Archiv für Oktober, 2008

1. Bloggeburtstag

Posted in Sucht des Tages with tags , , on Samstag, 25. Oktober 2008 by mediensucht

Heute vor einem Jahr veröffentlichte ich hier an dieser Stelle – ähm, natürlich rein virtuell gesehen, denn in Wirklichkeit sitze ich jetzt ca. 250 km vom damaligen Ort entfernt – meinen ersten Blogeintrag namens „Erster“, was dem Sinn des Eintrages auch relativ nahe kam. Dieser Eintrag hier könnte eigentlich auch „Rückblick“ heißen, einen solchen macht man nämlich meistens, wenn man ein Jubiläum zu feiern hat.

Von meiner Mediensucht wurde ich zum Glück bis heute nicht geheilt, weshalb bisher auch die Themen nicht ausgegangen sind. Einige Kategorien wurden dabei leider etwas vernachlässigt. In der Literaturabteilung sieht es noch arg dünn aus. Da ich am Tage berufsbedingt schon sehr viel lese, komme ich abends kaum dazu, noch in einem Buch zu schmökern. Nur langsam komme ich mit neuen Büchern voran. Vielleicht gibt es hier ja demnächst doch noch einen Eintrag über gewisse Feuchtgebiete.

Größtes Thema bei mir ist sicherlich der Film, obwohl er in letzter Zeit doch arg zurückstecken musste. Die Serien sind auf dem Vormarsch. So ist nicht etwa eine Filmkritik bei den Eintragsaufrufen vorn, sondern eben doch eine Serie. Mit über 1300 Klicks liegt meine kurze Empfehlung für Shaun das Schaf mit großem Abstand klar auf Platz 1. Danach folgt wieder eine Serie. Der wesentlich später verfasste Beitrag zu Dead Like Me konnte in letzter Zeit ordentlich aufholen (über 500 Klicks). Auf Platz 3 folgt ausgerechnet ein Rezept. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich Tim Mälzer darin erwähnt habe, dessen Lauwarmes Lachs-Carpaccio ich hier etwas abgewandelt serviert habe. Die Filmkritik mit den meisten Klicks ist jene zu No Country For Old Men auf Platz 5. Insgesamt gab es bisher über 21000 Klicks auf mein Blog. Keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist.

Bei den Suchbegriffen sieht es natürlich ähnlich aus. Viele Suchbegriffe führen genau zu den Beiträgen, die hier auch erfolgreich sind. Einige witzige Suchbegriffe, die seltsamerweise auf meine Seite führten, sind beispielsweise „XXL Pimmel“ oder „Sex unter Wasser“. Das mag jetzt jeder geneigte Leser selbst interpretieren. Interessanter sind da schon die Klicks, die von meinem Blog wegführen. Dort kommen nämlich die werten Kollegen zum Zug. Am meisten beklickt wurde Kollege hirngabel vor Mr. Vincent Vega und Rudis symparanekronemoi-Blog. In den Spitzenregionen befinden sich hier noch Links zu HIMYM auf CBS und Chuck auf wikipedia.

Über meine Leserschaft kann ich nur mutmaßen. Einige Stammuser kenne ich durch ihre regelmäßigen Kommentare bei mir, so z.B. hirngabel und TheRudi. Seid bedankt! Von anderen weiß ich, dass sie zwar gern lesen, aber selten kommentieren. Dazu besteht natürlich kein Zwang, eingeladen ist aber jeder, seinen Senf hier abzuladen. Freut mich immer.

Das Schreiben macht mir weiterhin viel Spaß. Dies ist mein 141. Beitrag, es gibt also im Schnitt knapp 3 Beiträge von mir in der Woche.  Sicher wird es immer wieder ein paar Phasen geben, wo ich zeitbedingt nicht zum Schreiben komme oder einfach andere Prioritäten setze. Ich hoffe, dass meine Themenauswahl und mein Stil Euch nicht so sehr langweilen und freue mich auf ein weiteres Jahr bloggen und kommentieren!

Bild: alter Header meines Blogs

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Pushing Daisies

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , on Montag, 20. Oktober 2008 by mediensucht

Na gut, ich habe schon einen Artikel über Pushing Daisies geschrieben, der war allerdings einer der ersten Einträge hier auf meinem Blog und ist eher als Kurzkommentar zu sehen anstatt als ausführliche Besprechung. Ja, damals war ich noch jung und brauchte das Geld … na jedenfalls wird das kurze Geschreibsel vor einiger Zeit dieser wunderbaren Serie in keinster Weise gerecht, weshalb ich anlässlich des Serienstarts auf Pro7 nun einen ausführlicheren Text verfasst habe. Man kann für diese Serie ja nicht genug Werbung machen.

