Archiv für Kurzkommentare

Kurzkommentare – Februar 2010

Posted in Cinemanie with tags , on Samstag, 27. Februar 2010 by mediensucht

Im Februar gab’s zum normalen Programm noch ein paar Berlinale-Filme, die hier zuerst stehen:

La Pivellina
Halbdokumentarischer Film über eine Zirkusfamilie, der ein Kind zuläuft, was ziemlich langweilig und uninteressant ist. 3/10

I`m In Trouble
Belanglose Geschichte eines Koreaners, der mit dem Leben nicht zurecht kommt. Leider wird der komödiantische Ton des Anfangs im Weiteren vernachlässigt, was dem Film nicht gut tut. 4/10

Sex&Drugs&Rock&Roll
Andy Serkis in Höchstform, teilweise aber mit Tendenz zum Overacting. Das Musikerporträt des ziemlich unsympathischen Ian Dury bleibt leider in den gewohnten Bahnen, nur ein paar nette Spielereien bilden einen Rahmen um die sonst sehr konventionelle Verfilmung. 6/10

Red Hill
Recht einfacher, aber doch sehr atmosphärischer „Western“ aus Australien, bei dem es blutig und recht spanndend zugeht. 7/10

A Woman, A Gun And A Noodle Shop
Eine kleine Hommage an den Coen-Brüder-Erstling „Blood Simple“ mit vielen Anleihen und Referenzen. Yimous Variante spielt allerdings im alten China. Der Regisseur bleibt optisch seinem Stil treu. Mit wunderbaren Bildern zaubert er die mit Slapstick gespickte Handlung auf die Leinwand. Prima! 9/10

Greenberg
Ein unsympathischer „Held“ in einer teils schrägen, teils plumpen Geschichte, die von Beziehungs- und Lebensunfähigkeit handelt. Mittelmäßig! 5/10

A Somewhat Gentle Man
Erfrischend zynischer norwegischer Film mit Stellan Skarsgard im Coen-Brüder-Stil, gemischt mit der kühlen skandinavischen Sturheit. Gut. 8/10

Caterpillar
Überaus penetranter Apell gegen den Krieg, der mit ewig gleichen Szenen die psychologischen Auswirkungen des Krieges demonstriert. Eine Frechheit für den Zuschauer! 1/10

Die Frisöse
Durchgeknallter und mit zu vielen Klischees gespickter Film von Doris Dörrie, dessen Hauptdarstellerin es aber trotzdem irgendwie schafft, sympathisch zu erscheinen. So 7/10

Der Räuber
Kühle Analyse eines gestörten Langstreckenläufers, der mit Banküberfällen sein Geld „verdient“. Insgesamt bleibt der Film aber ebenso unnahbar wie seine Hauptfigur. 5/10

Der Ghostwriter
Ein Politikthriller von Roman Polanski ohne wirkliche Höhepunkte, der es aber dennoch schafft, durchgehend eine spannende Atmosphäre aufzubauen und selten zu langweilen. 7/10

Shutter Island
Spannender und gewitzter Psychothriller von Scorsese mit einem glänzenden DiCaprio fast perfekt gemacht. Kann man beinahe schon erwarten vom Altmeister. Fein! 9/10

Sherlock Holmes
Amüsante und temporeiche Variante des klassischen Stoffes mit zwei bestens aufgelegten Hauptdarstellern. Regisseur Ritchie schafft es aber nicht, wirkliche Höhepunkte zu setzen. Dennoch unterhaltsam! 7/10

Wolfman
Klassisch gemachter Bestienthriller mit vielen Referenzen an das Genre, dem es aber an eigener Raffinesse fehlt. Belanglose Hommage. 5/10

Top77 – Das Filmjahr 2009

Posted in Cinemanie with tags , , , on Sonntag, 7. Februar 2010 by mediensucht

Naja, eine Top77 ist es nicht wirklich, das ich The Limits of Control absolut nicht in die Liste einordnen kann und er deshalb ganz unten steht. Wahrscheinlich kommen in den nächsten Tagen und Wochen auch Filme aus 2009 dazu, die dann diese Liste hier hinfällig machen. Man sehe sie also als Augenblickwert bzw. grobe Orientierung. Als kleine Zusatzeinschätzung der Filme dienen die angefügten Kurzkommentare hier aus dem Blog, die ich damals kurz nach der Sichtung der Filme verfasste.

