Archiv für Filmjahr

Top77 – Das Filmjahr 2009

Posted in Cinemanie with tags , , , on Sonntag, 7. Februar 2010 by mediensucht

Naja, eine Top77 ist es nicht wirklich, das ich The Limits of Control absolut nicht in die Liste einordnen kann und er deshalb ganz unten steht. Wahrscheinlich kommen in den nächsten Tagen und Wochen auch Filme aus 2009 dazu, die dann diese Liste hier hinfällig machen. Man sehe sie also als Augenblickwert bzw. grobe Orientierung. Als kleine Zusatzeinschätzung der Filme dienen die angefügten Kurzkommentare hier aus dem Blog, die ich damals kurz nach der Sichtung der Filme verfasste.

Top77

1. Inglourious Basterds (Quentin Tarantino)
Ganz großes Kino. So langsam nähert sich Tarantino den Coens bzgl. Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Die müssten es aber eigentlich besser wissen. Lange Dialoge gab es schon immer, selten waren sie aber den ganzen Film lang so brillant wie hier. Dazu noch extrem viel Augenzwinkern, mal offensichtlich – mal versteckt. Schöne Kamera-Einstellungen und großartige Schauspieler, allen voran natürlich Christoph Waltz und Mélanie Laurent. Keine Sekunde langweilig. Lange nicht so einen Spaß im Kino gehabt! (Kritik) 10/10

2. Star Trek (J.J. Abrams)
Größtenteils gelungener Neuanfang mit viel Action und Humor, der richtig Spaß macht (siehe Kritik). 9/10

3. Watchmen – Die Wächter (Zack Snyder)
Mir hat die Verfilmung des komplexen Stoffes sehr gut gefallen. Die kleineren Macken fallen nicht weiter ins Gewicht. Snyder lässt sich ausreichend Zeit für die Charakterzeichnung, nimmt kleinere nötige Änderungen an der komplexen Story vor und transportiert mit seiner Machart den Stoff ausgezeichnet in die heutige Zeit (nicht inhaltlich sondern filmisch). 9/10

4. Soul Kitchen (Fatih Akin)
Sehr guter Hamburg-Film mit Tempo, Witz, Dramatik und gut aufgelegten Schauspielern, der sehr viel Spaß macht. 9/10

5. Zeiten des Aufruhrs (Sam Mendes)
Was kann man von Mendes, Deakins, Newman, Winslet und DiCaprio erwarten? Natürlich nur höchste Qualität! Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auch mit diesem reinen Gesellschaftsdrama kommt Mendes prima zurecht. Unterstützt von den eben Genannten gelingt ihm ein dichter, eindringlicher und atmosphärischer Film über vermeintliche Zwänge der Gesellschaft, verflogene Ideale und innere Unzufriedenheit. Ein brillantes klassisches Drama! 9/10

6. Das weiße Band (Michael Haneke)
Beeindruckendes Erziehungsdrama von Michael Haneke, das ordentlich an die Nieren geht. Gute schauspielerische Leistungen und das Fehlen von musikalischer Untermalung schaffen eine beklemmende Atmosphäre aus Spannung und Angst. Ein sehr interessanter Versuch, den Ursachen für das Starkwerden des Nationalsozialismus auf die Spur zu kommen. Nur schlechte Ausleuchtung trübt den Eindruck etwas. 9/10

7. Coraline (Henry Selick)
Wow! Steht NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS oder CORPSE BRIDE in nichts nach. Nette kleine Geschichte mit wundervoller Stimmung brillant umgesetzt! Wunderbar! Leichte Farbprobleme bedingt durch die 3D-Technik für daheim. 9/10

8. Hilde (Kai Wessel)
Wann hat die Makatsch eigentlich gelernt, so verdammt gut zu spielen. Sie versucht nicht nur, die Knef zu kopieren, sondern bringt noch erstaunlich viel eigene Persönlichkeit in ihr Spiel. HILDE macht zum Glück die Fehler von LA VIE EN ROSE nicht, erzählt nur einen Ausschnitt aus dem Leben der Knef und verschachtelt ihn nicht zu sehr. Schönes Biopic! 9/10

9. Away We Go – Auf nach Irgendwo (Sam Mendes)
Mendes goes Independent Movie und auch das macht er wieder hervorragend! Ein durchgängig äußerst sympathischer Film mit sympathischen „Helden“, denen die Facetten des Lebens vorgeführt werden und die dabei einen eigenen Weg finden wollen. Schön! 8/10

10. Männerherzen (Simon Verhoeven)
Positive Überraschung! Unterhaltsame und äußerst sympathische deutsche Dramödie mit gutem Tempo und einer guten Mischung aus witzigen und anrührenden Szenen. 8/10

11. Bolt – Ein Hund für alle Fälle (Byron Howard)
Eindeutig auf ein jüngeres Publikum eingestellt, ist BOLT dennoch extrem unterhaltsam und auch technisch brillant gemacht. 8/10

12. Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (Tony Gilroy)
Technisch fein umgesetztes, verzwicktes Gaunerstück, dass doch einiges Mitdenken vom Zuschauer abverlangt. Aber allein die Dialoge zwischen Owen und Roberts sind schon sehr unterhaltsam. Gut! 7-8/10

13. District 9 (Neill Blomkamp)
Witziger, aber auch politisch interessanter Ansatz, dieses Genre (SciFi) zu bearbeiten. Gute Umsetzung, wenngleich der Film gegen Ende hin seinen anfangs beschrittenen Weg verlässt und in Richtung Actionballerdrama geht. Insgesamt großartige Unterhaltung. 8/10

14. The International (Tom Tykwer)
Optisch sehr ansprechende Inszenierung eines brisanten Themas, dass zwar spannend umgesetzt ist, dem es aber insgesamt doch an politischer Relevanz fehlt. Interessant ist die Einbindung von Architektur in das filmische Konzept. Und ja, der Film sieht teilweise aus wie von Michael Mann. 7-8/10

15. Das Kabinett des Dr. Parnassus (Terry Gilliam)
Für einen Gilliam erstaunlich logisch, wenn auch typisch skurril und fantasievoll. Ledgers Tod wird gut durch die „Ersatz“-Schauspieler und die eingebauten Storytricks kompensiert. Hat mir gut gefallen. 7-8/10

16. Die Herzogin (Saul Dibb)
Schönes Kostümdrama mit einer zu dürren Keira Knightley. 8/10

17. Avatar – Aufbruch nach Pandora (James Cameron)
Optisch setzt der Film Maßstäbe! Brillante Animationen und atemberaubender Detailreichtum können aber leider nicht über die dünne Geschichte und vor allem die eindimensionalen und platten Charaktere hinwegtäuschen. Da ist teilweise Fremdschämen angesagt. Komischerweise bleibt Avatar aber dennoch ein beeindruckendes Kinoerlebnis. 8/10

18. Rock’N’Rolla (Guy Ritchie)
Endlich mal wieder ein guter Ritchie, weil cool, witzig und super umgesetzt. Der rockt! 8/10

19. Zerrissene Umarmungen (Pedro Almodóvar)
Almodóvar liebt seine Penelope und die macht alles für ihn. Tolle, irgendwie seltsame Atmosphäre, die mich fast den ganzen Film lang gepackt hat … keine Ahnung, wie und warum. 8/10

20. The Fall (Tarsem Singh)
Brillante Bilder mit einer netten und zum Teil sehr witzigen Geschichte, die bisweilen arg seltsam ist und so ihre Längen hat. Trotzdem sehenswert. 7-8/10

21. Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt (Jean-François Richet)
Spannendes und kurzweiliges Kriminellenporträt aus Frankreich mit ordentlich Action, das kurz vor dem Abspann zu viel aus dem 2. Teil verrät. 7-8/10

22. Slumdog Millionär (Danny Boyle)
Ein typischer Boyle, was leider auch bedeutet, dass der Film gegen Ende nachließ. Großartiger und dichter Anfang mit toller Atmosphäre. Am Ende ging dem Film wegen einiger Negativpunkte die Luft aus. Die älteren Darsteller waren mir z.B. eher unsympathisch. 7/10

23. (500) Days of Summer (Marc Webb)
Nette Liebesgeschichte, die mal nicht die üblichen Hollywoodpfade beschreitet. Die Mitte des Film hat einige Längen und wirkt teilweise zu gewollt „anders“. Sonst ist der Film aber amüsant und anrührend und das „Paar“ erfrischend schräg und sympathisch. 7/10

24. Rachels Hochzeit (Jonathan Demme)
Relativ intensiv vorgetragenes und mit großartigen Schauspielerleistungen überzeugendes Familiendrama, das durch seine dämliche Wackelkameraführung wieder einiges an Atmosphäre kaputt macht. Ich muss nicht andauernd daran erinnert werden, dass ich gerade einen Film sehe. 7/10

25. Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft (Anne Fontaine)
Konzentriert sich eher auf die Phase vor dem Berühmtsein und auf die zwischenmenschlichen Aspekte. Dies gelingt dem Film erstaunlich gut, so dass man zwar nicht alle historischen Fakten über Chanel erfährt, aber ein recht gutes Bild von der Person Coco Chanel erhält. Positive Überraschung! 7/10

26. Gran Torino (Clint Eastwood)
Ruhiger, kleiner Film von und mit Clint Eastwood, der mir aber oft zu berechenbar war, um mich vollends zu überzeugen. 7/10

27. Crank 2: High Voltage (Mark Neveldine)
Herrlich abgedrehter Spaß, der doch – verglichen mit Teil 1 – tatsächlich noch einen Zahn zulegen kann und das Tempo bis zum Ende hält. 7/10

28. Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los (Carlos Saldanha)
Naja, ordentlicher Kinderfilm mit aus den Vorgängern bekannten Figuren und Botschaften. Annehmbar. 7/10

29. It Might Get Loud (Davis Guggenheim)
Schon interessant, wie diese drei verschiedenen Typen an das Thema Stromgitarrenmusik heran gehen. Mir haben aber die Spannungen (positiv oder negativ) zwischen den Musikern gefehlt, die wohl da waren, durch die konservative Machart der Doku aber größtenteils ausgeblendet wurden. 6-7/10

30. Harry Potter und der Halbblutprinz (David Yates)
Hat mir insgesamt doch recht gut gefallen, obwohl der Film weniger auf Action setzt und vielmehr versucht, das Zwischenmenschliche in den Vordergrund zu stellen. Das gelingt erstaunlich oft, wenn es auch teilweise ins Alberne geht. Leider kam die Riddle-Story etwas zu kurz. 7/10

31. Maria, ihm schmeckt’s nicht! (Neele Leana Vollmar)
Eigentlich total simpel gestrickter und mit Klischees beladener Komödienbrei, der mir aber trotzdem gefallen hat – vielleicht, weil ich Italien so mag. 7/10

32. Public Enemies (Michael Mann)
Inhaltlich toll, atmosphärisch gut mit Potential nach oben. Mir erschließt sich nur beim besten Willen nicht, warum Michael Mann den Zuschauer mit seinem Gewackel in Übelkeit versetzen will. Waren die Zeiten damals so übel? ;o) Der Film hätte vernünftige Kinobilder verdient! Man kann auch nah an den Personen sein und ein bewegtes Bild erschaffen, ohne mit der Kamera zu wackeln. Der Rest des Films stimmte nämlich! 7/10

33. Milk (Gus Van Sant)
Ordentliches Biopic mit guten Schauspielleistungen, dem es mir allerdings etwas an Esprit und Intensivität fehlte. 7/10

34. Monsters vs. Aliens (Rob Letterman)
Dreamworks zeigt, dass es nicht immer Pixar sein muss. Der Spagat zwischen kindgerechter Geschichte mit entsprechenden Botschaften und angenehmer Erwachsenenunterhaltung mit Horrorfilmanspielungen gelingt gut. 7/10

35. Oben (Peter Docter)
Guter Animationsfilm mit brillantem Anfang, der aber gegen Ende hin wie schon Wall-E zu sehr auf Action und Klamauk setzt. „Ratatouille“ bleibt vorerst unerreicht. 7/10

36. X-Men Origins: Wolverine (Gavin Hood)
Fand ich gar nicht schlecht. Kann aus objektiven Gesichtspunkten nicht mal sagen, warum das so ist. Ich habe mich jedenfalls subjektiv gut unterhalten gefühlt. 7/10

37. State of Play – Stand der Dinge (Kevin Macdonald)
Etwas zu gewollt gesellschaftskritisch wirkender, aber durchaus spannender Medienthriller mit Starbesetzung. 7/10

38. Salami Aleikum (Ali Samadi Ahadi)
Wunderbar durchgeknallte Culture-Clash-Komödie mit einigen Längen, die aber durch den starken Bollywoodanstrich und die erfrischende Machart fast durchweg begeistern kann. 7/10

39. Whisky mit Wodka (Andreas Dresen)
Ein gutes Ensemble in einem typischen Dresen-Film, in dem es ums Altwerden geht. Typische amüsante und psychologische Herangehensweise von Dresen an das Thema. Nett! 7/10

40. The Wrestler (Darren Aronofsky)
Naja! Da hatte ich mehr erwartet. Aronofsky ist sehr nah an seinem Helden, der von Rourke auch klasse gespielt wird. Der gibt ziemlich viel von sich preis, spielt am Ende aber „nur“ sich selbst. Bisweilen nervte mich die Kamera gewaltig, das ist einfach nicht meine Philosophie von Kino. Die Geschichte ist ziemlich altbacken, aber intensiv erzählt. Sei’s drum, insgesamt ein guter Film. 7/10

41. Marley & Ich (David Frankel)
Nett! 7/10

42. Der Vorleser (Stephen Daldry)
Literaturverfilmung, die sehr nah an der Vorlage bleibt und dabei für den Buchkenner weniger spannend ist. Die Umsetzung ist insgesamt ordentlich, Winslet gut, bei Weitem aber nicht in ihrer besten Rolle. 6-7/10

43. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
Gute Schauspieler, großartige Ausstattung und wunderbare Bilder konnten mich dennoch nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte hat mich nicht gepackt. Vielleicht war der Film zu lang, vielleicht zu überraschungsarm, vielleicht zu „sauber“. Es bleiben 6-7/10

