Archiv für Kochen

Rezept – Lauwarmes Lachs-Carpaccio

Posted in Schlemmerei with tags , , , on Samstag, 3. November 2007 by mediensucht

Bevor es hier wieder ernst zugeht, möchte ich noch ein leckeres Lachsrezept einbinden. Dabei handelt es sich um ein abgewandeltes Rezept von Tim Mälzer, dem Meister der einfachen leckeren Küche. Hier wird der Beweis angetreten, dass man (süßes) Obst auch zu einem wohlschmeckenden herzhaften Essen verarbeiten kann.

Zutaten:
für 4 Personen

  • 4 TK-Lachsfilets
  • 1 Packung Räucherlachs in Scheiben (ca.250g)
  • 6-8 mittlere Kartoffeln
  • 4 feste Birnen
  • 2-3 Römersalatherzen
  • 1 Bund oder 1 Pkg. TK-Schnittlauch
  • 200 ml Schlagsahne
  • Saft einer halben Zitrone
  • Senf
  • Honig
  • Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung:
Die Lachsfilets in kaltem Wasser auftauen (ca. 2 Stunden) und mit Küchenpapier trocken tupfen. Für eine Marinade den Zitronensaft, 3 TL Senf, 6 EL Olivenöl und 3 EL Honig verrühren. Die Lachsfilets in einen Bräter oder eine ofenfeste Schale legen und mit der Marinade beträufeln. Den Backofen auf 150 ° C vorheizen.

Für das Salatdressing die Sahne mit dem in Miniröllchen geschnittenen Schnittlauch, Salz und Pfeffer verrühren. Birnen und Kartoffeln würfeln. Letztere in Olivenöl anbraten. Immer mal testen, ob die Stücke durch sind. Kurz vor Ende der Garzeit die Birnen hinzugeben und 2-3 Minuten mitbraten. Salzen und pfeffern.

Lachs 1

Den Marinierten Lachs ca. 8-10 Minuten im Ofen garen. Hat man frischen Lachs, kann man die Garzeit verkürzen, da man ihn roher essen kann. Salatblätter in kleine Stücke zerreißen und auf 4 Teller verteilen. Die Räucherlachsscheiben darüber verteilen. Darauf die Kartoffel-Birnen-Mischung anrichten. Nun den marinierten Lachs aus dem Ofen darüber verteilen und alles mit dem Salatdressing beträufeln.

Lachs 2

Guten Appetit!

Resteverwertung – heute: Champignons und Hähnchenfleisch aus der Dose

Posted in Schlemmerei with tags , , , , on Dienstag, 30. Oktober 2007 by mediensucht

 

Falls einem mal „der Himmel auf den Kopf fällt“ (Majestix aus ASTERIX) oder im Falle eines atomaren Winters (George W. Bush aus AMERIKA) braucht man einen Dosennahrungsvorrat, der einige Zeit gelagert werden kann. Der Inhalt einer solchen Dose hält sich allerdings nicht ewig und muss deshalb bei Ablauf des Haltbarkeitsdatums verbraucht werden. So fand sich eine Dose „Hähnchenfleisch in eigenem Saft“ an, die sich zu einem Glas Champignons in Scheiben gesellte. Außerdem lag im Kühlschrank noch eine halbe Tüte geriebener Gauda, der von käseüberbackenen Tortillas übrig war. Da der Geschmack von Dosenfleisch oft seltsam anmutet, ist eine Zubereitungsart gefragt, bei der dieser Geschmack von kräftigen anderen Aromen überlagert wird. Deshalb gibt es

Überlebenspizza

Zutaten:

Blech für 4-6 Personen

  • 300 g Mehl
  • 1 Tüte Hefe
  • Salz
  • 150 ml Wasser
  • 1 Dose Pizzatomaten
  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein paar getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
  • ein paar Oliven (in Scheiben)
  • Rosmarin, Paprika (edelsüß), Oregano
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Dose Hähnchenfleisch
  • 1 Glas Champignons in Scheiben
  • 1 Mozarella
  • ½ Tüte geriebener Gauda

Zubereitung:

 

Das Mehl mit einer Prise Salz und der Hefe vermengen und 150 ml warmes Wasser dazugeben. Masse zu einem „fluffigen“ Teig kneten (mindestens 10 Minuten). Dieser Teig wird später knusprig. Wenn man mehr Wasser hinzu gibt, wird der Teig weicher und geht beim Backen mehr auf (amerikanischer Stil).

 

Für die Soße die zerhackten Zwiebeln mit dem Knoblauch in Olivenöl (oder Öl von den eingelegten Tomaten) in einem kleinen Topf anbraten, die kleingeschnittenen getrockneten Tomaten und die Oliven dazu geben und mitbraten. Wenn die Zutaten Farbe bekommen haben, den Inhalt der Dose Pizzatomaten dazu geben, mit je einer Prise der Gewürze würzen und kurz durchkochen lassen. Den Topf von der Kochstelle nehmen und etwas abkühlen lassen.