Top77

1. Inglourious Basterds (Quentin Tarantino)
Ganz großes Kino. So langsam nähert sich Tarantino den Coens bzgl. Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Die müssten es aber eigentlich besser wissen. Lange Dialoge gab es schon immer, selten waren sie aber den ganzen Film lang so brillant wie hier. Dazu noch extrem viel Augenzwinkern, mal offensichtlich – mal versteckt. Schöne Kamera-Einstellungen und großartige Schauspieler, allen voran natürlich Christoph Waltz und Mélanie Laurent. Keine Sekunde langweilig. Lange nicht so einen Spaß im Kino gehabt! (Kritik) 10/10

2. Star Trek (J.J. Abrams)
Größtenteils gelungener Neuanfang mit viel Action und Humor, der richtig Spaß macht (siehe Kritik). 9/10

3. Watchmen – Die Wächter (Zack Snyder)
Mir hat die Verfilmung des komplexen Stoffes sehr gut gefallen. Die kleineren Macken fallen nicht weiter ins Gewicht. Snyder lässt sich ausreichend Zeit für die Charakterzeichnung, nimmt kleinere nötige Änderungen an der komplexen Story vor und transportiert mit seiner Machart den Stoff ausgezeichnet in die heutige Zeit (nicht inhaltlich sondern filmisch). 9/10

4. Soul Kitchen (Fatih Akin)
Sehr guter Hamburg-Film mit Tempo, Witz, Dramatik und gut aufgelegten Schauspielern, der sehr viel Spaß macht. 9/10

5. Zeiten des Aufruhrs (Sam Mendes)
Was kann man von Mendes, Deakins, Newman, Winslet und DiCaprio erwarten? Natürlich nur höchste Qualität! Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auch mit diesem reinen Gesellschaftsdrama kommt Mendes prima zurecht. Unterstützt von den eben Genannten gelingt ihm ein dichter, eindringlicher und atmosphärischer Film über vermeintliche Zwänge der Gesellschaft, verflogene Ideale und innere Unzufriedenheit. Ein brillantes klassisches Drama! 9/10

6. Das weiße Band (Michael Haneke)
Beeindruckendes Erziehungsdrama von Michael Haneke, das ordentlich an die Nieren geht. Gute schauspielerische Leistungen und das Fehlen von musikalischer Untermalung schaffen eine beklemmende Atmosphäre aus Spannung und Angst. Ein sehr interessanter Versuch, den Ursachen für das Starkwerden des Nationalsozialismus auf die Spur zu kommen. Nur schlechte Ausleuchtung trübt den Eindruck etwas. 9/10

7. Coraline (Henry Selick)
Wow! Steht NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS oder CORPSE BRIDE in nichts nach. Nette kleine Geschichte mit wundervoller Stimmung brillant umgesetzt! Wunderbar! Leichte Farbprobleme bedingt durch die 3D-Technik für daheim. 9/10

8. Hilde (Kai Wessel)
Wann hat die Makatsch eigentlich gelernt, so verdammt gut zu spielen. Sie versucht nicht nur, die Knef zu kopieren, sondern bringt noch erstaunlich viel eigene Persönlichkeit in ihr Spiel. HILDE macht zum Glück die Fehler von LA VIE EN ROSE nicht, erzählt nur einen Ausschnitt aus dem Leben der Knef und verschachtelt ihn nicht zu sehr. Schönes Biopic! 9/10

9. Away We Go – Auf nach Irgendwo (Sam Mendes)
Mendes goes Independent Movie und auch das macht er wieder hervorragend! Ein durchgängig äußerst sympathischer Film mit sympathischen „Helden“, denen die Facetten des Lebens vorgeführt werden und die dabei einen eigenen Weg finden wollen. Schön! 8/10

10. Männerherzen (Simon Verhoeven)
Positive Überraschung! Unterhaltsame und äußerst sympathische deutsche Dramödie mit gutem Tempo und einer guten Mischung aus witzigen und anrührenden Szenen. 8/10