44. The Spirit (Frank Miller)
Tja, was soll ich sagen: Der hat mir irgendwie gefallen, wahrscheinlich, weil ich das Gezeigte nach den vielen Negativkritiken nicht so ernst nahm. So habe ich mich teils köstlich amüsiert, ob das nun von den Machern gewollt war oder nicht. Die Optik gefällt mir sowieso. 6-7/10

45. Inside Hollywood (Barry Levinson)
Eigentlich eine witzige Satire auf Hollywood, nur leider wurden die Klischees bisweilen zu stark strapaziert. Zudem gefiel mir die Kameraführung teilweise gar nicht. So 6-7/10

46. Selbst ist die Braut (Anne Fletcher)
Hatte mal Lust auf eine klassische RomCom und wurde nicht enttäuscht. Besonderes gibt es allerdings nicht zu erwähnen. Seichte Story recht witzig verarbeitet mit den üblichen Genrebestandteilen. Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich gegen Sandra Bullock nicht wirklich etwas sagen kann, weil die mir schon immer sympathisch ist … ;o) 6-7/10

47. Brüno (Larry Charles)
Fand ich einen Tick besser als Borat, weil er zielgenauer bloßstellt und weniger albern ist. Dennoch nicht ganz mein Humor. 6/10

48. Hangover (Todd Phillips)
Da habe ich mir mehr erwartet. Ab und zu wirklich guter und böser Humor, oft aber auch langatmig und zäh. 6/10

49. Illuminati (Ron Howard)
Besser, als erwartet. Vom Thema für mich sowieso interessant, ist der Stoff auch recht ordentlich umgesetzt und Hanks stört mich weniger in der Rolle als noch im 1. Teil. 6/10

50. Kurzer Prozess – Righteous Kill (Jon Avnet)
Doch spannender als erwartet, was allerdings nicht unbedingt an der etwas vorhersehbaren Geschichte lag, sondern an der ordentlichen Inszenierung. Dennoch wirken Pacino und De Niro fast zu routiniert, hab ihnen trotzdem gern zugesehen. 50cent hat zum Glück eine kleinere Rolle als befürchtet. So 6/10

51. All Inclusive (Peter Billingsley)
Ziemlich wortlastige Beziehungskomödie, die eher von ihren Schauspielern lebt, als inhaltlich zu fesseln. Streckenweise recht amüsant, oft werden aber die Klischees zu überstrapaziert. Dennoch so kurzweilig, dass der Film nicht weh tut. 6/10

52. Twilight – Biss zum Morgengrauen (Catherine Hardwicke)
Gar nicht so übel und effekthascherisch, wie erwartet. Man erkennt die Intention von Regisseurin Catherine Hardwicke, die Liebe des ungleichen Paars in den Vordergrund zu stellen und das große Huibuh in einem vernünftigen Maß zu halten. Nichtsdestotrotz ist TWILIGHT ein typischer Teeniefilm mit den üblichen Versatzstücken. Ich muss aber gestehen, dass ich Kristen Stewart mal wieder gern zugesehen habe. Insgesamt nett und harmlos. 6/10

53. Sunshine Cleaning (Christine Jeffs)
Mir war nicht ganz klar, was der Film eigentlich wollte. Er zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben zweier Schwestern, die versuchen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Zu offensichtlich auf Independentmovie gemacht, dafür aber zu wenig einnehmend. 6/10

54. Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat (Bryan Singer)
Zugegeben, der Film ist ordentlich gemacht und Cruise nervt weniger als erwartet. Leider brachte mir der Film inhaltlich rein gar nichts. Hier hätte ich mir mal etwas mehr gestalterische Freiheit gewünscht. So kommt der Film nicht über das Niveau eines guten ZDF-Doku-Spielfilms hinweg. Diskussionswürdig ist der Film auch eher nicht, da er einfach eine zu kurze Zeitspanne abhandelt, um größere Rückschlüsse auf den Charakter eines Stauffenberg ziehen zu können. So wirkt er etwas zu glatt. Clarice van Houten ist leider total verschenkt! 5/10

55. Er steht einfach nicht auf Dich (Ken Kwapis)
RomCom von der Stange mit Starbesetzung. Muss man nicht gesehen haben, tut aber auch nicht weh. 5/10

56. Tödliches Kommando – The Hurt Locker (Kathryn Bigelow)
Psychologisches Porträt eines Bombenräumungskommandos im Irak. Sehr nah dran und damit streckenweise ziemlich intensiv, das Gewackel und das grobkörnige Bild gingen mir aber auf den Zeiger. Das geht auch anders! Dazu noch einige Längen, insgesamt also mittelmäßig! Ohne Cameron kein wirklich guter Bigelow! 5/10

56. Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Jean-François Richet)
Leider in allen Belangen schlechter als Teil 1. Die Action ist weniger mitreißend, die Figuren gröber gezeichnet, der innere Zusammenhang lockerer, weil wild aneinandergereihte Ereignisse/Szenen. So 5/10.

57. Terminator – Die Erlösung (McG)
Gute Action als Teil einer ziemlich platten Story. Man hätte sich vielleicht auf eine Hauptfigur konzentrieren sollen, wobei hier Wright wesentlich interessanter ist als Connor. Die arme Bryce Dallas Howard ist total verschenkt. Knappe 4/10

58. Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Tony Scott)
Ab und zu mit witzigen Sprüchen unterhaltend, selten spannend und viel zu vorhersehbar, da völlig ohne Überraschungen und Wendungen. Die fast schon üblichen Logiklöcher sind teilweise tiefer als die Schlaglöcher in Deutschlands Straßen. Trotz niedriger Erwartungen ziemlich enttäuschend. 4/10

59. Die Päpstin (Sönke Wortmann)
Die extrem naive Erzählweise (Kindermärchen) und die konventionelle Inszenierung wird der doch recht interessanten Geschichte nicht gerecht. Da bringen auch gute Schauspieler und opulente Ausstattung nichts. Schade! 4/10

60. The Rocker (Peter Cattaneo)
Gescheiterter Metal-Schlagzeuger hat plötzlich in einer Jugendband Erfolg. 08/15-Teeniecomedy mit den ewig gleichen Witzchen. Allerdings waren die Musikeinlagen ziemlich gut und Rainn Wilson macht den Jack Black am Schlagzeug ziemlich amüsant. Insgesamt aber mäßig unterhaltsam. 4/10

61. Julie & Julia (Nora Ephron)
Langweilige Lebenswegfindungsgeschichte mit einer süßen Amy Adams und einer unterforderten Meryl Streep. Zu wenig anrührende Momente und zu wenig gutes Essen. 4/10

62. Der Ja-Sager (Peyton Reed)
Jim Carrey wieder in seiner Standardrolle in einem Standardfilm mit einem Standardende. Ohne Überraschungen, dennoch teils erstaunlich unterhaltsam. 4/10

63. Sieben Leben (Gabriele Muccino)
Den Anfang fand ich gar nicht so übel. Leider enthüllt sich das vermeintliche „Geheimnis“ viel zu schnell und man langweilt sich durch die erwarteten Szenen, wenngleich sie teils gar nicht schlecht inszeniert sind. Insgesamt eine sehr enttäuschende Angelegenheit! 3/10

64. 2012 (Roland Emmerich)
Optisch tatsächlich ab und zu sehr beeindruckend, sonst bleibt der Film aber weit hinter Day After Tomorrow zurück. Auch ein Katastrophenfilm muss und kann inhaltlich mehr bieten. 2012 bleibt da sehr schwach. 3/10

65. Che – Revolucion (Steven Soderbergh)
Viel zu schwarz/weiß gemalter erster Teil, der Che viel zu positiv darstellt. Der Ansatz, die Geschichte strikt nach Ches Tagebüchern zu erzählen, ist da schon der falsche Ansatz. Habe wenig Hoffnung, dass es der zweite Teil besser macht, und uns noch etwas vom wahren Che (dem Verbrecher) zeigt. Die filmische Umsetzung ist einigermaßen OK. 3/10

66. Transporter 3 (Olivier Megaton)
Ziemlich dummer Actionreißer nach dem üblichen „Transporter“-Schema mit übermäßig vielen unlogischen Szenen, der nur ab und zu so etwas wie Charme versprüht. 3/10

67. Trauzeuge gesucht! (John Hamburg)
Hatte mir von Jason Segel und Paul Rudd mehr erwartet. Dünne Story mit den üblichen Lovestory-Elementen. Langweilig! 3/10

68. Transformers – Die Rache (Michael Bay)
Die Schauwerte ermüden spätestens nach einer Stunde. Die plumpe Story und die eintönige Action dominieren über ein paar wenige gute Szenen. Kann man sich sparen! 3/10

69. Drag Me to Hell (Sam Raimi)
Nimmt sich zu ernst, um von mir ernst genommen zu werden. Klischees in Massen, nur wenige gute Szenen, größtenteils vorhersehbar und langweilig. Die kurzen augenzwinkernden Momente haben mir noch am Besten gefallen. Nicht mein Genre. 2/10

70. Triff die Elisabeths! (Lucien Jean-Baptiste)
Dämliche französische Variante von Cool Runnings. Schwarze Familie fährt in den Ski-Urlaub in die Berge und stellt sich dabei sehr seltsam an. Kein dummes Klischee wird ausgelassen. Blödsinn! 2/10

71. 96 Hours (Pierre Morel)
Dümmlicher Rache-Action-Reißer mit einer zweifelhaften Aussage, der damit leider in die völlig falsche Richtung geht. 2/10

72. Radio Rock Revolution (Richard Curtis)
So ein dämlicher Blödsinn. Nix Gute-Laune-Film, nur öde Story mit albernen Gags. Für die gute Musik noch 2/10.

73. Männersache (Gernot Roll)
Darüber lacht also Deutschland. Na dann: Gute Nacht! 2/10

74. Knowing (Alex Proyas)
Unlogischer Sciencefictionblödsinn mit ein paar Schauwerten, vielen Klischees und einer strunzdummen Geschichte! 2/10

75. Der Kaufhaus Cop (Steve Carr)
Was für ein strunzdämlicher, langweiliger Film. Schade um den sympathischen Kevin James! 2/10

76. G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra (Stephen Sommers)
Selten dämliche Spielzeugverfilmung mit uninspirierter Handlung und schlechten Effekten. Dennis Quaid macht nur noch Mistfilme. 1/10

??. The Limits of Control (Jim Jarmusch)
Ähm, ja!?!

Top10-Listen 2009 (Film)

Posted in Cinemanie with tags , , , on Samstag, 6. Februar 2010 by mediensucht

Bevor ich meine TOP-Filmliste 2009 veröffentliche, hier ein paar Top10-Listen zu verschiedenen Kategoriene, die sich natürlich nur auf die Filme beziehen, die ich tatsächlich aus dem Jahr 2009 bereits gesehen habe.

Hauptdarstellerinnen

1. Anne Hathaway in Rachels Hochzeit
2. Heike Makatsch in Hilde
3. Penélope Cruz in Zerrissene Umarmungen

4. Kate Winslet in Zeiten des Aufruhrs
5. Kate Winslet in Der Vorleser
6. Johanna Wokalek in Die Päpstin
7. Mélanie Laurent in Inglourious Basterds
8. Keira Knightley in Die Herzogin
9. Naomi Watts in The International
10. Maya Rudolph in Away We Go

Hauptdarsteller

1. Leonardo DiCaprio in Zeiten des Aufruhrs
2. Sean Penn in Milk
3. Sharlto Copley in District 9

4. Christian Ulmen in Maria, ihm schmeckt´s nicht!
5. Henry Hübchen in Whisky mit Wodka
6. Vincent Cassel in Public Enemy No. 1
7. Mickey Rourke in The Wrestler
8. John Krasinski in Away we go – Auf nach irgendwo
9. Joseph Gordon-Levitt in (500) Days of Summer
10. Lee Pace in The Fall

Nebendarstellerinnen

1. Marisa Tomei in The Wrestler
2. Emily Blunt in Sunshine Cleaning
3. Blanca Portillo in Zerrissene Umarmungen

4. Rosario Dawson in 7 Leben
5. Christina Applegate in The Rocker
6. Rose Byrne in Knowing
7. Nadja Uhl in Männerherzen
8. Sigourney Weaver in Avatar
9. Julia Ormond in Der seltsame Fall des Benjamin Button
10. Zoe Saldana in Star Trek

Nebendarsteller

1. Christoph Waltz in Inglourious Basterds
2. August Diehl in Inglourious Basterds
3. Josh Brolin in Milk

4. Zachary Quinto in Star Trek
5. Sylvester Groth in Whisky mit Wodka
6. Ulrich Tukur in Das weiße Band
7. Zach Galifianakis in Hangover
8. Jeffrey Dean Morgan in Watchmen
9. Michael Shannon in Zeiten des Aufruhrs
10. Jack White in It might get loud

Ensemble

1. Inglourious Basterds
2. Das weiße Band
3. Milk

4. Watchmen – Die Wächter
5. Public Enemies
6. Der seltsame Fall des Benjamin Button
7. Star Trek
8. Sunshine Cleaning
9. State of Play
10. Inside Hollywood

Special Effects

1. Avatar – Aufbruch nach Pandora (James Cameron)
2. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
3. 2012 (Roland Emmerich)

4. District 9 (Neill Blomkamp)
5. Star Trek (J.J. Abrams)
6. Watchmen – Die Wächter (Zack Snyder)
7. Harry Potter und der Halbblutprinz (David Yates)
8. The Fall (Tarsem Singh)
9. The Spirit (Frank Miller)
10. Transformers – Die Rache (Michael Bay)

Drehbuch

1. Quentin Tarantino für Inglourious Basterds
2. Michael Haneke für Das weiße Band
3. Justin Haythe für Zeiten des Aufruhrs

4. David Hayter, Alex Tse für Watchmen – Die Wächter
5. Pedro Almodovar für Zerrissene Umarmung
6. Peter Docter, Bob Peterson für Oben
7. Tony Gilroy für Duplicity – Gemeinsame Geheimsache
8. Simon Beaufoy für Slumdog Millionär
9. Eric Singer für The International
10. Dustin Lance Black für Milk

Kameraführung

1. Colin Watkinson für The Fall
2. Robert Richardson für Inglourious Basterds
3. Larry Fong für Watchmen – Die Wächter

4. Claudio Miranda für Der seltsame Fall des Benjamin Button
5. Anthony Dodd Mantle für Slumdog Millionär
6. Brandon Trost für Crank 2: High Voltage
7. David Higgs für Rock’N’Rolla
8. Frank Griebe für The International
9. Christian Berger für Das weiße Band
10. Dan Mindel für Star Trek

Regie

1. Quentin Tarantino für Inglourious Basterds
2. Tarsem Singh für The Fall
3. Zack Snyder für Watchmen – Die Wächter

4. Danny Boyle für Slumdog Millionär
5. Michael Haneke für Das Weiße Band
6. J.J. Abrams für Star Trek
7. Guy Ritchie für Rock’N’Rolla
8. Tom Tykwer für The International
9. Ali Samadi Ahadi für Salami Aleikum
10. Kathryn Bigelow für Tödliches Kommando – The Hurt Locker

Größte Enttäuschung

1. Che – Revolucion (Steven Soderbergh)
2. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
3. 2012 (Roland Emmerich)

4. Julie & Julia (Nora Ephron)
5. Die Päpstin (Sönke Wortmann)
6. Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Tony Scott)
7. Terminator – Die Erlösung (McG)
8. Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Jean-François Richet)
9. Sunshine Cleaning (Christine Jeffs)
10. Hangover (Todd Phillips) Weiterlesen

Top 81 – Mein Filmjahr 2008

Posted in Cinemanie with tags , , , on Donnerstag, 19. Februar 2009 by mediensucht

In dieser Liste zählen nur Filme, die 2008 im Kino anliefen oder auf DVD erschienen.

