Archiv für 2009

Top77 – Das Filmjahr 2009

Posted in Cinemanie with tags , , , on Sonntag, 7. Februar 2010 by mediensucht

Naja, eine Top77 ist es nicht wirklich, das ich The Limits of Control absolut nicht in die Liste einordnen kann und er deshalb ganz unten steht. Wahrscheinlich kommen in den nächsten Tagen und Wochen auch Filme aus 2009 dazu, die dann diese Liste hier hinfällig machen. Man sehe sie also als Augenblickwert bzw. grobe Orientierung. Als kleine Zusatzeinschätzung der Filme dienen die angefügten Kurzkommentare hier aus dem Blog, die ich damals kurz nach der Sichtung der Filme verfasste.

Top77

1. Inglourious Basterds (Quentin Tarantino)
Ganz großes Kino. So langsam nähert sich Tarantino den Coens bzgl. Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Die müssten es aber eigentlich besser wissen. Lange Dialoge gab es schon immer, selten waren sie aber den ganzen Film lang so brillant wie hier. Dazu noch extrem viel Augenzwinkern, mal offensichtlich – mal versteckt. Schöne Kamera-Einstellungen und großartige Schauspieler, allen voran natürlich Christoph Waltz und Mélanie Laurent. Keine Sekunde langweilig. Lange nicht so einen Spaß im Kino gehabt! (Kritik) 10/10

2. Star Trek (J.J. Abrams)
Größtenteils gelungener Neuanfang mit viel Action und Humor, der richtig Spaß macht (siehe Kritik). 9/10

3. Watchmen – Die Wächter (Zack Snyder)
Mir hat die Verfilmung des komplexen Stoffes sehr gut gefallen. Die kleineren Macken fallen nicht weiter ins Gewicht. Snyder lässt sich ausreichend Zeit für die Charakterzeichnung, nimmt kleinere nötige Änderungen an der komplexen Story vor und transportiert mit seiner Machart den Stoff ausgezeichnet in die heutige Zeit (nicht inhaltlich sondern filmisch). 9/10

4. Soul Kitchen (Fatih Akin)
Sehr guter Hamburg-Film mit Tempo, Witz, Dramatik und gut aufgelegten Schauspielern, der sehr viel Spaß macht. 9/10

5. Zeiten des Aufruhrs (Sam Mendes)
Was kann man von Mendes, Deakins, Newman, Winslet und DiCaprio erwarten? Natürlich nur höchste Qualität! Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auch mit diesem reinen Gesellschaftsdrama kommt Mendes prima zurecht. Unterstützt von den eben Genannten gelingt ihm ein dichter, eindringlicher und atmosphärischer Film über vermeintliche Zwänge der Gesellschaft, verflogene Ideale und innere Unzufriedenheit. Ein brillantes klassisches Drama! 9/10

6. Das weiße Band (Michael Haneke)
Beeindruckendes Erziehungsdrama von Michael Haneke, das ordentlich an die Nieren geht. Gute schauspielerische Leistungen und das Fehlen von musikalischer Untermalung schaffen eine beklemmende Atmosphäre aus Spannung und Angst. Ein sehr interessanter Versuch, den Ursachen für das Starkwerden des Nationalsozialismus auf die Spur zu kommen. Nur schlechte Ausleuchtung trübt den Eindruck etwas. 9/10

7. Coraline (Henry Selick)
Wow! Steht NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS oder CORPSE BRIDE in nichts nach. Nette kleine Geschichte mit wundervoller Stimmung brillant umgesetzt! Wunderbar! Leichte Farbprobleme bedingt durch die 3D-Technik für daheim. 9/10

8. Hilde (Kai Wessel)
Wann hat die Makatsch eigentlich gelernt, so verdammt gut zu spielen. Sie versucht nicht nur, die Knef zu kopieren, sondern bringt noch erstaunlich viel eigene Persönlichkeit in ihr Spiel. HILDE macht zum Glück die Fehler von LA VIE EN ROSE nicht, erzählt nur einen Ausschnitt aus dem Leben der Knef und verschachtelt ihn nicht zu sehr. Schönes Biopic! 9/10

9. Away We Go – Auf nach Irgendwo (Sam Mendes)
Mendes goes Independent Movie und auch das macht er wieder hervorragend! Ein durchgängig äußerst sympathischer Film mit sympathischen „Helden“, denen die Facetten des Lebens vorgeführt werden und die dabei einen eigenen Weg finden wollen. Schön! 8/10

10. Männerherzen (Simon Verhoeven)
Positive Überraschung! Unterhaltsame und äußerst sympathische deutsche Dramödie mit gutem Tempo und einer guten Mischung aus witzigen und anrührenden Szenen. 8/10

11. Bolt – Ein Hund für alle Fälle (Byron Howard)
Eindeutig auf ein jüngeres Publikum eingestellt, ist BOLT dennoch extrem unterhaltsam und auch technisch brillant gemacht. 8/10

12. Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (Tony Gilroy)
Technisch fein umgesetztes, verzwicktes Gaunerstück, dass doch einiges Mitdenken vom Zuschauer abverlangt. Aber allein die Dialoge zwischen Owen und Roberts sind schon sehr unterhaltsam. Gut! 7-8/10

13. District 9 (Neill Blomkamp)
Witziger, aber auch politisch interessanter Ansatz, dieses Genre (SciFi) zu bearbeiten. Gute Umsetzung, wenngleich der Film gegen Ende hin seinen anfangs beschrittenen Weg verlässt und in Richtung Actionballerdrama geht. Insgesamt großartige Unterhaltung. 8/10

14. The International (Tom Tykwer)
Optisch sehr ansprechende Inszenierung eines brisanten Themas, dass zwar spannend umgesetzt ist, dem es aber insgesamt doch an politischer Relevanz fehlt. Interessant ist die Einbindung von Architektur in das filmische Konzept. Und ja, der Film sieht teilweise aus wie von Michael Mann. 7-8/10

