Archiv für Februar, 2008

Lenny Kravitz live in Berlin

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , on Freitag, 29. Februar 2008 by mediensucht

lennyk1.jpg Anfang Februar brachte Lenny Kravitz ein Album namens „It Is Time For A Love Revolution“ heraus. Es wurde von der Kritik eher mäßig angenommen. Der ewig gleiche Vorwurf: Kaum Entwicklung! Meine Entgegnung darauf: Warum? Kravitz spielt in seiner Sparte seit Jahren auf höchstem Niveau. Seine Texte waren schon immer eher naiv bis belanglos, darauf kam es aber nie an. Musikalisch ist Kravitz weiterhin top. Blues-Rock vom Feinsten! Lenny Kravitz war Lenny Kravitz ist Lenny Kravitz! Und das bleibt hoffentlich auch so!

Laut Gerüchteküche steckt Herr Kravitz nach einem Hänger durch den Tod seines Vaters 2005 wieder voller Energie, so dass er ganze zwei Jahre auf Tour gehen will. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob es letztendlich wirklich zwei Jahre werden, gestern gab Kravitz zumindest ein kurzfristig angesetztes Konzert (das erste der neuen Tour) in der Berliner Columbiahalle, obwohl er die letzte Zeit im Krankenbett zubringen musste. Er scheint aber so heiß zu sein, sich auf der Bühne zu produzieren, dass er unbedingt in Berlin spielen wollte.

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Eine Vorband gab es, aus welchen Gründen auch immer, nicht! Mit großem Jubel betrat Kravitz die Bühne und rockte gleich ordentlich los. Die erste halbe Stunde bestand dann auch nur aus waschechten Rocksongs und es ging zügig vorwärts. Kravitz erzählte zwar etwas von einer gemütlichen Jamsession, dazu sollte es aber erst später kommen. Etwas wundersam war, dass Kravitz hauptsächlich alte Songs wie Mr. Cab Driver spielte. Vom neuen Album gab es nur I’ll Be Waiting zu hören, der allerdings in der Maxi-Maxi-Version. Der Tour-Titel The Love Revolution war dennoch gerechtfertigt, da Kravitz nicht müde wurde seine Botschaft der „Love-Revolution“ zu verkünden, aber das kennt man ja schon länger.

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Kurz vor Ende des Konzertes wurde dann wie üblich Let Love Rule in einer megalangen Variante gespielt und jetzt kam es tatsächlich zur Jamsession. Es wurde mächtig gejammt. Mit der Stimme von Kravitz ging es aber bergab, so richtig fit war er wohl noch nicht. So durfte das Publikum den Meister noch einige Zeit am Schlagzeug bewundern, auf das er gekonnt einschlug. Das war dann also der Beweis, dass Kravitz wirklich jedes Instrument auf seinen jüngeren Alben selbst einspielte. Als Zugabe wurde traditionell Are You Gonna Go MY Way? gerockt, für mehr als knapp 100 Minuten Konzert reichte die Kondition von Kravitz leider nicht. Trotz kleiner Mängel war es wieder einmal ein klasse Lenny Kravitz-Konzert. Ich hoffe doch sehr, Mr. Kravitz schaut im Sommer nochmals in der Hauptstadt vorbei …

Kurzkritiken – Februar 2008

Posted in Cinemanie with tags , , on Freitag, 29. Februar 2008 by mediensucht

Death Sentence
Was für eine gequirlte Scheiße! Da hangelt sich Bacon von einem Logikloch zum nächsten. Von nachvollziehbarer Motivation der Figuren keine Spur. Stattdessen nur Klischees. Aber was kann man auch von James Wan erwarten, der schon mit seiner Saw-Reihe keine Fäkaliengrube auslässt, an der er sich bedient. 0/10

Stirb langsam 4.0
Die erwartete stumpfsinnige Handlung mit teils sehenswerter Action. Harmlos. 4/10

Die Fälscher
Starke Schauspieler, aber viel zu konventionell umgesetzt. TV-Niveau, für einen Oscar hat es aber gereicht! 6/10

Video Kings
Netter Ansatz, total verhauen. Leider nur dämlich! Macht aber ungemein Lust auf Be Kind Rewind von Gondry 😉 2/10

Das Waisenhaus (Sneak)
Nö, das ist einfach nicht mein Genre! Da war wieder alles Typische dabei wie: altes Haus, Karussell, Keller, schlechtes Wetter. Allerdings … Ohne Wertung.

Cloverfield
Interessantes Konzept, dass m.E. auch recht ordentlich umgesetzt wurde. Ziemlich unterhaltsam, auch wenn einige Logikfehler schwer im Magen liegen. So 7/10.
Siehe Kritik!

Fell – Eine Liebesgeschichte
Wunderschöne Kameraarbeit, die Geschichte ist aber so substanzlos und langatmig erzählt, dass von der netten Idee kaum etwas bleibt. Schade! 4/10

Pi
Erschreckend, verwirrend, beeindruckend. Ich glaube, der war gut! Irgendwas zwischen 6/10 und 9/10.

Arumdabda / Beautiful (Berlinale)
Junge Frau zerbricht an ihrer Schönheit. Interessantes Thema, das m.E. viel zu überzogen und klischeehaft umgesetzt war. Da habe ich wohl ziemliche Probleme mit der koreanischen Mentalität gehabt. Einige Ungereimtheiten taten ihr übriges. Gerade so 4/10.

Fireflies In The Garden (Berlinale)
Dieser Film hat mich nun wiederum voll gepackt. Wunderbar einfühlsam erzähltes und schön bebildertes Familiendrama mit sehenswerten Schauspielleistungen, das mit vielen Szenen direkt ins Herz getroffen hat. Großartig! 9-10/10

Der Krieg des Charlie Wilson
Sehr kurzweilige Politsatire, die oft zynisch und witzig daherkommt, aber ab und zu auch recht seicht ist. 7-8/10

Lars und die Frauen (Sneak)
Siehe Kritik!

There Will Be Blood
Enttäuschend, wenn auch nicht schlecht. Lange Einstellungen und ein brillanter Hauptdarsteller machen noch kein Meisterwerk. Der Film erzählt mir zu wenig. Die einzelnen Szenen sind zu lang und es ist schon am Anfang klar, worauf sie abzielen. Dazu schöne Bilder und teils nervende Musik! Überbewertet! So 6/10

The Other Boleyn Girl (Berlinale)
Hat mir gefallen, aber nicht der Knaller, da nicht von Joe Wright gemacht ;o) Solide umgesetztes und historisch relativ korrektes Geschwisterdrama mit guten Schauspielern und toller Atmosphäre! Ordentlich! 7-8/10

Das Vermächtnis des geheimen Buches
Den Unterhaltungsfaktor von Teil 1 kann der Film nur anfangs halten, dann wird er immer stupider und kopiert nur noch von sich selbst. 3/10

No Country For Old Men
Großartig! 10/10
Siehe Kritik!

I’m Not There
Finde den Ansatz, die Persönlichkeit von Bob Dylan zu spalten und die unterschiedlichen Teile von verschiedenen Schauspielern spielen zu lassen, sehr interessant. Mir stellte sich nur die Frage, ob der Film auch für einen Nicht-Fan funktioniert, der sich nicht so detailliert mit der Biografie auskennt. Mit etwas Konzentration ist das durchaus der Fall. Sicher ist der Film an einigen Stellen zu artifiziell, insgesamt ergibt sich aber ein ziemlich interessantes Bild von Dylan. Besonders der Teil mit Cate Blanchett fasziniert schon allein durch die brillante Darstellung! Wow!!! 7/10

Sweeney Todd
Der Film sieht verdammt geil aus, er ist verdammt gut gemacht, nur die Musik geht einem verdammt auf die Eier! Ich steh’ da mehr auf die popigere/rockigere Variante Musicals! Naja! 7/10

The Brown Bunny
Was man in einem schönen Kurzfilm hätte erzählen können, wälzt Gallo auf dilettantische Weise auf 90 Minuten aus (der Film war ursprünglich noch länger!) und langweilt mit langen Autofahrten usw. Ein Homevideo ist spannender! 1/10

Helden der Nacht

Posted in Cinemanie with tags , , , , , , on Mittwoch, 27. Februar 2008 by mediensucht

We yawn at night

weownthenight1.jpgEin Polizist, ein verdeckter Ermittler, kriminelle Machenschaften, Brutalität, Spannung bis zum Erstarren und eine hitzige Atmosphäre … ja, The Departed war schon ein guter Film, aber schreibe ich lieber über Helden der Nacht! Gern wäre der Film so gut, leider versteht es Regisseur und Autor James Gray nicht, mit seinem Film nur in die Nähe von Scorsese zu kommen. We own the night (so der Originaltitel) ist langweilig, kaum spannend und oft viel zu unlogisch.

Die Grundidee ist zwar nicht neu, böte aber viel Potential für Spannung und Atmosphäre. Bobby (Joaquin Phoenix) führt sehr erfolgreich einen Nachtclub, in dem auch Drogengeschäfte der russischen Mafia geduldet werden. Die Polizei, zu der Bobbys Bruder Joseph (Mark Wahlberg) und sein Vater gehören, versucht hinter die Machenschaften der Mafiosi zu kommen. Als Joseph angeschossen wird, arbeitet Bobby verdeckt für die Polizei, um die Russen zu überführen, doch die Situation eskaliert.