11. Bolt – Ein Hund für alle Fälle (Byron Howard)
Eindeutig auf ein jüngeres Publikum eingestellt, ist BOLT dennoch extrem unterhaltsam und auch technisch brillant gemacht. 8/10

12. Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (Tony Gilroy)
Technisch fein umgesetztes, verzwicktes Gaunerstück, dass doch einiges Mitdenken vom Zuschauer abverlangt. Aber allein die Dialoge zwischen Owen und Roberts sind schon sehr unterhaltsam. Gut! 7-8/10

13. District 9 (Neill Blomkamp)
Witziger, aber auch politisch interessanter Ansatz, dieses Genre (SciFi) zu bearbeiten. Gute Umsetzung, wenngleich der Film gegen Ende hin seinen anfangs beschrittenen Weg verlässt und in Richtung Actionballerdrama geht. Insgesamt großartige Unterhaltung. 8/10

14. The International (Tom Tykwer)
Optisch sehr ansprechende Inszenierung eines brisanten Themas, dass zwar spannend umgesetzt ist, dem es aber insgesamt doch an politischer Relevanz fehlt. Interessant ist die Einbindung von Architektur in das filmische Konzept. Und ja, der Film sieht teilweise aus wie von Michael Mann. 7-8/10

15. Das Kabinett des Dr. Parnassus (Terry Gilliam)
Für einen Gilliam erstaunlich logisch, wenn auch typisch skurril und fantasievoll. Ledgers Tod wird gut durch die „Ersatz“-Schauspieler und die eingebauten Storytricks kompensiert. Hat mir gut gefallen. 7-8/10

16. Die Herzogin (Saul Dibb)
Schönes Kostümdrama mit einer zu dürren Keira Knightley. 8/10

17. Avatar – Aufbruch nach Pandora (James Cameron)
Optisch setzt der Film Maßstäbe! Brillante Animationen und atemberaubender Detailreichtum können aber leider nicht über die dünne Geschichte und vor allem die eindimensionalen und platten Charaktere hinwegtäuschen. Da ist teilweise Fremdschämen angesagt. Komischerweise bleibt Avatar aber dennoch ein beeindruckendes Kinoerlebnis. 8/10

18. Rock’N’Rolla (Guy Ritchie)
Endlich mal wieder ein guter Ritchie, weil cool, witzig und super umgesetzt. Der rockt! 8/10

19. Zerrissene Umarmungen (Pedro Almodóvar)
Almodóvar liebt seine Penelope und die macht alles für ihn. Tolle, irgendwie seltsame Atmosphäre, die mich fast den ganzen Film lang gepackt hat … keine Ahnung, wie und warum. 8/10

20. The Fall (Tarsem Singh)
Brillante Bilder mit einer netten und zum Teil sehr witzigen Geschichte, die bisweilen arg seltsam ist und so ihre Längen hat. Trotzdem sehenswert. 7-8/10

21. Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt (Jean-François Richet)
Spannendes und kurzweiliges Kriminellenporträt aus Frankreich mit ordentlich Action, das kurz vor dem Abspann zu viel aus dem 2. Teil verrät. 7-8/10

22. Slumdog Millionär (Danny Boyle)
Ein typischer Boyle, was leider auch bedeutet, dass der Film gegen Ende nachließ. Großartiger und dichter Anfang mit toller Atmosphäre. Am Ende ging dem Film wegen einiger Negativpunkte die Luft aus. Die älteren Darsteller waren mir z.B. eher unsympathisch. 7/10

23. (500) Days of Summer (Marc Webb)
Nette Liebesgeschichte, die mal nicht die üblichen Hollywoodpfade beschreitet. Die Mitte des Film hat einige Längen und wirkt teilweise zu gewollt „anders“. Sonst ist der Film aber amüsant und anrührend und das „Paar“ erfrischend schräg und sympathisch. 7/10

