Archiv für How I Met Your Mother

TV-Tipp: aktuelle Serienstarts auf Pro7

Posted in Glotzophonie with tags , , , , , on Mittwoch, 3. September 2008 by mediensucht

So langsam kommt auch in Deutschland der Serien-Herbst ins Rollen. Deshalb möchte ich hier kurz auf einige interessante Serien-Starts hinweisen:
Schon am heutigen Abend geht es um 22:15 Uhr auf Pro7 mit Samantha Who los. Die Serie habe ich selbst zwar noch nicht gesehen, wenn man aber dem Kollegen hirngabel Glauben schenken kann (bei Serien ist das des Öfteren der Fall), dann lohnt sich diese Comedy-Serie mit Christina Applegate auf jeden Fall.

Danach geht es dann mit der siebten Staffel von Scrubs weiter. Ich habe nach dem regelmäßigen Schauen der ersten Staffeln von Scrubs leider irgendwann mal den „Faden verloren“ und diese ausgezeichnete Serie mit Zach Braff (Garden State) nicht mehr verfolgt. Da zuvor aber Samantha Who fest eingeplant ist, lohnt sich sicher ein längeres Verweilen bei Pro7.
Am übernächsten Samstag (13.9.08) um 14:10 Uhr startet dann endlich How I Met Your Mother auf Pro7. Diesen legitimen Friends-Nachfolger habe ich schon in einer eigenen Review ausführlich gewürdigt, weshalb hier nur auf den deutschen Starttermin hingewiesen sei.
Zum Thema Pushing Daisies ist bisher leider nichts auf prosieben.de zu finden …

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Nie wieder Sex mit der Ex

Posted in Cinemanie with tags , , , , , , , , , , on Sonntag, 15. Juni 2008 by mediensucht

Forgetting Veronica Mars?

Serienstars haben es einfach, in die Herzen der Zuschauer zu finden, haben sie doch dafür meist einige Folgen Zeit. Filmschauspielern bleiben nur wenige Minuten, damit sie möglichst schnell zur Identifikationsfigur werden und der Film damit funktioniert. Beim Umstieg von der Serie zum Film hat der Schauspieler wiederum damit zu kämpfen, sein Serienimage loszuwerden, um einem anderen Charakter glaubhaft eine Seele einzuhauchen. Als Zuschauer sollte man den Seriencharakter möglichst vergessen, um mit dem Film zurecht zu kommen. Clever ist es, wenn man erst gar nicht versucht, schier unmögliche Wandlungen zu erschaffen, sondern einfach auf den Seriencharakter aufbaut. So macht es der aus How I Met Your Mother bekannte und für das Drehbuch von Nie wieder Sex mit der Ex verantwortliche Jason Segel mit den zwei Hauptrollen des Films und es funktioniert erstaunlich gut.

Nie wieder Sex mit der Ex (oder im Original Forgetting Sarah Marshall) ist eine der gerade modernen „Romantic Comedies“ für Männer aus dem Hause Judd Apatow (Produzent und Autor von solchen Filmen wie Jungfrau (40), männlich, sucht … oder Beim ersten Mal). In diesen Filmen vom als Nachfolger der Farrelly-Brüder (Verrückt nach Mary) gehandelten Team Apatows sind meist leicht labile und ungeschickte Männer in einer Lebens- bzw. Liebeskrise die Helden, die dann wieder aus der Krise herausfinden müssen. Dabei gibt es viel Brachialhumor und die Protagonisten müssen ordentlich einstecken, ohne aber der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden. Der Umgang mit Sex und Liebe ist erfrischend unkompliziert und fast unamerikanisch. Kennt man eine dieser Komödien, kennt man alle, möchte man fast behaupten. Ganz so einfach ist es aber nicht, denn hier kommt die Cleverness von Segel ins Spiel.