 

Backofen auf 250° vorheizen (Ober- und Unterhitze). Nachdem der Teig gegangen ist, eine Suchmeldung herausgeben. Falls er sich wieder einfindet, ihn ausrollen und auf Backpapier auf ein Blech legen. Die Soße darüber verteilen und mit dem kleingeschnittenem Dosenfleisch, Mozarellascheiben und dem geriebenen Käse garnieren. Am Ende noch etwas Oregano darüber streuen. Im Ofen ca. 15 Minuten backen. Heiß servieren!

Überlebenspizza

Mahlzeit!

Resteverwertung – heute: Garnelen und Kokosmilch

Posted in Schlemmerei with tags , , , , , , on Sonntag, 28. Oktober 2007 by mediensucht

Da ich mein Tiefkühlfach mal wieder abtauen muss, fand sich darin eine 1-Kilo-Tüte entpanzerte und entdarmte Garnelen in 31/40er Sortierung zur Verwertung an. Dazu stand noch eine Dose Kokosmilch mit gerade abgelaufenem Haltbarkeitsdatum im Schrank. Was kann man daraus leckeres zaubern?

Garnelen haben einen wunderbaren Eigengeschmack, müssen also nicht unbedingt in einer Suppe ertränkt oder gar zu Wurst verarbeitet werden (ja, das kann man machen). Klassisch wäre ein kurzes Braten in Knoblauch, Chili und Öl.

Was mache ich nun mit der Kokosmilch? Was passt zu den Garnelen, ohne deren Geschmack zu erschlagen? Ich dachte an Risotto und ein Rezept namens „Mangoreis mit Kokoshähnchen“, was ich abwandeln wollte. Dann also ans Werk:

Zutaten:

für 4-5 Personen

  • 1 kg TK-Garnelen
  • Knoblauch
  • 1 Chili-Schote
  • Öl (aus Oliven)
  • Salz
  • 250 g Risotto-Reis
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • ca. 600 ml warme Brühe (Hühner- oder Rindsbouillon)
  • 200 ml Weißwein
  • 50 g Butter
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • 1 Mango
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. Zitronensaft

Zubereitung:

2-3 Stunden vor Zubereitung die Garnelen in einer Schüssel kaltem Wasser auftauen lassen. Diese Auftaumethode ist schonender als Mikrowellenauftauen und schneller als das Auftauen an der Luft. Nach dem Auftauen die Garnelen abtrocknen lassen (z.B. auf Küchenpapier). Den Knoblauch pressen, die Chili-Schote zerkleinern. Das Capsaicin (die Schärfe) sitz übrigens in den Scheidewänden der Schote, die man daher auch entfernen kann. Beides mit Öl zu den Garnelen geben und marinieren lassen. Noch nicht salzen, da Salz nur unnötig Wasser entzieht.

Den Knoblauch und die Zwiebeln für das Risotto hacken und in der Butter anschwitzen. Dann den Reis dazugeben und ebenfalls kurz anbraten. Alles mit dem Weißwein ablöschen und reduzieren lassen. Nicht anbrennen lassen, sondern vorher etwas Brühe dazugeben, so dass der Reis damit bedeckt ist. Die Brühe, ich nahm eine Mischung aus Instantrinder- und Hühnerbrühe, sollte warm sein, so dass sich der Reis nicht zu sehr abkühlt. Zwischendurch immer etwas Kokosmilch dazugießen, die sich kochtechnisch wie Sahne verhält. Immer schön rühren!

Das Nachgießen so lange fortsetzen, bis der Reis die gewünschte Bissfestigkeit hat. Ich mag ihn etwas weicher. Kurz vor Ende die kleingewürfelte Mango dazugeben. Wenn auch die Mango heiß ist, das Risotto von der Kochstelle nehmen und den geriebenen Parmesan unterrühren. Erst jetzt mit Salz und Pfeffer nachwürzen, da der Parmesan schon salzig ist. Wer mag, kann das Ganze mit einem Spritzer Zitronensaft (natürlich frisch gepresst) abrunden.

Nun eine Pfanne auf hohe Temperatur bringen und die Garnelen scharf anbraten. Nach 2-3 Minuten, wenn sie eine rötlich-weiße Farbe angenommen haben, sind die Garnelen fertig. Nicht zu viele Garnelen gleichzeitig braten, da sonst die nötige hohe Hitze schwindet. Reis und Garnelen nebeneinander anrichten. Dazu passt der restliche Weißwein der Flasche.

Mango-Risotto mit Garnelen

Wohl bekomm’s!