15. Das Kabinett des Dr. Parnassus (Terry Gilliam)
Für einen Gilliam erstaunlich logisch, wenn auch typisch skurril und fantasievoll. Ledgers Tod wird gut durch die „Ersatz“-Schauspieler und die eingebauten Storytricks kompensiert. Hat mir gut gefallen. 7-8/10

16. Die Herzogin (Saul Dibb)
Schönes Kostümdrama mit einer zu dürren Keira Knightley. 8/10

17. Avatar – Aufbruch nach Pandora (James Cameron)
Optisch setzt der Film Maßstäbe! Brillante Animationen und atemberaubender Detailreichtum können aber leider nicht über die dünne Geschichte und vor allem die eindimensionalen und platten Charaktere hinwegtäuschen. Da ist teilweise Fremdschämen angesagt. Komischerweise bleibt Avatar aber dennoch ein beeindruckendes Kinoerlebnis. 8/10

18. Rock’N’Rolla (Guy Ritchie)
Endlich mal wieder ein guter Ritchie, weil cool, witzig und super umgesetzt. Der rockt! 8/10

19. Zerrissene Umarmungen (Pedro Almodóvar)
Almodóvar liebt seine Penelope und die macht alles für ihn. Tolle, irgendwie seltsame Atmosphäre, die mich fast den ganzen Film lang gepackt hat … keine Ahnung, wie und warum. 8/10

20. The Fall (Tarsem Singh)
Brillante Bilder mit einer netten und zum Teil sehr witzigen Geschichte, die bisweilen arg seltsam ist und so ihre Längen hat. Trotzdem sehenswert. 7-8/10

21. Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt (Jean-François Richet)
Spannendes und kurzweiliges Kriminellenporträt aus Frankreich mit ordentlich Action, das kurz vor dem Abspann zu viel aus dem 2. Teil verrät. 7-8/10

22. Slumdog Millionär (Danny Boyle)
Ein typischer Boyle, was leider auch bedeutet, dass der Film gegen Ende nachließ. Großartiger und dichter Anfang mit toller Atmosphäre. Am Ende ging dem Film wegen einiger Negativpunkte die Luft aus. Die älteren Darsteller waren mir z.B. eher unsympathisch. 7/10

23. (500) Days of Summer (Marc Webb)
Nette Liebesgeschichte, die mal nicht die üblichen Hollywoodpfade beschreitet. Die Mitte des Film hat einige Längen und wirkt teilweise zu gewollt „anders“. Sonst ist der Film aber amüsant und anrührend und das „Paar“ erfrischend schräg und sympathisch. 7/10

24. Rachels Hochzeit (Jonathan Demme)
Relativ intensiv vorgetragenes und mit großartigen Schauspielerleistungen überzeugendes Familiendrama, das durch seine dämliche Wackelkameraführung wieder einiges an Atmosphäre kaputt macht. Ich muss nicht andauernd daran erinnert werden, dass ich gerade einen Film sehe. 7/10

25. Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft (Anne Fontaine)
Konzentriert sich eher auf die Phase vor dem Berühmtsein und auf die zwischenmenschlichen Aspekte. Dies gelingt dem Film erstaunlich gut, so dass man zwar nicht alle historischen Fakten über Chanel erfährt, aber ein recht gutes Bild von der Person Coco Chanel erhält. Positive Überraschung! 7/10

26. Gran Torino (Clint Eastwood)
Ruhiger, kleiner Film von und mit Clint Eastwood, der mir aber oft zu berechenbar war, um mich vollends zu überzeugen. 7/10

27. Crank 2: High Voltage (Mark Neveldine)
Herrlich abgedrehter Spaß, der doch – verglichen mit Teil 1 – tatsächlich noch einen Zahn zulegen kann und das Tempo bis zum Ende hält. 7/10

28. Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los (Carlos Saldanha)
Naja, ordentlicher Kinderfilm mit aus den Vorgängern bekannten Figuren und Botschaften. Annehmbar. 7/10

29. It Might Get Loud (Davis Guggenheim)
Schon interessant, wie diese drei verschiedenen Typen an das Thema Stromgitarrenmusik heran gehen. Mir haben aber die Spannungen (positiv oder negativ) zwischen den Musikern gefehlt, die wohl da waren, durch die konservative Machart der Doku aber größtenteils ausgeblendet wurden. 6-7/10

30. Harry Potter und der Halbblutprinz (David Yates)
Hat mir insgesamt doch recht gut gefallen, obwohl der Film weniger auf Action setzt und vielmehr versucht, das Zwischenmenschliche in den Vordergrund zu stellen. Das gelingt erstaunlich oft, wenn es auch teilweise ins Alberne geht. Leider kam die Riddle-Story etwas zu kurz. 7/10

31. Maria, ihm schmeckt’s nicht! (Neele Leana Vollmar)
Eigentlich total simpel gestrickter und mit Klischees beladener Komödienbrei, der mir aber trotzdem gefallen hat – vielleicht, weil ich Italien so mag. 7/10

32. Public Enemies (Michael Mann)
Inhaltlich toll, atmosphärisch gut mit Potential nach oben. Mir erschließt sich nur beim besten Willen nicht, warum Michael Mann den Zuschauer mit seinem Gewackel in Übelkeit versetzen will. Waren die Zeiten damals so übel? ;o) Der Film hätte vernünftige Kinobilder verdient! Man kann auch nah an den Personen sein und ein bewegtes Bild erschaffen, ohne mit der Kamera zu wackeln. Der Rest des Films stimmte nämlich! 7/10

33. Milk (Gus Van Sant)
Ordentliches Biopic mit guten Schauspielleistungen, dem es mir allerdings etwas an Esprit und Intensivität fehlte. 7/10