Pushing Daisies, was in etwa heißt „sich die Radieschen von unten ansehen“, handelt vom Kuchenbäcker Ned, der im Alter von neun Jahren auf schmerzliche Art und Weise entdeckt, dass er Tote wieder zum Leben erwecken kann, diese erweckten Menschen aber nur eine Minute weiterleben können, ohne dass nicht eine andere Person stirbt. Nachdem Ned so seine Mutter auferstehen lässt, wird wenig später der Vater des Nachbarmädchens Opfer des Sensenmannes. Einen Haken hat die Sache zusätzlich noch: Berührt Ned die Auferweckten ein zweites Mal, sterben sie wieder – für immer!

Ned betreibt also sein „Pie Hole“ mit den leckersten Kuchen, da die Früchte dank seiner Gabe immer frisch sind. Als kleinem Nebenjob hilft Ned dem Privatdetektiv Emerson Cod bei der Suche nach Mördern. Praktisch, wenn man die Toten direkt nach dem Mörder fragen kann, und für die Lösung des Falls die Belohnung einstreichen kann. Doch eines Tages erweckt Ned seine Jugendliebe Charlotte „Chuck“ Charles wieder von den Toten und lässt sie am Leben. Es entwickelt sich eine ganz besondere platonische Liebesbeziehung …

Schöpfer der Serie ist Bryan Fuller, der Pushing Daisies aus einer Idee zu Dead Like Me entwickelte. Wieder sind Tod und ungewöhnliche Beziehungen ein Thema. Fuller, der neben der eben genannten Serie Dead Like Me schon die ebenso wunderbare Serie Wonderfalls entwickelte und an Serien wie Star Trek – Deep Space 9 und Heroes mitschrieb, strotzt nur so von schrägen und skurrilen Ideen. Zudem wurde Barry Sonnenfeld (Men in Black) mit ins Boot geholt, der die Serie mitproduziert und auch den Piloten verfilmte.

Wenn man sich Pushing Daises so ansieht, könnte man denken, man steckt in einem Tim Burton-Film. Die Ausstattung ist opulent, beeindruckende Kulissen, aufwendige Kostüme und technische Tricks, die bewusst mit der Filmgeschichte spielen. Dabei kommt es nicht auf Realismus an, vielmehr auf Detailverliebtheit und entzückenden Spielereien. Manchen ist Pushing Daisies vielleicht zu „süß“, ich erfreue mich jedes Mal wieder an den wunderschönen Bildern, die die Macher immer wieder aus der Trickkiste zaubern.

Zu allem Überfluss wird auch noch eine herzerweichende Liebesgeschichte erzählt. Das zur körperlichen Enthaltsamkeit verdammte Paar findet andere Wege, sich nahe zu kommen. Auch die Kriminalfälle sind meist sehr seltsam, schräg und spannend. Der Humor von Fuller und Co gefällt mir ausgezeichnet. Kein Klamauk, viel dezentes Amüsement mit Herz.

In den Hauptrollen sind die bezaubernde Anna Friel als das Mädchen namens Chuck und Lee Pace als Ned zu sehen. Letzterer hatte schon in Fullers Wonderfalls eine größere Rolle inne. Als findiger Detektiv glänzt Chi McBride mit einem wunderbar trockenen Humor. Ein kleines Highlight in den Nebenrollen ist Kristin Chenoweth als Olive Snook, die unglücklich in Ned verliebt ist und beispielsweise mit herzzerreißenden Gesangseinlagen zu begeistern weiß. Auch die restlichen Figuren sind meist Gebrüder-Coen-artig skurril überzogen dargestellt.

Zum Glück hat der produzierende Sender ABC eine zweite Staffel von Pushing Daisies in Auftrag gegeben. Die Serie ist mit ihrer aufwendigen Produktion keineswegs billig. Ein Kompliment gilt ausnahmsweise auch mal Pro7, die Pushing Daisies einen Primetime-Sendeplatz am Mittwochabend nach Desperate Housewives gaben. Damit sollte einem Erfolg in Deutschland eigentlich nichts im Wege stehen. Allerdings könnte die Serie vielleicht zu speziell sein, um großflächig zu begeistern. In den USA kam Pushing Daisies bei den Krtiker sehr gut an, heimste einige Preise ein. Die erste Staffel konnte sich ordentlicher Quoten erfreuen. Die zweite Staffel läuft gerade eher mäßig an. Ich bin jedenfalls ein Fan von Fullers Serien und damit auch Pushing Daisies. Viel Glück in Deutschland!

