Archiv für Schmidt

Schmidt und Pocher zum Dritten

Posted in Glotzophonie with tags , , , , on Samstag, 10. November 2007 by mediensucht

Nach der dritten Sendung des neuen Lateshow-Duos muss man leider sagen: Es änderte sich nicht viel. Das ehemalige Konzept wird auch mit Pocher stur durchgehalten. Die Rollenverteilung hat sich natürlich etwas geändert. Pocher ist wesentlich mehr involviert als Stichwortgeber Andrack. Nur bringt Pocher kaum Eigenes in die Show. Er kopiert weiterhin seinen Meister Schmidt. Man sieht klar, dass Pocher zum Schmidt-Nachfolger aufgebaut werden soll, der genauso funktionieren soll, wie sein Vorbild selbst.

In der vergangenen Sendung durfte sich Pocher am Standup zu Anfang versuchen und meisterte diese Aufgabe überraschend passabel. Sicher ist auch er von den Gagschreibern abhängig, bringt die Scherze zu aktuellen Themen aber vernünftig an den Zuschauer. Die Souveränität eines Harald Schmidt fehlt allerdings noch, was sich aber mit der Zeit bessern wird.

Auch sonst läuft die Show in bekannten Bahnen. Helmut Zerlett durfte sich mal wieder auf einer C-Promi-Veranstaltung zum Obst machen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob er genau weiß, wie er beim Publikum damit ankommt! Selbst der Gast war mit Bastian Pastewka ein „alter Bekannter“, der schon oft in der Show war.

Die mir erhoffte Erneuerung bzw. Auffrischung dieser Lateshow bliebt bis jetzt leider aus. Ob ihr damit gedient ist, bleibt zweifelhaft. Zugegebenerweise liegt das Niveau der Sendung immer noch weit über einem Großteil des restlichen TV-Programms. Ich nehme auch stark an, dass Schmidt und Pocher eine weit höhere Einschaltquote haben, als veröffentlicht wird, da die Hauptzielgruppe der Studenten gar nicht erst in die Messung einfließt. Ich wünsche mir dennoch etwas mehr frischen Wind in der Show. Dranbleiben!

Schmidt und Pocher – die Erste

Posted in Glotzophonie with tags , , , , on Freitag, 26. Oktober 2007 by mediensucht

Nun ist sie also durch, die lang erwartete, oft gefürchtete und schon vorher niedergemachte erste Sendung von Schmidt und Pocher. Es gab, wie zu erwarten, eine gute Quote. 2,3 Millionen neugierige Haushalte schalteten ein – meiner Einer auch. Meine Befürchtungen lösten sich in Luft auf. Eigentlich lief alles wie früher. Schmidt sprach zuerst solo über das Tagesgeschehen und begab sich dann zu seinem Schreibtisch. Es folgte Pocher mit einer Tanznummer a la Michael Jackson. Das kannte man schon. Ein dämlicher Einstieg, der kurze Zweifel aufkommen ließ. Doch dann war schnell klar, dass Pocher eigentlich nur Manuel Andrack-Ersatz war – ehrfürchtiger Stichwortgeber quasi. Pocher versuchte Schmidt zu kopieren, ohne viel Eigenes einzubringen. Der Spiegel schrieb von einem Lehrer-Schüler-Verhältnis, was es wohl ganz gut trifft. Es bleibt also momentan alles beim Alten (der Schmidt heißt).

Wie geht es weiter? Die Quoten werden wie üblich zurückgehen, und das nicht nur, weil die Ur-Pocher-Fans sich wieder abwenden. Die Sendung ist seit Jahren gleich. Das ist zwar immer noch höheres Niveau, als man es von den Comedy-Formaten im Unterschichtenfernsehen kennt, doch merkt selbst Schmidt, dass er nicht weiter kommt. So versucht er den Staffelstab an einen Jünger(en) zu übergeben. Vielleicht wird ja aus dem Proll Pocher tatsächlich mal etwas, ist die Frage, ob es dann noch jemanden interessiert. Schmidt geht zum Theater, Pocher unter. Oder so …