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Eurovision Song Contest 2009

Posted in Glotzophonie with tags , , , , , , , , , , , , on Sonntag, 17. Mai 2009 by mediensucht

Tja, gestern/heute strahlte die ARD mal wieder den Eurovision Song Contest aus. Früher gab es da tatsächlich eine bunte Mischung aus Songs mit einem ordentlichen nationalen Einschlag, der einen schönen Querschnitt durch das musikalische Europa darstellte. Heute zählen nur noch Retortenpopnummern auf Englisch mit Modeltypen als Interpreten. Nur noch selten gibt es Lieder in Landessprache und mit landestypischem Repartoire (dieses Jahr beispielsweise ausgerechnet aus Russland). Nach einer Stunde war mir das Ganze dann auch zu viel, weshalb ich mir lieber auf ZDF im Aktuellen Sportstudio nochmals den grandiosen Sieg des VfL in Hannover anschaute.

Russia Eurovision 2009

Hier trotzdem das Endergebnis des Contests (D mal wieder hinten):

1. Norwegen: Alexander Rybak mit „Fairytale“ (387 Punkte)

2. Island: Yohanna mit „Is it true?“ (218 Punkte)

3. Aserbaidschan: AySel & Arash mit „Always“ (207 Punkte)

4. Türkei: Hadise mit „Düm Tek Tek“ (177 Punkte)

5. Großbritannien: Jase Ewen mit „It’s my Time“ (173 Punkte)

6. Estland: Urban Symphony mit „Rändajad“ (129 Punkte)

7. Griechenland: Sakis Rouvas mit „This is our Night“ (120 Punkte)

8. Frankreich: Patricia Kaas mit „Et s’il fallait le faire“ (107 Punkte)

9. Bosnien und Herzegowina: Regina mit „Bistra voda“ (106 Punkte)

10. Armenien: Inga & Anush mit „Jan-Jan“ (92 Punkte)

11. Russland: Anastasija Prichodko mit „Mamo“ (91 Punkte)

12. Ukraine: Svetlana Loboda mit „Be my Valentine“ (76 Punkte)

13. Dänemark: Brinck mit „Believe again“ (74 Punkte)

14. Moldawien: Nelly Ciobanu mit „Hora din Moldova“ (69 Punkte)

15. Portugal: Flor-de-lis mit „Todas a ruas do amor“ (57 Punkte)

16. Israel: Noa & Mira Awad mit „There must be another Way“ (53 Punkte)

17. Albanien: Kejsi Tola mit „Carry me in your Dreams“ (48 Punkte)

18. Kroatien: Igor Cukrov mit „Lijepa Tena“ (45 Punkte)

19. Rumänien: Elena mit „The Balkan Girls“ (40 Punkte)

20. Deutschland: Alex swings, Oscar sings mit „Miss Kiss Kiss Bang“ (35 Punkte)

21. Schweden: Malena Ernman mit „La voix“ (33 Punkte)

22. Malta: Chiara mit „What if we“ (31 Punkte)

23. Litauen: Sasha Son mit „Love“ (23 Punkte)

24. Spanien: Sorya mit „La Noche es para mi“ (23 Punkte)

25. Finnland: Waldos People mit „Lose Control“ (22 Punkte)

Da ist die Veranstaltung von Raab zumindest musikalisch interessanter!

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Party Down

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , on Donnerstag, 14. Mai 2009 by mediensucht

Party Down Gallery 2009Ich mag keine Wackelkamera. Ich mag auch keine billigen Filmchen, die mit der normalen HD-Cam gedreht wurden. Party Down wird mit HD-Handkameras gefilmt. Es wackelt ab und zu gewaltig. Ich mag Party Down. Wie konnte das nur passieren?

Party Down ist eine sehr preisgünstig produzierte Serie von den Machern der brillanten Serie Veronica Mars Dan Etheridge, John Enbom und allen voran Rob Thomas, die auf dem kleinen US-Network Starz läuft . Zudem ist noch der relativ bekannte Schauspieler Paul Rudd (aktuell in Trauzeuge gesucht!) an der Produktion beteiligt. Da ich Veronica Mars sehr mochte und mir ein Freund (liebe Grüße an den Auserwählten) zum Sehen riet, probierte ich das doch sehr interessant klingende Format mal aus.