Update: 2. Staffel ab 14.1.09, 21:15 Uhr auf ProSieben

Zur Qualitätsdebatte um das deutsche Fernsehen

Posted in Glotzophonie with tags , , , , on Samstag, 18. Oktober 2008 by mediensucht

Alle Welt – naja, zumindest die deutschen Feuilletons – regen sich über die Qualität des deutschen Fernsehens auf. Marcel Reich-Ranicki wird als Held gefeiert, der sich der Verblödung des TV entgegenstellt. Dass die Qualität der Fernsehlandschaft zu wünschen übrig lässt, ist allerorts unbestritten. Bezüglich der Ursachen wird gestritten. Über eines müssen wir uns aber im Klaren sein: Über das, was im TV gesendet wird, entscheiden die Senderchefs nicht wirklich. Der Zuschauer hat die Fernbedienung in der Hand … und ist zu blöd, damit umzugehen.

Auch beim Fernsehen herrscht die Marktwirtschaft, das Programm unterliegt demzufolge auch Angebot und Nachfrage. Immer wieder versuchen es auch intelligentere Formate auf dem Markt, werden aber vom Zuschauer nicht nachgefragt. Realityshows und einfältige Comedy-Serien haben dagegen hohe Einschaltquoten. Leider kommen die öffentlich rechtlichen Sender seit Jahren ihrem Sendeauftrag nicht nach und versuchen, die privaten Sender zu kopieren, anstatt die Qualität hochzuhalten. Die immensen TV-Gebühren werden lieber in dämlichen Shows (Wetten, dass …? gehört inzwischen leider auch dazu) verpulvert.

Sehen wir der Realität ins Auge. Solange der Zuschauer nicht bereit ist, Qualitätsfernsehen mit höheren Einschaltquoten zu belohnen (die schrägen Kriterien der Quotenmessung sind ein anderes Thema), können wir ewig auf besseres Fernsehen warten und debattieren. Der Bildungsbürger verzichtet immer mehr auf`s Fernsehen und weicht auf andere Medien aus. Leider sieht es in den Kinos auch nicht besser aus. Im Endeffekt wird RTL-Chef Zeiler Recht behalten, wenn er sagt, die Aufregung um Reich-Ranicki sei irrelevant. Das ist nur ein Strohfeuer. Warum sollte die gesellschaftliche Verblödung ausgerechnet vor dem Fernseher halt machen?

Um nicht völlig schwarz zu malen, noch ein paar Worte zur Ehrenrettung des Fernsehens. Noch gibt es gute Sendungen im TV. Einige brillante Serien aus den USA schaffen es immer wieder nach Deutschland, auch wenn das Terrain immer schwieriger wird. Auch in Deutschland produziertes Fernsehen kann sich sehen lassen. Viele deutsche Krimiserien der Öffentlich-rechtlichen sind hervorragend gemacht und an deutschen öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen wie dem heute-journal können sich auch die Amis eine Scheibe abschneiden. Ab und zu steht eben „öffentlich-rechtlich“ noch für Qualität.

Der Auslöser für die Debatte, die Preisverleihung an Reich-Ranicki, wirft Rätsel auf. Wer kam auf die seltsame Idee, einem Literaturkritiker, der vor einiger Zeit mal eine kleine Sendung im Spätprogramm des ZDF hatte, einen Fernsehehrenpreis zu verleihen? Gibt es nicht genügend verdiente Fernsehschaffende? Hat man dem Produzenten der Show ZDF Zugeständnisse machen müssen? Es muss doch klar gewesen sein, wie ein Literaturfan, der kaum vor dem Fernseher sitzt, reagiert, wenn ihm die Essenz des Blöden in ausführlicher Art und Weise dargeboten wird. Den Schock Atze Schröder muss man als 88-Jähriger erst mal verkraften. Amüsant war es dennoch, bei der Rede von Reich-Ranicki die entsetzten Gesichter einiger sogenannter „ Stars“ des deutschen Fernsehens zu sehen. Am Ende kann man sich aber nur so helfen: Gezielt fernsehen oder gar nicht erst die Glotze einschalten.