34. Monsters vs. Aliens (Rob Letterman)
Dreamworks zeigt, dass es nicht immer Pixar sein muss. Der Spagat zwischen kindgerechter Geschichte mit entsprechenden Botschaften und angenehmer Erwachsenenunterhaltung mit Horrorfilmanspielungen gelingt gut. 7/10

35. Oben (Peter Docter)
Guter Animationsfilm mit brillantem Anfang, der aber gegen Ende hin wie schon Wall-E zu sehr auf Action und Klamauk setzt. „Ratatouille“ bleibt vorerst unerreicht. 7/10

36. X-Men Origins: Wolverine (Gavin Hood)
Fand ich gar nicht schlecht. Kann aus objektiven Gesichtspunkten nicht mal sagen, warum das so ist. Ich habe mich jedenfalls subjektiv gut unterhalten gefühlt. 7/10

37. State of Play – Stand der Dinge (Kevin Macdonald)
Etwas zu gewollt gesellschaftskritisch wirkender, aber durchaus spannender Medienthriller mit Starbesetzung. 7/10

38. Salami Aleikum (Ali Samadi Ahadi)
Wunderbar durchgeknallte Culture-Clash-Komödie mit einigen Längen, die aber durch den starken Bollywoodanstrich und die erfrischende Machart fast durchweg begeistern kann. 7/10

39. Whisky mit Wodka (Andreas Dresen)
Ein gutes Ensemble in einem typischen Dresen-Film, in dem es ums Altwerden geht. Typische amüsante und psychologische Herangehensweise von Dresen an das Thema. Nett! 7/10

40. The Wrestler (Darren Aronofsky)
Naja! Da hatte ich mehr erwartet. Aronofsky ist sehr nah an seinem Helden, der von Rourke auch klasse gespielt wird. Der gibt ziemlich viel von sich preis, spielt am Ende aber „nur“ sich selbst. Bisweilen nervte mich die Kamera gewaltig, das ist einfach nicht meine Philosophie von Kino. Die Geschichte ist ziemlich altbacken, aber intensiv erzählt. Sei’s drum, insgesamt ein guter Film. 7/10

41. Marley & Ich (David Frankel)
Nett! 7/10

42. Der Vorleser (Stephen Daldry)
Literaturverfilmung, die sehr nah an der Vorlage bleibt und dabei für den Buchkenner weniger spannend ist. Die Umsetzung ist insgesamt ordentlich, Winslet gut, bei Weitem aber nicht in ihrer besten Rolle. 6-7/10

43. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
Gute Schauspieler, großartige Ausstattung und wunderbare Bilder konnten mich dennoch nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte hat mich nicht gepackt. Vielleicht war der Film zu lang, vielleicht zu überraschungsarm, vielleicht zu „sauber“. Es bleiben 6-7/10

44. The Spirit (Frank Miller)
Tja, was soll ich sagen: Der hat mir irgendwie gefallen, wahrscheinlich, weil ich das Gezeigte nach den vielen Negativkritiken nicht so ernst nahm. So habe ich mich teils köstlich amüsiert, ob das nun von den Machern gewollt war oder nicht. Die Optik gefällt mir sowieso. 6-7/10

45. Inside Hollywood (Barry Levinson)
Eigentlich eine witzige Satire auf Hollywood, nur leider wurden die Klischees bisweilen zu stark strapaziert. Zudem gefiel mir die Kameraführung teilweise gar nicht. So 6-7/10

46. Selbst ist die Braut (Anne Fletcher)
Hatte mal Lust auf eine klassische RomCom und wurde nicht enttäuscht. Besonderes gibt es allerdings nicht zu erwähnen. Seichte Story recht witzig verarbeitet mit den üblichen Genrebestandteilen. Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich gegen Sandra Bullock nicht wirklich etwas sagen kann, weil die mir schon immer sympathisch ist … ;o) 6-7/10

47. Brüno (Larry Charles)
Fand ich einen Tick besser als Borat, weil er zielgenauer bloßstellt und weniger albern ist. Dennoch nicht ganz mein Humor. 6/10

48. Hangover (Todd Phillips)
Da habe ich mir mehr erwartet. Ab und zu wirklich guter und böser Humor, oft aber auch langatmig und zäh. 6/10

49. Illuminati (Ron Howard)
Besser, als erwartet. Vom Thema für mich sowieso interessant, ist der Stoff auch recht ordentlich umgesetzt und Hanks stört mich weniger in der Rolle als noch im 1. Teil. 6/10

50. Kurzer Prozess – Righteous Kill (Jon Avnet)
Doch spannender als erwartet, was allerdings nicht unbedingt an der etwas vorhersehbaren Geschichte lag, sondern an der ordentlichen Inszenierung. Dennoch wirken Pacino und De Niro fast zu routiniert, hab ihnen trotzdem gern zugesehen. 50cent hat zum Glück eine kleinere Rolle als befürchtet. So 6/10

51. All Inclusive (Peter Billingsley)
Ziemlich wortlastige Beziehungskomödie, die eher von ihren Schauspielern lebt, als inhaltlich zu fesseln. Streckenweise recht amüsant, oft werden aber die Klischees zu überstrapaziert. Dennoch so kurzweilig, dass der Film nicht weh tut. 6/10

52. Twilight – Biss zum Morgengrauen (Catherine Hardwicke)
Gar nicht so übel und effekthascherisch, wie erwartet. Man erkennt die Intention von Regisseurin Catherine Hardwicke, die Liebe des ungleichen Paars in den Vordergrund zu stellen und das große Huibuh in einem vernünftigen Maß zu halten. Nichtsdestotrotz ist TWILIGHT ein typischer Teeniefilm mit den üblichen Versatzstücken. Ich muss aber gestehen, dass ich Kristen Stewart mal wieder gern zugesehen habe. Insgesamt nett und harmlos. 6/10

