Archiv für ProSieben

Terminator: The Sarah Connor Chronicles

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , on Dienstag, 24. Februar 2009 by mediensucht

scc1Seit 12. Januar 2009 läuft auf ProSieben zur Primetime die US-Serie Terminator: S.C.C.. Der Originaltitel Terminator: The Sarah Connor Chronicles wurde vom Sender gekürzt, um Verwechslungen mit der gleichnamigen Sängerin aus Delmenhorst zu vermeiden. Vielleicht hätte es der Sender beim alten Namen belassen sollen, dann hätten sich wahrscheinlich ein paar Popfans in die Zuschauergruppe verirrt. So ist die Serie zum ausgewachsenen Quotendebakel geworden und wird nunmehr nur noch im Nachtprogramm ausgestrahlt. In den USA hat es die Serie bisher immerhin auf zwei Staffeln geschafft. Nach einem umfeldbedingten sehr starken Start gab es zwar auch herbe Zuschauerverluste, Fox hält SCC aber weiterhin die Treue. Die Ursachen für den schweren Stand beim Zuschauer liegen breit gestreut.

Die Geschichte von SCC schließt an die Terminator-Filmreihe an, deren vierter Teil demnächst mit Christian Bale im Kino anläuft. In naher Zukunft wird die Menschheit von hochentwickelten Maschinen bedroht. Das Ende ist nah. Beide Konfliktparteien versuchen mit dem Schicken von Kämpfern in die Vergangenheit die Zukunft zu ändern. Der Freiheitskämpfer John Connor ist das Ziel der Maschinen. Der Zukunfts-Connor wiederum schickt Freunde und „gute“ Terminatoren, um sein junges Ich zu schützen. SCC spielt nun also in heutiger Zeit. Sarah Conner versucht mit Hilfe des weiblichen Roboters Cameron ihren Sohn John zu schützen und die Zukunft zu ändern, indem sie die Entwicklung der intelligenten Maschinen sabotiert. Böse Terminatoren aus der Zukunft und ein FBI-Agent sind ihr auf der Spur.

Die Geschichte enthält nicht viel Neues. Es handelt sich quasi hauptsächlich um leicht abgewandelte Elemente aus den Filmen, die immer wieder variiert erzählt werden. Am Interessantesten ist noch die Figur des weiblichen Terminators Cameron (offensichtlich eine kleine Hommage an Terminator-Regisseur James Cameron). Doch auch hierbei handelt es sich um die alte Frankensteingeschichte von der Maschine, die Gefühle entwickelt. Alles schon tausendmal gesehen, z.B. bei Commander Data in Star Trek.

Lena Heady (300, Der rote Baron) spielt die Titelheldin Sarah Connor. Johns Mutter ist fast schon paranoid vorsichtig und permanent ängstlich. Heady sieht fortwährend weinerlich aus und hat mit der taffen Film-Sarah von Linda Hamilton rein gar nichts mehr zu tun. Die Action nimmt man ihr nicht wirklich ab. Ich sehe Heady zwar gern, hier passt sie aber überhaupt nicht in die Rolle. Eine Fehlbesetzung. Summer Glau als Cameron geht da schon eher, hier ist der Unterschied zwischen Lolitaaussehen und purer Gewalt gewollt und auch wirksam. Über den restlichen Cast lässt sich nicht viel sagen. Die Herrschaften sind hauptsächlich nur da.

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Terminator: The Sarah Connor Chronicles krankt gleich an mehreren Faktoren. Die Geschichte erzählt kaum Neues oder Interessantes, der Cast ist eher durchschnittlich, die Action serienbedingt nicht auf dem hohen Filmniveau. Dem eigentlich interessanten Filmkonzept fehlen die kreativen Ideen, um eine komplette Serienlänge zu unterhalten. In nur wenigen Momenten kann man erahnen, was möglich gewesen wäre. Insgesamt nicht lohnenswert.

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EUReKA

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , on Samstag, 5. Juli 2008 by mediensucht

Um hier nicht nur die großen „Knallerserien“ vorzustellen, geht es heute mal um ein Serie aus dem „Mittelfeld“, die hierzulande auch seine Fans gefunden hat. Sie ist am einfachsten mit den Worten „harmlos, aber unterhaltsam“ zu beschreiben. EUReKA ist eine Sciencefiction-Serie des US-Senders NBC (Produzent), die dem dortigen SciFi-Channel Rekordquoten bescherte. In Deutschland läuft sie aktuell montags auf ProSieben in der zweiten Staffel.