81. 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (Til Schweiger)
Damit konnte man nach dem Trailer fast rechnen. Saudämliche, total verkrampfte, auf modern gemachte Rittergeschichte, die unkomisch und stinklangweilig ist. Peinlich! 0/10

80. The Happening (M. Night Shyamalan)
Mit einem Wort: Schlecht! Siehe Verriss! 1/10

79. Southland Tales (Richard Kelly)
Da hat jemand dem Kelly ins Hirn geschissen und die Kamera draufgehalten. Anders ist dieser Gesäßausfluss nicht zu erklären. Dabei ist der Film zumindest zeitweise optisch und akustisch ganz gut gemacht. Warum man aber einen Muse-Song so deplaziert einsetzen muss, ist mir ein Rätsel. Schade drum! Zur Story ansich kann man gar nichts sagen! 1/10

78. 10.000 BC (Roland Emmerich)
Inhaltlich und auch optisch weit hinter Gibsons Apocalypto zurück. Ziemlich langweiliges Frühzeitfilmchen! 2/10

77. Der fliegende Händler (Eric Guirado)
Der Regisseur hätte mal lieber bei seinen Dokumentationen bleiben sollen. Wenn die Schauspieler nicht gewesen wären, könnte man den Film als nette Naturdoku sehen. So bedient er mal wieder das Klischee vom lebensunfähigen Städter, der auf dem Land zum Leben findet. Gähn! 2/10

76. Max Payne (John H. Moore)
Schmerz lass nach! Dabei ist der Ansatz gar nicht mal so schlecht. Wenn man aber nur zwei, drei imposante Actionszenen aufweisen kann, die der Zuschauer schon aus dem Trailer kennt, und der Cast so unterirdisch spielt, sollte man es lieber gleich lassen. Das einzig Interessante waren die Seriendarsteller, die es im Film zu entdecken gab. 2/10

75. Fleisch ist mein Gemüse (Christian Görlitz)
Auweia, wie schlecht war das denn!?! Vom Buch hört man ja eher Gutes. Der Humor des Filmes war überhaupt nicht meiner. Stupide Späße auf Karnevalsniveau gepaart mit nerviger Musik (naja, die gehörte wohl dazu) und groben handwerklichen Fehlern ergeben eine deutsche Komödie, die ich keinem empfehlen kann. Für ein paar nette Ideen und wenige gute Lacher: 2-3/10

74. Julia (Erick Zonca)
Ziemliche One-Woman-Show von Tilda Swinton, die aber so dermaßen übertrieben auf die Kacke haut, dass es unfreiwillig amüsant wird. Auch sonst wird wild konstruiert und übertrieben, auch bei der Länge des Films. Weniger wäre mehr gewesen. 3/10

73. Das Vermächtnis des geheimen Buches (Jon Turteltaub)
Den Unterhaltungsfaktor von Teil 1 kann der Film nur anfangs halten, dann wird er immer stupider und kopiert nur noch von sich selbst. 3/10

72. Helden der Nacht – We Own the Night (James Gray)
Siehe Kritik. 3/10

71. Cassandras Traum (Woody Allen)
Siehe Kritik. 3/10

70. So ist Paris (Cédric Klapisch)
Leider ziemlich langweiliger Episodenfilm von Cedric Klapisch, der eigentlich überall hätte spielen können. Bis auf wenige intensive Momente verschwendete Zeit. 3/10

69. Eagle Eye – Außer Kontrolle (D.J. Caruso)
Eine Story, die sich fleißig aus anderen Filmen bedient (Matrix, 2001 etc.), und Action, die mit der Zeit langweilt, weil kaum überschaubar und immer gleich. Von Logik keine Spur! Nur ab und zu kam etwas Spannung auf. 3/10

68. Tintenherz (Iain Softley)
Fantasy-Geschichte mit Potential – leider völlig überraschungsarm umgesetzt. Verschenkte Chance! 3/10

67. Der Rote Baron (Nikolai Müllerschön)
Nö, handwerklich fand ich den jetzt nicht so schlecht. Besonders die Luftkämpfe sahen ganz ordentlich aus. Das Drehbuch war schlicht unterirdisch. So ist der Film eine langatmige Geschichtsverfälschung. Heady und Prahl sind fehlbesetzt, Fiennes nur da, um einen großen Namen zu präsentieren. Irgendwie schade, dass bei großen deutschen Produktionen immer versucht wird, ausgerechnet das schmalzige Hollywoodkino nachzuäffen. Siehe Kritik. 3/10

66. James Bond 007: Ein Quantum Trost (Marc Forster)
Irgendetwas fehlte beim neuen Bond – dummerweise war es ein gutes Drehbuch. Actionszenen und einzelne Dialoge haben mir gut gefallen, der Rest war allerdings grottig. Ein Rückfall in alte Brosnan-Zeiten: Leere Figuren, zur Staffage degradierte Bondgirls, eine langweilige, uninspirierte Handlung, wenig Tiefgang. Sehr, sehr schade! Siehe Kritik. 3-4/10

65. Death Race (Paul W.S. Anderson)
Dumme Geschichte voller Klischees mit ordentlich Action verpackt. Teilweise überraschend kurzweilig, aber schnell vergessen. 4/10

64. Das Waisenhaus (Juan Antonio Bayona)
Mmh, das ist einfach nicht mein Genre! Da war wieder alles Typische dabei wie: altes Haus, Karussell, Keller, schlechtes Wetter. Allerdings … ähm: pfff! 4/10

63. The Women – Von großen und kleinen Affären (Diane English)
Der totale Frauenfilm. Das geht sogar soweit, dass kein einziger Mann auftaucht – nicht mal als Interpret der Filmmusik. Das ist als Konzept erst mal nicht schlecht. Ich schwanke zwischen “Iiih, wie klischeehaft und kitschig” und “Ah, interessant und witzig”. So 4/10

62. Outsourced – Auf Umwegen zum Glück (John Jeffcoat)
Siehe Kritik. 4/10

61. The Elephant King (Seth Grossmann)
Sehr gewollt wirkender Debütfilm (des Regisseurs) über zwei amerikanische Brüder, die sich in Thailand vergnügen und wieder zusammenfinden wollen. Dazu gibt es aufgesetzte Dramatik und bemühte Tourismuskritik. Nicht mein Fall! 4/10

60. Speed Racer (Wachowski Brothers)
Nö, so grottenschlecht war der gar nicht. Ist sicher eine gewöhnungsbedürftige Variante, einen Comic zu verfilmen, wenn man sich aber mal daran gewöhnt hat, ist die Optik durchaus interessant. Bei der Geschichte haperts dagegen gewaltig. Viel zu simpel gestrickt und nicht wirklich spannend. So 4/10

59. Caramel (Nadine Labaki)
Relativ inhaltsleere Frauendramödie mit teils wirklich tollen Szenen, die aber insgesamt eher belanglos und durchschnittlich daherkommt. 5/10

58. Mein Bruder ist ein Einzelkind (Daniele Luchetti)
Ein zu sehr auf Krawall gemachter Film über die chaotische italienische Geschichte der Nachkriegszeit. Das Chaos macht den Film leider auch relativ unzugänglich. 5/10

57. Vicky Cristina Barcelona (Woody Allen)
Meine Güte, was für eine verschrobene Altherrenfantasie, die mir sogar ab und zu gefiel. Ich glaube, ich werde alt! 5/10

56. Krabat (Marco Kreuzpaintner)
Optisch und atmosphärisch gut inszenierte Fantasy, die eigentliche Geschichte weiß aber eher selten zu begeistern. So 5/10

55. Der unglaubliche Hulk (Louis Leterrier)
Beim besten Willen: Dieser Hulk sieht immer noch aus wie ein durchgeknalltes Gummibärchen. Ein Ansatz von charakterlicher Tiefe ist immerhin zu erkennen. Ansonsten herrschen auch hier Klischees und typische Comicversatzstücke, die das Ganze etwas ermüdend machen. 5/10

54. Der Baader Meinhof Komplex (Uli Edel)
Siehe Kritik. 5/10

53. Willkommen bei den Sch’tis (Dany Boon)
Das war also der erfolgreichste Film Frankreichs. Naja, nett war’s schon, das Spiel mit den Klischees. Gegen Ende ging es mir aber zu sehr in die alberne Richtung. Die Synchro war übrigens gar nicht mal so schlecht. C.M. Herbst macht ausgezeichnete Arbeit! So 5-6/10

52. Das Beste kommt zum Schluss (Rob Reiner)
Sehr harmlos und alltäglich, dennoch äußerst sympathisch. Manchmal können auch die einfachen Dinge Spaß machen. 6/10

51. Der Tag, an dem die Erde stillstand (Scott Derrickson)
Gar nicht so schlecht, wie erwartet, was hauptsächlich am atmosphärisch dichten Anfang lag. Am Ende wird der Film aber ziemlich penetrant in seiner Aussage und hollywoodmäßig weichgespült. 6/10

50. There Will Be Blood (Paul Thomas Anderson)
Enttäuschend, wenn auch nicht schlecht. Lange Einstellungen und ein bemühter Hauptdarsteller machen noch kein Meisterwerk. Der Film erzählt mir zu wenig. Die einzelnen Szenen sind zu lang und es ist schon am Anfang klar, worauf sie abzielen. Dazu schöne Bilder und teils nervende Musik! Überbewertet! 6/10

49. Madagascar 2 (Eric Darnell)
Ohne Sichtung des ersten Teils einfach mal einen Fortsetzungsfilm riskiert. Routiniert, ohne große Momente, aber erfreulich kurzweilig. Mehr als ein “nett” ist aber nicht drin. 6/10

48. Abgedreht (Michel Gondry)
Von der Grundidee und der Umsetzung sehr gut, der eigentlichen Geschichte fehlt es aber an Wärme und Esprit. Die Liebe zu Detail in der Ausstattung kann nicht über streckenweise Langeweile hinwegtäuschen. 6/10

47. Verliebt in die Braut (Paul Weiland)
Kann man unter Gruppenzwang abbuchen, wobei ich der Einzige war, der nicht wegen Patrick Dempsey in dem Film war. Ich blieb aber meiner „Regel“ treu, alle Filme mit Michelle Monaghan zu sehen. Nett war`s! Nicht mehr, aber auch nicht weniger! 6/10

46. 1. Mai – Helden bei der Arbeit (Sven Taddicken etc.)
Dieser deutsche Episodenfilm über Geschehnisse um den 1. Mai war bis auf einige Längen interessant und unterhaltsam. Die auf Doku machende Kameraarbeit nervte aber gewaltig. So 6/10

45. Things We Lost in the Fire (Susanne Bier)
Frau Bier kann schon gute Dramen machen – auch in den USA. Meine Welt ist dieses rührseelige Tränendrückerzeug nicht unbedingt. Dennoch anerkennende 6/10

44. My Blueberry Nights (Wong Kar Wai)
Distanziert wirkende, mit inszenatorischen Fehlern behaftete Lovestory, die nur streckenweise überzeugen kann. 6/10

43. Australia (Baz Luhrmann)
Kitsch über Alles! Dabei fing es noch so gut an. Die anfänglischen satirischen Elemente schwinden aber zusehens, am Ende nimmt sich der Film viel zu ernst. Schöne Bilder, schwülstige Musik und gaaanz viel Herzschmerz, der Genrefan wird begeistert sein. Für mich war`s so lala. 6/10

42. Die Band von nebenan (Eran Kolirin)
Naja, der große Knaller war es nicht. Der Film hat zwar einige mit wunderbar sanftem Humor erzählte Szenen und sympathische Figuren, langweilt aber auch des Öfteren. 6/10

41. Nie wieder Sex mit der Ex (Nicholas Stoller)
Dank meiner „Serienhelden“ unterhaltsam und sympathisch – siehe Kritik! 6/10

40. Control (Anton Corbijn)
Siehe Kritik. 6/10

39. I Am Legend (Francis Lawrence)
Schöner Anfang, der über die üblichen Endzeit-Zombie-Geschichten hinausgeht. Das Ende ist einfach nur ärgerlich! 6/10

38. Once (John Carney)
Ähm, siehe Kritik. 7/10

37. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (Tim Burton)
Der Film sieht verdammt geil aus, er ist verdammt gut gemacht, nur die Musik geht einem verdammt auf die Eier! Ich steh’ da mehr auf die popigere/rockigere Variante Musicals! Naja! 7/10

