikalisch ziemlicher Britpop-Einheitsbrei. Ein verdienter vorletzter Platz.

Bremen: Flowin IMMO et les Freaqz – Urlaub am Attersee (Platz 11)
Dieser Gagaauftritt war eigentlich nur peinlich. So viel gute Musik scheint tatsächlich nicht aus Bremen zu kommen. Ein kläglicher Versuch, sich musikalisch an den Fantastischen Vier zu orientieren, dazu noch eine Verhunzung österreicherischer Landschaft und ein alberner Auftritt. Der letzte Platz wäre verdient gewesen.

Rheinland-Pfalz: Pascal Finkenauer – Unter Grund (Platz 12)
Mmh, so viel lässt sich zu Pascal Finkenauer nicht sagen. Ein Allerweltsauftritt mit einem Allerweltssong. Finkenhauer würde „gern den Tag vergessen“, ich habe seinen Auftritt schon vergessen.

Sachsen: Polarkreis 18 – The Colour of Snow (Platz 2)
Das ist also die Musik unserer Zeit. Ein bisschen Kraftwerk, ein bisschen Erasure und immerhin etwas deutscher Text. Dazu noch ein durchgestylter Auftritt, der beim Publikum super ankam. Meine Sache ist das nicht unbedingt, aber sei’s drum. Die große Fangemeinde reicht für Platz 2.

Baden-Württemberg: Cassandra Steen – Darum leben wir (Platz 4)
Uninspirierter Soulpop, bedeutungssschwanger und pathetisch vorgetragen. Ich fand’s langweilig, weshalb ich auch die gute Platzierung nicht so recht verstehe. Wenn man sich allerdings die deutschen Charts so anschaut, muss man sich nicht wundern.

Hamburg: Olli Schulz – Mach den Bibo (Platz 5)
Sehr witziges Intro (Vorstellungstrailer), sein Lied ist aber nur mit einigen Promille wirklich gut. Ein typischer Partysong, der so ganz ohne Party ziemlich dämlich wirkt. Dennoch gab’s mit Platz 5 ein erstaunlich gutes Ergebnis.

Berlin: Peter Fox – Schwarz zu blau (Platz 1)
Hier zeigt sich, dass sich Raabs Wettbewerb auch nicht großartig von seinem „Vorbild“ (Eurovisions Contest) unterscheidet. Hier zählt nicht musikalische Qualität, sondern schlicht die größte Fangemeinde. Ja, ich weiß, ein Haufen Leute steht auf diese inzwischen ziemlich eintönige Dancehall-HipHop-Musik. Ich finde aber, dass Peter Fox seit einiger Zeit stark abbaut. Die Seeed-Alben werden immer schlechter und auf seinem Soloprojekt klingt ein Song wie der andere. Hier ist also festzustellen: Peter Fox hat mehr Fans als Polarkreis 18, die mehr Fans als Rage haben.

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Anmerkung: Ich sah die Veranstaltung im Internet ohne nervende Werbung und unnötiger Unterbrechnungen.

The Subways live in Mannheim

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , on Montag, 9. Februar 2009 by mediensucht

charlotte1Da die Subways dieses Jahr noch ein paar Zusatzkonzerte in Deutschland gaben, habe ich mir die Chance nicht nehmen lassen, diese großartige Band mit ein paar Freunden nochmals zu sehen/hören. Letzten Samstag ging es nach Mannheim, wo die Subways in der Alten Feuerwache vor ausverkauftem Haus spielten. The Subways haben sich vom Geheimtipp zum Konzerthausfüller entwickelt, was ausverkaufte Hallen in ganz Europa beweisen.

Als Vorband fungierte dieses Mal eine junge Band aus Hamburg, die gerade ihre erste Single veröffentlichte. One Fine Day erfüllten ihre Aufgabe als Einheizer (wirklich nötig ist das bei den Subways natürlich nicht) par excellence. Die Jungs spielten abwechslungsreichen Modern Rock mit eingängigen Melodien und waren dabei gleich ordentlich laut. Eine zweite Vorband wie im letzten Jahr gab es nicht, was uns eine Enttäuschung a la Twin Atlantic ersparte.billy11