Es geht um eine Gruppe von Caterern, angeführt vom engagierten Ron Donald, die in jeder Folge eine andere Veranstaltung mit Speisen und Getränken versorgt bzw. die Gäste bedient. Dabei gewährt uns die Serie jedes Mal einen Blick in eine andere amerikanische Gesellschaftsschicht und nimmt sie genüsslich auseinander. Da bröckeln die aufgebauten Fassaden nach dem Motto: Je höher das Bauwerk desto lauter der Zusammenbruch. Die Caterer, allesamt im Showgeschäft gescheiterte Karrieren, dienen dabei hauptsächlich als Katalsyatoren, beteiligen sich aber auch gern mal an der ein oder anderen Peinlichkeit.

Ron (Ken Marino – Vinnie van Lowe aus Veronica Mars) träumt von einer eigenen Suppen-party_down1Fastfood-Kette „Soup R‘ Crackers“, ist meist überengagiert und lässt kein Fettnäpfchen aus. Henry (Adam Scott) kennt man nur aus einem Bierwerbespot. Seit dem lief nichts mehr für ihn. Er ist auch wegen seiner vermeintlichen Gleichgültigkeit der ruhige Pol der Gruppe. Auch Constanze (Jane Lynch) hat es nicht über kleine Nebenrollen hinaus geschafft, hält sich aber für eine Hollywoodinsiderin. Die hübsche Casey (Lizzy CaplanCloverfield) hat Probleme mit ihrem Mann und neigt zu köstlichem Sarkasmus. Dann gibt es noch den Macho Kyle (Ryan Hanson – Dick aus Veronica Mars) und den Möchtegern-Drehbuchschreiber Roman (Martin Starr).

Nicht nur der Hauptcast besteht teilweise auch ehemaligen Mitspielern von Veronica Mars, auch viele Nebenrollen sind mit Schauspielern der Serie besetzt. Witzig ist beispielsweise der Auftritt von Enrico Colantoni (Sheriff Mars), der auf einer Nachbarschaftsparty durchdreht. Zudem spielen noch Jason Dohring (Logan Echolls) mit schräger Frisur und Kristen Bell (Veronica Mars) höchstpersönlich kleine Rollen. Ein Spaß für alle Veronica Mars-Fans.

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Party Down ist neben Better Off Ted die momentan wahrscheinlich beste und bissigste Gesellschaftssatire aus den USA. Der Fremdschämfaktor nimmt schon Maßstäbe der Serien von Ricky Gervais (z.B. Extras) an. Dabei ist Party Down relativ aktuell (z.B. Finanzkrise) und sehr abwechslungsreich. Am Ende sind es aber auch die schrägen Figuren und der schöne bitterböse Humor, die die Serie auszeichnen. Empfehlung!

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Better Off Ted

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , on Sonntag, 26. April 2009 by mediensucht

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Letztes Jahr erheiterte uns die witzige Serie The Middleman im Sommer und füllte somit unerwartet das Seriensommerloch. Leider schaffte es The Middleman nicht über eine Staffel hinaus. Die Serie war wohl inhaltlich und humoristisch zu speziell. Blöd, wenn man nicht den Massengeschmack hat. Auch dieses Jahr scheint es schon im Frühjahr so eine Serie zu geben, deren spezieller Inhalt und Humor in den USA nicht so richtig ankommen will, mir aber ausgezeichnet gefällt. Ich schreibe von Better Off Ted, die es wohl leider auch nicht auf mehr als eine Staffel bringen wird.