53. Sunshine Cleaning (Christine Jeffs)
Mir war nicht ganz klar, was der Film eigentlich wollte. Er zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben zweier Schwestern, die versuchen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Zu offensichtlich auf Independentmovie gemacht, dafür aber zu wenig einnehmend. 6/10

54. Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat (Bryan Singer)
Zugegeben, der Film ist ordentlich gemacht und Cruise nervt weniger als erwartet. Leider brachte mir der Film inhaltlich rein gar nichts. Hier hätte ich mir mal etwas mehr gestalterische Freiheit gewünscht. So kommt der Film nicht über das Niveau eines guten ZDF-Doku-Spielfilms hinweg. Diskussionswürdig ist der Film auch eher nicht, da er einfach eine zu kurze Zeitspanne abhandelt, um größere Rückschlüsse auf den Charakter eines Stauffenberg ziehen zu können. So wirkt er etwas zu glatt. Clarice van Houten ist leider total verschenkt! 5/10

55. Er steht einfach nicht auf Dich (Ken Kwapis)
RomCom von der Stange mit Starbesetzung. Muss man nicht gesehen haben, tut aber auch nicht weh. 5/10

56. Tödliches Kommando – The Hurt Locker (Kathryn Bigelow)
Psychologisches Porträt eines Bombenräumungskommandos im Irak. Sehr nah dran und damit streckenweise ziemlich intensiv, das Gewackel und das grobkörnige Bild gingen mir aber auf den Zeiger. Das geht auch anders! Dazu noch einige Längen, insgesamt also mittelmäßig! Ohne Cameron kein wirklich guter Bigelow! 5/10

56. Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Jean-François Richet)
Leider in allen Belangen schlechter als Teil 1. Die Action ist weniger mitreißend, die Figuren gröber gezeichnet, der innere Zusammenhang lockerer, weil wild aneinandergereihte Ereignisse/Szenen. So 5/10.

57. Terminator – Die Erlösung (McG)
Gute Action als Teil einer ziemlich platten Story. Man hätte sich vielleicht auf eine Hauptfigur konzentrieren sollen, wobei hier Wright wesentlich interessanter ist als Connor. Die arme Bryce Dallas Howard ist total verschenkt. Knappe 4/10

58. Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Tony Scott)
Ab und zu mit witzigen Sprüchen unterhaltend, selten spannend und viel zu vorhersehbar, da völlig ohne Überraschungen und Wendungen. Die fast schon üblichen Logiklöcher sind teilweise tiefer als die Schlaglöcher in Deutschlands Straßen. Trotz niedriger Erwartungen ziemlich enttäuschend. 4/10

59. Die Päpstin (Sönke Wortmann)
Die extrem naive Erzählweise (Kindermärchen) und die konventionelle Inszenierung wird der doch recht interessanten Geschichte nicht gerecht. Da bringen auch gute Schauspieler und opulente Ausstattung nichts. Schade! 4/10

60. The Rocker (Peter Cattaneo)
Gescheiterter Metal-Schlagzeuger hat plötzlich in einer Jugendband Erfolg. 08/15-Teeniecomedy mit den ewig gleichen Witzchen. Allerdings waren die Musikeinlagen ziemlich gut und Rainn Wilson macht den Jack Black am Schlagzeug ziemlich amüsant. Insgesamt aber mäßig unterhaltsam. 4/10

61. Julie & Julia (Nora Ephron)
Langweilige Lebenswegfindungsgeschichte mit einer süßen Amy Adams und einer unterforderten Meryl Streep. Zu wenig anrührende Momente und zu wenig gutes Essen. 4/10

62. Der Ja-Sager (Peyton Reed)
Jim Carrey wieder in seiner Standardrolle in einem Standardfilm mit einem Standardende. Ohne Überraschungen, dennoch teils erstaunlich unterhaltsam. 4/10

63. Sieben Leben (Gabriele Muccino)
Den Anfang fand ich gar nicht so übel. Leider enthüllt sich das vermeintliche „Geheimnis“ viel zu schnell und man langweilt sich durch die erwarteten Szenen, wenngleich sie teils gar nicht schlecht inszeniert sind. Insgesamt eine sehr enttäuschende Angelegenheit! 3/10

64. 2012 (Roland Emmerich)
Optisch tatsächlich ab und zu sehr beeindruckend, sonst bleibt der Film aber weit hinter Day After Tomorrow zurück. Auch ein Katastrophenfilm muss und kann inhaltlich mehr bieten. 2012 bleibt da sehr schwach. 3/10

65. Che – Revolucion (Steven Soderbergh)
Viel zu schwarz/weiß gemalter erster Teil, der Che viel zu positiv darstellt. Der Ansatz, die Geschichte strikt nach Ches Tagebüchern zu erzählen, ist da schon der falsche Ansatz. Habe wenig Hoffnung, dass es der zweite Teil besser macht, und uns noch etwas vom wahren Che (dem Verbrecher) zeigt. Die filmische Umsetzung ist einigermaßen OK. 3/10

66. Transporter 3 (Olivier Megaton)
Ziemlich dummer Actionreißer nach dem üblichen „Transporter“-Schema mit übermäßig vielen unlogischen Szenen, der nur ab und zu so etwas wie Charme versprüht. 3/10

67. Trauzeuge gesucht! (John Hamburg)
Hatte mir von Jason Segel und Paul Rudd mehr erwartet. Dünne Story mit den üblichen Lovestory-Elementen. Langweilig! 3/10

68. Transformers – Die Rache (Michael Bay)
Die Schauwerte ermüden spätestens nach einer Stunde. Die plumpe Story und die eintönige Action dominieren über ein paar wenige gute Szenen. Kann man sich sparen! 3/10

69. Drag Me to Hell (Sam Raimi)
Nimmt sich zu ernst, um von mir ernst genommen zu werden. Klischees in Massen, nur wenige gute Szenen, größtenteils vorhersehbar und langweilig. Die kurzen augenzwinkernden Momente haben mir noch am Besten gefallen. Nicht mein Genre. 2/10

70. Triff die Elisabeths! (Lucien Jean-Baptiste)
Dämliche französische Variante von Cool Runnings. Schwarze Familie fährt in den Ski-Urlaub in die Berge und stellt sich dabei sehr seltsam an. Kein dummes Klischee wird ausgelassen. Blödsinn! 2/10

71. 96 Hours (Pierre Morel)
Dümmlicher Rache-Action-Reißer mit einer zweifelhaften Aussage, der damit leider in die völlig falsche Richtung geht. 2/10

72. Radio Rock Revolution (Richard Curtis)
So ein dämlicher Blödsinn. Nix Gute-Laune-Film, nur öde Story mit albernen Gags. Für die gute Musik noch 2/10.