Gray legt viel Wert auf Charaktertiefe und Gefühl. Es kommt gehäuft zu Konfliktsituationen, die das Innere bzw. die Gefühlswelt der Protagonisten beleuchten sollen. Die Szenen sind aber so in die Länge gezogen, dass kaum Spannung aufkommen kann. Zudem hapert es an der Logik. Viele Handlungen der Figuren sind kaum nachvollziehbar. Die Charaktere bleiben einem seltsam fremd. Die Schauspieler geben zwar ihr Bestes, um gegen die behäbige Inszenierung anzukämpfen, scheitern aber an der falschen Prioritätensetzung von Gray. Ohne eine ordentlich erzählte Geschichte bringen solche Schauspielleistungen nichts, dann wirken sie nur fehlgeleitet.

Die Ungereimtheiten auf der Handlungsebene stören ebenso gewaltig. Der Auslöser für das Scheitern einer geregelten Festnahme in der Drogenfabrik ist lächerlich. Dann muss man sich fragen, warum ein potentieller Kronzeuge, dem man eben noch eine andere Identität geben wollte, sich plötzlich als Polizist auf dem Präsentierteller zeigt. Dass die Polizei zu doof ist, ein zu stürmendes Haus zu umstellen, ist dann noch die Krone der Misere. Das pathetische Ende lässt den Zuschauer wiederum ungläubig zurück. Es fehlt an Konsequenz, dieses Drama auch als Drama zu verkaufen. Stattdessen ist der Halbkriminelle nun ein richtig Guter geworden und bezeugt seinem Bruder die Liebe. Auch hier denkt man wehmütig an die wunderbare Geradlinigkeit und Konsequenz eines The Departed.

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Es ist schon ärgerlich, wie Gray mit dem vorhandenen Potential umgeht. Er fährt den Karren zielstrebig gegen die Wand. Zu viele störende Einflüsse verhindern einen Zugang zum Film: Unglaubwürdigkeit der Handlung, Logikschwächen, schlechtes Timing und eine lächerlich wirkende Polizei. Das ist alles so überflüssig wie der Film selbst.

Nur 3/10 Pillen zur Entwöhnung

(auch auf kino.de)

Jimmy Kimmels „I’m F*cking Ben Affleck“

Posted in Sucht des Tages, Videomanie with tags , , , , , , on Dienstag, 26. Februar 2008 by mediensucht

Neulich habe ich von diesem kleinen Video berichtet, dass Sarah Silverman ihrem Freund Jimmy Kimmel in seiner Show präsentierte. Kimmels Reaktion in selbiger Show war noch recht „verhalten“. Nun gibt es aber eine angemessene Antwort von Kimmel, die … naja, seht selbst:

(Danke der Hirngabel für den Tipp)

Die Oscars 2008 – Ergebnisse und Kommentar

Posted in Cinemanie, Geschwätzigkeit with tags , , , , , on Montag, 25. Februar 2008 by mediensucht

Die Oscars 2008 – Ergebnisse und Kommentar

Letzte Nacht wurden in LA die 80. Academy Awards (Oscars) vergeben. Durch die Veranstaltung führte wie vor zwei Jahren schon Jon Stewart, der seinen Job gut machte, wenn auch die Überraschungsmomente fehlten. Er war zwar witzig, frühere Hosts wie Billy Crystal oder Ellen DeGeneres boten meist mehr Show. Überhaupt verlief diese kleine Jubiläumsshow in viel zu geordneten Bahnen: leicht angestaubt und ohne den großen Glanz. Oft wurden nur zusammengeschnittene Rückblicke aus den letzten 80 Jahren präsentiert. Auch die Ergebnisse blieben ohne große Überraschungen:

Beste visuelle Effekte: The Golden Compass
Die Entscheidung geht in Ordnung. Die Effekte in The Golden Compass waren ausreichend komplex und sahen gut aus. Eine Preisvergabe an Pirates Of The Caribbean 3 oder Transformers wäre aber auch vertretbar gewesen.

Bestes Make-Up: La Vie En Rose
Das Make-Up in La Vie En Rose fand ich etwas „zu dick“ aufgetragen. Mehr Arbeit gab es sicher mit Eddie Murphy in Norbit. Bei Pirates Of The Caribbean 3 kann man nicht sicher sein, wieviel des Sichtbaren aus dem Computer kam. Die Entscheidung geht in Ordnung.

Bester Filmschnitt: Christopher Rouse für Das Bourne Ultimatum
Hier hätte ich für No Country For Old Men entschieden, schon allein, um zu sehen, wer nun als Roderick Jaynes auf die Bühne kommt. Der Schnitt in Das Bourne Ultimatum war insofern suboptimal, weil man teilweise nicht mehr gesehen hat, was passiert, da der Film viel zu schnelle Schnitte auswies.

Bestes Kostümdesign: Alexandra Byrne für Elizabeth – Das goldene Königreich
Das ist wohl die richtige Wahl. In der Ausstattungsorgie Elizabeth – Das Goldene Königreich waren selbstverständlich auch die Kostüme pompös und zeitgemäß.

Bester Song: Glen Hansard und Marketa Irglova mit Falling Slowly aus Once
Angesichts der schnulzigen Konkurrenz ist die Entscheidung die einzig richtige. Falling Slowly ist hier noch der sympathischste Song. In dieser Kategorie regierte mal wieder „Schmalz überall“.

Beste Filmmusik: Dario Marianelli für Abbitte
Marianelli wäre auch meine Wahl gewesen. Der Score zu Abbitte ist nicht nur wunderschön, er unterstützt auch die Handlung exzellent. Schon der Anfang mit den eingebetteten Tippgeräuschen ist brillant.

Bester Ton und bester Tonschnitt: Das Bourne Ultimatum
Zwei für den Film wichtige, für den Zuschauer aber weniger nachvollziehbare Kategorien. Die Entscheidungen gehen aus meiner Sicht in Ordnung.

Bestes Szenenbild: Sweeney Todd
Der einzige Preis für Sweeney Todd, der allerdings vertretbar ist. Dante Ferretti ist bekanntlich ein Könner! Ich mag das Aussehen von Burtons Filmen sowieso sehr und auch Sweeney Todd sieht wunderbar morbide und atmosphärisch aus. Schade, dass hier nicht Across The Universe nominiert war, dem ich einen Überraschungserfolg gegönnt hätte.

Beste Kamera: Robert Elswit für There Will Be Blood
Für mich eine unverständliche Entscheidung. Roger Deakins wäre für Die Ermordung des Jesse James … oder für No Country For Old Men ein würdiger Preisträger gewesen, der für beide Filme fantastische Bilder produzierte. Selbst Seamus McGarvey hätte man für seine großartigen Bilder in Abbitte würdigen können. Elwit ist dagegen nicht sehr variabel in seiner Bebilderung – Hauptsache lange Einstellungen! An Licht und Farbe hätte man dagegen noch arbeiten können!

Bestes Originaldrehbuch: Diablo Cody für Juno
Da ich nur zwei Filme der Kategorie sah, glaube ich mal dem kleinen Hype um Juno. Geht wohl in Ordnung.

Bestes adaptiertes Drehbuch: Ethan und Joel Coen für No Country For Old Men
Würdige Preisträger, da ich bekanntlich den Film sehr mag. Hätte mich aber auch über einen Sieg von Abbitte gefreut.

Bester animierter Film: Ratatouille
Eigentlich konkurrenzlos. Persepolis hatte nur Außenseiterchancen. Richtige Entscheidung!

Beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton in Michael Clayton
Das ist für mich ein kleiner Skandal. Hier durfte es nur eine Siegerin geben: Cate Blanchett als Bob Dylan in I’m Not There. Ich weiß nicht, was hier die Academy geritten hat, dass sie der genialen Blanchett den Preis verweigerte!

Bester Nebendarsteller: Javier Bardem in No Country For Old Men
Keine Überraschung, aber eine durchaus verdiente Würdigung. Eine beängstigend gute Leistung.

Beste Hauptdarstellerin: Marion Cotillard in La Vie En Rose
Überraschend, aber nicht unverdient. An Cotillard lag es nicht, dass der Film scheiterte. Eine Beeindruckende Leistung als Edith Piaf. Ich hätte den Oscar aber auch der brillanten Cate Blanchett in Elizabeth – Das Goldene Königreich gegönnt.

Bester Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis in There Will Be Blood
Mit diesem Tipp hätte man kein Geld verdienen können. Nach landläufiger Meinung eine brillante Leistung von Day-Lewis, der mich aber immer wieder an seine Rolle als „Bill The Butcher“ in Gangs Of New York erinnerte. Ich hätte mich für Viggo Mortensen in Tödliche Versprechen gefreut!

Bester fremdsprachiger Film: Die Fälscher (Österreich)
Eine kleine Überraschung, da der Film insgesamt nicht so herausragend war. Leider werden deutschsprachige Filme durch solche Entscheidungen immer auf Nazi-Themen reduziert. Freue mich aber für Ruzowitzky!

Beste Regie: Ethan und Joel Coen für No Country For Old Men
Brillante Arbeit für einen wunderbaren Film. P.T. Anderson hätte es aus meiner Sicht nicht verdient gehabt. Die Coens waren schon immer genial.

Bester Film: No Country For Old Men
YES! Siehe Kritik! 😉

Die restlichen Kategorien möchte ich nicht kommentieren, da ich die entsprechenden (Kurz-) Filme nicht gesehen habe. Fazit: Ein verdienter Gesamtsieger (No Country For Old Men) einer mäßigen Veranstaltung!