Better Off Ted ist eine Mischung aus 30 Rock und The Office. Es geht um das große Unternehmen Veridian Dynamics, das so ziemlich alles herstellt – vom künstlichen Essen bis zur Massenvernichtungswaffe. So gibt es in jeder Folge auch einen Werbespot für die Firma, der gegen Ende hin immer schräger wird. Im Mittelpunkt der Serie steht Ted Crisp (Jay Harrington), Chef der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, der bisweilen (wie der Chef in The Office) direkt das Publikum anspricht und die Geschehnisse erklärt. Teds Boss in der Firma ist Victoria Palmer, ein kaltes Biest, die gewissenlos nur an den Erfolg des Unternehmens denkt und gern die Lorbeeren für gute Entwicklungen einstreicht. Die typischen verrückten Wissenschaftler fehlen natürlich auch nicht. Da gibt es den weinerlichen Phil Mymen (Jonathan Slavin), der sich sogar einfrieren lässt, und den schwarzen Lem Hewitt (Malcom Barrett), der mit Phil ein brillantes Team bildet. Linda Zwordling (Andrea Anders), die als Rebellion gegen die Firma alle Kaffeesahne klaut, will Ted verführen. Der „darf“ aber keine Affäre mit ihr anfangen, weil er seine eine Büroaffäre schon verbraucht hat.

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Ted, ein Mann mit moralischen Prinzipien, steht oftmals kurz vor dem Rauswurf, weil er, auch angestachelt von seiner hyperintelligenten 7-jährigen Tochter Rose (Isabella Acres), beim Management häufig aneckt. Seine Konversation mit der gefühlskalten Veronika, brillant gespielt von Portia de Rossi (bekannt z.B. aus Ally McBeal), sprüht nur so vor Zynismus und Sarkasmus. Die Dialoge sind witzig und teilweise auch ziemlich albern. Wenn man will, kann man eine ordentliche Portion böse Kapitalismuskritik in der Serie sehen oder man kann sich einfach unterhalten lassen. Warum dieses Konzept in den USA nicht funktioniert, ist mir ein Rätsel. Für die erste Staffel sind zunächst 13 Folgen geplant. Die Ratings sind schlecht, weshalb wohl kein Folgeauftrag vom Sender ABC kommen wird. Damit werde ich mich dann am Ende wieder schweren Herzens von einer großartigen Serie verabschieden müssen. Bis dahin: „We can do that!“

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Dr. House bei RTL überraschend abgesetzt

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , on Mittwoch, 1. April 2009 by mediensucht

Der Kölner Privatsender RTL nimmt völlig unerwartet die amerikanische Erfolgsserie Dr. House aus dem Programm. Ein RTL-Sprecher bestätigte heute morgen den Beschluss. Damit lief gestern die letzte Folge der beliebten Arztserie auf RTL. Aus Mitarbeiterkreisen heißt es, man wolle sich dem Niveau der Zuschauer anpassen. Eine intelligentere Serie, wie sie Dr House nunmal sei, ist dabei dem Publikum nicht mehr zuzumuten. Man werde auf dem Sendeplatz zunächst Sendungen mit Mario Barth wiederholen und dann eine Comedy-Eigenproduktion platzieren. Ob RTL die Senderechte weiterverkauft, ist bisher nicht zu erfahren. Angeblich wolle das ZDF die Serie ins Programm nehmen, um ein jüngeres Publikum anzusprechen.

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Pro7 bewirbt Fringe mit Newstime-Special

Posted in Sucht des Tages with tags , , , , , , on Samstag, 14. März 2009 by mediensucht

Pro7 strahlt bekanntlich ab Montag die neue US-Mysterieserie Fringe aus, die ich gestern in einem Beitrag vorstellte. Seit kurzem bewirbt der Sender die Serie auch mit einer Sondersendung des Nachrichtenformats Newstime zwischen verschiedenen Sendungen (z.B Raab, Simpsons). Am Ende der nur etwa einminütigen Sendung folgt dann der Hinweis auf Fringe und Sendeplatz. Bei dem gezeigten Material handelt es sich offensichtlich um Ausschnitte aus Fringe. Dennoch kam es selbst im Pro7-Forum zu aufgeregten Diskussionen, warum denn kein anderer Sender über dieses wissenschaftliche Phänomen berichtete. Hat Pro7 hier die Intelligenz seiner Zuschauer überschätzt? Über den Fakt, dass Pro7 mit einer solchen Aktion die Seriösität seiner Nachrichtensendung untergräbt, möchte ich jetzt gar nicht erst schreiben. Zumindest geredet wird nun über Serie genug …