36. The Illusionist (Neil Burger)
Nicht ganz so komplex wie THE PRESTIGE, aber dennoch atmosphärisch und optisch gut umgesetzt. Nette Unterhaltung mit geschichtlichem Touch! 7/10

35. Penelope (Marc Palansky)
Nettes Märchen mit allem, was das Herz begehrt und einer entzückenden Christina Ricci. Harmlos, aber gefällig. 7/10

34. Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra (Matteo Garrone)
Schockierend, abstoßend, nachdenklich machend! 7/10

33. Buddenbrooks (Heinrich Breloer)
Gute deutsche Literaturverfilmung, die die Geschichte um das Kaufmannshaus ordentlich auf die Leinwand bringt. Ich mag eben Kostümschinken. Etwas mehr Raffinesse und Esprit hätte ich mir aber schon gewünscht. 7/10

32. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Steven Spielberg)
Klassischer, unterhaltsamer Abenteuerfilm, der sich strikt an die Genrekonventionen hält, und damit ein typischer Indyfilm ist. Cate ist mal wieder umwerfend! 7/10

31. Michael Clayton (Tony Gilroy)
Mmh! Weiß auch nach ein paar Tagen nicht, was ich davon halten soll. Mal sau-spannend, mal arg langgezogen, gute Schauspieler (wobei ich bei den Oscars klar Cate Blanchett für I’m Not There Tilda Swinton vorgezogen hätte), ordentliche Bilder von Elswit und eine durchwachsene Story, die mal fesselt, aber ab und zu auch verdammt altbacken daherkommt. Irgendwas zwischen 6/10 und 8/10

30. Im Tal von Elah (Paul Haggis)
Thematisch nicht neu, aber in dieser Umsetzung durchaus interessant. Die für Haggis typische Symbolik darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Manko war das teils unnötige Langziehen einiger Szenen, was sich negativ auf den Fluss auswirkte. So 7/10

29. Horton hört ein Hu! (Steve Martino)
Auch wenn der Film eine weit jüngere Zielgruppe hat, finden auch Erwachsene ihren Spaß. Witzig, ohne großen Tiefgang. 7/10

28. Bank Job (Roger Donaldson)
Durchweg spannend und kurzweilig, mir fehlten aber die für einen richtig guten Heist-Movie nötigen Teile Coolness, Gewitztheit und ein ordentlicher Plottwist. So 7/10

27. Hellboy – Die goldene Armee (Guillermo Del Toro)
Besser als erwartet. Der Trailer ließ ein Überquellen an CGI-Effekten und Fabelwesen befürchten, mir war es aber nur selten zu viel. Die Selbstironie und die relativ spannende Geschichte stimmen mich milde und lassen mich hoffen, dass der HOBBIT doch etwas werden könnte. Hierfür 7/10.

26. Juno (Jason Reitman)
War doch ganz nett. Insgesamt zwar harmlos, aber oft witzig und erfrischend. Schöner seichter Unterhaltungsfilm ohne große Nachwirkung. 7/10

25. Happy-Go-Lucky (Mike Leigh)
Siehe Kritik! 7/10

24. Hancock (Peter Berg)
Da hat man doch mal wieder am Schluss herumgedoktort! Das kann doch nicht das ursprüngliche Ende gewesen sein! Bis dahin war der Film nämlich gut! 7/10

23. Ein verlockendes Spiel (George Clooney)
Schöne altmodische Screwball-Romantik-Komödie von und mit George Clooney. Hat Spaß gemacht. 7/10

22. I’m Not There (Todd Haynes)
Finde den Ansatz, die Persönlichkeit von Bob Dylan zu spalten und die unterschiedlichen Teile von verschiedenen Schauspielern spielen zu lassen, sehr interessant. Mir stellte sich nur die Frage, ob der Film auch für einen Nicht-Fan funktioniert, der sich nicht so detailliert mit der Biografie auskennt. Mit etwas Konzentration ist das durchaus der Fall. Sicher ist der Film an einigen Stellen zu artifiziell, insgesamt ergibt sich aber ein ziemlich interessantes Bild von Dylan. Besonders der Teil mit Cate Blanchett fasziniert schon allein durch die brillante Darstellung! Wow!!! 7/10

21. Cloverfield (Matt Reeves)
Interessantes Konzept, dass m.E. auch recht ordentlich umgesetzt wurde. Ziemlich unterhaltsam, auch wenn einige Logikfehler schwer im Magen liegen. Siehe Kritik! So 7/10.

20. Selbstgespräche (André Erkau)
Gute deutsche Beziehungskomödie mit unaufdringlichem Humor. Die Probleme der Mitarbeiter eines Callcenters werden in kleinen Episoden thematisiert. Dabei geht es leicht überspitzt und amüsant zu. Muss man aber nicht im Kino gesehen haben. So 7/10

19. Iron Man (Jon Favreau)
Hat mich (nach einigen guten Kritiken erwartungsgemäß) gut unterhalten. Er kommt um die üblichen, neuerdings zu oft genutzten Comicversatzstücke logischerweise nicht herum, ist aber sehr humorvoll und damit äußerst sympathisch, auch was seine Hauptdarsteller anbetrifft. 7/10

18. Der Krieg des Charlie Wilson (Mike Nichols)
Sehr kurzweilige Politsatire, die oft zynisch und witzig daherkommt, aber ab und zu auch recht seicht ist. 7-8/10

17. Märzmelodie (Martin Walz)
Siehe Kritik. 8/10

16. Lars und die Frauen (Craig Gillespie)
Siehe Kritik! 8/10

15. WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf (Andrew Stanton)
Pixars neuester Streich spricht mal wieder ein jüngeres Publikum an, weshalb die Botschaft und deren Vermittlung zwar etwas einfacher daher kommt, der Film aber dennoch gerade in den Anfangsminuten wunderbar gemacht, unterhaltsam und anrührend ist. 8/10

14. Die Schwester der Königin (Justin Chadwick)
Hat mir gefallen, aber nicht der Knaller, da nicht von Joe Wright gemacht ;o) Solide umgesetztes und historisch relativ korrektes Geschwisterdrama mit guten Schauspielern und toller Atmosphäre! Ordentlich! Siehe Kritik. 8/10

13. Freischwimmer (Andreas Kleinert)
Ganz seltsamer Film. Musste einige Zeit darüber schlafen, bis mir das Gefühl kam, dass der gar nicht so schlecht war. Eine „heile“ Kleinstadtwelt, in der es nur so von Psychopathen wimmelt. Große Leistungen von August Diehl, Devid Striesow und Frederick Lau. Skurril, amüsant, böse! So 8/10

12. Into the Wild (Sean Penn)
8/10. Wofür? Siehe Kritik!

11. Der Mann, der niemals lebte (Ridley Scott)
Ein weiterer Vertreter aus dem Genre der politischen Filme nach 9/11, diesmal wieder einer der Besseren. Inhaltlich kommt zwar nicht viel Neues, das, was erzählt wird, ist aber äußerst spannend und gut inszeniert. Dabei ist Body Of Lies (Originaltitel) viel direkter als beispielsweise der verlogene Operation: Kingdom. DiCaprio und Crowe rocken sowieso! 8/10

10. Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (Ethan Coen)
Die Lieblingselemente der Coens werden hier auf die Spitze getrieben: Skurrile Losertypen reiten sich durch schräge Zufälle immer tiefer in die Scheiße. Von den Losern gibt es diesmal eine ganze Menge, nur zwei „Beobachter“ rätseln über das seltsame Treiben. Klar, dass der Film keine reine Komödie ist, sondern viele kleine versteckte Dramaelemente besitzt. Der Cast agiert großartig. 8/10

9. I’m a Cyborg, But That’s OK (Park Chan-wook)
Jodelnde Koreaner? Das kann doch nur lächerlich werden … Nein, Park schafft es tatsächlich, einen witzigen Psychofilm zu drehen, ohne dabei den Respekt vor seinen Figuren zu verlieren. Teils urkomisch, teils herzerwärmend schön! 8-9/10

8. Schmetterling und Taucherglocke (Julian Schnabel)
Technisch natürlich beeindruckend, was Schnabel und Kaminski hier abliefern. Auf menschlicher Ebene hat mir eine Kleinigkeit gefehlt. Vielleicht lag es an den vielen unbeleuchteten Nebenfiguren oder an den zu wenigen Rückblenden auf das Leben von Bauby. Insgesamt aber ein äußerst empfehlenswerter Film. 8-9/10

7. The Dark Knight (Christopher Nolan)
Nolan entfernt sich immer weiter von einer klassischen Comicverfilmung. Viele Comicelemente treten in den Hintergrund. Hauptaugenmerk liegt auf den Charakteren und ihrem Umgang miteinander. Der Film ist fast perfekt gemacht, das Drehbuch hervorragend. Nur ab und zu fehlte mir etwas mehr emotionale Tiefe. Ledger ist beängstigend gut, der restliche Cast ebenfalls ausgezeichnet, nur Gyllenhaal bleibt überraschend blass. Insgesamt ein hervorragender Film! 9/10

6. Zurück im Sommer (Dennis Lee)
Wunderbar einfühlsam erzähltes und schön bebildertes Familiendrama mit sehenswerten Schauspielleistungen, das mit vielen Szenen direkt ins Herz getroffen hat. Großartig! 9-10/10

5. So finster die Nacht (Tomas Alfredson)
Wenn der dämliche Junge als Hauptdarsteller nicht gewesen wäre … Mit dem kam ich zeitweise gar nicht zurecht. Der restliche Cast war dagegen grandios (besonders das „Mädchen“). Der schwedische Gegenentwurf zu „Twilight“ glänzt zudem mit einer ruhigen, aber sehr intensiven Erzählweise und einer wunderbar morbiden Stimmung. Sehr gut! 9/10

4. Darjeeling Limited (Wes Anderson)
Ein wunderbar gemachter Film mit toller Atmosphäre. Für mich der momentan beste Anderson. Siehe Kritik. 9/10

3. Im Winter ein Jahr (Caroline Link)
Der neue Film von Caroline Link beeindruckt durch seine ruhige, nie übertriebene, aber dennoch tiefgehende Inszenierung und einen ausgezeichneten Cast. Besonders Karoline Herfurth glänzt als Tochter einer Familie, die den Sohn bzw. Bruder verloren hat. In keiner Phase ist ein in solchen Dramen oft gesehenes Overacting zu sehen. Man nimmt ihr jede Gefühlsregung sofort ab. Toll! 9/10

2. Brügge sehen… und sterben? (Martin McDonagh)
Interessante Mischung aus Drama, Komödie und Ganovenfilm, dessen einzelne Bestandteile gut zusammen passten und mir hervorragend gefielen. Eine extrem positive Überraschung. 9/10

1. No Country for Old Men (Ethan & Joel Coen)
Ein Film, den man nicht hätte besser machen können. Großartig! Siehe Kritik. 10/10

Damit ist die Miniserie zum Filmjahr 2008 beendet, da hier die Top10 der für mich schlechtesten bzw. besten Filme aus 2008 enthalten sind. Es kann allerdings sein, dass ich noch etwas zu den Oscars am Sonntag (Montagmorgen) schreibe, dass dann logischerweise auch mit Filmen aus 2008 zu tun haben könnte …

Top10-Listen zum Filmjahr 2008 – Handwerk

Posted in Cinemanie with tags , , , on Donnerstag, 12. Februar 2009 by mediensucht

Nach den Schauspielern geht es heute zum Handwerk. Wiederum kann ich natürlich nur Filme bewerten, die ich auch gesehen habe. Hier also die Listen:

Drehbuch

1. No Country for Old Men

2. So finster die Nacht

3. Im Winter ein Jahr

4. Brügge sehen … und sterben
5. Darjeeling Limited
6. Der Mann, der niemals lebte
7. Schmetterling und Taucherglocke
8. Burn After Reading
9. Juno
10. Freischwimmer

Ausstattung

1. Darjeeling Limited

2. Abgedreht

3. I’m a Cyborg, But That’s OK

4. Hellboy – Die goldene Armee
5. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
6. I Am Legend
7. So finster die Nacht
8. Die Schwester der Königin
9. The Illusionist
10. Australia

Special Effects

1. Cloverfield

2. Hellboy 2 – Die goldene Armee

3. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

4. Iron Man
5. I Am Legend
6. Der unglaubliche Hulk
7. The Dark Knight
8. Max Payne
9. Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts
10. Der Mann, der niemals lebte

Soundtrack (mit einem Wort Kommentar)

1. Into the WildMichael Brook, Kaki King & Eddie Vedder
– Weite

2. Darjeeling LimitedRandall Poster
– Farbe

3. Im Winter ein JahrNiki Reiser
– Klarheit

4. Brügge sehen… und sterben?Carter Burwell
– Vielfalt

5. Nie wieder Sex mit der Ex Lyle Workman
– Witz

6. I Am Legend James Newton Howard
– Leere

7. So finster die NachtJohan Söderqvist
– Magie

8. OnceMarkéta Irglová & Glen Hansard
– Authentizität

9. MärzmelodieEmil Viklicky
– Schrägheit

10. No Country for Old MenCarter Burwell
– Stille

Kamera (mit etwas mehr Kommentar)

1. Roger Deakins für No Country for Old Men
Egal, was der Mann anfasst, es sieht gut aus. Zufällig addieren sich bei diesem Film noch diverse Könner auf anderen Positionen, was ihn zum besten des Jahres macht, aber das gehört hier nicht hin.

2. Robert Yeoman für Darjeeling Limited
Brillante Bilder, die perfekt die Stimmung des Films unterstützten.

3. Janusz Kaminski für Schmetterling und Taucherglocke
Die zwangsläufige Idee der subjektiven Kamera bei diesem Thema muss man erst mal so gut umsetzen wie Kaminski.