Bilder: Welt, Spiegel (dpa)

Serienkommentare – 2 Neustarts

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , on Donnerstag, 16. Oktober 2008 by mediensucht

Normalerweise schreibe ich ja eher Kommentare zu Serien, die ich besonders mag bzw. die ich empfehlen kann. Heute geht es mal um zwei Serienneustarts, die mir überhaupt nicht zugesagt haben:

Sons of Anarchy
Sons of Anarchy ist eine Dramaserie, die im Rockermilieu spielt. Die Motorradgang Sons of Anarchy steht in Konflikt mit den Mayans. Immer wieder kommt es zu brutalen Auseinandersetzungen. Der Gründer der SAMCRO (Sons of Anarchy Motorcycle Club, Redwood Original Charter) ist vor Kurzem verstorben. Dessen Sohn Jax soll nun eine führende Rolle einnehmen und Nachfolger des jetzigen Chefs der Gang werden. Jax ist gerade Vater geworden und kann seine väterlichen Aufgaben nicht richtig mit denen im Club vereinbaren. Eigentlich eine typische Geschichte für solche Mafia- oder Gangserien. Weder diese Geschichte, noch die vermeintlich dramatischen Einzelszenen konnten mich überzeugen. Alles scheint nach Schablone 08/15 abzulaufen, die Konflikte sind zu vorhersehbar. Schade ist es um den interessanten Cast. Charlie Hunnam etwa spielt Jax, Ron Perlman gibt den Gangleader Clay. Insgesamt eine Serie, die ich mir spare.

Testees
Testees ist eine Comedy-Serie von South Park-Autor Kenny Hotz. Peter und Ron sind zwei Looser, die sich als medizinische Versuchskaninchen ihren Lebensunterhalt verdienen. Dabei schlucken sie meist Pillen, die zu äußerst schrägen Nebenwirkungen führen. Bei Testees geht es derb zur Sache. Man bedient sich aus der untersten Schublade des Klamauk- und Fäkalhumors, was leider selten witzig ist. Auch die zwei Hauptdarsteller sind überhaupt nicht sympathisch, wie es etwa die zwei Looser aus der wunderbaren britischen Comedy-Serie The IT-Crowd sind. Testees ist unwitzig, dumm und langweilig. No, thanks!

Beichte

Posted in Sucht des Tages with tags , , , on Dienstag, 14. Oktober 2008 by mediensucht

Ich habe gesündigt. Ich habe meiner Sucht nachgegeben. Ich habe mir die Cinemaxx GoldCard bestellt.

Wie konnte das passieren? Eigentlich bin ich ja kein Fan der Kinokette Cinemaxx. Meist laufen dort nur dumme Mainstream-Streifen, die die Zielgruppe der popcornfressenden Proleten ansprechen sollen, die nur ein Mal im Monat ins Kino gehen. Gute Filme (meist aus der Arthouse-Ecke) werden nur kurz gezeigt – wenn überhaupt. Nichtsdestotrotz ist eben jenes Cinemaxx das einzige Kino in meiner neuen Heimat, so dass ich quasi zwangsweise darauf angewiesen bin.

In den letzten Jahren war ich verdammt oft im Kino – meist über 100 Mal im Jahr. An solche Werte werde ich wohl als werktätiger Mensch kaum wieder heran kommen. Bei einem Preis von 249 € lohnt diese GoldCard aber schon ab ca. 50 Besuchen im Jahr (bei einem Kartenpreis von 5 €), was ein Mal Kino die Woche bedeuten würde. Die Vorzüge der GoldCard sprechen natürlich auch für sich: freie Film-, Zeit- und Platzwahl, kein Zuschlag für Loge oder Überlänge und Zutrittsberechtigung für Specials und Previews.

Nebeneffekt ist auch, dass ich nun wieder ins Kino gezwungen werde, damit sich der Kauf richtig lohnt. Das ist gar nicht so schlecht, wenn man meine Abstinenz in letzter Zeit bedenkt. Zumindest für einen Kurzkommentar zu jedem gesehenen Film sollte es hier reichen. Lasst Euch überraschen …

The Miracle of „frak“

Posted in Geschwätzigkeit, Serienjunkietum with tags , , , , , , , , on Samstag, 11. Oktober 2008 by mediensucht

Im freien Fernsehen der Vereinigten Staaten von Amerika darf man nicht „fuck” sagen, sonst wird gnadenlos gepiept. Jeder Amerikaner (und vor allem jedes amerikanische Kind) weiß natürlich, was an Stelle des Pieptons eigentlich zu hören war, und ist sich der Bedeutung auch bewusst. Im Englischen bzw. Amerikanischen wird „fuck“ für gewöhnlich als burleske Steigerungsform benutzt, wie es bei uns im Deutschen etwa mit „verdammt“ der Fall ist. Während wir Deutschen damit eine Art religiöse Überhöhung nutzen, geht es bei den Amis im Ursprung schlicht und einfach um Sex („fuck“ = „ficken“).

