Archiv für Mai, 2009

Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg

Posted in Suchtmittel with tags , , , , , , on Sonntag, 24. Mai 2009 by mediensucht

Deutscher Meister ist nur der VfL …

dzeko

Titel des neuen MUSE-Albums: The Resistance

Posted in Beschallungsabhängigkeit on Freitag, 22. Mai 2009 by mediensucht

Der Titel des neuen MUSE-Albums, dessen Veröffentlichung für Sommer diesen Jahres erwartet wird, ist:

THE RESISTANCE

bandtwitterimage

(via http://twitter.com/musewire)

Eurovision Song Contest 2009

Posted in Glotzophonie with tags , , , , , , , , , , , , on Sonntag, 17. Mai 2009 by mediensucht

Tja, gestern/heute strahlte die ARD mal wieder den Eurovision Song Contest aus. Früher gab es da tatsächlich eine bunte Mischung aus Songs mit einem ordentlichen nationalen Einschlag, der einen schönen Querschnitt durch das musikalische Europa darstellte. Heute zählen nur noch Retortenpopnummern auf Englisch mit Modeltypen als Interpreten. Nur noch selten gibt es Lieder in Landessprache und mit landestypischem Repartoire (dieses Jahr beispielsweise ausgerechnet aus Russland). Nach einer Stunde war mir das Ganze dann auch zu viel, weshalb ich mir lieber auf ZDF im Aktuellen Sportstudio nochmals den grandiosen Sieg des VfL in Hannover anschaute.

Russia Eurovision 2009

Hier trotzdem das Endergebnis des Contests (D mal wieder hinten):

1. Norwegen: Alexander Rybak mit „Fairytale“ (387 Punkte)

2. Island: Yohanna mit „Is it true?“ (218 Punkte)

3. Aserbaidschan: AySel & Arash mit „Always“ (207 Punkte)

4. Türkei: Hadise mit „Düm Tek Tek“ (177 Punkte)

5. Großbritannien: Jase Ewen mit „It’s my Time“ (173 Punkte)

6. Estland: Urban Symphony mit „Rändajad“ (129 Punkte)

7. Griechenland: Sakis Rouvas mit „This is our Night“ (120 Punkte)

8. Frankreich: Patricia Kaas mit „Et s’il fallait le faire“ (107 Punkte)

9. Bosnien und Herzegowina: Regina mit „Bistra voda“ (106 Punkte)

10. Armenien: Inga & Anush mit „Jan-Jan“ (92 Punkte)

11. Russland: Anastasija Prichodko mit „Mamo“ (91 Punkte)

12. Ukraine: Svetlana Loboda mit „Be my Valentine“ (76 Punkte)

13. Dänemark: Brinck mit „Believe again“ (74 Punkte)

14. Moldawien: Nelly Ciobanu mit „Hora din Moldova“ (69 Punkte)

15. Portugal: Flor-de-lis mit „Todas a ruas do amor“ (57 Punkte)

16. Israel: Noa & Mira Awad mit „There must be another Way“ (53 Punkte)

17. Albanien: Kejsi Tola mit „Carry me in your Dreams“ (48 Punkte)

18. Kroatien: Igor Cukrov mit „Lijepa Tena“ (45 Punkte)

19. Rumänien: Elena mit „The Balkan Girls“ (40 Punkte)

20. Deutschland: Alex swings, Oscar sings mit „Miss Kiss Kiss Bang“ (35 Punkte)

21. Schweden: Malena Ernman mit „La voix“ (33 Punkte)

22. Malta: Chiara mit „What if we“ (31 Punkte)

23. Litauen: Sasha Son mit „Love“ (23 Punkte)

24. Spanien: Sorya mit „La Noche es para mi“ (23 Punkte)

25. Finnland: Waldos People mit „Lose Control“ (22 Punkte)

Da ist die Veranstaltung von Raab zumindest musikalisch interessanter!

Party Down

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , on Donnerstag, 14. Mai 2009 by mediensucht

Party Down Gallery 2009Ich mag keine Wackelkamera. Ich mag auch keine billigen Filmchen, die mit der normalen HD-Cam gedreht wurden. Party Down wird mit HD-Handkameras gefilmt. Es wackelt ab und zu gewaltig. Ich mag Party Down. Wie konnte das nur passieren?

Party Down ist eine sehr preisgünstig produzierte Serie von den Machern der brillanten Serie Veronica Mars Dan Etheridge, John Enbom und allen voran Rob Thomas, die auf dem kleinen US-Network Starz läuft . Zudem ist noch der relativ bekannte Schauspieler Paul Rudd (aktuell in Trauzeuge gesucht!) an der Produktion beteiligt. Da ich Veronica Mars sehr mochte und mir ein Freund (liebe Grüße an den Auserwählten) zum Sehen riet, probierte ich das doch sehr interessant klingende Format mal aus.