24. Rachels Hochzeit (Jonathan Demme)
Relativ intensiv vorgetragenes und mit großartigen Schauspielerleistungen überzeugendes Familiendrama, das durch seine dämliche Wackelkameraführung wieder einiges an Atmosphäre kaputt macht. Ich muss nicht andauernd daran erinnert werden, dass ich gerade einen Film sehe. 7/10

25. Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft (Anne Fontaine)
Konzentriert sich eher auf die Phase vor dem Berühmtsein und auf die zwischenmenschlichen Aspekte. Dies gelingt dem Film erstaunlich gut, so dass man zwar nicht alle historischen Fakten über Chanel erfährt, aber ein recht gutes Bild von der Person Coco Chanel erhält. Positive Überraschung! 7/10

26. Gran Torino (Clint Eastwood)
Ruhiger, kleiner Film von und mit Clint Eastwood, der mir aber oft zu berechenbar war, um mich vollends zu überzeugen. 7/10

27. Crank 2: High Voltage (Mark Neveldine)
Herrlich abgedrehter Spaß, der doch – verglichen mit Teil 1 – tatsächlich noch einen Zahn zulegen kann und das Tempo bis zum Ende hält. 7/10

28. Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los (Carlos Saldanha)
Naja, ordentlicher Kinderfilm mit aus den Vorgängern bekannten Figuren und Botschaften. Annehmbar. 7/10

29. It Might Get Loud (Davis Guggenheim)
Schon interessant, wie diese drei verschiedenen Typen an das Thema Stromgitarrenmusik heran gehen. Mir haben aber die Spannungen (positiv oder negativ) zwischen den Musikern gefehlt, die wohl da waren, durch die konservative Machart der Doku aber größtenteils ausgeblendet wurden. 6-7/10

30. Harry Potter und der Halbblutprinz (David Yates)
Hat mir insgesamt doch recht gut gefallen, obwohl der Film weniger auf Action setzt und vielmehr versucht, das Zwischenmenschliche in den Vordergrund zu stellen. Das gelingt erstaunlich oft, wenn es auch teilweise ins Alberne geht. Leider kam die Riddle-Story etwas zu kurz. 7/10

31. Maria, ihm schmeckt’s nicht! (Neele Leana Vollmar)
Eigentlich total simpel gestrickter und mit Klischees beladener Komödienbrei, der mir aber trotzdem gefallen hat – vielleicht, weil ich Italien so mag. 7/10

32. Public Enemies (Michael Mann)
Inhaltlich toll, atmosphärisch gut mit Potential nach oben. Mir erschließt sich nur beim besten Willen nicht, warum Michael Mann den Zuschauer mit seinem Gewackel in Übelkeit versetzen will. Waren die Zeiten damals so übel? ;o) Der Film hätte vernünftige Kinobilder verdient! Man kann auch nah an den Personen sein und ein bewegtes Bild erschaffen, ohne mit der Kamera zu wackeln. Der Rest des Films stimmte nämlich! 7/10

33. Milk (Gus Van Sant)
Ordentliches Biopic mit guten Schauspielleistungen, dem es mir allerdings etwas an Esprit und Intensivität fehlte. 7/10

34. Monsters vs. Aliens (Rob Letterman)
Dreamworks zeigt, dass es nicht immer Pixar sein muss. Der Spagat zwischen kindgerechter Geschichte mit entsprechenden Botschaften und angenehmer Erwachsenenunterhaltung mit Horrorfilmanspielungen gelingt gut. 7/10

35. Oben (Peter Docter)
Guter Animationsfilm mit brillantem Anfang, der aber gegen Ende hin wie schon Wall-E zu sehr auf Action und Klamauk setzt. „Ratatouille“ bleibt vorerst unerreicht. 7/10

36. X-Men Origins: Wolverine (Gavin Hood)
Fand ich gar nicht schlecht. Kann aus objektiven Gesichtspunkten nicht mal sagen, warum das so ist. Ich habe mich jedenfalls subjektiv gut unterhalten gefühlt. 7/10

37. State of Play – Stand der Dinge (Kevin Macdonald)
Etwas zu gewollt gesellschaftskritisch wirkender, aber durchaus spannender Medienthriller mit Starbesetzung. 7/10