73. Männersache (Gernot Roll)
Darüber lacht also Deutschland. Na dann: Gute Nacht! 2/10

74. Knowing (Alex Proyas)
Unlogischer Sciencefictionblödsinn mit ein paar Schauwerten, vielen Klischees und einer strunzdummen Geschichte! 2/10

75. Der Kaufhaus Cop (Steve Carr)
Was für ein strunzdämlicher, langweiliger Film. Schade um den sympathischen Kevin James! 2/10

76. G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra (Stephen Sommers)
Selten dämliche Spielzeugverfilmung mit uninspirierter Handlung und schlechten Effekten. Dennis Quaid macht nur noch Mistfilme. 1/10

??. The Limits of Control (Jim Jarmusch)
Ähm, ja!?!

Top10-Listen 2009 (Film)

Posted in Cinemanie with tags , , , on Samstag, 6. Februar 2010 by mediensucht

Bevor ich meine TOP-Filmliste 2009 veröffentliche, hier ein paar Top10-Listen zu verschiedenen Kategoriene, die sich natürlich nur auf die Filme beziehen, die ich tatsächlich aus dem Jahr 2009 bereits gesehen habe.

Hauptdarstellerinnen

1. Anne Hathaway in Rachels Hochzeit
2. Heike Makatsch in Hilde
3. Penélope Cruz in Zerrissene Umarmungen

4. Kate Winslet in Zeiten des Aufruhrs
5. Kate Winslet in Der Vorleser
6. Johanna Wokalek in Die Päpstin
7. Mélanie Laurent in Inglourious Basterds
8. Keira Knightley in Die Herzogin
9. Naomi Watts in The International
10. Maya Rudolph in Away We Go

Hauptdarsteller

1. Leonardo DiCaprio in Zeiten des Aufruhrs
2. Sean Penn in Milk
3. Sharlto Copley in District 9

4. Christian Ulmen in Maria, ihm schmeckt´s nicht!
5. Henry Hübchen in Whisky mit Wodka
6. Vincent Cassel in Public Enemy No. 1
7. Mickey Rourke in The Wrestler
8. John Krasinski in Away we go – Auf nach irgendwo
9. Joseph Gordon-Levitt in (500) Days of Summer
10. Lee Pace in The Fall

Nebendarstellerinnen

1. Marisa Tomei in The Wrestler
2. Emily Blunt in Sunshine Cleaning
3. Blanca Portillo in Zerrissene Umarmungen

4. Rosario Dawson in 7 Leben
5. Christina Applegate in The Rocker
6. Rose Byrne in Knowing
7. Nadja Uhl in Männerherzen
8. Sigourney Weaver in Avatar
9. Julia Ormond in Der seltsame Fall des Benjamin Button
10. Zoe Saldana in Star Trek

Nebendarsteller

1. Christoph Waltz in Inglourious Basterds
2. August Diehl in Inglourious Basterds
3. Josh Brolin in Milk

4. Zachary Quinto in Star Trek
5. Sylvester Groth in Whisky mit Wodka
6. Ulrich Tukur in Das weiße Band
7. Zach Galifianakis in Hangover
8. Jeffrey Dean Morgan in Watchmen
9. Michael Shannon in Zeiten des Aufruhrs
10. Jack White in It might get loud

Ensemble

1. Inglourious Basterds
2. Das weiße Band
3. Milk

4. Watchmen – Die Wächter
5. Public Enemies
6. Der seltsame Fall des Benjamin Button
7. Star Trek
8. Sunshine Cleaning
9. State of Play
10. Inside Hollywood

Special Effects

1. Avatar – Aufbruch nach Pandora (James Cameron)
2. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
3. 2012 (Roland Emmerich)

4. District 9 (Neill Blomkamp)
5. Star Trek (J.J. Abrams)
6. Watchmen – Die Wächter (Zack Snyder)
7. Harry Potter und der Halbblutprinz (David Yates)
8. The Fall (Tarsem Singh)
9. The Spirit (Frank Miller)
10. Transformers – Die Rache (Michael Bay)

Drehbuch

1. Quentin Tarantino für Inglourious Basterds
2. Michael Haneke für Das weiße Band
3. Justin Haythe für Zeiten des Aufruhrs

4. David Hayter, Alex Tse für Watchmen – Die Wächter
5. Pedro Almodovar für Zerrissene Umarmung
6. Peter Docter, Bob Peterson für Oben
7. Tony Gilroy für Duplicity – Gemeinsame Geheimsache
8. Simon Beaufoy für Slumdog Millionär
9. Eric Singer für The International
10. Dustin Lance Black für Milk

Kameraführung

1. Colin Watkinson für The Fall
2. Robert Richardson für Inglourious Basterds
3. Larry Fong für Watchmen – Die Wächter

4. Claudio Miranda für Der seltsame Fall des Benjamin Button
5. Anthony Dodd Mantle für Slumdog Millionär
6. Brandon Trost für Crank 2: High Voltage
7. David Higgs für Rock’N’Rolla
8. Frank Griebe für The International
9. Christian Berger für Das weiße Band
10. Dan Mindel für Star Trek