Es geht um eine Gruppe von Caterern, angeführt vom engagierten Ron Donald, die in jeder Folge eine andere Veranstaltung mit Speisen und Getränken versorgt bzw. die Gäste bedient. Dabei gewährt uns die Serie jedes Mal einen Blick in eine andere amerikanische Gesellschaftsschicht und nimmt sie genüsslich auseinander. Da bröckeln die aufgebauten Fassaden nach dem Motto: Je höher das Bauwerk desto lauter der Zusammenbruch. Die Caterer, allesamt im Showgeschäft gescheiterte Karrieren, dienen dabei hauptsächlich als Katalsyatoren, beteiligen sich aber auch gern mal an der ein oder anderen Peinlichkeit.

Ron (Ken Marino – Vinnie van Lowe aus Veronica Mars) träumt von einer eigenen Suppen-party_down1Fastfood-Kette „Soup R‘ Crackers“, ist meist überengagiert und lässt kein Fettnäpfchen aus. Henry (Adam Scott) kennt man nur aus einem Bierwerbespot. Seit dem lief nichts mehr für ihn. Er ist auch wegen seiner vermeintlichen Gleichgültigkeit der ruhige Pol der Gruppe. Auch Constanze (Jane Lynch) hat es nicht über kleine Nebenrollen hinaus geschafft, hält sich aber für eine Hollywoodinsiderin. Die hübsche Casey (Lizzy CaplanCloverfield) hat Probleme mit ihrem Mann und neigt zu köstlichem Sarkasmus. Dann gibt es noch den Macho Kyle (Ryan Hanson – Dick aus Veronica Mars) und den Möchtegern-Drehbuchschreiber Roman (Martin Starr).

Nicht nur der Hauptcast besteht teilweise auch ehemaligen Mitspielern von Veronica Mars, auch viele Nebenrollen sind mit Schauspielern der Serie besetzt. Witzig ist beispielsweise der Auftritt von Enrico Colantoni (Sheriff Mars), der auf einer Nachbarschaftsparty durchdreht. Zudem spielen noch Jason Dohring (Logan Echolls) mit schräger Frisur und Kristen Bell (Veronica Mars) höchstpersönlich kleine Rollen. Ein Spaß für alle Veronica Mars-Fans.

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Party Down ist neben Better Off Ted die momentan wahrscheinlich beste und bissigste Gesellschaftssatire aus den USA. Der Fremdschämfaktor nimmt schon Maßstäbe der Serien von Ricky Gervais (z.B. Extras) an. Dabei ist Party Down relativ aktuell (z.B. Finanzkrise) und sehr abwechslungsreich. Am Ende sind es aber auch die schrägen Figuren und der schöne bitterböse Humor, die die Serie auszeichnen. Empfehlung!

M09

Star Trek (2009)

Posted in Cinemanie with tags , , , , , , , , , , , , on Dienstag, 12. Mai 2009 by mediensucht

Star-Trek-1Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er gewöhnt sich an so ziemlich alles. Der Kinozuschauer muss neuerdings immer mehr schlechte Filme ertragen (Frühjahrsloch?), darum soll es hier aber zum Glück nicht gehen. Kinofilmserien sind eher selten. In den letzten Jahren gab es davon eigentlich nur zwei. James Bond steht schon seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts in über 20 Filmen seinen Mann. Ende der 70er hatte dann Star Trek: Der Film Premiere. Die auf einer Fernsehserie basierende Reihe brachte es mit größeren Pausen auf 10 Filme. Bei Paramount hatte man sich an die Einnahmen aus den Star Trek-Filmen und den Serien gewöhnt. Nachdem aber die Prequel-Serie Enterprise trotz guter Qualität im TV scheiterte und die „Nächste Generation“ im Kino schon zu alt war, entschied man bei Paramount, ausgerechnet dem „Serientäter“ J.J. Abrams, der zuvor eigentlich mit Star Trek nichts am Hut hatte, das Heft in die Hand zu geben. Wie bei Bond dachte man an ein Prequel, frei nach dem neuerdings modernen Rezept: Wie alles begann …!