38. Salami Aleikum (Ali Samadi Ahadi)
Wunderbar durchgeknallte Culture-Clash-Komödie mit einigen Längen, die aber durch den starken Bollywoodanstrich und die erfrischende Machart fast durchweg begeistern kann. 7/10

39. Whisky mit Wodka (Andreas Dresen)
Ein gutes Ensemble in einem typischen Dresen-Film, in dem es ums Altwerden geht. Typische amüsante und psychologische Herangehensweise von Dresen an das Thema. Nett! 7/10

40. The Wrestler (Darren Aronofsky)
Naja! Da hatte ich mehr erwartet. Aronofsky ist sehr nah an seinem Helden, der von Rourke auch klasse gespielt wird. Der gibt ziemlich viel von sich preis, spielt am Ende aber „nur“ sich selbst. Bisweilen nervte mich die Kamera gewaltig, das ist einfach nicht meine Philosophie von Kino. Die Geschichte ist ziemlich altbacken, aber intensiv erzählt. Sei’s drum, insgesamt ein guter Film. 7/10

41. Marley & Ich (David Frankel)
Nett! 7/10

42. Der Vorleser (Stephen Daldry)
Literaturverfilmung, die sehr nah an der Vorlage bleibt und dabei für den Buchkenner weniger spannend ist. Die Umsetzung ist insgesamt ordentlich, Winslet gut, bei Weitem aber nicht in ihrer besten Rolle. 6-7/10

43. Der seltsame Fall des Benjamin Button (David Fincher)
Gute Schauspieler, großartige Ausstattung und wunderbare Bilder konnten mich dennoch nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte hat mich nicht gepackt. Vielleicht war der Film zu lang, vielleicht zu überraschungsarm, vielleicht zu „sauber“. Es bleiben 6-7/10

44. The Spirit (Frank Miller)
Tja, was soll ich sagen: Der hat mir irgendwie gefallen, wahrscheinlich, weil ich das Gezeigte nach den vielen Negativkritiken nicht so ernst nahm. So habe ich mich teils köstlich amüsiert, ob das nun von den Machern gewollt war oder nicht. Die Optik gefällt mir sowieso. 6-7/10

45. Inside Hollywood (Barry Levinson)
Eigentlich eine witzige Satire auf Hollywood, nur leider wurden die Klischees bisweilen zu stark strapaziert. Zudem gefiel mir die Kameraführung teilweise gar nicht. So 6-7/10

46. Selbst ist die Braut (Anne Fletcher)
Hatte mal Lust auf eine klassische RomCom und wurde nicht enttäuscht. Besonderes gibt es allerdings nicht zu erwähnen. Seichte Story recht witzig verarbeitet mit den üblichen Genrebestandteilen. Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich gegen Sandra Bullock nicht wirklich etwas sagen kann, weil die mir schon immer sympathisch ist … ;o) 6-7/10

47. Brüno (Larry Charles)
Fand ich einen Tick besser als Borat, weil er zielgenauer bloßstellt und weniger albern ist. Dennoch nicht ganz mein Humor. 6/10

48. Hangover (Todd Phillips)
Da habe ich mir mehr erwartet. Ab und zu wirklich guter und böser Humor, oft aber auch langatmig und zäh. 6/10

49. Illuminati (Ron Howard)
Besser, als erwartet. Vom Thema für mich sowieso interessant, ist der Stoff auch recht ordentlich umgesetzt und Hanks stört mich weniger in der Rolle als noch im 1. Teil. 6/10

50. Kurzer Prozess – Righteous Kill (Jon Avnet)
Doch spannender als erwartet, was allerdings nicht unbedingt an der etwas vorhersehbaren Geschichte lag, sondern an der ordentlichen Inszenierung. Dennoch wirken Pacino und De Niro fast zu routiniert, hab ihnen trotzdem gern zugesehen. 50cent hat zum Glück eine kleinere Rolle als befürchtet. So 6/10

51. All Inclusive (Peter Billingsley)
Ziemlich wortlastige Beziehungskomödie, die eher von ihren Schauspielern lebt, als inhaltlich zu fesseln. Streckenweise recht amüsant, oft werden aber die Klischees zu überstrapaziert. Dennoch so kurzweilig, dass der Film nicht weh tut. 6/10