Serienkomponist Peter Bretter (Jason Segel) wurde gerade von seiner Freundin, der Serienheldin Sarah Marshall (Kristen Bell), verlassen und ist am Boden zerstört. Sein Bruder rät ihm, einen Urlaub auf Hawaii zu machen, doch ausgerechnet im gleichen Hotel hat sich seine Ex mit ihrem neuen Freund, dem esoterischen Sängerstar Aldous Snow (Russell Brand), eingenistet. Es kommt logischerweise zum Aufeinandertreffen, nur die entzückende Hotelrezeptionistin Rachel Jansen (wunderschön: Mila Kunis) sorgt für Ablenkung. Segel legt seine Rolle des Peter Bretter ähnlich der seines Seriencharakters aus How I Met Your Mother Marshall Erikson an. Er ist etwas tollpatschig, hat aber eine reine Seele und ist äußerst sympathisch. Auch seine Ex Sarah Marshall (schon wieder Marshall) ist mit Kristen Bell ausgezeichnet besetzt. Wie in der Serie Veronica Mars spielt sie ebenfalls im Film als Schauspielerin in einer Krimiserie eine Ermittlerin und ihr Charakter war dem von Veronica gar nicht so unähnlich. Auch sie war mir somit gleich sympathisch, ob das nun so gewollt war oder nicht. Bei diesem Film war es also gar nicht nötig, Veronica Mars zu vergessen, es half vielmehr. Weitere Parallelen bzw. witzige Referenzen, von denen es noch einige gab, werden hier nicht verraten.

Eigentlich ging ich ziemlich skeptisch an den Film heran und erwartete eine dieser ewig gleichen Teeniekomödien. Der Film machte es mir dann aber schwer, ihn nicht zu mögen. Das fing schon mit dem ersten Song „Love You Madly“ von einer meiner Lieblingsbands Cake an. Die Hauptcharaktere waren mir, wie beschrieben, sofort sympathisch und die erzählte Geschichte war trotz ihrer Vorhersagbarkeit und einigen Längen relativ unterhaltsam. Von einer uneingeschränkten Empfehlung des Filmes möchte ich dennoch absehen. Fans von Apatow werden sicher erwartungsgemäß bedient, ich hatte dagegen Glück, dass ich die Serien kannte, mit denen Segel hier so ausgezeichnet spielt. Für mich also nette und sympathische Unterhaltung ohne großen Tiefgang.

(auch auf kino.de)

Serien-Updates

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , , , , , , , on Mittwoch, 14. Mai 2008 by mediensucht

Auf dem Seriensektor hat sich nach dem Autorenstreik am Anfang des Jahres Vieles getan. Einige Serien wurden abgesetzt, Verträge verlängert, Konzepte geändert. Hier mal ein paar Infos zu Serien, die ich bereits besprochen bzw. empfohlen habe:

Pushing Daisies
Meine aktuelle Lieblingsserie wird zum Glück verlängert. Der Autorenstreik hatte laut serienjunkies hauptsächlich positive Auswirkungen. Finanzielle und konzeptionelle Probleme konnten behoben werden. Kleinere, durch den Streik bedingte Schwierigkeiten will man noch in den Griff bekommen. Im Herbst geht es in den USA weiter. Ein Sendetermin für die erste Staffel in Deutschland (ProSieben) steht leider immer noch nicht fest. Update 4.7.08: Laut Quotenmeter soll die erste Staffel ab dem 17. September 2008 auf ProSieben laufen.

How I Met Your Mother
Die Gastauftritte von Frau Spears haben HIMYM wohl die verdiente vierte Staffel gebracht. Ein Problem sei wohl nicht die Gesamtzahl der Zuschauer, sondern die Zahl der Zuschauer in der gewünschten Zielgruppe. Über einen Senderwechsel wurde nachgedacht. Mir gefällt die Serie auch ohne Britney Spears, deshalb große Freude über die Verlängerung. Ein Sendetermin für die erste Staffel auf ProSieben ist mir nicht bekannt.

Doctor Who
Nach den Querelen um die Absetzung auf ProSieben hat man einen neuen Sendeplatz gefunden, auf dem die Serie nun besser ankommt. Doctor Who läuft nun immer sonntags ab 17:00 Uhr.