Nach kurzer Umbaupause und dem üblichen Lichtsignal vom Papa der Brüder ging es dann auch gleich los. Die Setliste wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeändert, so diente mal wieder „Rock and Roll Queen“ als Starter. Damit war auch gleich die Stimmung auf höchstem Niveau, wo sie auch bis zum Ende blieb. Sänger Billy, wie immer mit freiem Oberkörper, sprühte nach ewig langer Tour immer noch voller Energie. Der geübte Subways-Konzert-Besucher erkannte aber leichte Abnutzungserscheinungen. Auch Bassistin Charlotte sprang zwar wieder wie ein Flummi über die Bühne, bei weitem aber nicht so ausufernd wie noch im letzten Jahr. Nur Schlagzeuger Josh schien nicht ausgelastet und spielte das ganze Konzert mit einer Wollskimaske über dem Kopf. Als wenn es in der Halle nicht warm genug gewesen wäre ;o)


Die Subways spielten ihr übliches Programm gewohnt unbeschwert. Der obligatorische Stagedive von Billy (er ließ sich auf den Händen des Publikums zu „Oh Yeah“ bis zum Mischpult tragen und zurück) war ebenso dabei wie die Einordnung des Publikums auf der „Verrücktheitsskala“. Hier fing es in Mannheim schon bei 9.2 Punkten an, um die Wertung nach einigem Gegröle auf die meist üblichen 10 Punkte zu heben. Nur der auch fast übliche Fantalk von Billy fehlte nach Konzertschluss. Wahrscheinlich war er nach der langen Tour doch zu ausgepowert. Auch hier erkennt man, dass die Subways mal wieder ein größere Pause nötig haben, die sie sich auch redlich verdient haben. Laut Tourplan geht es aber noch einige Zeit weiter. Nur im März ist eine längere Pause geplant, die die Subways auch zur Erholung nutzen sollten. Viele Konzerte sind einerseits großartig für die immer größer werdende Fangemeinde, birgen aber auch die Gefahr, sich zu verheizen, was im schlimmsten Fall zur Auflösung führen kann. Hoffen wir, dass es so weit nicht kommt. Die Subways stehen erst am Anfang ihrer schon jetzt beeindruckenden Karriere.


Die 80 Minuten Rockparty in Mannheim gingen viel zu schnell vorbei und haben sich wieder vollends gelohnt. Auch bei meinem dritten Konzert der Subways gab es nichts zu meckern. Vielleicht klappt es dieses Jahr ja noch mal auf einem Festival. Shake, shake!

Mein Hit-Sampler 2008

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , on Mittwoch, 31. Dezember 2008 by mediensucht

Auch dieses Jahr habe ich mir einen Sampler mit den Hits des Jahres 2008 zusammengestellt. Als selbstauferlegte Regeln galten: VÖ im Jahre 2008 und max. ein Song von einem Album. Der Sampler ist relativ mainstreamig geratern und eine 2. CD wie im letzten Jahr gibt es nicht. Das mag an der etwas dünnen 2. Jahreshälfte liegen, aber auch an Zeitmangel für Recherche.

1. The Subways – Kalifornia 2:54
Album: All Or Nothing – Video: hier
Für mich ist All Or Nothing das Album des Jahres. Und das nicht nur, weil Muse kein Album veröffentlicht haben. Nach dem schon brillanten Debüt konnten die Subways das Niveau halten, wenn man nicht sogar von einer weiteren Steigerung sprechen kann. Kalifornia ist nicht nur der Starter der Tour gewesen, sondern auch lange Zeit mein Lieblingssong des Albums.

2. Johnossi – Up In The Air 3:23
Album: All They Ever Wanted – Video: hier
Johnossi sind eine grandiose Band aus Schweden, die ich mal wieder viel zu spät kennen lernte (Dank den üblichen Verdächtigen). Hier konnte das aktuelle zweite Album aber nicht an den Debütkracher anschließen. Die Songs sind weniger eingängig. Dennoch ist All They Ever Wanted immer noch ein gutes Album, auf dem mir Up In The Air hier am besten passt.

3. Millencolin – Detox 3:27
Album: Machine 15 – Video: hier
Die Altherrenpunker präsentieren wieder ein Album aus wenig anspruchsvollen Rocknummern, die man super nebenher laufen lassen kann. Am eingängigsten ist Detox.

4. Jennifer Rostock – Kopf oder Zahl 2:22
Album: Ins offene Messer – Video: hier
Die Band aus Berlin überrascht mit frischem und frechem Rock. Auch live haben die Fünf eine erstaunliche Bühnenpräsenz. Das Album lässt gegen Ende hin etwas nach. Kopf oder Zahl befindet sich daher auch im ersten Drittel des Albums.

5. Kaiser Chiefs – Never Miss A Beat 3:08
Album: Off With Their Heads – Video: hier
Beim aktuellen Album brauchte es längere Einhörzeit als bei den letzten Alben. So langsam finde ich aber auch Gefallen. Bei Never Miss A Beat ging es aber sofort ab. Eine rockige Nummer mit witzigem Text.

