Jimmy Eat World (live)

Neulich … nein, überneulich ist mir beim Zusammenstellen des Jahressamplers 2007 aufgefallen, dass mich Jimmy Eat World schon eine Weile begleiten und immer wieder wunderbare Alternative Rocksongs zu möglichen Samplern beisteuern. Wenn man die Alben so durchhört, gibt es da sicher auch Ausfälle, insgesamt lässt sich aber doch eine gewisse Konstanz in der Qualität erkennen, die schon relativ hoch ist. Warum also nicht den Besuch eines Konzert der Band wagen? Live klingt vieles ja noch besser.

Gestern war es dann also soweit. Jimmy Eat World machten auf ihrer Tour in Berlin halt (Huxleys Neue Welt). Zum wiederholten Mal in letzter Zeit hinterließ eine Vorband einen äußerst positiven Eindruck. SPARKADIA aus Australien spielten eine knappe halbe Stunde gut hörbaren Alternative Rock mit erkennbarem eigenen Stil, was heutzutage eher eine Seltenheit ist. Die drei Herren mit Dame sollte man im Auge bzw. Ohr behalten.

Nach zügigem Umbau betraten dann die vier Herren aus Arizona (USA) die Bühne und präsentierten ein musikalisch abwechslungsreiches Programm. Als angebliche Vertreter des Emo (emotional Hardcore) gab gerade Frontmann Jim Adkins alles und zeigte sich tatsächlich heftig emotional. Nach schon kurzer Zeit war er so durchnässt, dass man ihn mit einem Wasserfall hätte verwechseln können. Mit bis zum Ende klarer Rockstimme schmetterte er sich durch softere und harte Stücke aus dem neuen Album Chase This Light und einigen ausgewählten älteren Stücken.

An Show wurde bis auf ein paar nette Lichteffekte nichts geboten, was man bei dem Preis eigentlich auch nicht verlangen konnte. Nach einer knappen Stunde war das Hauptprogramm durch. Der Beifall und die Zugabenrufe waren für Berliner Verhältnisse ziemlich verhalten. Haben Jimmy Eat World vielleicht gar nicht so viele Hardcore-Fans und bestand das Publikum eher aus vielen „gemäßigten“ Fans? Eine Zugabe gab es dennoch und die bestand aus immerhin fünf zusätzlichen Songs. Da als letztes Stück dann doch noch The Middle gerockt wurde, war ich vollends zufrieden. Ich war sogar noch zusätzlich froh, dass es ein eher kürzeres Konzert war, weil ich deshalb noch die letzte Tram vor dem Streikbeginn der BVG bekam und nicht Stunden im Regen nach Hause laufen musste.

jimmy.jpg

Es war übrigens mein erstes Konzert, auf dem Rauchverbot herrschte. Einige Trottel hielten sich zwar nicht daran, mit den vereinzelten Schwaden wurde die gute Klimaanlage aber fertig. Schön also, dass man nach einem Konzert keine Kopfschmerzen mehr haben muss und nicht völlig verqualmt nach Hause kommt. Ebenso schien die bessere Luft während der Tour den Stimmen der Künstler gut zu bekommen. Die klangen bis zum Ende gut. Ich bin froh über das Rauchverbot!

2 Antworten to “Jimmy Eat World (live)”

  1. Dein Bericht schührt die Vorfreude auf mein JEW Konzert am kommenden Freitag!🙂

  2. War damals auch da und hab sie dann nochmal im Juni in Leipzig erleben dürfen. Einfach eine großartige Truppe!

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