4. Newton Thomas Sigel für Ein verlockendes Spiel
Der Film sieht einfach wunderbar altmodisch aus!

5. Martin Ruhe für Control
Großartige S/W-Bilder, obwohl mir der Film sonst teilweise seltsam fremd blieb.

6. Eric Gautier für Into the Wild
Eine bildhafte Liebeserklärung an Amerika.

7. Michael Bonvillain für Cloverfield
Amateurbilder aus Meisterhand.

8. Mandy Walker für Australia
Von staubtrocken bis quietschbunt, eine Liebeserklärung an Australien.

9. Kieran McGuigan für Die Schwester der Königin
Erfrischende Bilder in historischem Gewand.

10. Emmanuel Lubezki für Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?
Meisterhafte Fingerübung.

Regie

1. Wes Anderson für Darjeeling Limited

2. Ethan & Joel Coen für No Country for Old Men

3. Caroline Link für Im Winter ein Jahr

4. Martin McDonagh für Brügge sehen… und sterben?

5. Sean Penn für Into the Wild

6. Christopher Nolan für The Dark Knight

7. Ridley Scott für Der Mann, der niemals lebte

8. Julian Schnabel für Schmetterling und Taucherglocke

9. Tomas Alfredson für So finster die Nacht

10. Ethan & Joel Coen für Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?

Top10-Listen zum Filmjahr 2008 – Schauspieler

Posted in Cinemanie with tags , , , on Donnerstag, 5. Februar 2009 by mediensucht

Es ist gerade die Zeit der Auszeichnungen. In den USA werden demnächst die Oscars vergeben, auf kino.de fand kürzlich die kino.ED-Wahl der User statt. Der kino.ED ist natürlich der wichtigere Preis. Als langjähriges Community-Mitglied habe selbstverständlich auch ich beim kino.ED mitgewählt. Hier nun meine Top10-Listen der Schauspielkategorien. Einzug konnten natürlich nur Schauspieler halten, die in Filmen mitgespielt haben, die ich vom Filmjahr 2008 gesehen habe (eine genaue Liste folgt hier noch).

Hauptdarstellerinnen:

1. Karoline Herfurth für „Im Winter ein Jahr“

2. Sally Hawkins für „Happy Go Lucky“

3. Lina Leandersson für „So Finster die Nacht“

4. Ellen Page für „Juno“
5. Natalie Portman für „Die Schwester der Königin“
6. Tilda Swinton für „Julia“
7. Rebecca Hall für „Vicky Cristina Barcelona“
8. Juliette Binoche für „So ist Paris“
9. Belen Rueda für „Das Waisenhaus“
10. Renee Zellweger für „Leatherheads“

Hauptdarsteller:

1. Sam Riley in Control

2. Emile Hirsch in Into the Wild

3. Leonardo DiCaprio in Der Mann, der niemals lebte

4. Ryan Gosling in Lars und die Frauen
5. Colin Farrell in Brügge sehen … und sterben?
6. Will Smith in I Am Legend
7. Jason Segel in Nie wieder Sex mit der Ex
8. Joaquin Phoenix in Helden der Nacht
9. Hugh Jackman in Australia
10. Mathieu Amalric in Schmetterling und Taucherglocke

Nebendarstellerinnen:

1. Cate Blanchett für „I’m Not There“

2. Johanna Wokalek für „Der Baader Meinhof Komplex“

3. Penelope Cruz für „Vicky Cristina Barcelona“

4. Frances McDormand für „Burn after Reading“
5. Samantha Morton für „Control“
6. Helena Bonham Carter für „Sweeney Todd“
7. Marie-Josée Croze für „Schmetterling und Taucherglocke“
8. Corinna Harfouch für „Im Winter ein Jahr“
9. Martina Gedeck für „Der Baader Meinhof Komplex“
10. Emmanuelle Seigner für „Schmetterling und Taucherglocke“

Nebendarsteller:

1. Heath Ledger in The Dark Knight

2. Javier Bardem in No Country for Old Men

3. August Diehl in Freischwimmer

4. Tom Wilkinson in Michael Clayton
5. George Clooney in Burn After Reading
6. August Diehl in Die Buddenbrooks
7. Jason Bateman in Juno
8. Danny Boon in Willkommen bei den Sch’tis
9. Ralph Fiennes in Brügge sehen … und sterben?
10. August Zirner in Selbstgespräche

Ensemble:

1. Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?

2. The Dark Knight

3. Brügge sehen … und sterben?

4. I’m Not There
5. Michael Clayton
6. Vicky Cristina Barcelona
7. Der Baader-Meinhof Komplex
8. No Country For Old Men
9. Juno
10. Schmetterling und Taucherglocke

Mein Filmjahr 2007 – Die Top 161

Posted in Cinemanie with tags , , , , on Dienstag, 19. Februar 2008 by mediensucht

Im Forum von kino.de wird jedes Jahr vor den Oscars eine kleine Community-Wahl veranstaltet. In verschiedenen Kategorien wird der sogenannte kino.ED vergeben. Ein willkommener Anlass, das Jahr 2007 Revue passieren zu lassen. Am Besten funktioniert so ein Rückblick über eine Wertungsliste. Da ich insgesamt 161 „ED-relevante“ Filme (VÖ 2007) gesehen habe, ist so eine Einordnung nicht einfach. Ebenso lassen sich Filme aus unterschiedlichen Genres schlecht direkt miteinander vergleichen bzw. in Beziehung setzen. Die folgende Top 161 ist also nur als grober Richtwert zu sehen. Bei den Kommentaren handelt es sich meist um kurze Eindrücke, die ich nach dem Sehen im Forum veröffentlichte.

Mein Filmjahr 2007

161. Death Sentence – Todesurteil (James Wan)
Was für eine gequirlte Scheiße! Da hängelt sich Bacon von einem Logikloch zum nächsten. Von nachvollziehbarer Motivation der Figuren keine Spur. Stattdessen nur Klischees. Übelst! 0/10

160. Saw III (Darren Lynn Bousman)
Meine Fresse! Waren die ersten beiden Teile ja noch wenigstens durchschnittlich unterhaltsam (auf welche Art auch immer), ergießt sich dieses Machwerk in Wiederholungen, Langeweile und abartigen Auswüchsen einer kranken Fantasie. Gut, dass ich dabei etwas zu essen hatte, was geschmeckt hat ;o) 0/10

159. Goodbye Bafana (Bille August)
Wie naiv muss man denn sein, um ein solch weichgespültes Lehrfilmchen zu produzieren. Die SED präsentiert eine DEFA-Produktion für das Schulfernsehen der DDR! Und jetzt sammeln wir alle mal Altstoffe für die armen Kinder in Afrika! Regisseur Bille August hat so ziemlich alles versaut, was man versauen kann. Immer, wenn es interessant werden könnte, es beispielsweise zu Spannungen zwischen Mandela und seinem Wärter kommt, rudert er zurück. Diane Heidkrüger kann leider gar nix. 1/10

158. Evan Allmächtig (Tom Shadyac)
Und da sage noch einer, DIE PASSION CHRISTI wäre religionsfanatisch … 1/10

157. Jagdhunde (Ann-Kristin Reyels)
Genau solche Filme sind es, die den Leuten die Lust am Deutschen Kino versauen! Ein völlig überambitionierter Abschlussfilm, der vor der TV-Ausstrahlung nachts im ZDF noch mal in die Kinos gepuscht wird. Die ewig langen Einstellungen langweilen, anstatt Atmosphäre zu schaffen und sehen nach Füllmaterial aus, um die 90 Minuten voll zu kriegen. Die an sich guten Schauspieler (Hader etc.) sind fehlgeleitet und bieten das reinste Schmierentheater. Die Dialoge sind pseudodramatisch und lächerlich! Der Verleih sollte sich ‚was schämen! 1/10

156. Inland Empire (David Lynch)
Mies! 2/10
Kritik hier.

155. Mein bester Freund (Patrice Leconte)
Wieder so eine redselige französische Tragikomödie, die mit Plakativität und Einfältigkeit den schmalen Grad von guter Unterhaltung zur billigen Anbiederung weit überschreitet. Naiv und dumm! 2/10

154. Free Rainer – Dein Fernseher lügt (Hans Weingartner)
Weingartner bietet genau das, was er am TV kritisiert: dummen Trash! Das reicht für 2/10
Kritik hier.

153. Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer (Tim Story)
Comicverfilmungen dürfen übertreiben, sie dürfen auch physikalisch unlogisch sein. Sie dürfen aber nicht ihre Figuren vernachlässigen (z.B. durch einen uninteressanten Cast und fehlender Charakterisierung) und auch nicht langweilen! Und hier nehmen sich beide Teile wenig: unsympathische Helden in langweiliger Geschichte! 2/10

152. Dreamgirls (Bill Condon)
Oje, so dermaßen uninteressant, nach den ewig gleichen Strickmustern gemacht. Dazu noch eine Hudson, deren Geplärre nur so auf den Nerv geht, dass es einem die Schuhe auszieht! Blrkx! 2/10

151. Hannibal Rising – Wie alles begann (Peter Webber)
Bis auf die teilweise ansprechenden Bilder von Webber erschreckend schlecht. Der Hauptdarsteller ist eine Fehlbesetzung, die Charaktere plumpe Stereotypen, die Handlung dämlich und äußerst plakativ. Warum muss Hannibal denn z.B. zum Schwertkämpfer mutieren. Hätte Harris sich sparen können … so wie ich mir den Film! Langweilig und dumm! 2/10

150. Ein fliehendes Pferd (Rainer Kaufmann)
Oweija, was für eine schäbige Altherrenfantasie! Ansich habe ich ja noch nichts von Martin Walser gelesen, wenn das aber so ein dämlicher Mist ist, dann „Nein, danke!“! Ich weiß ja nicht, wer über solche brillanten Wortspiele wie „Du kennst dich aber aus mit Vögeln“ oder „Möchte jemand eine Latte“ lachen kann, ich konnte es nur über so viel Dummheit. Gerade 2/10 für gute Schauspieler und seltene Zufallstreffer.

149. Kein Bund für’s Leben (Granz Henman)
Jetzt machen die Deutschen auch schon Werbung für Ihre Armee. NVA war schon so überflüssig wie der Pimmel vom Papst, nun also eine Militärklamotte zur Bundeswehr, der es an jeglichem Witz und Charme fehlt, die also nur dämlich ist. 2/10

148. Schnitzelparadies (Martin Koolhoven)
Ein Klischee jagt das nächste! Selten eine so dämliche Integrationskomödie gesehen. Die Macher sollten sich ‚was schämen! 2/10 für ein paar gelungene Witzchen!

147. Der Date Profi – Was du brauchst, ist die richtige Masche! (Todd Phillips)
Schrecklich … langweilig. Hätte ich auch vorher ahnen müssen, wo doch Ben Stiller mitspielt. 2/10

146. Alpha Dog – Tödliche Freundschaften (Nick Cassavetes)
Tja, was war das? Eine Mordrekonstruktion? Eine Jugendmilieustudie? Dieses amerikanische Proletenmilieu ging mir jedenfalls mächtig auf den Zeiger. Diese Realität will ich nicht in Filmen sehen, auch wenn sie gut umgesetzt ist. 2/10

145. Rocky Balboa (Sylvester Stallone)
Naiv gestricktes, gefühlsduseliges Boxerfilmchen, dessen Dialoge denen in Groschenromanen Konkurrenz machen und das mit Vorhersehbarkeit und Pathos langweilt – also ein typischer Rocky-Film und somit nichts für mich. 2/10

144. Schwedisch für Fortgeschrittene (Colin Nutley)
Definitiv nicht lustig! 3/10

143. Nach 7 Tagen – Ausgeflittert (Peter Farrelly)
Leider fällt den Farrellys nichts mehr ein. Langweilige Aneinanderreihung aufgewärmter Uraltgags mit einem Stiller, der schon Jahre das Gleiche macht und nur noch nervt. 3/10, einzig und allein für Michelle Monaghan ;o)

142. Die Eisprinzen (Josh Gordon)
Naja, ab und zu mal witzig, ansonsten langweilig und sehr vorhersehbar! 3/10

141. Die Legende von Beowulf (Robert Zemeckis)
Die Frage, die sich mir die ganze Zeit stellte, war, warum diese Sageninterpretation absichtlich so scheiße aussehen musste. Ansonsten viel Tamtam um fast nichts! 3/10

140. Rezept zum Verlieben (Scott Hicks)
Verbleibt zu stur in den Genregrenzen und macht auch kulinarisch nichts her. Altbackene Geschichte und zu viele Klischees, dann lieber Ratten beim Kochen beobachten ;o) 3/10

139. Shooting Dogs (Michael Caton-Jones)
Eigentlich ist der Film schon zwei Jahre alt, er hatte nämlich das Pech, dass HOTEL RUANDA kurz vor dem geplanten Start herauskam. Damals hätte er allein sicher eine größere Wirkung gehabt als heute nach HR. Nun wirkt er stattdessen wie eine billige Kopie. Die Geschichten ähneln sich. Der Film wirkt wie ein Abhaken von Klischeesituationen, um aufzurütteln. Was man aber wirklich kritisieren muss, sind die pathetischen Dialoge, die teils wie eine Werbung für den Katholizismus wirkten, die aufgesetzte Dramatik und das 08/15-Ende – wahre Geschichte hin oder her. Nach GOODBYE BAFANA dieses Jahr nun der zweite Teil der Reihe „Das Schulfernsehen der DDR präsentiert …“! Bleibt ein schlechtes Gesamtbild und damit maximal 3/10!