No Country For Old Men

Posted in Cinemanie with tags , , , , , , , , , on Mittwoch, 20. Februar 2008 by mediensucht

Live free or die hard

noc1.jpgIm wilden Westen wird man nicht alt. Sollte das versehentlich doch einmal der Fall sein, fragt man sich, was man im Leben erreicht hat, wieso man ausgerechnet in dieser staubtrockenen, heißen und unwirtlichen Gegend leben musste, warum man sich so derartig gequält hat. Letztendlich bleibt nicht viel übrig an Sinnhaftigkeit. Wie schön wäre es da, mal eben einen Koffer mit zwei Millionen US-Dollar zu finden, die eine Flucht aus der Ödnis ermöglichen. Um diesen Koffer voller Geld zu verteidigen, würde man alle Grenzen überschreiten …

No Country For Old Men spielt 1980 im Süd-Westen von Texas. Der neue Film von Joel und Ethan Coen basiert auf dem Roman gleichen Titels von Pulitzer-Preisgewinner Cormac McCarthy. Llewelyn Moss (Josh Brolin) ist in der texanischen Steppe unterwegs. Er kommt an den Schauplatz eines fehlgeschlagenen Drogengeschäfts im großen Maßstab – viele Leichen und ein Koffer voller Dollar. Moss nimmt sich den Koffer und wird fortan gejagt. Unter den Jägern befindet sich auch Anton Chigurh (Javier Bardem), der sich als äußerst hartnäckig herausstellt. Eine blutige Hetzjagd beginnt.

Der Film ist eine schräge Mischung aus brillanter Action, abgrundtiefem Humor und philosophischen Einlagen. Für letztere ist hauptsächlich Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) verantwortlich. Er versucht Licht ins Dunkel zu bringen, ergeht sich aber meist in sarkastischen Sprüchen und philosophischer Sinnsuche. Man könnte fast behaupten, jeder Satz sei ein Lacher, wenn nicht selbiger einem im Halse stecken bleiben würde beim Grübeln über die tiefere Bedeutung des Gesagten.

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Bedeutung. Sinn. Bei den Coens hat für gewöhnlich alles einen Sinn. Grundlage schaffen eine penible Vorbereitung, großes Hintergrundwissen und eine präzise Vorstellung, wie eine Szene auszusehen hat. Die bildliche Umsetzung lag wiederum bei Roger Deakins, der völlig zurecht neben seiner Arbeit für Die Ermordung des Jesse James … auch für seine fantastischen Bilder in No Country For Old Men eine Oscarnominierung erhielt. Die Verfolgungsjagden sind äußerst spannend inszeniert. Zuweilen geht es sehr brutal und blutig zu. Die Coens schaffen es aber hervorragend, die Balance zwischen Action, zynischem Humor und Philosophie zu halten. Neben vielen Filmzitaten finden sie auch hier ihren so eigenen und typischen Stil.

Ein typisches Merkmal in Coen-Filmen ist stets auch die leichte Überzeichnung der Figuren. Besonders faszinierend in No Country For Old Men ist die Figur des Psychopathen Anton Chigurh. Dieser Irre ist ein wandelndes Pulverfass, bei dem selbst ein normales Gespräch mit einem Tankwart zur Zerreißprobe wird. Aus diesem stoisch blickenden Mann mit Märchenprinz-Frisur kann die Gewalt ganz unvermittelt herausbrechen. Er bleibt mit seinen seltsamen Prinzipien stets mysteriös und Bardem versteht es ausgezeichnet, ihn nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.

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Die Coens spielen mit den Erwartungen des Zuschauers. Werden sie anfangs noch großherzig erfüllt, wird der Seher gegen Ende an der Nase herumgeführt. Höhepunkt dieses Spiels bildet der Schluss, den man so sicher nicht erwartet hätte. Neben Witz, Action, Suspense und Bildgewalt setzen die Coen also auch auf Verwirrung, aus der in den meisten Fälle ein Sinn erwächst, da sie zum Nachdenken anregt.

Nach dem etwas schwächeren Ladykillers ist No Country For Old Men nun das sehnlich erhoffte Meisterwerk. Dieser brillante Neo-Western versammelt die Stärken seiner Macher: den Humor aus The Big Lebowski, die Bildgewalt aus Millers Crossing, die Brutalität aus Fargo oder Blood Simple und das Verschrobene aus O Brother, Where Art Thou?. No Country For Old Men ist ein cineastischer Hochgenuss par excellence!

10/10 Pillen zur Entwöhnung

(auch auf kino.de)

Mein Filmjahr 2007 – Die Top 161

Posted in Cinemanie with tags , , , , on Dienstag, 19. Februar 2008 by mediensucht

Im Forum von kino.de wird jedes Jahr vor den Oscars eine kleine Community-Wahl veranstaltet. In verschiedenen Kategorien wird der sogenannte kino.ED vergeben. Ein willkommener Anlass, das Jahr 2007 Revue passieren zu lassen. Am Besten funktioniert so ein Rückblick über eine Wertungsliste. Da ich insgesamt 161 „ED-relevante“ Filme (VÖ 2007) gesehen habe, ist so eine Einordnung nicht einfach. Ebenso lassen sich Filme aus unterschiedlichen Genres schlecht direkt miteinander vergleichen bzw. in Beziehung setzen. Die folgende Top 161 ist also nur als grober Richtwert zu sehen. Bei den Kommentaren handelt es sich meist um kurze Eindrücke, die ich nach dem Sehen im Forum veröffentlichte.

Mein Filmjahr 2007

161. Death Sentence – Todesurteil (James Wan)
Was für eine gequirlte Scheiße! Da hängelt sich Bacon von einem Logikloch zum nächsten. Von nachvollziehbarer Motivation der Figuren keine Spur. Stattdessen nur Klischees. Übelst! 0/10

160. Saw III (Darren Lynn Bousman)
Meine Fresse! Waren die ersten beiden Teile ja noch wenigstens durchschnittlich unterhaltsam (auf welche Art auch immer), ergießt sich dieses Machwerk in Wiederholungen, Langeweile und abartigen Auswüchsen einer kranken Fantasie. Gut, dass ich dabei etwas zu essen hatte, was geschmeckt hat ;o) 0/10

159. Goodbye Bafana (Bille August)
Wie naiv muss man denn sein, um ein solch weichgespültes Lehrfilmchen zu produzieren. Die SED präsentiert eine DEFA-Produktion für das Schulfernsehen der DDR! Und jetzt sammeln wir alle mal Altstoffe für die armen Kinder in Afrika! Regisseur Bille August hat so ziemlich alles versaut, was man versauen kann. Immer, wenn es interessant werden könnte, es beispielsweise zu Spannungen zwischen Mandela und seinem Wärter kommt, rudert er zurück. Diane Heidkrüger kann leider gar nix. 1/10

158. Evan Allmächtig (Tom Shadyac)
Und da sage noch einer, DIE PASSION CHRISTI wäre religionsfanatisch … 1/10

157. Jagdhunde (Ann-Kristin Reyels)
Genau solche Filme sind es, die den Leuten die Lust am Deutschen Kino versauen! Ein völlig überambitionierter Abschlussfilm, der vor der TV-Ausstrahlung nachts im ZDF noch mal in die Kinos gepuscht wird. Die ewig langen Einstellungen langweilen, anstatt Atmosphäre zu schaffen und sehen nach Füllmaterial aus, um die 90 Minuten voll zu kriegen. Die an sich guten Schauspieler (Hader etc.) sind fehlgeleitet und bieten das reinste Schmierentheater. Die Dialoge sind pseudodramatisch und lächerlich! Der Verleih sollte sich ‚was schämen! 1/10

156. Inland Empire (David Lynch)
Mies! 2/10
Kritik hier.

155. Mein bester Freund (Patrice Leconte)
Wieder so eine redselige französische Tragikomödie, die mit Plakativität und Einfältigkeit den schmalen Grad von guter Unterhaltung zur billigen Anbiederung weit überschreitet. Naiv und dumm! 2/10

154. Free Rainer – Dein Fernseher lügt (Hans Weingartner)
Weingartner bietet genau das, was er am TV kritisiert: dummen Trash! Das reicht für 2/10
Kritik hier.

153. Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer (Tim Story)
Comicverfilmungen dürfen übertreiben, sie dürfen auch physikalisch unlogisch sein. Sie dürfen aber nicht ihre Figuren vernachlässigen (z.B. durch einen uninteressanten Cast und fehlender Charakterisierung) und auch nicht langweilen! Und hier nehmen sich beide Teile wenig: unsympathische Helden in langweiliger Geschichte! 2/10

152. Dreamgirls (Bill Condon)
Oje, so dermaßen uninteressant, nach den ewig gleichen Strickmustern gemacht. Dazu noch eine Hudson, deren Geplärre nur so auf den Nerv geht, dass es einem die Schuhe auszieht! Blrkx! 2/10

151. Hannibal Rising – Wie alles begann (Peter Webber)
Bis auf die teilweise ansprechenden Bilder von Webber erschreckend schlecht. Der Hauptdarsteller ist eine Fehlbesetzung, die Charaktere plumpe Stereotypen, die Handlung dämlich und äußerst plakativ. Warum muss Hannibal denn z.B. zum Schwertkämpfer mutieren. Hätte Harris sich sparen können … so wie ich mir den Film! Langweilig und dumm! 2/10

150. Ein fliehendes Pferd (Rainer Kaufmann)
Oweija, was für eine schäbige Altherrenfantasie! Ansich habe ich ja noch nichts von Martin Walser gelesen, wenn das aber so ein dämlicher Mist ist, dann „Nein, danke!“! Ich weiß ja nicht, wer über solche brillanten Wortspiele wie „Du kennst dich aber aus mit Vögeln“ oder „Möchte jemand eine Latte“ lachen kann, ich konnte es nur über so viel Dummheit. Gerade 2/10 für gute Schauspieler und seltene Zufallstreffer.

