Kula Shaker

Kennt noch jemand Kula Shaker? Die waren Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts eine der angesagtesten Bands in Großbritannien. Der Name Kula Shaker bezieht sich angeblich auf einen indischen Fürsten aus dem neunten Jahrhundert namens „Kula Sekhara“. So war die Musik der Gruppe auch eine Mischung aus Britrock und indischen Einflüssen, die mir sehr gefiel. Meine erste bewusste Erfahrung mit Kula Shaker war deren Song „Mystical Machine Gun“ vom zweiten Album Peasants, Pigs & Astronauts und ich arbeitete mich quasi zum erfolgreicheren Debutalbum K zurück. Nach dem zweiten Album war allerdings schon Schluss mit Shaken, weil sich Frontmann Crispian Mills neuen Projekten widmete. Die Überraschung war nicht gering als für dieses Jahr ein neues Album und gleich noch eine Tour angekündigt war. Dann also nix wie hin!

Konzertkarte Kula Shaker

Gesagt, getan, und für einen Preis von 17,50€ wurde einem ordentlich was geboten. Die Vorband The Say Highs als Nachfolger von Simon & Garfunkel trällerten eingängige, aber nicht unbedingt stimmungsgeladene Songs daher. 3 Stimmen zu 3 Akustikgitarren konnte man sich anhören. Für den Sound von Kula Shaker war das kleine Lido in Berlin aber etwas zu beengt (der Saal war übrigens mal ein Kino). Besonders Jay Darlington an den Orgeln kämpfte vergeblich gegen die engen Wände an. Dennoch war der Sound besser, als ich erwartet hatte, da mir Freunde, die Kula Shaker einmal als Vorband sahen, von üblem Klang berichteten. Wenn man die Songs kennt, freut man sich umso mehr, dass man sie live erleben kann. Die großen Hits wurden gespielt, auf „Mystical Machine Gun“ musste ich allerdings verzichten.

Für Crispian Mills war die Bühne zu klein. Er gab sich, wie seine Bandkollegen auch, gutgelaunt und hüpfte auf der Bühne herum, als hätte er Knallfrösche verschluckt. Seinen Podiumsplatz dürfte er recht sauber hinterlassen haben, da er bei den Gitarrensoli regelmäßig Ganzkörperbodenkontakt hatte. Die gute Stimmung übertrug sich auf’s Publikum, das gegen Ende des Konzerts zum Geburtstagsständchen für Bassist Alonza Bevan anstimmte. Nach 80 Minuten inkl. Zugaben war dann Schluss. Ich war insgesamt äußerst zufrieden. Tolle Musik, prima Preis-Leistungsverhältnis!

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