138. Video Kings (Daniel Acht)
Netter Ansatz, total verhauen. Einfach nur dämlich! Macht aber ungemein Lust auf BE KIND REWIND 😉 3/10

137. Verführung einer Fremden (James Foley)
Leidlich spannender Thriller mit einem Hauptdarstellerpaar, bei dem die Chemie nicht stimmte. Verworrene und teils dämliche Story uninspiriert umgesetzt. 3/10

136. Flyboys – Helden der Lüfte (Tony Bill)
Langweiliger, klischeebehafteter Pseudo-Antikriegsfilm, dem es am wichtigsten ist, gut auszusehen. 3/10

135. Tuyas Hochzeit (Quan’an Wang)
Nur, weil das unserer Kultur Fremde anfangs noch für Faszination sorgen kann, bleibt es eine tröge 08/15-Tristess-Geschichte, die ich bei deutschen Filmen schon nicht mag. Nein, nicht mein Ding. 3/10

134. Dein Ex – mein Albtraum (Jesse Peretz)
Mit, aber nicht von Zach Braff. Das ist dann auch der entscheidende Unterschied. Ab und zu witzig, meist aber dämlich plump. Überflüssig! 3/10

133. Das wilde Leben (Achim Bornhak)
Teils gute Schauspieler, weniger interessante Hauptfigur, 08/15-Umsetzung. Aha, Uschi Obermaier war dämlich! 3/10

132. Das Streben nach Glück (Gabriele Muccino)
Elende Tränendrückerei, die nur Will Smith auf 3/10 rettet.

131. Invasion (Oliver Hirschbiegel)
In Ermangelung einer Sichtung des Original, was manchmal nicht schaden kann, wagte ich mich mal wieder an mein „Lieblingsgenre“ … mit mäßigem Erfolg. Das Übliche eben. Wenig spannende Story mit den immer gleichen Elementen. Da die Umsetzung auch rein gar nichts Neues bringt, bleibt außer ein paar netter Einzelszenen nichts Positives für mich übrig. 3/10

130. Disturbia (D.J. Caruso)
Ich zähle mich mal nicht zur Zielgruppe dieses schwachsinnigen und langweiligen Teeniefilmchens. 3/10

129. Der Fluch der goldenen Blume (Zhang Yimou)
Das haben wir von Zhang Yimou schon besser gesehen. Dabei fordere ich nicht mal eine realistische Geschichte, aber einfach plumpe Schlachten mit Tausenden von Leuten zu inszenieren nur der Größe Wegen, ist schlicht dämlich. Da wollte man mal wieder etwas Bombastisches schaffen, entstanden ist ein Rohkrepierer. 3/10

128. The Contract (Bruce Beresford)
Ich frage mich so langsam, warum Cusack nur noch 08/15-Filmchen mit Kindergartenniveau macht. Der war doch früher mal gut! Auch dieser Streifen langweilt durch Einfallslosigkeit in allen Belangen. Klassische Einheitskost. 3/10

127. Motel (Nimród Antal)
Genreüblich und damit nichts für mich, weil überwiegend langweilig! Der Anfang war OK. 3/10

126. Chanson d’Amour (Xavier Giannoli)
Viele Chansons und wenig Liebe – mit einem Wort: langweilig! 3/10

125. Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme (Dennis Dugan)
Schon irgendwie witzig, dass der Film Schwulenrespekt propagiert, dann aber jedes dämliche Klischee bemüht und einen Schwulenwitz nach dem anderen raushaut. Wenn’s wenigstens lustig wäre … 3/10

124. Next (Lee Tamahori)
Einfallsloser Pseudomysteriethriller. Verzichtbar! 3/10

123. Die letzte Legion (Doug Lefler)
An einigen Stellen überraschend unterhaltsam – oft aber eher unfreiwillig. Kingsleys Figur ist albern und dämlich, die Verwurstung von römischer Geschichte und Arthur-Saga dumm. Der Film hätte sich nicht so ernst nehmen sollen, dann wäre vielleicht sogar etwas daraus geworden. So nur 3/10.

122. Neues vom Wixxer (Cyrill Boss)
Bis auf einige sehr witzige Stellen nur ein Abklatsch von Teil 1. 3/10

121. Irina Palm (Sam Garbarski)
Eine gute Geschichte mit spannenden Wendungen und interessanten Charakteren … hätte ich mir gewünscht, aber schreibe ich lieber etwas über Irina Palm. Wieder einmal so ein Film „Trailer gesehen, Film gesehen!“. Nette Idee, künstlich mit „Dramatik“ angereichert und ein derart langweilige Hauptdarstellerin, dass man sich wünscht, sich lieber in einem gemütlichen Bett schlafen zu legen, als im Kino der Dinge zu harren. Langweilige Tristess – nix für mich! 3/10

120. Nummer 23 (Joel Schumacher)
Handwerklich gut gemacht mit einem Jim Carrey, dem man die ernste Rolle abnimmt. Die Geschichte, die mal wieder das alte 23-Phänomen verwurstet, ist aber dumm, langatmig und uninteressant. 3-4/10

119. Shrek der Dritte (Chris Miller)
Dieser Film ist für mich wie Flasche leer! Völlig die Luft raus. Vom Charme des 1. Teil kaum noch etwas zu spüren. Noch so 3-4/10.

118. Prinzessinnenbad (Bettina Blümner)
Dokumentation über drei Berlin-Kreuzberger 15-jährige Gören. Mit einem Wort: deprimierend! Die Mädels sind dumm, lebensunfähig, kriminell, asozial und somit typisch für die heutige Jugend in den Großstädten. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch die Ursachen: Eltern, Schule und „soziales“ Umfeld. Gute Nacht Deutschland! Blümner ist zu nah dran, um objektiv zu bleiben. Schade! 4/10

117. Bis zum Ellenbogen (Justus Dohnanyi)
Das Regiedebüt von Justus von Dohnanyi, von dem auch das Drehbuch stammt. Leider ist die Geschichte um die „Leiche unterwegs“ nicht neu und hier auch nicht sonderlich einfallsreich umgesetzt. Nur ab und zu können einzelne Szenen überzeugen. Ansonsten eher Schenkelklopfer und Klischees – bemüht und nur leidlich unterhaltsam! 4/10

116. Born to Be Wild – Saumäßig unterwegs (Walt Becker)
Eine homophobe und prüde Familienkomödie, ab und zu witzig, äußerst vorhersehbar, aber viel zu harmlos, um sich darüber aufzuregen. 4/10

115. Mein Kind vom Mars (Menno Meyjes)
Mal unterhaltsam, mal langweilig. Mittelmäßig. 4/10

114. King of California (Michael Cahill)
Nett: Evan Rachel Wood. Verrückt: Michael Douglas. Aus der reizenden Idee der Geschichte wurde aber nicht viel gemacht. Schon vergessen! 4/10

113. Enttarnt (Billy Ray)
Die Story trägt nicht den ganzen Film. Zumindest waren die Elemente nicht sonderlich spannend, wie es sich für einen Spionagethriller gehört. Auch machten die Protagonisten Fehler, die jeder logischen Erklärung entbehren, was in einem Agentenfilm natürlich nicht geht! So 4/10.

112. Das Spiel der Macht (Steven Zaillian)
Großartig besetztes, aber sehr penetrant wirkendes Politdrama, das aussieht wie ein Lehrfilm. Besonders das Ende ist derartig plakativ, dass es schon weh tut. 4/10.

111. Wächter des Tages (Timur Bekmambetov)
Leider nicht mehr so interessant wie Teil 1. Die Story ist verworren doof, nur die Action kann überzeugen. Schade! 4/10

110. Mr. Magoriums Wunderladen (Zach Helm)
Es weihnachtet sehr! Und da kommen die üblichen Filme. Hierbei handelt es sich um einen reinen Kinderfilm mit den entsprechenden Elementen, in dem es gewaltig menschelt. Für Erwachsene fehlt da jeder Reiz. Harmlos, nett und mit Kinderaugen 4/10.

109. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (Gore Verbinski)
Elendig langgezogene Aneinanderreihung von Special-Effects, die sich teilweise sehen lassen können, die aber durch ein dämliches Storykonstrukt zusammengehalten werden, welches mit Ideenlosigkeit und dummen Witzen glänzt. Zudem viel verschenktes Potential (Chow Yun-Fat, Keith Richards) und grausame Musikuntermalung. Gerade noch mittelmäßig! 4/10

108. Stirb Langsam 4.0 (Les Wiseman)
Die erwartete stumpfsinnige Handlung mit teils sehenswerter Action. Harmlos. 4/10

107. Re-cycle (Oxide und Danny Pang)
Auf langen Strecken der genreübliche Einheitsbrei, doch teilweise mit sehr schönen Szenen versehen. Insgesamt also mittelmäßig: 4/10

106. Blood Diamond (Edward Zwick)
Auf der einen Seite sind solche Filme leider immer noch wichtig, da man sich hierzulande nur alibimäßig mit den Problemen in Afrika beschäftigt. Andererseits zeigt der Film wieder nur ein einseitiges Bild von Afrika und brüstet sich auch noch, das sei das wirkliche Afrika! Die Schwarzen werden naiv oder böse dargestellt und der weiße Mann muss helfen. Zudem bietet der Film wenig Überraschendes. Die Action ist beeindruckend und beängstigend, die Geschichte eher lahm mit den üblichen Verdächtigen. Mittelmäßig: 4/10

105. Nach der Hochzeit (Susanne Bier)
Susanne Bier versucht eine eigentlich dünne Familiengeschichte mit vielen Detailaufnahmen von Augen und der „Heraufbeschwörung“ dramatischer Momente zu einem bewegenden Drama zu machen, was ihr nur selten gelingt. Das Dramatische wirkt viel zu aufgesetzt, fast schon penetrant. Da nützen auch die guten Leistungen von Mads Mikkelsen und Rolf Lassgård nichts. Ca. 4/10

104. Sterben für Anfänger (Frank Oz)
So schwarz, wie erwartet, war diese Komödie gar nicht. Leider auch nicht sonderlich lustig. Es gab zwar einige witzige Einfälle, die aber so derartig breitgetreten werden mussten, dass es langweilig wurde. Mittelmaß: 4/10

103. Alatriste (Agustín Díaz Yanes)
Wie immer guter Viggo Mortenson. Mit der Geschichte konnte ich allerdings wenig anfangen. Es fehlen die wirklich interessanten Momente. 4/10

102. Zimmer 1408 (Mikael Håfström)
Optisch und atmosphärisch ok, ansonsten ziemlich 08/15. 5/10

101. Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (Tommy Lee Jones)
Ordentlich gemachter Rachewestern, der mich aber fast nie richtig fesseln konnte. Tommy Lee Jones ist aber ziemlich cool! 5/10

100. Fell – Eine Liebesgeschichte (Ein imaginäres Porträt von Diane Arbus) (Steven Shainberg)
Wunderschöne Kameraarbeit, die Geschichte ist aber so substanzlos und langatmig erzählt, dass von der netten Idee kaum etwas bleibt. Schade! 5/10

99. Tagebuch eines Skandals (Richard Eyre)
Wunderbare Schauspieler und teils geschliffener Text treffen auf Vorhersehbarkeit und leichte Klischeelastigkeit. Der Score ist zu dick aufgetragen. Ergibt einen eher mittelmäßigen Film: ca. 5/10

98. Die Queen (Stephen Frears)
Ich gebe zu, der Film ist gut gemacht und schauspielerisch auch erste Klasse. Nur interessiert mich die Handlung nicht die Bohne. Mir ist es heute noch ein Rätsel, wie man um den Tod einer Ex-Prinzessin so ein Aufsehen machen kann. So bin ich eher bei der Queen, die sich erst mal gegen diesen Zirkus wehrt. Mein Mitleid mit ihr hält sich allerdings in Grenzen. Sie kann froh sein, dass die Briten die Monarchie noch über Intelligenz und Vernunft stellen. Für mich deshalb nicht mehr als 5/10.

97. The Proposition (John Hillcoat)
Ein auf Atmosphäre getrimmter Western, der aber eher durch Aufgesetztheit und Langeweile hervorsticht. Dennoch gibt es einige tiefgehende Szenen abseits der dämlichen Showelemente, die durchaus beeindrucken. Insgesamt Durchschnitt: 5/10

96. Smokin‘ Aces (Joe Carnahan)
Wieder so eine unausgegorene Sache. Für einen Mafiathriller zu schlecht strukturiert und zu unspannend. Für eine Spaßballerei-Satire zu unlustig und zu uncool. Hatte seine interessanten Momente, vergibt aber ungeheuer Potential, vor Allem, wenn man die Starpower bedenkt. 5/10

95. Hitman – Jeder stirbt alleine (Xavier Gens)
Gar nicht mal so schlecht. Klassische Actionkost, die aber recht ansprechend präsentiert wird. 5/10

94. Die Hollywood-Verschwörung (Allen Coulter)
Die Geschichte um die Aufklärung eines Mordes im Hollywood-Milieu und der recht gute Cast wurden leider als Potential nicht genutzt und in einer langatmigen, wenn auch optisch ansehnlichen Inszenierung verbraten. 5/10

93. Immer nie am Meer (Antonin Svoboda)
Österreichische „kammerspielartige Grotesksatire“ über drei Männer, die in einem Auto im Wald eingeschlossen sind. Springt zwischen wunderbar schwarzem Humor und dämlichem, billigem Klamauk hin und her. 5/10

92. Könige der Wellen (Ash Brannon)
Witzig gemacht, aber nicht ganz so mein Thema. So 5/10

91. Mr. Bean macht Ferien (Steve Bendelack)
Schleppt sich über weite Strecken so vor sich hin mit ein paar netten Einfällen. Der Schluss mit der Cannes-Verarsche hat mit aber gut gefallen. 5/10

90. Odette Toulemonde (Eric-Emmanuel Schmitt)
Völlig überdrehte Lovestory über eine „dumme“ Verkäuferin und einen „intellektuellen“ Schriftsteller. Man kann dem Film eigentlich nicht böse sein, einige Kritikpunkte gibt es dennoch. So wird bei aller Ausgelassenheit und Verspieltheit die Charaktertiefe vernachlässigt, so dass einige Entscheidungen bzw. Handlungen nicht nachvollziehbar sind. Wenn man zu sehr aufpasst, könnten einige Nerven zu Grunde gehen. Kitsch as Kitsch can! 5/10

89. Joe Strummer: The Future Is Unwritten (Julien Temple)
Ich halte ja THE CLASH für überbewertet, deshalb konnte ich einem Porträt von dessen Mastermind auch nicht viel abgewinnen. Was man der Doku aber neben den Stars, die etwas zu sagen haben, zugestehen muss, ist deren gute und interessante Machart. Das alte Bildmaterial wurde durch witzige Animationen und nette Spielereien aufgefrischt. Inhaltlich dennoch austauschbare Doku! 5/10

88. La Vie en Rose (Olivier Dahan)
Edith Piaf als unsympathische Kratzbrüste mit Hammerstimme! Optisch ordentlich umgesetzt, dachten sich die Macher, sie müssten eins auf MEMENTO machen und würfelten die Zeitschnipsel so wild durcheinander, dass einem jeglicher Zugang flöten ging. Schade drum, weil’s interessant hätte werden können. Ab und zu fand ich zudem Marion Cotillard so dermaßen mit Maske zugekleistert, dass es nur noch künstlich wirkte. So 5/10