149. Kein Bund für’s Leben (Granz Henman)
Jetzt machen die Deutschen auch schon Werbung für Ihre Armee. NVA war schon so überflüssig wie der Pimmel vom Papst, nun also eine Militärklamotte zur Bundeswehr, der es an jeglichem Witz und Charme fehlt, die also nur dämlich ist. 2/10

148. Schnitzelparadies (Martin Koolhoven)
Ein Klischee jagt das nächste! Selten eine so dämliche Integrationskomödie gesehen. Die Macher sollten sich ‚was schämen! 2/10 für ein paar gelungene Witzchen!

147. Der Date Profi – Was du brauchst, ist die richtige Masche! (Todd Phillips)
Schrecklich … langweilig. Hätte ich auch vorher ahnen müssen, wo doch Ben Stiller mitspielt. 2/10

146. Alpha Dog – Tödliche Freundschaften (Nick Cassavetes)
Tja, was war das? Eine Mordrekonstruktion? Eine Jugendmilieustudie? Dieses amerikanische Proletenmilieu ging mir jedenfalls mächtig auf den Zeiger. Diese Realität will ich nicht in Filmen sehen, auch wenn sie gut umgesetzt ist. 2/10

145. Rocky Balboa (Sylvester Stallone)
Naiv gestricktes, gefühlsduseliges Boxerfilmchen, dessen Dialoge denen in Groschenromanen Konkurrenz machen und das mit Vorhersehbarkeit und Pathos langweilt – also ein typischer Rocky-Film und somit nichts für mich. 2/10

144. Schwedisch für Fortgeschrittene (Colin Nutley)
Definitiv nicht lustig! 3/10

143. Nach 7 Tagen – Ausgeflittert (Peter Farrelly)
Leider fällt den Farrellys nichts mehr ein. Langweilige Aneinanderreihung aufgewärmter Uraltgags mit einem Stiller, der schon Jahre das Gleiche macht und nur noch nervt. 3/10, einzig und allein für Michelle Monaghan ;o)

142. Die Eisprinzen (Josh Gordon)
Naja, ab und zu mal witzig, ansonsten langweilig und sehr vorhersehbar! 3/10

141. Die Legende von Beowulf (Robert Zemeckis)
Die Frage, die sich mir die ganze Zeit stellte, war, warum diese Sageninterpretation absichtlich so scheiße aussehen musste. Ansonsten viel Tamtam um fast nichts! 3/10

140. Rezept zum Verlieben (Scott Hicks)
Verbleibt zu stur in den Genregrenzen und macht auch kulinarisch nichts her. Altbackene Geschichte und zu viele Klischees, dann lieber Ratten beim Kochen beobachten ;o) 3/10

139. Shooting Dogs (Michael Caton-Jones)
Eigentlich ist der Film schon zwei Jahre alt, er hatte nämlich das Pech, dass HOTEL RUANDA kurz vor dem geplanten Start herauskam. Damals hätte er allein sicher eine größere Wirkung gehabt als heute nach HR. Nun wirkt er stattdessen wie eine billige Kopie. Die Geschichten ähneln sich. Der Film wirkt wie ein Abhaken von Klischeesituationen, um aufzurütteln. Was man aber wirklich kritisieren muss, sind die pathetischen Dialoge, die teils wie eine Werbung für den Katholizismus wirkten, die aufgesetzte Dramatik und das 08/15-Ende – wahre Geschichte hin oder her. Nach GOODBYE BAFANA dieses Jahr nun der zweite Teil der Reihe „Das Schulfernsehen der DDR präsentiert …“! Bleibt ein schlechtes Gesamtbild und damit maximal 3/10!

138. Video Kings (Daniel Acht)
Netter Ansatz, total verhauen. Einfach nur dämlich! Macht aber ungemein Lust auf BE KIND REWIND 😉 3/10

137. Verführung einer Fremden (James Foley)
Leidlich spannender Thriller mit einem Hauptdarstellerpaar, bei dem die Chemie nicht stimmte. Verworrene und teils dämliche Story uninspiriert umgesetzt. 3/10

136. Flyboys – Helden der Lüfte (Tony Bill)
Langweiliger, klischeebehafteter Pseudo-Antikriegsfilm, dem es am wichtigsten ist, gut auszusehen. 3/10

135. Tuyas Hochzeit (Quan’an Wang)
Nur, weil das unserer Kultur Fremde anfangs noch für Faszination sorgen kann, bleibt es eine tröge 08/15-Tristess-Geschichte, die ich bei deutschen Filmen schon nicht mag. Nein, nicht mein Ding. 3/10

134. Dein Ex – mein Albtraum (Jesse Peretz)
Mit, aber nicht von Zach Braff. Das ist dann auch der entscheidende Unterschied. Ab und zu witzig, meist aber dämlich plump. Überflüssig! 3/10

133. Das wilde Leben (Achim Bornhak)
Teils gute Schauspieler, weniger interessante Hauptfigur, 08/15-Umsetzung. Aha, Uschi Obermaier war dämlich! 3/10

132. Das Streben nach Glück (Gabriele Muccino)
Elende Tränendrückerei, die nur Will Smith auf 3/10 rettet.

131. Invasion (Oliver Hirschbiegel)
In Ermangelung einer Sichtung des Original, was manchmal nicht schaden kann, wagte ich mich mal wieder an mein „Lieblingsgenre“ … mit mäßigem Erfolg. Das Übliche eben. Wenig spannende Story mit den immer gleichen Elementen. Da die Umsetzung auch rein gar nichts Neues bringt, bleibt außer ein paar netter Einzelszenen nichts Positives für mich übrig. 3/10

130. Disturbia (D.J. Caruso)
Ich zähle mich mal nicht zur Zielgruppe dieses schwachsinnigen und langweiligen Teeniefilmchens. 3/10

129. Der Fluch der goldenen Blume (Zhang Yimou)
Das haben wir von Zhang Yimou schon besser gesehen. Dabei fordere ich nicht mal eine realistische Geschichte, aber einfach plumpe Schlachten mit Tausenden von Leuten zu inszenieren nur der Größe Wegen, ist schlicht dämlich. Da wollte man mal wieder etwas Bombastisches schaffen, entstanden ist ein Rohkrepierer. 3/10

128. The Contract (Bruce Beresford)
Ich frage mich so langsam, warum Cusack nur noch 08/15-Filmchen mit Kindergartenniveau macht. Der war doch früher mal gut! Auch dieser Streifen langweilt durch Einfallslosigkeit in allen Belangen. Klassische Einheitskost. 3/10

127. Motel (Nimród Antal)
Genreüblich und damit nichts für mich, weil überwiegend langweilig! Der Anfang war OK. 3/10

126. Chanson d’Amour (Xavier Giannoli)
Viele Chansons und wenig Liebe – mit einem Wort: langweilig! 3/10

125. Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme (Dennis Dugan)
Schon irgendwie witzig, dass der Film Schwulenrespekt propagiert, dann aber jedes dämliche Klischee bemüht und einen Schwulenwitz nach dem anderen raushaut. Wenn’s wenigstens lustig wäre … 3/10

124. Next (Lee Tamahori)
Einfallsloser Pseudomysteriethriller. Verzichtbar! 3/10

123. Die letzte Legion (Doug Lefler)
An einigen Stellen überraschend unterhaltsam – oft aber eher unfreiwillig. Kingsleys Figur ist albern und dämlich, die Verwurstung von römischer Geschichte und Arthur-Saga dumm. Der Film hätte sich nicht so ernst nehmen sollen, dann wäre vielleicht sogar etwas daraus geworden. So nur 3/10.

122. Neues vom Wixxer (Cyrill Boss)
Bis auf einige sehr witzige Stellen nur ein Abklatsch von Teil 1. 3/10

121. Irina Palm (Sam Garbarski)
Eine gute Geschichte mit spannenden Wendungen und interessanten Charakteren … hätte ich mir gewünscht, aber schreibe ich lieber etwas über Irina Palm. Wieder einmal so ein Film „Trailer gesehen, Film gesehen!“. Nette Idee, künstlich mit „Dramatik“ angereichert und ein derart langweilige Hauptdarstellerin, dass man sich wünscht, sich lieber in einem gemütlichen Bett schlafen zu legen, als im Kino der Dinge zu harren. Langweilige Tristess – nix für mich! 3/10

120. Nummer 23 (Joel Schumacher)
Handwerklich gut gemacht mit einem Jim Carrey, dem man die ernste Rolle abnimmt. Die Geschichte, die mal wieder das alte 23-Phänomen verwurstet, ist aber dumm, langatmig und uninteressant. 3-4/10

119. Shrek der Dritte (Chris Miller)
Dieser Film ist für mich wie Flasche leer! Völlig die Luft raus. Vom Charme des 1. Teil kaum noch etwas zu spüren. Noch so 3-4/10.

118. Prinzessinnenbad (Bettina Blümner)
Dokumentation über drei Berlin-Kreuzberger 15-jährige Gören. Mit einem Wort: deprimierend! Die Mädels sind dumm, lebensunfähig, kriminell, asozial und somit typisch für die heutige Jugend in den Großstädten. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch die Ursachen: Eltern, Schule und „soziales“ Umfeld. Gute Nacht Deutschland! Blümner ist zu nah dran, um objektiv zu bleiben. Schade! 4/10

117. Bis zum Ellenbogen (Justus Dohnanyi)
Das Regiedebüt von Justus von Dohnanyi, von dem auch das Drehbuch stammt. Leider ist die Geschichte um die „Leiche unterwegs“ nicht neu und hier auch nicht sonderlich einfallsreich umgesetzt. Nur ab und zu können einzelne Szenen überzeugen. Ansonsten eher Schenkelklopfer und Klischees – bemüht und nur leidlich unterhaltsam! 4/10

116. Born to Be Wild – Saumäßig unterwegs (Walt Becker)
Eine homophobe und prüde Familienkomödie, ab und zu witzig, äußerst vorhersehbar, aber viel zu harmlos, um sich darüber aufzuregen. 4/10

115. Mein Kind vom Mars (Menno Meyjes)
Mal unterhaltsam, mal langweilig. Mittelmäßig. 4/10

114. King of California (Michael Cahill)
Nett: Evan Rachel Wood. Verrückt: Michael Douglas. Aus der reizenden Idee der Geschichte wurde aber nicht viel gemacht. Schon vergessen! 4/10

113. Enttarnt (Billy Ray)
Die Story trägt nicht den ganzen Film. Zumindest waren die Elemente nicht sonderlich spannend, wie es sich für einen Spionagethriller gehört. Auch machten die Protagonisten Fehler, die jeder logischen Erklärung entbehren, was in einem Agentenfilm natürlich nicht geht! So 4/10.

112. Das Spiel der Macht (Steven Zaillian)
Großartig besetztes, aber sehr penetrant wirkendes Politdrama, das aussieht wie ein Lehrfilm. Besonders das Ende ist derartig plakativ, dass es schon weh tut. 4/10.

111. Wächter des Tages (Timur Bekmambetov)
Leider nicht mehr so interessant wie Teil 1. Die Story ist verworren doof, nur die Action kann überzeugen. Schade! 4/10

110. Mr. Magoriums Wunderladen (Zach Helm)
Es weihnachtet sehr! Und da kommen die üblichen Filme. Hierbei handelt es sich um einen reinen Kinderfilm mit den entsprechenden Elementen, in dem es gewaltig menschelt. Für Erwachsene fehlt da jeder Reiz. Harmlos, nett und mit Kinderaugen 4/10.

109. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (Gore Verbinski)
Elendig langgezogene Aneinanderreihung von Special-Effects, die sich teilweise sehen lassen können, die aber durch ein dämliches Storykonstrukt zusammengehalten werden, welches mit Ideenlosigkeit und dummen Witzen glänzt. Zudem viel verschenktes Potential (Chow Yun-Fat, Keith Richards) und grausame Musikuntermalung. Gerade noch mittelmäßig! 4/10

108. Stirb Langsam 4.0 (Les Wiseman)
Die erwartete stumpfsinnige Handlung mit teils sehenswerter Action. Harmlos. 4/10

107. Re-cycle (Oxide und Danny Pang)
Auf langen Strecken der genreübliche Einheitsbrei, doch teilweise mit sehr schönen Szenen versehen. Insgesamt also mittelmäßig: 4/10

106. Blood Diamond (Edward Zwick)
Auf der einen Seite sind solche Filme leider immer noch wichtig, da man sich hierzulande nur alibimäßig mit den Problemen in Afrika beschäftigt. Andererseits zeigt der Film wieder nur ein einseitiges Bild von Afrika und brüstet sich auch noch, das sei das wirkliche Afrika! Die Schwarzen werden naiv oder böse dargestellt und der weiße Mann muss helfen. Zudem bietet der Film wenig Überraschendes. Die Action ist beeindruckend und beängstigend, die Geschichte eher lahm mit den üblichen Verdächtigen. Mittelmäßig: 4/10

105. Nach der Hochzeit (Susanne Bier)
Susanne Bier versucht eine eigentlich dünne Familiengeschichte mit vielen Detailaufnahmen von Augen und der „Heraufbeschwörung“ dramatischer Momente zu einem bewegenden Drama zu machen, was ihr nur selten gelingt. Das Dramatische wirkt viel zu aufgesetzt, fast schon penetrant. Da nützen auch die guten Leistungen von Mads Mikkelsen und Rolf Lassgård nichts. Ca. 4/10

104. Sterben für Anfänger (Frank Oz)
So schwarz, wie erwartet, war diese Komödie gar nicht. Leider auch nicht sonderlich lustig. Es gab zwar einige witzige Einfälle, die aber so derartig breitgetreten werden mussten, dass es langweilig wurde. Mittelmaß: 4/10

103. Alatriste (Agustín Díaz Yanes)
Wie immer guter Viggo Mortenson. Mit der Geschichte konnte ich allerdings wenig anfangen. Es fehlen die wirklich interessanten Momente. 4/10

102. Zimmer 1408 (Mikael Håfström)
Optisch und atmosphärisch ok, ansonsten ziemlich 08/15. 5/10

101. Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (Tommy Lee Jones)
Ordentlich gemachter Rachewestern, der mich aber fast nie richtig fesseln konnte. Tommy Lee Jones ist aber ziemlich cool! 5/10

100. Fell – Eine Liebesgeschichte (Ein imaginäres Porträt von Diane Arbus) (Steven Shainberg)
Wunderschöne Kameraarbeit, die Geschichte ist aber so substanzlos und langatmig erzählt, dass von der netten Idee kaum etwas bleibt. Schade! 5/10

99. Tagebuch eines Skandals (Richard Eyre)
Wunderbare Schauspieler und teils geschliffener Text treffen auf Vorhersehbarkeit und leichte Klischeelastigkeit. Der Score ist zu dick aufgetragen. Ergibt einen eher mittelmäßigen Film: ca. 5/10

98. Die Queen (Stephen Frears)
Ich gebe zu, der Film ist gut gemacht und schauspielerisch auch erste Klasse. Nur interessiert mich die Handlung nicht die Bohne. Mir ist es heute noch ein Rätsel, wie man um den Tod einer Ex-Prinzessin so ein Aufsehen machen kann. So bin ich eher bei der Queen, die sich erst mal gegen diesen Zirkus wehrt. Mein Mitleid mit ihr hält sich allerdings in Grenzen. Sie kann froh sein, dass die Briten die Monarchie noch über Intelligenz und Vernunft stellen. Für mich deshalb nicht mehr als 5/10.

97. The Proposition (John Hillcoat)
Ein auf Atmosphäre getrimmter Western, der aber eher durch Aufgesetztheit und Langeweile hervorsticht. Dennoch gibt es einige tiefgehende Szenen abseits der dämlichen Showelemente, die durchaus beeindrucken. Insgesamt Durchschnitt: 5/10

96. Smokin‘ Aces (Joe Carnahan)
Wieder so eine unausgegorene Sache. Für einen Mafiathriller zu schlecht strukturiert und zu unspannend. Für eine Spaßballerei-Satire zu unlustig und zu uncool. Hatte seine interessanten Momente, vergibt aber ungeheuer Potential, vor Allem, wenn man die Starpower bedenkt. 5/10

95. Hitman – Jeder stirbt alleine (Xavier Gens)
Gar nicht mal so schlecht. Klassische Actionkost, die aber recht ansprechend präsentiert wird. 5/10

94. Die Hollywood-Verschwörung (Allen Coulter)
Die Geschichte um die Aufklärung eines Mordes im Hollywood-Milieu und der recht gute Cast wurden leider als Potential nicht genutzt und in einer langatmigen, wenn auch optisch ansehnlichen Inszenierung verbraten. 5/10

93. Immer nie am Meer (Antonin Svoboda)
Österreichische „kammerspielartige Grotesksatire“ über drei Männer, die in einem Auto im Wald eingeschlossen sind. Springt zwischen wunderbar schwarzem Humor und dämlichem, billigem Klamauk hin und her. 5/10

92. Könige der Wellen (Ash Brannon)
Witzig gemacht, aber nicht ganz so mein Thema. So 5/10

91. Mr. Bean macht Ferien (Steve Bendelack)
Schleppt sich über weite Strecken so vor sich hin mit ein paar netten Einfällen. Der Schluss mit der Cannes-Verarsche hat mit aber gut gefallen. 5/10

90. Odette Toulemonde (Eric-Emmanuel Schmitt)
Völlig überdrehte Lovestory über eine „dumme“ Verkäuferin und einen „intellektuellen“ Schriftsteller. Man kann dem Film eigentlich nicht böse sein, einige Kritikpunkte gibt es dennoch. So wird bei aller Ausgelassenheit und Verspieltheit die Charaktertiefe vernachlässigt, so dass einige Entscheidungen bzw. Handlungen nicht nachvollziehbar sind. Wenn man zu sehr aufpasst, könnten einige Nerven zu Grunde gehen. Kitsch as Kitsch can! 5/10

89. Joe Strummer: The Future Is Unwritten (Julien Temple)
Ich halte ja THE CLASH für überbewertet, deshalb konnte ich einem Porträt von dessen Mastermind auch nicht viel abgewinnen. Was man der Doku aber neben den Stars, die etwas zu sagen haben, zugestehen muss, ist deren gute und interessante Machart. Das alte Bildmaterial wurde durch witzige Animationen und nette Spielereien aufgefrischt. Inhaltlich dennoch austauschbare Doku! 5/10

88. La Vie en Rose (Olivier Dahan)
Edith Piaf als unsympathische Kratzbrüste mit Hammerstimme! Optisch ordentlich umgesetzt, dachten sich die Macher, sie müssten eins auf MEMENTO machen und würfelten die Zeitschnipsel so wild durcheinander, dass einem jeglicher Zugang flöten ging. Schade drum, weil’s interessant hätte werden können. Ab und zu fand ich zudem Marion Cotillard so dermaßen mit Maske zugekleistert, dass es nur noch künstlich wirkte. So 5/10

87. Fast Food Nation (Richard Linklater)
Als Film verpackte Dokumentation (den Ansatz finde ich gut), die sich aber zu viel vornimmt, zu viele Themen ansprechen will, weshalb die nötige Tiefe fehlt. Insgesamt aber interessant und ansehnlich. 6/10

86. Saint Jacques … Pilgern auf Französisch (Coline Serreau)
Dt. Untertitel: Pilgern auf Französisch … was dann auch bedeutet, dass der Film ziemlich wortlastig ist. 3 Geschwister müssen, um an ein Erbe zu kommen, eine Pilgerreise mit einer Gruppe unternehmen. Dabei wird viel gewandert und geredet, was nicht besonders tiefsinnig ist, aber sehr unterhaltsam. Kann man sich auch mal geben. 6/10

85. Beim ersten Mal (Judd Apatow)
Viele gute Ideen und wohltuend respektloser Umgang mit so allem Möglichen. Über die penetrante Produktwerbung muss ich aber noch mal nachdenken: War das nun mieses Marketing oder geniale Gesellschaftskritik? Insgesamt einigermaßen unterhaltsam. 6/10

84. Auf der anderen Seite (Fatih Akin)
Der typisch Akinsche Cultureclash, atmosphärisch umgesetzt, streckenweise aber arg träge und gewollt. 6/10

83. Bee Movie – Das Honigkomplott (Steve Hickner)
Irgendwie zu harmlos, zu einheitlich, zu kindgerecht. Manchmal aber sehr witzig. Scheint auch neuerdings Trend zu sein, sich als Star in Filmen selbst auf die Schippe zu nehmen (bei Larry King eindeutig zu oft). 6/10

82. Die Hochstapler (Alexander Adolph)
Der Film lebt (leider) ausschließlich von seinen vier Hauptpersonen, Hochstablern aus dem wahren Leben, die ihre Geschichten erzählen. Filmisch hat der Regisseur rein überhaupt nichts zu bieten. Die Erzählungen sind aber überaus interessant, geben sie doch ein verstörendes Gesellschaftsbild ab. Auch „klinisch“-psychologisch eine sehr faszinierende Sache. Bleiben ca. 6/10

81. Flags of Our Fathers (Clint Eastwood)
Eastwood schafft es leider nicht auf Pathos und Schmalz zu verzichten. Der Film wirkt zu bemüht angesichts des Dranges, politisch korrekt zu sein. Die technische Umsetzung ist allerdings gut. 6/10

80. dunkelblaufastschwarz (Daniel Sanchez Arevalo)
Nettes Lebenssinnfindungsfilmchen ohne viel Tiefgang, aber recht unterhaltsam. 6/10

79. Die Fälscher (Stefan Ruzowitzky)
Starke Schauspieler, aber zu konventionell umgesetzt. 6/10

78. Der gute Hirte (Robert De Niro)
Eigentlich eine höchst interessante Herangehensweise an das Thema CIA. Leider will es de Niro zu genau machen und verliert sich in langatmigen und behäbigen Plänkeleien, ohne präzise auf den Punkt zu kommen. Mit Damon kam ich überhaupt nicht zurecht. Mittelmäßig: 6/10

77. Vier Minuten (Chris Kraus)
Eigentlich ganz gut, wenn der schlechte Ton (lag nicht am Kino) und einige Macken nicht wären. So ist die Geschichte ziemlich vorhersehbar, aber manchmal ist ja auch der Weg das Ziel. Hannah Herzsprung spielt klasse. 6/10

76. Geliebte Jane (Julian Jarrold)
Ich wurde das Gefühl nicht los, dass es sich bei dem Film nur um einen billigen Abklatsch von Stolz und Vorurteil handelt und musste mich selbst zu einer objektiveren Sicht zwingen. Natürlich behandelt der Film Themen aus S&V, da es ja quasi um die Entstehung des Romans geht. So ähneln sich viele Handlungsstränge. Leider besitzt Julian Jarrold nicht die Virtuosität eines Joe Wright, so dass GJ im Vergleich etwas konservativ umgesetzt daherkommt. Es fehlt immer ein Quäntchen, sei es nun an Leidenschaft oder Temperament. Das macht GJ noch nicht zu einem schlechten Film, aber im Vergleich stellt sich doch leichte Enttäuschung ein. Ja, die Erwartungshaltung … 6/10

75. Sie sind ein schöner Mann! (Isabelle Mergault)
Harmlos! Nett! 6/10

74. Die Regeln der Gewalt (Scott Frank)
Eigentlich ein interessanter Stoff, bei dessen Umsetzung leider das Timing nicht stimmt. Die Exposition ist viel zu lang. Für einen Heist-Movie ist er zu unspannend, für eine Psychostudie zu wenig intensiv. Insgesamt schwierig zu bewerten, würde so 6/10 geben.

73. Mitten ins Herz – Ein Song für Dich (Marc Lawrence)
Romantisch, nett, harmlos … vergessen! 6/10

72. 28 Weeks Later (Juan Carlos Fresnadillo)
Sehr gut gemacht. Leider war die Geschichte wenig einfallsreich und damit meine ich nicht die grenzenlose Dummheit der Protagonisten am Ende des Films – die ist nämlich menschlich. Anfangs dachte ich noch, es wäre ein Werbefilm für das US-Militär, das Gegenteil ist der Fall. Optisch und akustisch ist der Film aber klasse. 6/10

71. Die Fremde in dir (Neil Jordan)
Wäre das dämliche Ende nicht, hätte man über diese psychologisch interessante und weitestgehend gut gemachte Rachegeschichte nicht viel meckern können. So bleibt ob der doch zweifelhaften Moral am Ende ein sehr fader Beigeschmack. 6/10

70. Transformers (Michael Bay)
Kann sich nicht entscheiden zwischen „gaga“ und „ernsthaft“. War zeitweise sehr witzig, wenn er mit seinen Versatzstücken spielt. Der Pathos und die gezwungene Ernsthaftigkeit war aber schwer zu ertragen. Sehenswerte Action, wenn man sie denn bei der Geschwindigkeit auch tatsächlich auffassen konnte. Nicht der erhoffte Knaller, aber einigermaßen gute Unterhaltung. Gerade 6/10

69. Spider-Man 3 (Sam Raimi)
Wenn der bescheuerte Schluss nicht gewesen wäre, hätte man von einem guten Film sprechen können. Aber als Spidy sich an einer fetten Ami-Fahne vorbeischwingt, ist der Ofen aus. Es folgt Schmalz und Unsinn hoch 3. Dabei war es doch vorher so unterhaltsam. Sogar eine witzige Gaga-Slapstick-Einlage war zu sehen. Und Bryce Dallas Howard blond! Anfangs irgendwie sehr seltsam, dann aber ziemlich … nett ;o) Dunst bleibt leider schwach. Insgesamt doch leicht enttäuschend. 6/10

68. Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird (Richard Shepard)
Relativ spannende Hetzjagd, die politischer sein will, als sie leider ist. Mehr Zynismus und weniger plumper Spaß hätten wohl gut getan! 6/10

67. Seraphim Falls (David von Ancken)
Wunderbar umgesetzte Hetzjagd, die insgesamt aber etwas substanzlos ist. Toller Pierce Brosnan! 6/10

66. Zusammen ist man weniger allein (Claude Berri)
Allerweltsliebesgeschichte typisch französisch inszeniert als harmlose Unterhaltung. Nett, aber nicht mehr. 6/10

65. Operation: Kingdom (Peter Berg)
Noch ein Film zur aktuellen Irak-Problematik, der aber ziemlich actionlastig geraten ist und eher die Auswirkungen der Krise zeigt und die Ursachen nur anreißt. Durchaus spannend, aber ohne Relevanz oder Erkenntnisgewinn. 6/10

64. Tödliche Versprechen (David Cronenberg)
Gerade gut! 6/10
Kritik hier.

63. Zodiac – Die Spur des Killers (David Fincher)
Von der filmischen Umsetzung klasse! Leider gibt die Story nicht viel her und Fincher versteht es auch nicht, das dünne Etwas spannender zu verpacken. Dennoch hat mir der Film in vielen Einzelszenen recht gut gefallen, so dass insgesamt noch 6/10 herausspringen.

62. Little Children (Todd Field)
Weitestgehend ein atmosphärisch dichter Film, der seine aufgebaute Spannung aber leichtfertig verpuffen lässt. Einige Figuren sind einfach zu nah am reinen Klischee, das Ende ist nicht konsequent sondern weichgespült. Gut gefallen hat mir das Zusammenspiel zwischen Winslet und Wilson und die Inszenierung der Szenen zwischen beiden, der Rest war so lala. Hätte richtig klasse werden können, so aber bei ca. 6/10

61. Harry Potter und der Orden des Phönix (David Yates)
Gerade gut! 6/10
Kritik hier.

60. Shadowboxer (Lee Daniels)
Hat mir aus mir unerfindlichen Gründen recht gut gefallen! 6-7/10

59. Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis (Edgar Wright)
Ich mochte den Film (im Gegensatz zu manch anderem) mehr VOR dem Shootout, weil er gerade da schön böse, hintergründig und detailreich ist. Das Ende ist dann nur noch gaga und auch noch wenig konsequent! 6-7/10

58. Krass (Ryan Murphy)
Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich habe selten so skurrile und schräge Szenen in einem Film gesehen. Doch eigentlich handelt es sich beim Film um ein Familiendrama aus „persönlichen Erinnerungen“ der Hauptfigur. Erinnerte etwas an die ROYAL TENNENBAUMS. Das will dann auch alles nicht so recht zusammenpassen, vielleicht stimmt auch das Timing nicht. Oder ich hatte falsche Erwartungen! Ca. 6-7/10

57. Schwere Jungs (Marcus H. Rosenmüller)
Leichte Kost, aber unterhaltsame! Irgendwie mag ich die Heimatkomödien von Rosenmüller. Einfach gestrickt, aber mit viel Charme und passendem Humor. Schön, aber einen Tick „schlechter“ als „WER FRÜHER …“. Ca. 7/10

56. The Good German (Steven Soderbergh)
Wunderbare Optik (hätte den Film auch gern in alten Technicolor-Farben gesehen), der Geschichte fehlt aber auch etwas. Weiß zwar nicht was, viel kann es aber nicht gewesen sein, da mir der Film insgesamt gut gefallen hat. Empfehlenswert ist die OV, in der Clooney und Blanchett auch mal deutsch sprechen. 7/10

55. Reine Geschmacksache (Ingo Rasper)
Unterhaltsame, klassische deutsche Komödie mit gesellschaftskritischem Touch. War über weite Strecken amüsant, wenn auch teilweise etwas konstruiert. 7/10

54. Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht (Kevin Macdonald)
Regisseur Macdonald versucht sich mehr an einem psychologischen Porträt von Amin als an einfacher Darstellung seiner Verbrechen. Das gelingt ihm zwar nicht immer, dank eines Forest Whitaker entsteht aber ein faszinierendes und teilweise auch angsteinflößendes Bild des Diktators. Neben Whitaker sieht der restliche Cast und besonders der Schotte (McAvoy) ziemlich blass aus. 7/10

53. Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (Dani Levy)
Eigentümliche Mischung aus Komödie und Drama, die aber inhaltlich zu überzeugen weiß. Umso seltsamer muten die völlig grenzdebilen Diskussionen an, die beim Kinostart in der Öffentlichkeit stattfanden. 7/10

52. Ocean’s 13 (Steven Soderbergh)
Zwar wenig überraschend, aber extrem cool und relaxt! 7/10

51. 2 Tage Paris (Julie Delpy)
Julie Delpy legt in ihrem Regie-Debüt ein derartiges Tempo aus französischer Lebensart gepaart mit zynischer Gesellschaftskritik und frivoler Liebesmüh vor, dass sie sich am Ende ein bisschen verrennt. Im Großen und Ganzen aber ein sehr unterhaltsamer Film, den man nicht zu penibel analysieren sollte. 7/10

50. Wir sagen du! Schatz (Marc Alexander Meyer)
Ein Mann entführt sich eine Familie. Sehr interessanter Ansatz, der viel Platz für Gesellschaftskritik und bösen Humor bietet. Der Film ist allerdings auf DV gedreht, was einfach schlecht aussieht. Dazu kommt eine gewisse Vorhersagbarkeit, die Auflösung am Ende ist dagegen nett. 7/10

49. Behind the Mask (Scott Glosserman)
Serienkiller als Alltagsjob. Ein Kamerateam begleitet einen angehenden Psychokiller bei seiner Mordvorbereitung. Ziemlich böse Satire, die aber am Ende genau die Klischees bedient, die sie vorher so schön durch den Kakao zieht. Das Ende ist mir leider zu vorhersehbar und zu straight geworden, so dass der gute Gesamteindruck etwas getrübt wird. 7/10

48. Full Metal Village (Sung-Hyung Cho)
Gute, wenn auch nicht sonderlich einfallsreiche Dokumentation, die ländliche Idylle auf chaotische Metalfans treffen lässt. Das ist weitestgehend amüsant und unterhaltsam. 7/10

47. Golden Door (Emanuele Crialese)
Es hat etwas gedauert, bis ich mit der etwas langatmigen und oft sehr bildhaften Erzählweise zurecht kam. Dann war der Film über die Reise einer armen italienischen Bauernfamilie nach Amerika aber doch relativ interessant (schon aus rein historischer Sicht). 7/10

46. Hallam Foe – This Is My Story (David Mackenzie)
Nette Coming-Of-Age-Dragikomödie mit skurrilen komischen Elementen und einem gut aufgelegten Jamie Bell. Erwähnenswert ist die gute Kamera, die für eine intensive Stimmung sorgt. Mal ein ordentlicher Mackenzie-Film. 7/10.

45. Sunshine (Danny Boyle)
Atmosphärisch gerade durch die beeindruckenden Bilder ein gutes Stück Film. Inhaltlich doch etwas (nun ja) gewöhnungsbedürftig. Klar muss ein Film nicht unbedingt einer realphysikalischen Prüfung standhalten, ein bisschen mehr Logik hätte aber nicht geschadet. Einige Storyelemente (besonders am Schluss) hätte man sich schlicht sparen können. Insgesamt aber gut: 7/10

44. Tenacious D – Kings of Rock (Liam Lynch)
Abgedrehter Spaß mit Jack Black, der einfach richtig rockt! 7/10

43. Todeszug nach Yuma (James Mangold)
Ordentlicher Old-School-Western mit allen klassischen Elementen, die das Westernherz höher schlagen lässt. Mal wieder großartig: Christian Bale und Russell Crowe! 7/10

42. Triff die Robinsons (Stephen J. Anderson)
Insgesamt recht kindgerecht mit eindringlicher Botschaft. Nach dem etwas zähen Anfang aber sehr einfallsreich und unterhaltsam. 7/10

41. Hostel 2 (Eli Roth)
Nicht ganz so gut wie Teil 1, da insgesamt recht konventionell geraten. Dennoch ausreichend gut, um sich von dem anderen Mist des Genres abzusetzen. 7/10

40. Lady Vengeance (Park Chan-wook)
Der Film besteht aus vielen interessanten, bis ins Detail ausgeschmückten „Story-Stückchen“, die für mich filmisch nicht so richtig zusammenpassen wollen. Die Geschichte ergibt insgesamt Sinn, ist mir aber zu verspielt zusammengeschustert. Die Einzelszenen sind dagegen teils fantastisch und packend. Insgesamt gute, teils sehr bewegende Rachestudie! 7/10

39. Der goldene Kompass (Chris Weitz)
Gefiel mir überraschend gut! Technisch perfekt, optisch ansprechend und inhaltlich interessant, obwohl ich mir sogar ziemlich sicher bin, dass es nach Vorlage noch interessanter hätte sein können. Mit der frechen Rotzgöre gab es mal eine gegen den üblichen Strich gebürstete Hauptfigur. Von Langeweile bei mir keine Spur. 7/10

38. Shooter (Antoine Fuqua)
Spannender Action-Reißer mit üblicher Verschwörungsgeschichte, der erstaunlich politisch und kritisch ist. Am Ende verfällt er leider etwas in Klischees. Die Bösen sind besonders böse, damit die zweifelhafte Moral (Selbstjustiz) gerechtfertigt werden kann. 7/10

37. American Gangster (Ridley Scott)
Klassisches Mafia-Kino mit klassischen Mitteln umgesetzt. Interessant und spannend erzählt. Mehr brauchte ich an diesem Abend nicht! 7/10

36. Das Bourne Ultimatum (Paul Greengrass)
3. Teil im üblichen Bourne-Stil, der sich leider nicht weiterentwickelt hat. Er bringt aber immer noch genug Action und Spannung, dass man gut unterhalten wird. 7/10

35. Elizabeth – Das goldene Königreich (Shekhar Kapur)
Gut! 7/10
Kritik hier.

35. A Scanner Darkly (Richard Linklater)
Ein guter Film zum Thema Drogen, wobei er doch ab und zu einen belehrenden Zeigefinger herausholt. Ansonsten stimmt aber die Mischung aus Skurrilität, Witz und der nötigen Ernsthaftigkeit. Die spezielle Machart bietet wunderbare Möglichkeiten, das Thema zu verarbeiten. 7-8/10

34. Keinohrhasen (Til Schweiger)
Ich mag den Schweiger zwar nicht so, gestehe ihm aber zu, dass er ein gutes Gespür für Stoffe hat. Nicht auszudenken, wie erfolgreich seine Filme wären, würde er nicht mitspielen. Hier geht Schweiger „back to the roots“ und macht mal wieder eine gute deutsche romantische Komödie mit lustigen Dialogen und gutem Musikeinsatz. Wer die zwei Hauptdarsteller nicht mag, ist freilich verloren. Ich fühlte mich bestens unterhalten. 7-8/10

33. Letters From Iwo Jima (Clint Eastwood)
Stimmiger und intensiver als der Vorgänger FLAGS …, wenn auch ab und zu genauso plakativ. Wichtige und interessante Sichtweise auf die Gegenseite. 7-8/10

32. Am Ende kommen Touristen (Robert Thalheim)
Sehr interessante und amüsante Analyse der Vergangenheitsbewältigung zwischen Deutschen und Polen. 8/10

31. Die Simpsons – Der Film (David Silverman)
Genau das, was ich erwartet hatte: Eine unterhaltsame XXL-Folge gaaanz groß und gelb auf der Leinwand. 8/10