6. Lenny Kravitz – Love Love Love 3:21
Album: It Is Time For A Love Revolution – Video: hier
Auf Kravitz ist mal wieder Verlass. Ohne sich groß zu verbiegen, liefert er seit Jahren prächtigen Old-School-Rock. Gefällt mir deshalb auch alle Jahre wieder. Inhaltlich geht es mal wieder um : Love Love Love

7. Oasis – The Nature Of Reality 3:47
Album: Dig Out You Soul – Video: hier
Oasis bleiben sich treu, eine gewisse Entwicklung und Lust auf Experimente ist aber dennoch hörbar. Auf dem Album gibt es u.a. indische Elemente a la Kula Shaker zu vernehmen. Bei The Nature Of Reality geht es ordentlich bluesrockig zu.

8. Gabriella Cilmi – Sweet About Me 3:23
Album: Lessons To Be Learned – Video: hier
Die Gute-Laune-Nummer des Jahres, die keine Hüfte bewegunglos ließ. Einigen wird er inzwischen zu Hals hinaus hängen, da ich aber wenig Chartradio höre, ist mir der Song weiterhin sympathisch.

9. Duffy – Mercy 3:40
Album: Rockferry – Video: hier
Duffy wurde als Konkurrenz zu Amy Winehouse gehandelt. Musikalisch mag das stimmem, in der Presse war Duffy aber erfreulich wenig mit schlechten Nachrichten vertreten. Die Musik spricht für sich.

10. Jack Johnson – Hope 3:42
Album: Sleep Through The Static – Video: hier
Der Surferboy lieferte auch dieses Jahr Bewährtes. Coole entspannende Mücke, hervorragend zum Relaxen. Paradebeispiel: Hope.

11. Amy MacDonald – This Is The Life 3:06
Album: This Is The Life – Video: hier
Eine Single, die dieses Jahr in den Radios auch rauf und runter lief. Das zugehörige Album ist mir nicht bekannt.

12. Nada Surf – Beautiful Beat 4:38
Album: Lucky – Video: hier
Lucky ist ein Album, das leider gegen Ende etwas beliebig wird. Die ersten Song – darunter auch Beautiful Beat – sind aber klasse.

13. Farin Urlaub Racing Team – Pakistan 2:50
Album: Die Wahheit über’s Lügen – Video: hier
Der heimliche Chefarzt scheint im Keller eine automatische Songproduktionsanlage zu haben. Jedes Jahr etwas Neues und ständig auf Tour. Immer noch rockbar.

14. Slut – If I Had A Heart 3:55
Album: Still No. 1 – Video: hier
Nicht wirklich meine Nummer 1 und auch ein Album ohne die großen Hits, dennoch angenehm hörbar. Und If I Had A Heat ist ein Hit und kommt damit auf diesen Sampler.

15. Keane – Lovers Are Losing 5:04
Album: Perfect Symmetry – Video: hier
Keane steht auch mit ihrem neuen Album für schöne Melodien mit leichtem 80er-Touch. Aus dem sehr guten Album hier Lovers Are Loosing als Samplerbeigabe.

16. Coldplay – Lost 3:55
Album: Viva La Vida Or Death And All His Friends – Video: hier
Wie immer hat mich auch dieses Coldplayalbum etwas Reinhören gekostet, dann war es wiederum großartig. Interessant sind die unkonventionellen Songstrukturen, die schon auf vorherigen Alben etabliert wurden. Lost gibt es übrigens auch als wunderbare Akustikversion.

17. The Raconteurs – Consoler Of The Lonely 3:25
Album: Consolers Of The Lonely – Video: hier
Das Ausweichprojekt von Jack White mausert sich zum ernstzunehmenden Nachfolger der White Stripes. Dank Arbeitsteilung auf dem Sängerposten ist auch Consoler Of The Lonely ein abwechslungsreiches Album geworden. Das beweist schon der erste Titel gleichen Namens.

18. Jack White ft. Alicia Keys – Another Way To Die 4:22
Album: Quantum Of Solace OST – Video: hier
Einer der guten Titelsongs, der nicht ganz an den Letzten heran reicht. Auf jeden Fall passend zum neuen Bond-Image.

19. The Verve – Love Is Noise 5:29
Album: Forth – Video: hier
Für so ein hingerotztes kommerzielles Album wie Forth ist das neue Verve-Werk ziemlich hörbar. Love Is Noise ist witzigerweise aus Ahs und Uhs gebaut, was erstaunlich gut funktioniert.