Fringe – Grenzfälle des FBI

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , , on Freitag, 13. März 2009 by mediensucht

fringe11993 machte eine Serie das Genre der Mystery-Serie so beliebt, dass in der Folge der Markt mit weiteren Vertretern des Genres geradezu überschwemmt wurde. Nach Akte X wurde es etwas ruhiger um diese Richtung. Viele Serien fuhren dank billiger CGI-Technik eher auf der Fantasy-Schiene. Seit einiger Zeit mischt nun ein gewisser Jeffrey Jacob – kurz J.J. – Abrams die TV-Welt gehörig auf. Zunächst kreierte er (nach seinem Erfolg mit der Spionageserie Alias) die Abenteuer-Serie Lost, die schon einige Mystery-Elemente in sich trug und trägt. Dank ihres innovativen Konzepts setzte Lost Maßstäbe und wurde ein Überraschungserfolg. Mit Fringe will er nun direkt in die Fußstapfen von Akte X treten.

Mittelpunkt der Serie ist wie schon bei Akte X ein Ermittlerteam, das sich um die Aufklärung paranormaler Fälle bemüht. Es gibt die übliche mysteriöse Organisation, die über Allem steht und sicherlich Dreck am Stecken hat. Das Team besteht aus der kühlen blonden Agentin Olivia Dunham, dem verrückten Professor Dr. Walter Bishop und dessen Sohn Peter. Dunham wird von der zuvor unbekannten Anna Torv verkörpert und ist des Öfteren Anstoß von Kritik. Ich hatte auch so meine Eingewöhnungsschwierigkeiten mit der Dame, die sich aber mit der Zeit gelegt haben. Torv stehen zwei berühmtere Schauspielgrößen bei. Der beispielsweise aus Herr der Ringe bekannte John Noble gibt den schrägen Professor. Der wird in der Pilotfolge aus der Klappsmühle geholt und gibt nun auf sehr eigenartige Art und Weise wissenschaftlichen Beistand. Joshua Jackson, bekannt aus der Serie Dawson’s Creek und vielen Nebenrollen in Filmen, spielt den intelligenten Sohn Peter. Das Potential dieses Charakters wird in den ersten Folgen leider nicht richtig ausgeschöpft. Er ist oftmals nur Beiwerk oder Stichwortgeber.

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Für mich (und vielleicht auch für einige andere deutsche Zuschauer) ist Lance Reddick eine interessante Nebenfigur. Er soll den strengen Agenten vom Heimatschutzministerium mimen, scheitert damit aber an meinem Unterbewusstsein. Wenn ich ihn mit seinem etwas eigenen Dialekt sehe bzw. höre, habe ich sofort das Bild von Germany’s Next Topmodel-Jurymitglied Bruce Darnell („Drama, Baby“) vor Augen und kann ihn nicht mehr ernst nehmen. Der auch aus Lost bekannte Reddick sieht Bruce nicht nur verdammt ähnlich, die übertrieben strenge Art seines Charakters mit der noch übertriebeneren Stimme machen das Ganze noch alberner. Bleibt zu hoffen, dass die deutsche Synchronstimme den Eindruck wieder etwas abschwächt.

Im Gegensatz zu Lost gibt es bei Fringe wieder relativ abgeschlossene Fälle pro Folge. Natürlich darf auch hier ein roter Faden nicht fehlen, der ein großes Ganzes verbindet, der wird aber leider viel zu zaghaft ausgerollt. Die Geschichte mit dem toten Liebhaber der Agentin, der sich immer wieder in ihr Leben drängt, ist eher lästig als spannend. Faszinierend sind wie schon bei Akte X die Einzelfälle mit ihren Mysterien, die innerhalb der Folge enträtselt werden. Das Potential des Storyüberbaus liegt dagegen noch offen.

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Nächsten Montag (16.3.09, 20:15 Uhr) geht es mit „Fringe – Grenzfälle des FBI“ auf ProSieben los. Mal sehen, wie die Serie hier ankommt. In den USA läuft es nach ein paar Anfangsschwierigkeiten besser, was auch an dem guten Sendeplatz nach House liegen mag. Aus den ursprünglich 13 von Fox georderten Folgen sind inzwischen 22 geworden. Ich bin nach über zehn Folgen immer noch skeptisch, ob mir die Serie wirklich etwas gibt. Das ist kein gutes Zeichen. Akte X bleibt auf dem Gebiet ungeschlagen. Außerdem bin ich mal gespannt, wann ProSieben endlich die geniale Serie Chuck sendet. Der Name Abrams zieht wohl momentan doch mehr als der gute Herr Bartowski.