EUReKA ist der Name einer fiktiven Wissenschaftlerstadt, in die es einen im Vergleich eher mäßig gebildeten US-Marshall mit seiner Tochter verschlägt. Er soll fortan den alten Sheriff ersetzen und kommt zunächst überhaupt nicht mit den seltsamen Gepflogenheiten der Einwohner zurecht. Immer wieder eckt er bei den Wissenschaftlern mit seinen konventionellen Ermittlungsmethoden an, ist damit aber erstaunlich erfolgreich. Die Fälle werden meist durch verunglückte Experimente verursacht. Als übergeordnetes Storyelement wird ein mystisches Artefakt aus der Zeit vor dem Urknall eingeführt, dass fortwährend Objekt von Untersuchungen und Grund für unerklärliche Vorfälle ist.

Das Konfliktpotential in der Serie ist insgesamt erstaunlich gering. Die Charaktere sind wenig tiefgründig ausgearbeitet. Die übliche verhinderte Romanze, die man heutzutage immer wieder in Serien (Wonderfalls, Reaper, Lost usw.) antrifft, ist wenig ergiebig. Sheriff Jack Carter (Colin Ferguson) verliebt sich nämlich in die Regierungsagentin Allison Blake (Salli Richardson), die aber noch mit dem Direktor und Chefwissenschaftler Nathan Stark (Ed Quinn) verheiratet ist. Diese Liebelei kommt aber nicht wirklich voran. Dennoch sind die Episoden recht unterhaltsam und spannend. Für Spannung sorgen natürlich die Fälle des Sheriffs, die man nicht auf Anhieb erklären kann. Bei so vielen schrägen Ereignissen und verrückten Wissenschaftlern kommt auch der Humor nicht zu kurz. Da EUReKA keine Network-Serie ist, fehlt aber das Geld für gute Effekte, was einer Sciencefiction-Serie natürlich nicht sonderlich gut steht. Zudem gibt es immer wieder penetrantes Productplacement.

ProSieben konnte mit dem Pilotfilm nach einiger Werbung in der Presse (sogar der Tagesspiegel widmete der Serie einen ganzen Artikel mit Bild) erstaunlich gute Einschaltquoten erreichen. Danach stürzten die Zuschauerzahlen aber ab. In den USA wurde die 3. Staffel bestellt, in Deutschland stellt sich die Frage, ob es die Serie es über die zweite Staffel hinaus schaffen wird. Ich empfehle die Serie nicht, bei einer Sichtung wird man aber auch nicht an Langeweile verenden. Als seichte Unterhaltung taugt EUReKA allemal.

Serien-Updates

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , , , , , , , on Mittwoch, 14. Mai 2008 by mediensucht

Auf dem Seriensektor hat sich nach dem Autorenstreik am Anfang des Jahres Vieles getan. Einige Serien wurden abgesetzt, Verträge verlängert, Konzepte geändert. Hier mal ein paar Infos zu Serien, die ich bereits besprochen bzw. empfohlen habe:

Pushing Daisies
Meine aktuelle Lieblingsserie wird zum Glück verlängert. Der Autorenstreik hatte laut serienjunkies hauptsächlich positive Auswirkungen. Finanzielle und konzeptionelle Probleme konnten behoben werden. Kleinere, durch den Streik bedingte Schwierigkeiten will man noch in den Griff bekommen. Im Herbst geht es in den USA weiter. Ein Sendetermin für die erste Staffel in Deutschland (ProSieben) steht leider immer noch nicht fest. Update 4.7.08: Laut Quotenmeter soll die erste Staffel ab dem 17. September 2008 auf ProSieben laufen.

How I Met Your Mother
Die Gastauftritte von Frau Spears haben HIMYM wohl die verdiente vierte Staffel gebracht. Ein Problem sei wohl nicht die Gesamtzahl der Zuschauer, sondern die Zahl der Zuschauer in der gewünschten Zielgruppe. Über einen Senderwechsel wurde nachgedacht. Mir gefällt die Serie auch ohne Britney Spears, deshalb große Freude über die Verlängerung. Ein Sendetermin für die erste Staffel auf ProSieben ist mir nicht bekannt.

Doctor Who
Nach den Querelen um die Absetzung auf ProSieben hat man einen neuen Sendeplatz gefunden, auf dem die Serie nun besser ankommt. Doctor Who läuft nun immer sonntags ab 17:00 Uhr.

Chuck und Heroes
Die beiden Serien Chuck und Heroes laufen ab Herbst immer montags im Doppelpack auf NBC. RTL2 wird ab Herbst die zweite Staffel in Deutschland senden. Ab Juni soll es zu Chuck ein Comic geben. Chuck wurde von ProSieben lizensiert, ein Sendetermin steht mal wieder nicht fest!

weitere Serien
House M.D. ist weiterhin eine der erfolgreichsten Serien in den USA und Deutschland. Mit einer Absetzung ist also nicht zu rechnen. Battlestar Galactica wird nach der Anfang nächsten Jahres laufenden fünften Staffel beendet. Die Handlung neigt sich dem gewollten Ende zu. Außerdem sind die Produktionskosten wohl zu hoch. My Name Is Earl läuft in der dritten Staffel in den USA. RTL will ab Herbst mit der Ausstrahlung der ersten Staffel beginnen.