Es ist ein großer Vorteil der Produktionen aus Amerika, dass man, wenn einmal Malz und Hopfen verloren sind, gern etwas riskiert, um den Karren aus dem Dreck zu holen. Abrams bekam weitestgehend freie Hand. Seine Drehbuchautoren schrieben eine Paramountvorlage nach Abrams Wünschen um. Aus Sorge vor unfreiwilliger Komik sollte echter Humor ein Bestandteil werden. Um eine gute Portion Action muss man sich bei Abrams sowieso keine Sorgen machen. Bei den Hauptrollen entschied man sich gegen die großen Namen (Matt Damon war einmal als Kirk im Gespräch) und für größere Ähnlichkeit zu den Originalcharakteren. Ganz unbekannt sind die Schauspieler aber nicht, die wir auf der Leinwand zu Gesicht bekommen. Man griff beispielsweise im Pool der Seriendarsteller zu. Heroes-Bösewicht Zachary Quinto kommt nicht nur einem jungen Spock sehr nahe, er hat auch kaum noch etwas mit dem Heroes-Monster Sylar gemeinsam. Herr der Ringe-Eomer Karl Urban spielt „Pille“-McCoy, Shaun of the Dead Simon Pegg gibt den Scherzkeks Scotty, House-Blondine Jennifer Morrison gebärt als Kirks Mutter. Als letzter Posten wurde Chris Pine (debütierte in Emergency Room) als Kirk gecastet, der seine Sache ordentlich macht. Neben Leonard Nimoy, der eine kleine Rolle als alternder Spock hat, ist Eric Bana als Bösewicht Nero der einzige große Name des Ensembles.

Star-Trek-3

Die Geschichte an sich ist eine typische Sciencefictionstory mit den fast schon üblichen Raum-Zeit-Spielereien. Das Schöne ist aber, dass sich Abrams neben all der für Star Trek fast schon unüblichen Action Zeit für seine Charaktere nimmt. Zwar kann nicht jedes Mitglied der Crew ausführlich beleuchtet werden, doch gerade Kirk und Spock kommen dem Zuschauer erstaunlich nahe. Natürlich gibt es noch ausreichend Raum für Fortsetzungen. Die Mischung stimmt hier aber schon hervorragend. Dialoge und Actionszenen sind ausgezeichnet getimt. Übermäßig viele Gedanken über die Rachegeschichte des Nero sollte man sich allerdings nicht machen. Sie dient wirklich nur als Aufhänger, uns die Charaktere näher zu bringen und vor allem die Beziehungen der Figuren untereinander anzulegen und auszubreiten.

Der Neubeginn von Star Trek ist also insgesamt als durchaus gelungen zu bezeichnen. Abrams macht vieles richtig und nur wenig falsch. Der Film überzeugt durch gute Action, Humor und Charaktertiefe, ist spannend und dynamisch erzählt. Das Setting ist durch gut gemachte Spezialeffekte realistisch (im Rahmen eines Sciencefictionfilms), nur das Drehbuch ist an einigen Stellen zu chaotisch und platt. Wenn man sich hier bei einer Fortsetzung etwas mehr an die Grundgedanken der Serie (Moral, Ethik) hält und dennoch den äußerst unterhaltsamen Charakter dieses Films beibehält, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und empfehle den Film (auch  Nicht-Trekkies) weiter.

m09

Kurzkommentare – April 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Freitag, 1. Mai 2009 by mediensucht

Die übliche Monatsübersicht zu meinen Filmsichtungen:

Shine A Light
08/15-Konzertmitschnitt, dessen Regisseur zufällig Martin Scorsese ist. Völlig überbewertet! 4/10

Monsters vs. Aliens
Dreamworks zeigt, dass es nicht immer Pixar sein muss. Der Spagat zwischen kindgerechter Geschichte mit entsprechenden Botschaften und angenehmer Erwachsenenunterhaltung mit Horrorfilmanspielungen gelingt gut. 7/10

Der Kaufhauscop
Was für ein strunzdämlicher, langweiliger Film. Schade um den sympathischen Kevin James! 2/10

Milk
Ordentliches Biopic mit guten Schauspielleistungen, dem es mir allerdings etwas an Esprit und Intensivität fehlte. 7/10

Gran Turino
Ruhiger, kleiner Film von und mit Clint Eastwood, der mir aber oft zu berechenbar war, um mich vollends zu überzeugen. 7/10

Männersache
Darüber lacht also Deutschland. Na dann: Gute Nacht! 2/10

Crank 2
Herrlich abgedrehter Spaß, der doch – verglichen mit Teil 1 – tatsächlich noch einen Zahn zulegen kann und das Tempo bis zum Ende hält. 7/10

Radio Rock Revolution
So ein dämlicher Blödsinn. Nix Gute-Laune-Film, nur öde Story mit albernen Gags. Für die gute Musik noch 2/10.

Brügge sehen … und sterben
Beim zweiten Sehen viel melancholischer, als ich ihn in Erinnerung hatte. Immer noch großartig! 9/10

Cloverfield
Gefällt mir vom Konzept und der Umsetzung her weiterhin. Die Logiklöcher kann man dabei gern außer Acht lassen. 7/10

Baader Meinhof Komplex
Leicht besser als beim ersten Sehen. Der innere Zusammenhang dieser historischen Abarbeitung fehlte mir dennoch. 6-7/10