Regie

1. Quentin Tarantino für Inglourious Basterds
2. Tarsem Singh für The Fall
3. Zack Snyder für Watchmen – Die Wächter

4. Danny Boyle für Slumdog Millionär
5. Michael Haneke für Das Weiße Band
6. J.J. Abrams für Star Trek
7. Guy Ritchie für Rock’N’Rolla
8. Tom Tykwer für The International
9. Ali Samadi Ahadi für Salami Aleikum
10. Kathryn Bigelow für Tödliches Kommando – The Hurt Locker

Größte Enttäuschung

1. Che – Revolucion (Steven Soderbergh)
2. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
3. 2012 (Roland Emmerich)

4. Julie & Julia (Nora Ephron)
5. Die Päpstin (Sönke Wortmann)
6. Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Tony Scott)
7. Terminator – Die Erlösung (McG)
8. Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Jean-François Richet)
9. Sunshine Cleaning (Christine Jeffs)
10. Hangover (Todd Phillips) Weiterlesen

Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg

Posted in Suchtmittel with tags , , , , , , on Sonntag, 24. Mai 2009 by mediensucht

Deutscher Meister ist nur der VfL …

dzeko

Eurovision Song Contest 2009

Posted in Glotzophonie with tags , , , , , , , , , , , , on Sonntag, 17. Mai 2009 by mediensucht

Tja, gestern/heute strahlte die ARD mal wieder den Eurovision Song Contest aus. Früher gab es da tatsächlich eine bunte Mischung aus Songs mit einem ordentlichen nationalen Einschlag, der einen schönen Querschnitt durch das musikalische Europa darstellte. Heute zählen nur noch Retortenpopnummern auf Englisch mit Modeltypen als Interpreten. Nur noch selten gibt es Lieder in Landessprache und mit landestypischem Repartoire (dieses Jahr beispielsweise ausgerechnet aus Russland). Nach einer Stunde war mir das Ganze dann auch zu viel, weshalb ich mir lieber auf ZDF im Aktuellen Sportstudio nochmals den grandiosen Sieg des VfL in Hannover anschaute.

Russia Eurovision 2009

Hier trotzdem das Endergebnis des Contests (D mal wieder hinten):

1. Norwegen: Alexander Rybak mit „Fairytale“ (387 Punkte)

2. Island: Yohanna mit „Is it true?“ (218 Punkte)

3. Aserbaidschan: AySel & Arash mit „Always“ (207 Punkte)

4. Türkei: Hadise mit „Düm Tek Tek“ (177 Punkte)

5. Großbritannien: Jase Ewen mit „It’s my Time“ (173 Punkte)

6. Estland: Urban Symphony mit „Rändajad“ (129 Punkte)

7. Griechenland: Sakis Rouvas mit „This is our Night“ (120 Punkte)

8. Frankreich: Patricia Kaas mit „Et s’il fallait le faire“ (107 Punkte)

9. Bosnien und Herzegowina: Regina mit „Bistra voda“ (106 Punkte)

10. Armenien: Inga & Anush mit „Jan-Jan“ (92 Punkte)

11. Russland: Anastasija Prichodko mit „Mamo“ (91 Punkte)

12. Ukraine: Svetlana Loboda mit „Be my Valentine“ (76 Punkte)

13. Dänemark: Brinck mit „Believe again“ (74 Punkte)

14. Moldawien: Nelly Ciobanu mit „Hora din Moldova“ (69 Punkte)

15. Portugal: Flor-de-lis mit „Todas a ruas do amor“ (57 Punkte)

16. Israel: Noa & Mira Awad mit „There must be another Way“ (53 Punkte)

17. Albanien: Kejsi Tola mit „Carry me in your Dreams“ (48 Punkte)

18. Kroatien: Igor Cukrov mit „Lijepa Tena“ (45 Punkte)

19. Rumänien: Elena mit „The Balkan Girls“ (40 Punkte)

20. Deutschland: Alex swings, Oscar sings mit „Miss Kiss Kiss Bang“ (35 Punkte)

21. Schweden: Malena Ernman mit „La voix“ (33 Punkte)

22. Malta: Chiara mit „What if we“ (31 Punkte)

23. Litauen: Sasha Son mit „Love“ (23 Punkte)

24. Spanien: Sorya mit „La Noche es para mi“ (23 Punkte)

25. Finnland: Waldos People mit „Lose Control“ (22 Punkte)

Da ist die Veranstaltung von Raab zumindest musikalisch interessanter!

81st Annual Academy Awards – Die Oscars 2009

Posted in Cinemanie with tags , , , , , , , , on Montag, 23. Februar 2009 by mediensucht

Die Oscars 2009 – Sieger und Kommentare

Es ist zwar jedes Jahr das Gleiche, man schaut die Oscars, amüsiert sich mehr oder weniger, ärgert sich über manch „politische“ Entscheidung der Academy, schaltet aber dann nächstes Jahr wieder ein. So war ich dieses Mal auch wieder live dabei. Als deutscher Normalkinobesucher habe ich einige Filme, die nominiert waren, noch nicht gesehen, da sie hier noch nicht offiziell angelaufen sind. So bleiben mir als Anhaltspunkte zur Bewertung nur die Trailer und das Œuvre der Nominierten. Hier mein kleiner Rückblick:

Die Show: Dieses Jahr durfte Hugh Jackman im Kodak Theatre als Host ans Mikro. Als langjähriger Musicaldarsteller sollte Jackman keine größere Mühe mit dem Job gehabt haben. Und gleich zu Anfang stellte er sein Können unter Beweis. Schöne Musicalnummer, die auch gleich Standing Ovations provozierte. Ganz im Zeichen des Musicals stand dann auch der Abend. Die Präsentatoren der Sieger waren zwischendurch mal mehr, mal weniger witzig. Einige Hänger und viel Werbung gab’s auch wie üblich. Insgesamt eine ziemlich biedere Show ohne Überraschungen in der Inszenierung.