Um eine Pieporgie zu vermeiden, aber dennoch keine geschwollene Sprache zu benutzen, habe sich findige Serienautoren Ersatz für das verbotene „fuck“ ausgedacht. In der Sciencefiction-Serie Battlestar Galactica (übrigens schon im Original von 1978) sagt man dank des Serienerfinders Glen A. Larson (z.B. auch verantwortlich für Ein Colt für alle Fälle oder Knight Rider) nun also „frak“ statt „fuck“ und verwendet es gern und oft. Und – oh, Wunder – die Zensoren der Networks haben nichts dagegen. Es geht also nicht um die Bedeutung eines Wortes, sondern nur um das Wort selbst. Mal wieder ein typischer Fall von Doppelmoral a la MTV, wo zwar Gewalt in jeder Form und menschenverachtendes Material schon nachmittags gezeigt wird, aber jeder blanke Busen verdeckt und jedes „fuck“ weggepiept wird.

Diese seltsame Einstellung gegenüber den Varianten von „fuck“ trug auch in anderen Serien ihre Blüten. In The Middleman wurde „fuck“ durch das niedliche „fooey“ ersetzt, wobei es hier eher um den Witz des Wortes ging, denn gepiept wird trotzdem fleißig. In der britischen Sciencefiction-Serie Red Dwarf benutzte man fröhlich „smeg“, um seinen Aussagen mehr Kraft zu verleihen. Es hat wohl niemand gemerkt, dass „smeg“ von „Smegma“ abgeleitet wurde und damit „fuck“ in nichts nachsteht. Überhaupt sind Sciencefiction-Autoren sehr kreativ in dieser Beziehung. Für Farscape wurde „frell“ erfunden, die Coneheads benutzten „mebs“, Mork vom Ork „shazbot“.

Da in den USA immer noch viele Konservative und gar Kreationisten das Sagen haben, werden wir auch in Zukunft noch mit einigen schönen Wortschöpfungen rechnen können, die am Ende nur Eines bedeuten: FUCK!

Ich werde geliebt!

Posted in Geschwätzigkeit with tags , , on Freitag, 10. Oktober 2008 by mediensucht

„Ich werde geliebt“ … würde mein Blog sagen, wenn es denn reden könnte. Kann es aber nicht, weshalb ich das Schreiben übernehmen muss. Mein Blog wurde das „Opfer“ eines Stöckchenwurfs von TheRudi. Da diese Art von Kettenbrief (noch) nicht verpönt ist, sondern ganz dolle viel Spaß macht, werde auch ich mich daran beteiligen und das Stöckchen weiter werfen.

Kurze Rede, langer Sinn: Es geht um das Thema Lieblingsblog. Dummerweise gelten folgende Regeln:

1. Der nominierte Blogger darf das Logo in seinem Blog präsentieren.
2. Verlinke die Person, von der Du den Award bekommen hast.
3. Nominiere mindestens 7 weitere Blogs.
4. Verlinke diese Blogs mit Deinem Blog.
5. Hinterlasse eine Nachricht bei den neu Nominierten.

Da sich die Interessen vom geschätzten Bloggerkollegen TheRudi und meiner Einer relativ ähneln, lese ich auch ähnliche bzw. die gleichen Blogs wie TheRudi, also z.B. Marcus`s Filmseite, Kino, TV & Co und das Blog von hirngabel, mit dem ich über kino.de schon länger verbunden bin. Die Herrschaften werden ja fast erschlagen vom Stöckchenregen. Um aber den Regeln zu genügen, hier noch ein paar meiner „Lieblingsblogs“: Mr. Vincent Vega (und das nicht nur, damit er nicht traurig ist), Intermoviession (viele gute Filmkritiken auch zu älteren Filmen), buchstäblich seltsam (sehr witzig), mausebienchen78 (mit dem supi Diddl-Blog scheint es aber vorbei zu sein) und natürlich das Studioli-Blog (obwohl Schwesterchen ein bisschen schreibfaul ist^^). Einen Blick nach Österreich riskiere ich etwa bei der tvdame. Hinzu kommen regelmäßig noch das Sablog (Serienspezialist), Wortvogel (Schreiberprofi), Niggemeier (Erfolgsjournalist) und das Bildblog (…), die hier wohl nicht mitmachen werden. Interessante Schauspielerblogs gibt es ebenfalls viele wie z.B. vom talentierten Zach Braff, der leider viel zu wenig Zeit für sein Blog hat, oder von Karoline Herfurth.

Am schönsten ist es aber, einfach irgendwelchen Links zu folgen und sich überraschen zu lassen. Deshalb liebe ich auch die vielen, hier leider ungenannten tollen Blogs (schleim).

Nun ist`s aber gut mit dem erzwungenen Gelaber! :mrgreen: