Archiv für DVD

MUSE – HAARP

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , on Mittwoch, 7. Mai 2008 by mediensucht

Achja, eines wollte ich noch loswerden:

LEGEN … wait for it … DARY!!!

Potter 5 auf DVD

Posted in Cinemanie with tags , , , , , on Samstag, 17. November 2007 by mediensucht

Beim 5. Teil der Harry-Potter-Reihe Harry Potter und der Orden des Phönix handelt es sich um den umfangreichsten Band. Es geht im Grunde um die Steigerung der Gefahr bzw. um das Wachsen der Macht des dunklen Lords Voldemorts, aber auch um die Auswirkungen auf die Zauberergesellschaft. Einige Verwegene ziehen Parallelen zur aktuellen Terrorbedrohungslage, die aber von Joanne K. Rowling garantiert nicht gewollt sind. Für Potter persönlich ist seine psychologische Abhängigkeit zu Voldemort und seine Rolle im Kampf gegen ihn ein Hauptthema. Freundschaften und die Liebe werden auf die Probe gestellt. Summa Summarum eine sehr komplexe Angelegenheit. So stellte man sich die Frage, ob der 5. Teil überhaupt filmisch vernünftig umgesetzt werden konnte. Auch die Aufteilung auf zwei Filme war einmal angedacht. Nun haben wir es also mit einem Film zu tun, der für den Buchleser eigentlich nur scheitern konnte. So drosselte ich auch meine Erwartungen. Leider wurde ich nicht positiv überrascht. Allerdings kann ich auch nicht von einem totalen Reinfall sprechen.

Drehbuchschreiber Michael Goldenberg konzentrierte sich eher auf die Geschichte an sich, wollte sie so weiterführen, dass für die nächsten Teile keine Lücken entstehen. So blieben nicht nur witzige Details des Buches auf der Strecke. Schade ist, dass so ziemlich sämtliche zwischenmenschlichen Beziehungselemente fehlen oder zwecks PR (Kuss) nur minimal angeschnitten werden. Für solche charakterbildenden Buchanteile braucht man schlicht Zeit, die man hier nicht hatte. Gleiches gilt für die Bedrohungslage, in die sich der unbelesene Zuschauer aber mit etwas Fantasie einfühlen kann.

Die überbordernde Charaktervielfalt stellte sich wohl auch als kleines Problem heraus. Man versuchte zwar, alle im Buch wichtigen Figuren unterzubringen, was teilweise aber deplaziert wirkte und für den Nichtbuchkenner wahrscheinlich auch zu einiger Verwirrung oder Hilflosigkeit geführt haben dürfte. Der Hauself Kreacher beispielsweise hatte im Film für diejenigen überhaupt keinen Sinn. Er stellte nur einen Schauwert da. Diese Figur wird aber im 7. Teil wichtig, so dass sie eingeführt werden musste.

Stichwort Charaktere: Für mich kann Potter-Darsteller Daniel Radcliffe weiterhin nicht überzeugen. Seine Grimassen sehen immer sehr aufgezwungen und unnatürlich aus. Die Brille passt überhaupt nicht zum Gesicht. Imelda Staunton gefällt dagegen sehr in der Rolle der Dolores Umbridge. Die Screentime der anderen Figuren ist einfach zu kurz, um herauszuragen. Über die Besetzung von einigen Nebenfiguren könnte man sicherlich streiten.

Filmisch gab es leider auch kaum Überraschungen. Optisch setzten Regisseur David Yates und Kameramann Slawomir Idziak auf Altbewährtes – hübsch anzusehende Fantasielandschaften- und gestalten, ausschweifende Kamerafahrten und düstere Farben. Man kann nicht behaupten, dass hier Grundsätzliches falsch gemacht wurde, ein bisschen mehr Kreativität und eben auch Fantasie hätten aber nicht geschadet. Beeindruckend sind allerdings die Schlussszenen geworden. Sie haben den Film für mich um einiges aufgewertet – schöne Effekte und beeindruckende Bilder!

Wirklich schlecht ist dieser „unverfilmbare“ 5. Teil der Harry-Potter-Reihe nicht umgesetzt worden. Das große Problem, die Geschichte in eine vernünftige Filmlänge zu bringen, macht sich allerdings an vielen Ecken und Enden bemerkbar. So bleibt er nur an der Oberfläche und kommt damit dem Buch in keiner Weise nach. Der Film wirkt vielmehr wie eine Quetschwurst, deren Inhalt beim Öffnen nur so herausspritzt, ohne dass man sich ihn genauer betrachten könnte. Da dieser Teil den meisten Lesern nur als unnötig langes Übergangsbuch erscheint, mag diese filmische Umsetzung nicht so wichtig vorkommen. Ich finde es allerdings schade, da man hier sehr viel für die Tiefe der Charaktere hätte machen können. Der Film ist nicht überflüssig, aber leider eher mittelmäßig!

etwa 6/10 Pillen zur Entwöhnung