20. Thomas D – Der eine Schlag 5:22
Album: Kennzeichen D – Video: hier
Der kleine Weltverbesserer unter den Fantastischen Vier mit einem kraftvollen Song auf einem eher relaxten Album.

1:15:23

The Subways live in Köln

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , , , , , on Freitag, 14. November 2008 by mediensucht

The Subways, sollte sie noch jemand nicht kennen, sind eine junge Band aus Hertfordshire in England. Die zwei Jungs mit Mädel machen erfrischenden Alternative Rock. Das erste Album veröffentlichten die Drei 2005 im zarten Teeniealter. Young For Eternitiy ließ nicht nur Musikfans aufhorchen, auch die Werbeindustrie bediente sich an der kraftvollen Musik beispielsweise für Kampagnen von Rimmel, The Sun oder Stirb Langsam 4. Dieses Jahr erschien das zweite Album All Or Nothing, das erfolgreich wie auch qualitativ an das Debüt anschließen konnte.

Ein Konzert der Subways ist meist recht kurz, aber heftig. Sänger und Leadgitarrist Billy Lunn, Bruder und Schlagzeuger Josh Morgan und die Bassistin Charlotte Cooper verausgaben sich immer voll und ganz. Die Subways allein zu sehen, würde gerade bei den günstigen Konzertticketpreisen von unter 20 € schon reichen. Es gab aber noch zwei Bands zusätzlich zu sehen. Als Support waren in der Live Music Hall Blackmarket und Twin Atlantic angekündigt.

blackmarket

Blackmarket hinterließen einen guten Eindruck. Die Indie-Rock-Songs der Jungs aus Arizona (USA) waren wunderbar rockig und eingängig. Auch abseits der Bühne stellten sich Blackmarket als umgängliche Typen heraus, die auch mal ein Schwätzchen mit den Fans riskieren. Kleine Story am Rande: Ein paar Freunde von mir besuchten gleich drei Konzerte der Subways, was Blackmarket nicht verborgen blieb. Vor dem Konzert in Köln wurden sich auch prompt von Blackmarket angesprochen. Normalerweise ist das ja eher umgekehrt. Sogar die Setlist wurde leicht geändert, damit bei den Dauergästen keine Langeweile aufkommt.

Twin Atlantic enttäuschte dagegen. Die Band aus Glasgow sah nicht nur optisch scheiße aus, sie wusste auch nicht, was sie eigentlich für Musik spielen wollte. Mit sehr viel Wohlwollen könnte man ihren Output mit dem von System Of A Down vergleichen. Gute Ansätze waren immerhin vorhanden, doch sobald man ein Konzept erkannte, ging es wieder in eine andere Richtung oder es wurde einfach nur übel laut. Naja, ich stelle den Auftritt von Twin Atlantic mal als misslungenes Experiment dahin.

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Nach dem Lärm wurde dem Publikum dann endlich gezeigt, wie man richtig gut laut ist. Die Subways betraten energiegeladen die Bühne. Der Opener Kalifornia war gleich der optimale Einstieg, um die Vorband vergessen zu machen. Dann ging es gute 70 Minuten zur Sache. Bassistin Charlotte machte den Flummi und hüpfte, wenn sie mal nicht ihre süße Stimme ertönen ließ, quer über die Bühne. Billy kam gleich ohne T-Shirt auf die Bühne, wohlwissend, dass ein Shirt bei so viel schweißtreibender Arbeit nur lästig wird. Er sang durchgehend kraftvoll und ließ seine Klampfe melodisch kreischen. Schlagzeuger Josh neuerdings mit kurzen Haaren malträtierte sein Schlaginstrument ohne Nachlass.

Auch im Publikum ging es ab. Es wurde fleißig mitgesungen und – was ich als eine Unsitte empfinde – ordentlich gepogt. Warum beschränkt man sich nicht auf`s Hüpfen, Springen oder ausgelassen Tanzen? Neuerdings muss man wohl noch eine Woche nach einem Konzert körperlich spüren (und sehen), dass man es besucht hat. Ganz vorne rechts direkt vor Charlotte, ging es noch einigermaßen gesittet zu, und bei dem Anblick und der klasse Musik kann einen eh nichts die Seele trüben. Auf Billys „fucking crazy“-Skala gab es für`s Kölner Publikum nach anfänglicher 9 dann doch eine 10.