Die Gewinner (in Reihenfolge der Präsentation):

Nebendarstellerin (Actress in a Supporting Role)
Nominierte:
Amy Adams in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Penélope Cruz in “Vicky Cristina Barcelona”
Viola Davis in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Taraji P. Henson in “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Marisa Tomei in “The Wrestler”
Gewinnerin: Penélope Cruz in “Vicky Cristina Barcelona”
Kommentar: Ich habe auf Marisa Tomei getippt, Cruz geht aber auch in Ordnung. Interessant, dass Cruz nicht Woody Allen dankte, sondern Almodovar, der sie „groß“ gemacht hat und an dem sich Allen wohl auch bei Cruz‘ Rolle in „Vicky Cristina Barcelona“ orientiert hat.

Originaldrehbuch [Writing (Original Screenplay)]
Nominierte:
“Frozen River”
“Happy-Go-Lucky”
”Brügge sehen … und sterben?” (”In Bruges”)
“Milk”
“Wall-E”
Gewinner: Milk
Kommentar: Habe in diesem starken Feld auf „Milk“ getippt, der ja auch gewonnen hat. Konnte den Film leider bisher nicht sehen, da ich auf einem „Dorf“ lebe ;o) Sehr emotionale Dankesrede von Dustin Lance Black.

Drehbuch nach einer Vorlage [Writing (Adapted Screenplay)]
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“Glaubensfrage” (”Doubt”)
“Frost/Nixon”
“Der Vorleser” (”The Reader”)
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Kommentar: Wieder richtig getippt und auch „Slumdog Millionär“ habe ich nicht gesehen. Der erste Oscar für den Film.

Animierter Spielfilm (Animated Feature Film)
Nominierte:
“Bolt”
“Kung Fu Panda”
“Wall-E”
Gewinner: Wall-E
Kommentar: Pixar rockt. Immer! „Bolt“ war allerdings auch gut. „Kung Fu Panda“ habe ich verpasst, der wird aber noch nachgeholt.

Animierter Kurzfilm [Short Film (Animated)]
Nominierte:
“La Maison en Petits Cubes” (Japan)
“Lavatory – Lovestory” (”Ubornaya istoriya – lyubovnaya istoriya”, Russland)
“Oktapodi” (Frankreich)
“Presto” (USA)
“This Way Up” (Großbritannien)
Gewinner: “La Maison en Petits Cubes” (Japan)
Kommentar: Zum Sieger kann ich nicht viel sagen. „Presto“ von Pixar fand ich super, auf den hätte ich auch getippt.

Ausstattung (Art Direction)
Nominierte:
“Der fremde Sohn” (”Changeling”)
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Die Herzogin” (”The Duchess”)
“Zeiten des Aufruhrs” (”Revolutionary Road”)
Gewinner: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar: Historische Filme haben hier immer die größten Chancen. „Button“ spielt gleich über mehrere Jahrzehnte, was rein optisch schon einiges hermacht. Dieser Oscar war zu erwarten.

Kostüm (Costume Design)
Nominierte:
“Australia”
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“Die Herzogin” (”The Duchess”)
“Milk”
“Zeiten des Aufruhrs” (”Revolutionary Road”)
Gewinner: Die Herzogin
Kommentar: Und auch hier ist die Academy sehr berechenbar. Kostümschicken gefallen in dieser Kategorie immer, mir übrigens auch ;o)

Makeup
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Hellboy II: Die goldene Armee” (”The Golden Army”)
Gewinner: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar: Und nochmals eine vorhersehbare Entscheidung. Es war aber auch großartig, was das Maskenteam hier geleistet hat, wobei auch ein paar Computer nicht unbeteiligt gewesen sein dürften.

Kamera (Cinematography)
Nominierte:
Tom Stern für “Der fremde Sohn” (”Changeling”)
Claudio Miranda für “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Wally Pfister für “The Dark Knight”
Chris Menges & Roger Deakins für “Der Vorleser” (”The Reader”)
Anthony Dod Mantle für “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Anthony Dod Mantle für “Slumdog Millionär”
Kommentar: Hier habe ich auf Button getippt, es gab aber den zweiten Oscar für „Slumdog Millionär“. Was ich bisher sehen konnte, ist viel Handkamera, was relativ atmosphärisch wirkte und das Leben in Indien gut vermittelte. Mal sehen …

Kurzfilm [Short Film (Live Action)]
Nominierte:
“Auf der Strecke” (Deutschland/Schweiz)
“Manon On The Asphalt” (”Manon sur le bitume”, Frankreich)
“New Boy” (Irland)
“The Pig” (”Grisen”, DK)
“Spielzeugland” (Deutschland)
Gewinner: “Spielzeugland” (Deutschland)
Kommentar: YES! Ein Oscar für („Ost-„) Deutschland! Bei den Kurzfilmen waren wir aber schon immer gut!

Nebendarsteller (Actor in a Supporting Role)
Nominierte:
Josh Brolin in “Milk”
Robert Downey Jr. in “Tropic Thunder”
Philip Seymour Hoffman in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Heath Ledger in “The Dark Knight”
Michael Shannon in “Zeiten des Aufruhrs” (”Revolutionary Road”)
Gewinner: Heath Ledger in “The Dark Knight”
Kommentar: Klar wie Kloßbrühe. Mit dem Tipp konnte man kein Geld verdienen. Emotionale Momente bei den Dankesreden der Famile.

Dokumentationsfilm (Documentary Feature)
Nominierte:
“The Betrayal – Nerakhoon”
“Encounters At The End Of The World”
“The Garden”
“Man On Wire”
“Trouble The Water”
Gewinner: Man On Wire
Kommentar: Keine der Dokus gesehen. Kein weiterer Oscars für Deutschland und Werner Herzog.