30. Hairspray (Adam Shankman)
Ein Spaß-Film, der sich prächtig in den Musical-Konventionen bewegt und damit spielt. 8/10

29. Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote (Douglas McGrath)
Eine weitere Variante der Capote-Geschichte um „In cold blood“ mit Starbesetzung und für mich die sympathischere Variante. Filmisch interessanter gestaltet als CAPOTE, zu dem ich nur schwer Zugang fand. Der Cast brilliert auch neben Toby Jones. Überhaupt wird versucht, auch über Capotes Umwelt einen filmischen Zugang zu Capote zu schaffen, ohne eine One-Man-Show abzuziehen. Hat mir gut gefallen! 8/10

28. Robert Altman’s Last Radio Show (Robert Altman)
Wunderbarer altmodischer und charmanter Witz mit ein bisschen Philosophie und Gesellschaftskritik und ab und zu ein paar richtige Brüller. Ein würdiger Abschluss für Altman! 8/10

27. Black Sheep (Jonathan King)
Das nenne ich doch mal eine Eröffnung zum FFF in Berlin!! Genau das, was ich erwartet bzw. erhofft hatte: witzig, wollig und blutig! Super Idee, die dank WETA auch klasse umgesetzt werden konnte. Habe mich prächtig amüsiert. Für die Schafe ca. 8/10

26. Schräger als Fiktion (Marc Forster)
Hat mir sehr gefallen. Nicht nur von der Idee her, sondern auch von der Umsetzung. Amüsante Unterhaltung ;o) 8/10

25. Lucky Number Slevin (Paul McGuigan)
Mal wieder ein Film, der durchaus auch im Kino hätte laufen können, bevor er nur auf DVD erscheint. Nicht nur die imposante Besetzungsliste kann sich sehen lassen, auch die eigentlich klassische Ganoven-Geschichte weiß zu überzeugen. Regisseur Paul McGuigan erzählt leicht verschachtelt und lässt den Zuschauer gerade so viel wissen, dass es spannend bleibt. Die Auflösung ist vielleicht etwas zu lang geraten, ansonsten gibt es keine Längen. Bin positiv überrascht. 8/10

24. Shoot ‚Em Up (Michael Davis)
Fuck me sideways, was für eine saucoole Gagascheiße! Hat Spaß gemacht! 8/10

23. Der Sternwanderer (Matthew Vaughn)
Vaughn zeigt, dass LAYER CAKE kein positiver Ausrutscher war. Eine positive Überraschung, da entgegen der Erwartung eigentlich überhaupt nicht kindgerecht. Eine klassische Fantasy-Geschichte, die mit viel bösem Humor und witzigen Seitenhieben auf das eigene Genre umgesetzt wurde. Dazu noch eine Portion Erotik und Grusel. Sehr unterhaltsam! 8/10

22. Von Löwen und Lämmern (Robert Redford)
Gut! 8/10
Kritik hier.

21. Das perfekte Verbrechen (Gregory Hoblit)
Genau so, wie ich es mir vorgestellt habe und sehen wollte. Ein wunderbar fieser Hopkins, der den Hannibal durchblicken lässt, in einem klassischen Thriller. Sehr gut! 8/10

20. Pans Labyrinth (Guillermo Del Toro)
Schön! Keine überbordernde Fantasieschlacht, sondern starke eindrucksvolle Momente zwischen Gewalt und kindlicher Fantasie. 8/10

19. Paris je t’aime (Joel Coen etc.)
Sehr gut. Klar, das einige Kurzfilme etwas abfallen, doch meistens treffen sie die Stimmung bzw. etwas Paristypisches sehr gut. Bei einzelnen Stücken, fragt man sich kurze Zeit, was daran jetzt Paris sein soll, bevor man darauf kommt (z.B. bei Doyle). Insgesamt aber ein wunderbares, abwechslungsreiches und atmosphärisches Parisbild. 8/10

18. Bobby (Emilio Estevez)
Sentimentale Ehrung aus „Short Cuts“ für Robert F. Kennedy. Ich war zufällig in der Stimmung und habe mich von der wunderbar schwebenden Atmosphäre anstecken lassen (oder habe ich die hinein interpretiert?). Egal, mir hat’s gefallen! Selten so viele Stars auf einem Haufen gesehen! 8/10

17. Die Brücke nach Terabithia (Gabor Csupo)
Der Film ist herzerwärmend und traurig. Er ist wunderbar zurückhaltend inszeniert: Verstärkung durch Reduktion ist hier das Motto. Schöne Abwechslung zum üblichen Effektoverkill! 8/10

16. Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (Ben Affleck)
Gute Milieustudie, die nicht nur dem Hauptdarsteller ins Gewissen beißt, sondern auch den Zuschauer mitnimmt. Intensiv, gut beobachtet und hervorragend gespielt. 8/10

15. Persepolis (Marjane Satrapi)
Gut! 8/10
Kritik hier.

14. Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Andrew Dominik)
Gut! 8/10
Kritik hier.

13. Black Snake Moan (Craig Brewer)
Fuck, yeah!!! Klassische Erlösungsgeschichte mal etwas anders umgesetzt. Sexy Blues! 8-9/10

12. Mr. Brooks – Der Mörder in Dir (Bruce A. Evans)
Ein äußerst interessanter Film. Er ist nämlich oberflächlich ein relativ geradlinig und konventionell erzähltes und an vielen Stellen witziges Stück Zelluloid. Unter der Oberfläche ist er aber richtig dreckig und oft auch ziemlich thrilling! Außerdem macht es unheimlich Spaß, Costner und Hurt (und sogar Demi Moore) bei der Arbeit zuzusehen. Großartig! 9/10

11. Death Proof – Todsicher (Quentin Tarantino)
Tarantino ist ein Filmverrückter, den die Meinung anderer einen Dreck zu interessieren scheint und der nur das macht, was ihn interessiert. Und es macht verdammt nochmal einen Heidenspaß, ihm dabei zuzusehen! 9/10

10. Fido (Andrew Currie)
Ein Zombie-Film der fast nie auf Splatter setzt, sondern als witzige 50er-Jahre-Familiengeschichte daher kommt. Zombies gehören einfach zum Leben und können auch mal Probleme verursachen. Hat mir ausgezeichnet gefallen! 9/10

9. Shoppen (Ralf Westhoff)
Sehr kurzweilige Komödie über die heutige beziehungsunfähige 30er-Generation, die mit der Oberflächlichkeit und den verschrobenen Werten der heutigen Gesellschaft spielt. Kernstück ist ein Speeddating mit witzigen und ideenreichen Dialogen. Sehr unterhaltsam! 8/10

8. Planet Terror (Robert Rodriguez)
Großartig! 9/10
Kritik hier.

7. The Fountain (Darren Aronofsky)
Schön, nur irgendwas fehlte zum erwarteten 10/10-Knaller! Wunderschöne Bilder mit passender Musik und interessanter, philosophischer Geschichte. Ca. 9/10

6. Ratatouille (Brad Bird)
Bis auf eine etwas zu lange Exposition und einen kleinen Hänger in der Mitte ein wunderbarer, herzerwärmender Film, bei dem man ab und zu vergisst, dass es sich um eine Animation und um Ratten handelt. 9/10

5. Across the Universe (Julie Taymor)
Hatte ja so meine Zweifel, hier darf man aber sagen, dass die vom Trailer geschürten Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Klar ist der Film eine Aneinanderreihung von Musikvideos, man hat es aber tatsächlich geschafft, die Stücke interessant und spannend mit einer Geschichte zu verknüpfen, die mitreißt. Die Beatles-Interpretationen sind gelungen und die Bilder teils fantastisch. Hat mir sehr gut gefallen! 9/10
Ausführliche Kritik hier.

4. 300 (Zack Snyder)
Wenn ich das Geschreibsel von so manchem Kritiker lese, muss ich herzhaft lachen, während es mir den Magen umdreht. Hat man nicht schon nach dem Trailer wissen können, was einen erwartet? Und trotzdem rennen sie in den Film, um sich danach kräftig aufzuspielen! Und was man da so liest: Schwule Tendenzen – man sollte doch seit ALEXANDER wissen, dass sich Männer (und gerade Perser) damals durchaus sehr geschminkt haben. Oder Übertreibung – wie würde denn ein Spartaner eine Heldengeschichte erzählen? Würde er nicht übertreiben? Würde er nicht das Positive hervorheben und das Negative verbergen? Man schaue mal in Heldensagen! Und wie würde dann ein Film über eine solche Heldensage aussehen? Ja, genau so! 10/10

3. Black Book (Paul Verhoeven)
Hat mir sehr gut gefallen! Verhoeven schafft es tatsächlich, das schon in HEAD OVER CLOUDS auf ähnliche Weise behandelte Thema (grob: Menschen als Sieger sind Schweine, eine Prise Erotik usw.) unterhaltsam zu verpacken, ohne die nötige Ernsthaftigkeit zu vernachlässigen. Sicher sind einige Figuren etwas überzogen dargestellt und bei der Logik hapert’s auch ab und zu. Hat mich aber kaum gestört, weil nicht nur der Cast sondern auch die Gesamtmischung überzeugend ist. 10/10

2. Abbitte (Joe Wright)
Mischung aus Stolz und Vorurteil und Cold Mountain, die durch ausgezeichnete Kamera und gutem Score besticht. Die recht klassische Geschichte wird interessant dargeboten und am Ende noch schön sentimental. Ich glaub‘, der Joe Wright kann was. Äußerst empfehlenswerter Film! 10/10

1. Prestige – Meister der Magie (Christopher Nolan)
Tolles Ambiente, ein spannendes Psychoduell und brillante Schauspieler hinterließen einen bleibenden Eindruck. Auch nach mehrmaligem Sehen noch sehr stark! Meine klare Nr. 1! 10/10