87. Fast Food Nation (Richard Linklater)
Als Film verpackte Dokumentation (den Ansatz finde ich gut), die sich aber zu viel vornimmt, zu viele Themen ansprechen will, weshalb die nötige Tiefe fehlt. Insgesamt aber interessant und ansehnlich. 6/10

86. Saint Jacques … Pilgern auf Französisch (Coline Serreau)
Dt. Untertitel: Pilgern auf Französisch … was dann auch bedeutet, dass der Film ziemlich wortlastig ist. 3 Geschwister müssen, um an ein Erbe zu kommen, eine Pilgerreise mit einer Gruppe unternehmen. Dabei wird viel gewandert und geredet, was nicht besonders tiefsinnig ist, aber sehr unterhaltsam. Kann man sich auch mal geben. 6/10

85. Beim ersten Mal (Judd Apatow)
Viele gute Ideen und wohltuend respektloser Umgang mit so allem Möglichen. Über die penetrante Produktwerbung muss ich aber noch mal nachdenken: War das nun mieses Marketing oder geniale Gesellschaftskritik? Insgesamt einigermaßen unterhaltsam. 6/10

84. Auf der anderen Seite (Fatih Akin)
Der typisch Akinsche Cultureclash, atmosphärisch umgesetzt, streckenweise aber arg träge und gewollt. 6/10

83. Bee Movie – Das Honigkomplott (Steve Hickner)
Irgendwie zu harmlos, zu einheitlich, zu kindgerecht. Manchmal aber sehr witzig. Scheint auch neuerdings Trend zu sein, sich als Star in Filmen selbst auf die Schippe zu nehmen (bei Larry King eindeutig zu oft). 6/10

82. Die Hochstapler (Alexander Adolph)
Der Film lebt (leider) ausschließlich von seinen vier Hauptpersonen, Hochstablern aus dem wahren Leben, die ihre Geschichten erzählen. Filmisch hat der Regisseur rein überhaupt nichts zu bieten. Die Erzählungen sind aber überaus interessant, geben sie doch ein verstörendes Gesellschaftsbild ab. Auch „klinisch“-psychologisch eine sehr faszinierende Sache. Bleiben ca. 6/10

81. Flags of Our Fathers (Clint Eastwood)
Eastwood schafft es leider nicht auf Pathos und Schmalz zu verzichten. Der Film wirkt zu bemüht angesichts des Dranges, politisch korrekt zu sein. Die technische Umsetzung ist allerdings gut. 6/10

80. dunkelblaufastschwarz (Daniel Sanchez Arevalo)
Nettes Lebenssinnfindungsfilmchen ohne viel Tiefgang, aber recht unterhaltsam. 6/10

79. Die Fälscher (Stefan Ruzowitzky)
Starke Schauspieler, aber zu konventionell umgesetzt. 6/10

78. Der gute Hirte (Robert De Niro)
Eigentlich eine höchst interessante Herangehensweise an das Thema CIA. Leider will es de Niro zu genau machen und verliert sich in langatmigen und behäbigen Plänkeleien, ohne präzise auf den Punkt zu kommen. Mit Damon kam ich überhaupt nicht zurecht. Mittelmäßig: 6/10

77. Vier Minuten (Chris Kraus)
Eigentlich ganz gut, wenn der schlechte Ton (lag nicht am Kino) und einige Macken nicht wären. So ist die Geschichte ziemlich vorhersehbar, aber manchmal ist ja auch der Weg das Ziel. Hannah Herzsprung spielt klasse. 6/10

76. Geliebte Jane (Julian Jarrold)
Ich wurde das Gefühl nicht los, dass es sich bei dem Film nur um einen billigen Abklatsch von Stolz und Vorurteil handelt und musste mich selbst zu einer objektiveren Sicht zwingen. Natürlich behandelt der Film Themen aus S&V, da es ja quasi um die Entstehung des Romans geht. So ähneln sich viele Handlungsstränge. Leider besitzt Julian Jarrold nicht die Virtuosität eines Joe Wright, so dass GJ im Vergleich etwas konservativ umgesetzt daherkommt. Es fehlt immer ein Quäntchen, sei es nun an Leidenschaft oder Temperament. Das macht GJ noch nicht zu einem schlechten Film, aber im Vergleich stellt sich doch leichte Enttäuschung ein. Ja, die Erwartungshaltung … 6/10

75. Sie sind ein schöner Mann! (Isabelle Mergault)
Harmlos! Nett! 6/10

74. Die Regeln der Gewalt (Scott Frank)
Eigentlich ein interessanter Stoff, bei dessen Umsetzung leider das Timing nicht stimmt. Die Exposition ist viel zu lang. Für einen Heist-Movie ist er zu unspannend, für eine Psychostudie zu wenig intensiv. Insgesamt schwierig zu bewerten, würde so 6/10 geben.

73. Mitten ins Herz – Ein Song für Dich (Marc Lawrence)
Romantisch, nett, harmlos … vergessen! 6/10

72. 28 Weeks Later (Juan Carlos Fresnadillo)
Sehr gut gemacht. Leider war die Geschichte wenig einfallsreich und damit meine ich nicht die grenzenlose Dummheit der Protagonisten am Ende des Films – die ist nämlich menschlich. Anfangs dachte ich noch, es wäre ein Werbefilm für das US-Militär, das Gegenteil ist der Fall. Optisch und akustisch ist der Film aber klasse. 6/10

71. Die Fremde in dir (Neil Jordan)
Wäre das dämliche Ende nicht, hätte man über diese psychologisch interessante und weitestgehend gut gemachte Rachegeschichte nicht viel meckern können. So bleibt ob der doch zweifelhaften Moral am Ende ein sehr fader Beigeschmack. 6/10

70. Transformers (Michael Bay)
Kann sich nicht entscheiden zwischen „gaga“ und „ernsthaft“. War zeitweise sehr witzig, wenn er mit seinen Versatzstücken spielt. Der Pathos und die gezwungene Ernsthaftigkeit war aber schwer zu ertragen. Sehenswerte Action, wenn man sie denn bei der Geschwindigkeit auch tatsächlich auffassen konnte. Nicht der erhoffte Knaller, aber einigermaßen gute Unterhaltung. Gerade 6/10

69. Spider-Man 3 (Sam Raimi)
Wenn der bescheuerte Schluss nicht gewesen wäre, hätte man von einem guten Film sprechen können. Aber als Spidy sich an einer fetten Ami-Fahne vorbeischwingt, ist der Ofen aus. Es folgt Schmalz und Unsinn hoch 3. Dabei war es doch vorher so unterhaltsam. Sogar eine witzige Gaga-Slapstick-Einlage war zu sehen. Und Bryce Dallas Howard blond! Anfangs irgendwie sehr seltsam, dann aber ziemlich … nett ;o) Dunst bleibt leider schwach. Insgesamt doch leicht enttäuschend. 6/10

68. Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird (Richard Shepard)
Relativ spannende Hetzjagd, die politischer sein will, als sie leider ist. Mehr Zynismus und weniger plumper Spaß hätten wohl gut getan! 6/10

67. Seraphim Falls (David von Ancken)
Wunderbar umgesetzte Hetzjagd, die insgesamt aber etwas substanzlos ist. Toller Pierce Brosnan! 6/10

66. Zusammen ist man weniger allein (Claude Berri)
Allerweltsliebesgeschichte typisch französisch inszeniert als harmlose Unterhaltung. Nett, aber nicht mehr. 6/10

65. Operation: Kingdom (Peter Berg)
Noch ein Film zur aktuellen Irak-Problematik, der aber ziemlich actionlastig geraten ist und eher die Auswirkungen der Krise zeigt und die Ursachen nur anreißt. Durchaus spannend, aber ohne Relevanz oder Erkenntnisgewinn. 6/10

64. Tödliche Versprechen (David Cronenberg)
Gerade gut! 6/10
Kritik hier.

63. Zodiac – Die Spur des Killers (David Fincher)
Von der filmischen Umsetzung klasse! Leider gibt die Story nicht viel her und Fincher versteht es auch nicht, das dünne Etwas spannender zu verpacken. Dennoch hat mir der Film in vielen Einzelszenen recht gut gefallen, so dass insgesamt noch 6/10 herausspringen.

62. Little Children (Todd Field)
Weitestgehend ein atmosphärisch dichter Film, der seine aufgebaute Spannung aber leichtfertig verpuffen lässt. Einige Figuren sind einfach zu nah am reinen Klischee, das Ende ist nicht konsequent sondern weichgespült. Gut gefallen hat mir das Zusammenspiel zwischen Winslet und Wilson und die Inszenierung der Szenen zwischen beiden, der Rest war so lala. Hätte richtig klasse werden können, so aber bei ca. 6/10

61. Harry Potter und der Orden des Phönix (David Yates)
Gerade gut! 6/10
Kritik hier.

60. Shadowboxer (Lee Daniels)
Hat mir aus mir unerfindlichen Gründen recht gut gefallen! 6-7/10

59. Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis (Edgar Wright)
Ich mochte den Film (im Gegensatz zu manch anderem) mehr VOR dem Shootout, weil er gerade da schön böse, hintergründig und detailreich ist. Das Ende ist dann nur noch gaga und auch noch wenig konsequent! 6-7/10

58. Krass (Ryan Murphy)
Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich habe selten so skurrile und schräge Szenen in einem Film gesehen. Doch eigentlich handelt es sich beim Film um ein Familiendrama aus „persönlichen Erinnerungen“ der Hauptfigur. Erinnerte etwas an die ROYAL TENNENBAUMS. Das will dann auch alles nicht so recht zusammenpassen, vielleicht stimmt auch das Timing nicht. Oder ich hatte falsche Erwartungen! Ca. 6-7/10

57. Schwere Jungs (Marcus H. Rosenmüller)
Leichte Kost, aber unterhaltsame! Irgendwie mag ich die Heimatkomödien von Rosenmüller. Einfach gestrickt, aber mit viel Charme und passendem Humor. Schön, aber einen Tick „schlechter“ als „WER FRÜHER …“. Ca. 7/10

56. The Good German (Steven Soderbergh)
Wunderbare Optik (hätte den Film auch gern in alten Technicolor-Farben gesehen), der Geschichte fehlt aber auch etwas. Weiß zwar nicht was, viel kann es aber nicht gewesen sein, da mir der Film insgesamt gut gefallen hat. Empfehlenswert ist die OV, in der Clooney und Blanchett auch mal deutsch sprechen. 7/10

55. Reine Geschmacksache (Ingo Rasper)
Unterhaltsame, klassische deutsche Komödie mit gesellschaftskritischem Touch. War über weite Strecken amüsant, wenn auch teilweise etwas konstruiert. 7/10

54. Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht (Kevin Macdonald)
Regisseur Macdonald versucht sich mehr an einem psychologischen Porträt von Amin als an einfacher Darstellung seiner Verbrechen. Das gelingt ihm zwar nicht immer, dank eines Forest Whitaker entsteht aber ein faszinierendes und teilweise auch angsteinflößendes Bild des Diktators. Neben Whitaker sieht der restliche Cast und besonders der Schotte (McAvoy) ziemlich blass aus. 7/10

53. Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (Dani Levy)
Eigentümliche Mischung aus Komödie und Drama, die aber inhaltlich zu überzeugen weiß. Umso seltsamer muten die völlig grenzdebilen Diskussionen an, die beim Kinostart in der Öffentlichkeit stattfanden. 7/10

52. Ocean’s 13 (Steven Soderbergh)
Zwar wenig überraschend, aber extrem cool und relaxt! 7/10

51. 2 Tage Paris (Julie Delpy)
Julie Delpy legt in ihrem Regie-Debüt ein derartiges Tempo aus französischer Lebensart gepaart mit zynischer Gesellschaftskritik und frivoler Liebesmüh vor, dass sie sich am Ende ein bisschen verrennt. Im Großen und Ganzen aber ein sehr unterhaltsamer Film, den man nicht zu penibel analysieren sollte. 7/10

50. Wir sagen du! Schatz (Marc Alexander Meyer)
Ein Mann entführt sich eine Familie. Sehr interessanter Ansatz, der viel Platz für Gesellschaftskritik und bösen Humor bietet. Der Film ist allerdings auf DV gedreht, was einfach schlecht aussieht. Dazu kommt eine gewisse Vorhersagbarkeit, die Auflösung am Ende ist dagegen nett. 7/10

49. Behind the Mask (Scott Glosserman)
Serienkiller als Alltagsjob. Ein Kamerateam begleitet einen angehenden Psychokiller bei seiner Mordvorbereitung. Ziemlich böse Satire, die aber am Ende genau die Klischees bedient, die sie vorher so schön durch den Kakao zieht. Das Ende ist mir leider zu vorhersehbar und zu straight geworden, so dass der gute Gesamteindruck etwas getrübt wird. 7/10

48. Full Metal Village (Sung-Hyung Cho)
Gute, wenn auch nicht sonderlich einfallsreiche Dokumentation, die ländliche Idylle auf chaotische Metalfans treffen lässt. Das ist weitestgehend amüsant und unterhaltsam. 7/10

47. Golden Door (Emanuele Crialese)
Es hat etwas gedauert, bis ich mit der etwas langatmigen und oft sehr bildhaften Erzählweise zurecht kam. Dann war der Film über die Reise einer armen italienischen Bauernfamilie nach Amerika aber doch relativ interessant (schon aus rein historischer Sicht). 7/10

46. Hallam Foe – This Is My Story (David Mackenzie)
Nette Coming-Of-Age-Dragikomödie mit skurrilen komischen Elementen und einem gut aufgelegten Jamie Bell. Erwähnenswert ist die gute Kamera, die für eine intensive Stimmung sorgt. Mal ein ordentlicher Mackenzie-Film. 7/10.

