Archiv für Wissenschaft

Die Außerirdischen kommen …

Posted in Geschwätzigkeit, Sucht des Tages with tags , , , , , , on Montag, 5. November 2007 by mediensucht

… vielleicht irgendwann einmal. Die kleine Aufregung um Joachim Bublath, der überraschend die Talksendung von Sandra Maischberger zum Thema „Ufos“ verließ, möchte ich zum Anlass nehmen, meine Ansichten darüber zu postulieren:

Ja, es gibt Außerirdische! Rein mathematisch, wenn man mit den gegebenen Wahrscheinlichkeiten rechnet, muss man davon ausgehen, dass irgendwo im Universum außerirdisches Leben existiert. Es gibt einfach zu viele Galaxien mit zu vielen Planetensystemen mit zu vielen erdenähnlichen Planeten, um an das Gegenteil zu glauben. Der Mensch hat nun die eigenartige Angewohnheit, sich immer in den Mittelpunkt von Allem zu stellen. Er denkt sich, wenn es schon Außerirdische gibt, dann müssen diese Wesen zwangsläufig Interesse an uns haben und uns mit eigenartigen fliegenden Untertassen permanent Besuche abstatten. Warum sollten sie so etwas tun?

Gehen wir einmal davon aus, Außerirdische wären tatsächlich in der Lage, uns zu besuchen. Sie müssten auf einem weitaus höheren Intelligenzniveau liegen als wir. Sie besäßen hochtechnisierte Flugobjekte, die Raum und vielleicht auch Zeit überwinden können. Welches Interesse hätten solche Geschöpfe an uns niederentwickelten Wesen, die sich gegenseitig bekriegen und an imaginäre Himmelsgestalten glauben? Höchstwahrscheinlich keines.

Nächste Annahme: Gesetzt den Fall, die Außerirdischen wären aus irgendeinem Grund wirklich an uns interessiert, und sei es aus den berüchtigten Studienzwecken (Stichwort: Zoo), ich würde darauf tippen, dass sie sich niemals zu erkennen gäben. Es ständen Mittel zur Verfügung, Ihre Existenz zu verschleiern. Die Zeit zur Offenbarung wäre erst auf einem viel höheren Entwicklungsstadium der Menschheit reif, die es momentan noch nicht einmal schafft, den Nachbarplaneten zu besiedeln oder gefährliche Krankheiten zu heilen.

Deshalb heißt es also: Abwarten! Momentan besteht überhaupt kein Grund dafür, über den aktuellen Einfluss von außerirdischem Leben auf uns nachzudenken. Es ist schlicht zu früh. Wenn wir uns in ein paar hundert oder gar tausend Jahren noch nicht selbst vernichtet haben, können wir einen realistischen Gedanken an extraterrestrische Kollegen verschwenden. Bis dahin: Macht Filme über das Thema! 😀

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Die ganze Wahrheit über den Klimawandel …

Posted in Geschwätzigkeit, Sucht des Tages with tags , , , , on Samstag, 3. November 2007 by mediensucht

… gibt es hier nicht zu lesen! Wie könnte ich auch behaupten, definitives Wissen über die zukünftige Entwicklung unseres Klimas zu haben. Überraschenderweise gibt es aber viele Menschen, die von sich sagen, der Weisheit letzten Schluss zum Thema ziehen zu können. Das sind meistens sogenannte Wissenschaftler, die auf einem bestimmten Gebiet forschen und den Klimawandel genau mit ihrem Teilwissen erklären wollen. So werden die Komplexität der Ursachen und Folgen des Klimawandels vernachlässigt. Je nach dem, wen man zum Thema hört, bekommt man ein Gericht vorgesetzt, das nach nur einer Zutat schmeckt. Blrx!

Für mich ist die aktuelle Diskussion um das Klima Panikmache und Geldmacherei. Umweltverbände beteiligen sich liebend gern daran, da man mit der Angst der Menschen am besten Geld verdienen kann. Die Industrie will ihre Produkte verkaufen. Mit teuren Energiesparlampen lässt sich nun mal mehr verdienen als mit einer Glühbirne, wobei die ja auch aus Profitgründen schon nach ca. 1000 Stunden Arbeit ihren Geist aufgibt. Politiker versuchen sich mit dem Thema zu profilieren. Dabei zählen kurzfristige Maßnahmen wahltechnisch mehr als langfristige, auf Nachhaltigkeit bedachte Schritte. Darüber werden gern wichtigere andere Themen vergessen.

Was ist die gegenwärtige Situation? Das Klima kann mit neueren Meßmethoden viel genauer bestimmt werden, als es früher der Fall war. Dabei stellt man fest, dass es insgesamt wärmer und turbulenter wird als noch vor 100 Jahren. Als einzig höherintelligentes Wesen auf der Erde ist der Mensch daran schuld – und zwar einzig! Äußere Faktoren werden völlig ausgeblendet. Dass die Sonne mal mehr und mal weniger strahlt, sie insgesamt bis zu ihrem Tod immer heißer brennt, wird ignoriert. Ich habe einmal eine Grafik gesehen, die einen direkten Zusammenhang zwischen CO2-Gehalt der Erdatmosphäre und der Strahlungsintensität der Sonne herstellte. Eisbohrungen zeigten zudem, dass es früher (etwa zu Römerzeiten) schon mehrmals wärmer war als jetzt. So ein Streitwagen hatte auch einen enormen CO2-Ausstoß (besonders unter dem Schweif der Antriebsmaschine). Was ich damit sagen will: Man sollte den Stern in der Mitte unseres Sonnensystems nicht außer Acht lassen.

Mit wüsten Szenarien der Folgen einer „Klimakatastrophe“ lässt sich am meisten Panik erzeugen. So soll es etwa wesentlich mehr Hitzetote geben! Auch hier wird völlig außer Acht gelassen, dass es momentan wesentlich mehr Tote durch Kälte als durch Hitze gibt, deren Zahl bei einer Erderwärmung zurückgeht. Die Artenvielfalt soll angeblich geringer werden. Auch hier möchte ich zweifeln. Das Klima war schon immer im Wandel. Die Natur hat sich angepasst. Eine Art ist ausgestorben, viele andere Arten kamen hinzu. Je wärmer desto artenreicher ist die Welt. Sicherlich wird es örtliche Verschiebungen geben. Hier liegt auch das Problem des inzwischen sesshaften Menschen. Warum sollte es aber keine weitere Völkerwanderung geben?

Natürlich ist der Mensch nicht unbeteiligt am Klimawandel. Die Größenordnung ist aber entscheidend. Man bedenke beispielweise einmal, dass es zu früheren Zeiten viel größere Waldflächen gab, die wenn sie einmal brannten, nicht gelöscht wurden. Mit solchen Beispielen möchte ich darauf drängen, den Blick zu weiten. Es gibt viele Faktoren, die zu berücksichtigen sind. Der Mensch ist für mich nur einer von vielen, er besitzt nur leider die Arroganz, sich permanent in den Mittelpunkt zu stellen.

Wolke

Anstatt nur den Klimawandel im Blick zu haben, sollte man sich darauf konzentrieren, wie die wachsende Weltbevölkerung auf dem Planeten überleben kann. Sauberes Wasser bzw. eine saubere Umwelt sind in dem Falle wichtiger als 2 Grad höhere Temperaturen. Das Geld muss in die Entwicklung von Technik investiert werden, die das Leben für möglichst viele Menschen verbessert. Das Augenmerk sollte auf die positiven Aspekte des Klimawandels gerichtet werden. Blinder Aktionismus, der in die völlig falsche Richtung geht, schadet der Menschheit nur.