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Terminator: The Sarah Connor Chronicles

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , on Dienstag, 24. Februar 2009 by mediensucht

scc1Seit 12. Januar 2009 läuft auf ProSieben zur Primetime die US-Serie Terminator: S.C.C.. Der Originaltitel Terminator: The Sarah Connor Chronicles wurde vom Sender gekürzt, um Verwechslungen mit der gleichnamigen Sängerin aus Delmenhorst zu vermeiden. Vielleicht hätte es der Sender beim alten Namen belassen sollen, dann hätten sich wahrscheinlich ein paar Popfans in die Zuschauergruppe verirrt. So ist die Serie zum ausgewachsenen Quotendebakel geworden und wird nunmehr nur noch im Nachtprogramm ausgestrahlt. In den USA hat es die Serie bisher immerhin auf zwei Staffeln geschafft. Nach einem umfeldbedingten sehr starken Start gab es zwar auch herbe Zuschauerverluste, Fox hält SCC aber weiterhin die Treue. Die Ursachen für den schweren Stand beim Zuschauer liegen breit gestreut.

Die Geschichte von SCC schließt an die Terminator-Filmreihe an, deren vierter Teil demnächst mit Christian Bale im Kino anläuft. In naher Zukunft wird die Menschheit von hochentwickelten Maschinen bedroht. Das Ende ist nah. Beide Konfliktparteien versuchen mit dem Schicken von Kämpfern in die Vergangenheit die Zukunft zu ändern. Der Freiheitskämpfer John Connor ist das Ziel der Maschinen. Der Zukunfts-Connor wiederum schickt Freunde und „gute“ Terminatoren, um sein junges Ich zu schützen. SCC spielt nun also in heutiger Zeit. Sarah Conner versucht mit Hilfe des weiblichen Roboters Cameron ihren Sohn John zu schützen und die Zukunft zu ändern, indem sie die Entwicklung der intelligenten Maschinen sabotiert. Böse Terminatoren aus der Zukunft und ein FBI-Agent sind ihr auf der Spur.

Die Geschichte enthält nicht viel Neues. Es handelt sich quasi hauptsächlich um leicht abgewandelte Elemente aus den Filmen, die immer wieder variiert erzählt werden. Am Interessantesten ist noch die Figur des weiblichen Terminators Cameron (offensichtlich eine kleine Hommage an Terminator-Regisseur James Cameron). Doch auch hierbei handelt es sich um die alte Frankensteingeschichte von der Maschine, die Gefühle entwickelt. Alles schon tausendmal gesehen, z.B. bei Commander Data in Star Trek.

Lena Heady (300, Der rote Baron) spielt die Titelheldin Sarah Connor. Johns Mutter ist fast schon paranoid vorsichtig und permanent ängstlich. Heady sieht fortwährend weinerlich aus und hat mit der taffen Film-Sarah von Linda Hamilton rein gar nichts mehr zu tun. Die Action nimmt man ihr nicht wirklich ab. Ich sehe Heady zwar gern, hier passt sie aber überhaupt nicht in die Rolle. Eine Fehlbesetzung. Summer Glau als Cameron geht da schon eher, hier ist der Unterschied zwischen Lolitaaussehen und purer Gewalt gewollt und auch wirksam. Über den restlichen Cast lässt sich nicht viel sagen. Die Herrschaften sind hauptsächlich nur da.

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Terminator: The Sarah Connor Chronicles krankt gleich an mehreren Faktoren. Die Geschichte erzählt kaum Neues oder Interessantes, der Cast ist eher durchschnittlich, die Action serienbedingt nicht auf dem hohen Filmniveau. Dem eigentlich interessanten Filmkonzept fehlen die kreativen Ideen, um eine komplette Serienlänge zu unterhalten. In nur wenigen Momenten kann man erahnen, was möglich gewesen wäre. Insgesamt nicht lohnenswert.

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