Chuck und Heroes
Die beiden Serien Chuck und Heroes laufen ab Herbst immer montags im Doppelpack auf NBC. RTL2 wird ab Herbst die zweite Staffel in Deutschland senden. Ab Juni soll es zu Chuck ein Comic geben. Chuck wurde von ProSieben lizensiert, ein Sendetermin steht mal wieder nicht fest!

weitere Serien
House M.D. ist weiterhin eine der erfolgreichsten Serien in den USA und Deutschland. Mit einer Absetzung ist also nicht zu rechnen. Battlestar Galactica wird nach der Anfang nächsten Jahres laufenden fünften Staffel beendet. Die Handlung neigt sich dem gewollten Ende zu. Außerdem sind die Produktionskosten wohl zu hoch. My Name Is Earl läuft in der dritten Staffel in den USA. RTL will ab Herbst mit der Ausstrahlung der ersten Staffel beginnen.

How I Met Your Mother

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , , , , , , , on Donnerstag, 27. März 2008 by mediensucht

How I Met Your Mother (kurz HIMYM) ist eine amerikanische Sitcom, die in den letzten Tagen damit Schlagzeilen machte, dass Britney Spears darin eine kleine Rolle spielte und die Einschaltquote in die Höhe katapultierte. Eine hohe Zuschauerzahl hat die Serie wirklich verdient, aber nicht wegen Frau Spears, sondern weil sie witzig und sehr unterhaltsam ist. Die Show läuft zur Zeit mit der 3. Staffel in den USA und soll im Sommer oder Herbst auch in Deutschland auf Pro7 ausgestrahlt werden.

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Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es um einen Typen, der im Jahre 2030 seinen Kindern erzählt, wie er in „unserer“ Zeit, deren Mutter kennen lernte. Der Typ heißt Ted Mosby und ist Architekt. Schon in der ersten Folge verliebt sich Ted (Josh Radnor) in die Nachrichtensprecherin Robin Scherbatsky (Cobie Smulders). Die ersten Dates gehen aber derartig in die Hose, so dass die Beziehung im Folgenden zwischen Freundschaft und Liebe hin und her wechselt. Zudem wären da noch Teds bester Freund Marshall Eriksen (Jason Segel) und dessen Verlobte Lily Aldrin (die bezaubernde Alyson Hannigan), deren Beziehung anfangs ausgezeichnet zu funktionieren scheint. Eine Garantie für Lacher ist aber Barney Stinson (Neil Patrick Harris), der überall behauptet, Teds bester Freund zu sein und meist nur Frauen und Blödsinn im Kopf hat. Bei ihm reiht sich ein witziger Satz an den nächsten, weshalb er wohl die beliebteste Figur der Serie ist. Daneben gibt es immer wieder Gastauftritte von „Showgrößen“ wie Mandy Moore, Enrique Iglesias oder Heidi Klum und Stars aus anderen Serien.

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HIMYM wird als Sitcom ganz klassisch in Studios produziert und mit Bandgelächter versetzt. Auch mit der Grundkonstellation von fünf Freunden in New York und den Themen Liebe und Sex begeht HIMYM keine neuen Pfade. Die Serie ist in ihren Grenzen aber derart gut und abwechslungsreich geschrieben, dass man immer wunderbar unterhalten wird wie zu guten alten FRIENDS-Zeiten. Die Charaktere sind allesamt liebenswert und sympathisch, die Geschichten realitätsnah, ohne aber die für ein Comedyformat nötigen kleine Übertreibungen zu vergessen. Wer also mal wieder in die Welt der Sitcoms eintauchen will, sich mit fünf jungen New Yorkern anfreunden will oder einfach nur jeweils gute zwanzig Minuten prächtig unterhalten werden will, sollte sich How I Met Your Mother auf CBS online, aber spätestens demnächst auf Pro7 im TV anschauen. Viel Spaß!

Update: HIMYM läuft ab 13.9.08 ab 14:10 Uhr auf Pro7.