45. Sunshine (Danny Boyle)
Atmosphärisch gerade durch die beeindruckenden Bilder ein gutes Stück Film. Inhaltlich doch etwas (nun ja) gewöhnungsbedürftig. Klar muss ein Film nicht unbedingt einer realphysikalischen Prüfung standhalten, ein bisschen mehr Logik hätte aber nicht geschadet. Einige Storyelemente (besonders am Schluss) hätte man sich schlicht sparen können. Insgesamt aber gut: 7/10

44. Tenacious D – Kings of Rock (Liam Lynch)
Abgedrehter Spaß mit Jack Black, der einfach richtig rockt! 7/10

43. Todeszug nach Yuma (James Mangold)
Ordentlicher Old-School-Western mit allen klassischen Elementen, die das Westernherz höher schlagen lässt. Mal wieder großartig: Christian Bale und Russell Crowe! 7/10

42. Triff die Robinsons (Stephen J. Anderson)
Insgesamt recht kindgerecht mit eindringlicher Botschaft. Nach dem etwas zähen Anfang aber sehr einfallsreich und unterhaltsam. 7/10

41. Hostel 2 (Eli Roth)
Nicht ganz so gut wie Teil 1, da insgesamt recht konventionell geraten. Dennoch ausreichend gut, um sich von dem anderen Mist des Genres abzusetzen. 7/10

40. Lady Vengeance (Park Chan-wook)
Der Film besteht aus vielen interessanten, bis ins Detail ausgeschmückten „Story-Stückchen“, die für mich filmisch nicht so richtig zusammenpassen wollen. Die Geschichte ergibt insgesamt Sinn, ist mir aber zu verspielt zusammengeschustert. Die Einzelszenen sind dagegen teils fantastisch und packend. Insgesamt gute, teils sehr bewegende Rachestudie! 7/10

39. Der goldene Kompass (Chris Weitz)
Gefiel mir überraschend gut! Technisch perfekt, optisch ansprechend und inhaltlich interessant, obwohl ich mir sogar ziemlich sicher bin, dass es nach Vorlage noch interessanter hätte sein können. Mit der frechen Rotzgöre gab es mal eine gegen den üblichen Strich gebürstete Hauptfigur. Von Langeweile bei mir keine Spur. 7/10

38. Shooter (Antoine Fuqua)
Spannender Action-Reißer mit üblicher Verschwörungsgeschichte, der erstaunlich politisch und kritisch ist. Am Ende verfällt er leider etwas in Klischees. Die Bösen sind besonders böse, damit die zweifelhafte Moral (Selbstjustiz) gerechtfertigt werden kann. 7/10

37. American Gangster (Ridley Scott)
Klassisches Mafia-Kino mit klassischen Mitteln umgesetzt. Interessant und spannend erzählt. Mehr brauchte ich an diesem Abend nicht! 7/10

36. Das Bourne Ultimatum (Paul Greengrass)
3. Teil im üblichen Bourne-Stil, der sich leider nicht weiterentwickelt hat. Er bringt aber immer noch genug Action und Spannung, dass man gut unterhalten wird. 7/10

35. Elizabeth – Das goldene Königreich (Shekhar Kapur)
Gut! 7/10
Kritik hier.

35. A Scanner Darkly (Richard Linklater)
Ein guter Film zum Thema Drogen, wobei er doch ab und zu einen belehrenden Zeigefinger herausholt. Ansonsten stimmt aber die Mischung aus Skurrilität, Witz und der nötigen Ernsthaftigkeit. Die spezielle Machart bietet wunderbare Möglichkeiten, das Thema zu verarbeiten. 7-8/10

34. Keinohrhasen (Til Schweiger)
Ich mag den Schweiger zwar nicht so, gestehe ihm aber zu, dass er ein gutes Gespür für Stoffe hat. Nicht auszudenken, wie erfolgreich seine Filme wären, würde er nicht mitspielen. Hier geht Schweiger „back to the roots“ und macht mal wieder eine gute deutsche romantische Komödie mit lustigen Dialogen und gutem Musikeinsatz. Wer die zwei Hauptdarsteller nicht mag, ist freilich verloren. Ich fühlte mich bestens unterhalten. 7-8/10

33. Letters From Iwo Jima (Clint Eastwood)
Stimmiger und intensiver als der Vorgänger FLAGS …, wenn auch ab und zu genauso plakativ. Wichtige und interessante Sichtweise auf die Gegenseite. 7-8/10

32. Am Ende kommen Touristen (Robert Thalheim)
Sehr interessante und amüsante Analyse der Vergangenheitsbewältigung zwischen Deutschen und Polen. 8/10

31. Die Simpsons – Der Film (David Silverman)
Genau das, was ich erwartet hatte: Eine unterhaltsame XXL-Folge gaaanz groß und gelb auf der Leinwand. 8/10

30. Hairspray (Adam Shankman)
Ein Spaß-Film, der sich prächtig in den Musical-Konventionen bewegt und damit spielt. 8/10

29. Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote (Douglas McGrath)
Eine weitere Variante der Capote-Geschichte um „In cold blood“ mit Starbesetzung und für mich die sympathischere Variante. Filmisch interessanter gestaltet als CAPOTE, zu dem ich nur schwer Zugang fand. Der Cast brilliert auch neben Toby Jones. Überhaupt wird versucht, auch über Capotes Umwelt einen filmischen Zugang zu Capote zu schaffen, ohne eine One-Man-Show abzuziehen. Hat mir gut gefallen! 8/10

28. Robert Altman’s Last Radio Show (Robert Altman)
Wunderbarer altmodischer und charmanter Witz mit ein bisschen Philosophie und Gesellschaftskritik und ab und zu ein paar richtige Brüller. Ein würdiger Abschluss für Altman! 8/10

27. Black Sheep (Jonathan King)
Das nenne ich doch mal eine Eröffnung zum FFF in Berlin!! Genau das, was ich erwartet bzw. erhofft hatte: witzig, wollig und blutig! Super Idee, die dank WETA auch klasse umgesetzt werden konnte. Habe mich prächtig amüsiert. Für die Schafe ca. 8/10

26. Schräger als Fiktion (Marc Forster)
Hat mir sehr gefallen. Nicht nur von der Idee her, sondern auch von der Umsetzung. Amüsante Unterhaltung ;o) 8/10

25. Lucky Number Slevin (Paul McGuigan)
Mal wieder ein Film, der durchaus auch im Kino hätte laufen können, bevor er nur auf DVD erscheint. Nicht nur die imposante Besetzungsliste kann sich sehen lassen, auch die eigentlich klassische Ganoven-Geschichte weiß zu überzeugen. Regisseur Paul McGuigan erzählt leicht verschachtelt und lässt den Zuschauer gerade so viel wissen, dass es spannend bleibt. Die Auflösung ist vielleicht etwas zu lang geraten, ansonsten gibt es keine Längen. Bin positiv überrascht. 8/10

24. Shoot ‚Em Up (Michael Davis)
Fuck me sideways, was für eine saucoole Gagascheiße! Hat Spaß gemacht! 8/10

23. Der Sternwanderer (Matthew Vaughn)
Vaughn zeigt, dass LAYER CAKE kein positiver Ausrutscher war. Eine positive Überraschung, da entgegen der Erwartung eigentlich überhaupt nicht kindgerecht. Eine klassische Fantasy-Geschichte, die mit viel bösem Humor und witzigen Seitenhieben auf das eigene Genre umgesetzt wurde. Dazu noch eine Portion Erotik und Grusel. Sehr unterhaltsam! 8/10

22. Von Löwen und Lämmern (Robert Redford)
Gut! 8/10
Kritik hier.

21. Das perfekte Verbrechen (Gregory Hoblit)
Genau so, wie ich es mir vorgestellt habe und sehen wollte. Ein wunderbar fieser Hopkins, der den Hannibal durchblicken lässt, in einem klassischen Thriller. Sehr gut! 8/10

20. Pans Labyrinth (Guillermo Del Toro)
Schön! Keine überbordernde Fantasieschlacht, sondern starke eindrucksvolle Momente zwischen Gewalt und kindlicher Fantasie. 8/10

19. Paris je t’aime (Joel Coen etc.)
Sehr gut. Klar, das einige Kurzfilme etwas abfallen, doch meistens treffen sie die Stimmung bzw. etwas Paristypisches sehr gut. Bei einzelnen Stücken, fragt man sich kurze Zeit, was daran jetzt Paris sein soll, bevor man darauf kommt (z.B. bei Doyle). Insgesamt aber ein wunderbares, abwechslungsreiches und atmosphärisches Parisbild. 8/10

18. Bobby (Emilio Estevez)
Sentimentale Ehrung aus „Short Cuts“ für Robert F. Kennedy. Ich war zufällig in der Stimmung und habe mich von der wunderbar schwebenden Atmosphäre anstecken lassen (oder habe ich die hinein interpretiert?). Egal, mir hat’s gefallen! Selten so viele Stars auf einem Haufen gesehen! 8/10

17. Die Brücke nach Terabithia (Gabor Csupo)
Der Film ist herzerwärmend und traurig. Er ist wunderbar zurückhaltend inszeniert: Verstärkung durch Reduktion ist hier das Motto. Schöne Abwechslung zum üblichen Effektoverkill! 8/10

16. Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (Ben Affleck)
Gute Milieustudie, die nicht nur dem Hauptdarsteller ins Gewissen beißt, sondern auch den Zuschauer mitnimmt. Intensiv, gut beobachtet und hervorragend gespielt. 8/10

15. Persepolis (Marjane Satrapi)
Gut! 8/10
Kritik hier.

14. Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Andrew Dominik)
Gut! 8/10
Kritik hier.

13. Black Snake Moan (Craig Brewer)
Fuck, yeah!!! Klassische Erlösungsgeschichte mal etwas anders umgesetzt. Sexy Blues! 8-9/10

12. Mr. Brooks – Der Mörder in Dir (Bruce A. Evans)
Ein äußerst interessanter Film. Er ist nämlich oberflächlich ein relativ geradlinig und konventionell erzähltes und an vielen Stellen witziges Stück Zelluloid. Unter der Oberfläche ist er aber richtig dreckig und oft auch ziemlich thrilling! Außerdem macht es unheimlich Spaß, Costner und Hurt (und sogar Demi Moore) bei der Arbeit zuzusehen. Großartig! 9/10

11. Death Proof – Todsicher (Quentin Tarantino)
Tarantino ist ein Filmverrückter, den die Meinung anderer einen Dreck zu interessieren scheint und der nur das macht, was ihn interessiert. Und es macht verdammt nochmal einen Heidenspaß, ihm dabei zuzusehen! 9/10

10. Fido (Andrew Currie)
Ein Zombie-Film der fast nie auf Splatter setzt, sondern als witzige 50er-Jahre-Familiengeschichte daher kommt. Zombies gehören einfach zum Leben und können auch mal Probleme verursachen. Hat mir ausgezeichnet gefallen! 9/10

9. Shoppen (Ralf Westhoff)
Sehr kurzweilige Komödie über die heutige beziehungsunfähige 30er-Generation, die mit der Oberflächlichkeit und den verschrobenen Werten der heutigen Gesellschaft spielt. Kernstück ist ein Speeddating mit witzigen und ideenreichen Dialogen. Sehr unterhaltsam! 8/10

8. Planet Terror (Robert Rodriguez)
Großartig! 9/10
Kritik hier.

7. The Fountain (Darren Aronofsky)
Schön, nur irgendwas fehlte zum erwarteten 10/10-Knaller! Wunderschöne Bilder mit passender Musik und interessanter, philosophischer Geschichte. Ca. 9/10

6. Ratatouille (Brad Bird)
Bis auf eine etwas zu lange Exposition und einen kleinen Hänger in der Mitte ein wunderbarer, herzerwärmender Film, bei dem man ab und zu vergisst, dass es sich um eine Animation und um Ratten handelt. 9/10

5. Across the Universe (Julie Taymor)
Hatte ja so meine Zweifel, hier darf man aber sagen, dass die vom Trailer geschürten Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Klar ist der Film eine Aneinanderreihung von Musikvideos, man hat es aber tatsächlich geschafft, die Stücke interessant und spannend mit einer Geschichte zu verknüpfen, die mitreißt. Die Beatles-Interpretationen sind gelungen und die Bilder teils fantastisch. Hat mir sehr gut gefallen! 9/10
Ausführliche Kritik hier.

4. 300 (Zack Snyder)
Wenn ich das Geschreibsel von so manchem Kritiker lese, muss ich herzhaft lachen, während es mir den Magen umdreht. Hat man nicht schon nach dem Trailer wissen können, was einen erwartet? Und trotzdem rennen sie in den Film, um sich danach kräftig aufzuspielen! Und was man da so liest: Schwule Tendenzen – man sollte doch seit ALEXANDER wissen, dass sich Männer (und gerade Perser) damals durchaus sehr geschminkt haben. Oder Übertreibung – wie würde denn ein Spartaner eine Heldengeschichte erzählen? Würde er nicht übertreiben? Würde er nicht das Positive hervorheben und das Negative verbergen? Man schaue mal in Heldensagen! Und wie würde dann ein Film über eine solche Heldensage aussehen? Ja, genau so! 10/10

3. Black Book (Paul Verhoeven)
Hat mir sehr gut gefallen! Verhoeven schafft es tatsächlich, das schon in HEAD OVER CLOUDS auf ähnliche Weise behandelte Thema (grob: Menschen als Sieger sind Schweine, eine Prise Erotik usw.) unterhaltsam zu verpacken, ohne die nötige Ernsthaftigkeit zu vernachlässigen. Sicher sind einige Figuren etwas überzogen dargestellt und bei der Logik hapert’s auch ab und zu. Hat mich aber kaum gestört, weil nicht nur der Cast sondern auch die Gesamtmischung überzeugend ist. 10/10

2. Abbitte (Joe Wright)
Mischung aus Stolz und Vorurteil und Cold Mountain, die durch ausgezeichnete Kamera und gutem Score besticht. Die recht klassische Geschichte wird interessant dargeboten und am Ende noch schön sentimental. Ich glaub‘, der Joe Wright kann was. Äußerst empfehlenswerter Film! 10/10

1. Prestige – Meister der Magie (Christopher Nolan)
Tolles Ambiente, ein spannendes Psychoduell und brillante Schauspieler hinterließen einen bleibenden Eindruck. Auch nach mehrmaligem Sehen noch sehr stark! Meine klare Nr. 1! 10/10