Dokumentation – Kurzfilm (Documentary Short)
Nominierte:
“The Conscience Of Nhem En”
“The Final Inch”
“Smile Pinki”
“The Witness – From The Balcony Of Room 306?
Gewinner: Smile Pinki
Kommentar: Warum nicht … ;o) (???)

Visuelle Effekte (Visual Effects)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Iron Man”
Gewinner: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar: Den Sieger hatte ich auch so getippt. Der nächste Oscar für „Button“. Insgesamt auch die für mich beste technische Leistung.

Tonbearbeitung (Sound Editing)
Nominierte:
“The Dark Knight”
“Iron Man”
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
“Wall-E”
“Wanted”
Gewinner: The Dark Knight
Kommentar: Wiederum richtig getippt. The Dark Knight ist nicht nur optisch gut gemacht, auch die Soundleute leisteten beeindruckende Arbeit. Verdienter Oscar.

Tonmischung (Sound Mixing)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
“Wall-E”
“Wanted”
Gewinner: Slumdog Millionär
Kommentar: Auch hier hatte ich auf „The Dark Knight“ getippt, das war dagegen der nächste Oscar für „Slumdog Millionär“, wo wohl auch soundmäßig die Atmosphäre von Bombay hervorragend eingefangen wurde.

Schnitt (Film Editing)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Frost/Nixon”
“Milk”
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Slumdog Millionär
Kommentar: Und schon wieder „Slumdog Millionär“. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der zumindest gut gemacht ist.

Filmmusik [Music (Score)]
Nominierte:
Alexandre Desplat für “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
James Newton Howard für “Defiance”
Danny Elfman für “Milk”
A. R. Rahman für “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Thomas Newman für “Wall-E”
Gewinner: A. R. Rahman für “Slumdog Millionär”
Kommentar: Ähm, schon wieder. Das war dann auch der einzige Komponist, den ich nicht kannte. Von den anderen Vier war man gute Arbeit gewöhnt, der Inder ist wohl auch gut. Hier war ich zuvor aber so verwegen und hatte auf Rahman gesetzt ;o)

Filmsong [Music (Song)]
Nominierte:
“Down To Earth” von Peter Gabriel and Thomas Newman (”Wall-E”)
“Jai Ho” von A.R. Rahman und Gulzar (”Slumdog Millionaire”)
“O Saya” von A.R. Rahman und Maya Arulpragasam (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: “Jai Ho” von A.R. Rahman und Gulzar (”Slumdog Millionaire”)
Kommentar: Und nochmal. „Down To Earth“ hätte ich es auch gegönnt, „Jai Ho“ geht aber auch in Ordnung. Sehr markanter Song.

Nicht englischsprachiger Film (Foreign Language Film)
Nominierte:
“Der Baader Meinhof Komplex” (Deutschland)
“Die Klasse” (”Entre les murs”, Frankreich)
“Departures” (”Okuribito, Japan)
“Revanche” (Österreich)
“Waltz With Bashir” (Israel)
Gewinner: Departures
Kommentar: Oha, das ist eine Überraschung. Mit Deutschland hätte ich nicht wirklich gerechnet, dagegen eher mit Israel. So kamen wir wieder in den „Genuss“ von etwas japanischem Kamikaze-Englisch.

Regie (Directing)
Nominierte:
David Fincher für “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Ron Howard für “Frost/Nixon”
Gus Van Sant für “Milk”
Stephen Daldry für “Der Vorleser” (”The Reader”)
Danny Boyle für “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Danny Boyle für “Slumdog Millionär”
Kommentar: Nach der Preisflut keine Überraschung mehr. Auch wenn mir Boyles Filme nicht immer 100%ig gefielen, behandelten sie doch immer ein völlig neues Thema, an dem Boyle sich probierte. Auf diesen Film hatte ich hier getippt und bin ich gespannt, ihn endlich zu sehen.

Hauptdarstellerin (Actress in a Leading Role)
Nominierte:
Anne Hathaway in “Rachels Hochzeit” (”Rachel Getting Married”)
Angelina Jolie in “Der fremde Sohn” (”Changeling”)
Melissa Leo in “Frozen River”
Meryl Streep in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Kate Winslet in “Der Vorleser” (”The Reader”)
Gewinner: Kate Winslet in “Der Vorleser”
Kommentar: Zwei Worte: Na endlich!

Hauptdarsteller (Actor in a Leading Role)
Nominierte:
Richard Jenkins in “The Visitor”
Frank Langella in “Frost/Nixon”
Sean Penn in “Milk”
Brad Pitt in “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Mickey Rourke in “The Wrestler”
Gewinner: Sean Penn in “Milk”
Kommentar: Hatte ich so getippt, auch wenn man zuvor eher von einem klaren Sieg von Mickey Rourke ausgegangen ist, der wohl nie wieder so eine Rolle spielen wird. Penn ist zwar oft nah am Overacting, seine Performance als Harvey Milk war wohl dennoch beeindruckend.

Bester Film (Best Picture)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“Frost/Nixon”
“Milk”
“Der Vorleser” (”The Reader”)
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Slumdog Millionär
Kommentar: Der große Gewinner der Oscar-Nacht ist also die Low-Budget-Produktion „Slumdog Millionär“, die sich klar gegen die Mega-Produktion „Benjamin Button“ durchgesetzt hat. Wirklich unerwartet kam das aber nicht.

Das war’s dann für dieses Jahr ohne große Überraschungen. Bis zum nächsten Jahr …

Berlinale 2009 – Eine Bilanz

Posted in Sucht des Tages with tags , , on Samstag, 14. Februar 2009 by mediensucht

Morgen wird die Berlinale 2009 mit dem Publikumstag enden. Ich habe keinen einzigen Film gesehen! Bin nicht mal in Berlin gewesen! Ist das zu fassen?

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