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Die Songauswahl war gut, eine schöne Mischung aus beiden Alben der Subways. Ruhigere Lieder waren allerdings kaum vertreten. So waren die gut 70 Minuten schnell vorbei. Am Ende machte Billy noch seinen obligatorischen Stagedive und schaffte es auf den Händen des Publikums bis zur gegenüberliegenden Bar. Nach dem Konzert signierte Billy dann noch fleißig CDs und T-Shirts, ließ sich mit Fans fotografieren und plauderte mit seinen Anhängern. Es ist schon faszinierend, dass diese „Bühnensau“ nach dem Konzert so nett und umgänglich ist. Sehr sympathisch! Ich freue mich schon auf`s nächste Konzert, wann auch immer. An einem neuen Album wird laut Billy schon gearbeitet …

The Raconteurs live in Berlin

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , , on Freitag, 4. Juli 2008 by mediensucht

Jack White war in den letzten Wochen in jedermanns Ohren. Beim Einmarsch der Mannschaften bei der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz wurde jedes Mal der Song Seven Nation Army von den White Stripes angespielt. Er regte dermaßen zum Mitgrölen an, dass er auch während eines Spiels noch mehrfach intoniert wurde. Neudeutsch wird er deshalb nur noch mit „Naaa na na na na naaa naaa“ betitelt. Mit den White Stripes scheint es allerdings zu Ende zu gehen, da Whites Ex-Frau und „Schwester“ Meg ihre Angstzustände nicht in den Griff bekommt. Schon 2005 gründete Jack mit ein paar Freunden, die auch schon auf eine eigene Musikkarriere verweisen konnten, The Raconteurs quasi als Feierabendband, um seinem, wie es scheint, unbändigen Drang nach Songwriting und Liveauftritten nachzukommen.

Vorgestern baten die Raconteurs also zu ihrem einzigen Deutschlandkonzert der aktuellen Tour nach Berlin. Huxleys Neue Welt war mit ca. 1500 Zuschauern/-hörern nahezu ausverkauft. Damit komme ich auch gleich zum Negativen des Konzerts. Das Huxleys bietet zwar als mit Stuck verzierter alter Veranstaltungssaal ein schönes Ambiente, die parallelen Wände und die breite Fensterfront sind aber eher schlecht für die Akustik. Der Tontechniker verstand es nicht, mit dem Raum zu arbeiten. Überhaupt ist sein Werk als schlecht zu bezeichnen. Die Instrumente schienen auf ein White Stripes-Konzert eingestellt zu sein, wo es ja darauf ankommt, mit einer begrenzten Anzahl an Instrumenten (2) ein Maximum an (Raum-) Klang zu erzeugen. Hier versuchten sich nun die fünf Instrumente gegenseitig zu übertönen, was zu einem akustischen Durcheinander ohne Differenzierung führte. Es gab Übersteuern und Verzerrungen, die es dem Zuschauer nicht einfach machten, das Konzert vollends zu genießen. Die Lightshow kann man ebenfalls als uninspiriert bezeichnen. Immerhin war das Bühnenbild nett

Nun aber zum positiven Rest: Jack White steckte voller Kraft. Ihm machte es sichtlich Spaß, mit einer ganzen Band (die vier Raconteurs wurden noch durch einen Keyboarder ergänzt) zu spielen und nicht als Alleinunterhalter gegen die begrenzten Möglichkeiten seiner Schlagzeugerin anzuspielen. Den Gesang teilte er sich mit Brendan Benson fast brüderlich zu etwa gleichen Teilen, wobei sich die melodiöse Country-Stimme von Benson und die schrillere Rockstimme Whites prima ergänzten. Überhaupt klappte das Zusammenspiel der ziemlich gegenteiligen Gestalten ausgezeichnet. Hier der hagere, blondgelockte Bluesrocker, dort der kräftige, hochgewachsene und in Schwarz gekleidete Garagenrocker. Musikalisch ging es live eher in Richtung White Stripes. Die sanften Bluesnummern der Alben wurden kaum gespielt oder so verrockt, dass sie ins härte Konzertkonzept passten. Höhepunkt war sicherlich die erste Single der Band Steady, As She Goes etwa in der Mitte des Konzerts, bei der der Saalboden vom Hüpfen der Massen erbebte. Nach intensiven und guten 85 Minuten inklusive einiger Zugaben war dann Schluss. Wäre die schlechte Akustik nicht gewesen, hätte man von einem großartigen Konzert sprechen können. So ergibt sich nur das Gesamturteil „gut“. Es bleibt zudem die Erkenntnis, dass es mit Jack White wohl auch ohne die White Stripes erfolgreich weitergeht.

Anmerkung: Die Vorgruppe Earthbend aus Finsterwalde konnte man sich anhören, sie hinterließ aber keinen tieferen Eindruck.