52. Twilight – Biss zum Morgengrauen (Catherine Hardwicke)
Gar nicht so übel und effekthascherisch, wie erwartet. Man erkennt die Intention von Regisseurin Catherine Hardwicke, die Liebe des ungleichen Paars in den Vordergrund zu stellen und das große Huibuh in einem vernünftigen Maß zu halten. Nichtsdestotrotz ist TWILIGHT ein typischer Teeniefilm mit den üblichen Versatzstücken. Ich muss aber gestehen, dass ich Kristen Stewart mal wieder gern zugesehen habe. Insgesamt nett und harmlos. 6/10

53. Sunshine Cleaning (Christine Jeffs)
Mir war nicht ganz klar, was der Film eigentlich wollte. Er zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben zweier Schwestern, die versuchen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Zu offensichtlich auf Independentmovie gemacht, dafür aber zu wenig einnehmend. 6/10

54. Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat (Bryan Singer)
Zugegeben, der Film ist ordentlich gemacht und Cruise nervt weniger als erwartet. Leider brachte mir der Film inhaltlich rein gar nichts. Hier hätte ich mir mal etwas mehr gestalterische Freiheit gewünscht. So kommt der Film nicht über das Niveau eines guten ZDF-Doku-Spielfilms hinweg. Diskussionswürdig ist der Film auch eher nicht, da er einfach eine zu kurze Zeitspanne abhandelt, um größere Rückschlüsse auf den Charakter eines Stauffenberg ziehen zu können. So wirkt er etwas zu glatt. Clarice van Houten ist leider total verschenkt! 5/10

55. Er steht einfach nicht auf Dich (Ken Kwapis)
RomCom von der Stange mit Starbesetzung. Muss man nicht gesehen haben, tut aber auch nicht weh. 5/10

56. Tödliches Kommando – The Hurt Locker (Kathryn Bigelow)
Psychologisches Porträt eines Bombenräumungskommandos im Irak. Sehr nah dran und damit streckenweise ziemlich intensiv, das Gewackel und das grobkörnige Bild gingen mir aber auf den Zeiger. Das geht auch anders! Dazu noch einige Längen, insgesamt also mittelmäßig! Ohne Cameron kein wirklich guter Bigelow! 5/10

56. Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Jean-François Richet)
Leider in allen Belangen schlechter als Teil 1. Die Action ist weniger mitreißend, die Figuren gröber gezeichnet, der innere Zusammenhang lockerer, weil wild aneinandergereihte Ereignisse/Szenen. So 5/10.

57. Terminator – Die Erlösung (McG)
Gute Action als Teil einer ziemlich platten Story. Man hätte sich vielleicht auf eine Hauptfigur konzentrieren sollen, wobei hier Wright wesentlich interessanter ist als Connor. Die arme Bryce Dallas Howard ist total verschenkt. Knappe 4/10

58. Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Tony Scott)
Ab und zu mit witzigen Sprüchen unterhaltend, selten spannend und viel zu vorhersehbar, da völlig ohne Überraschungen und Wendungen. Die fast schon üblichen Logiklöcher sind teilweise tiefer als die Schlaglöcher in Deutschlands Straßen. Trotz niedriger Erwartungen ziemlich enttäuschend. 4/10

59. Die Päpstin (Sönke Wortmann)
Die extrem naive Erzählweise (Kindermärchen) und die konventionelle Inszenierung wird der doch recht interessanten Geschichte nicht gerecht. Da bringen auch gute Schauspieler und opulente Ausstattung nichts. Schade! 4/10

60. The Rocker (Peter Cattaneo)
Gescheiterter Metal-Schlagzeuger hat plötzlich in einer Jugendband Erfolg. 08/15-Teeniecomedy mit den ewig gleichen Witzchen. Allerdings waren die Musikeinlagen ziemlich gut und Rainn Wilson macht den Jack Black am Schlagzeug ziemlich amüsant. Insgesamt aber mäßig unterhaltsam. 4/10

61. Julie & Julia (Nora Ephron)
Langweilige Lebenswegfindungsgeschichte mit einer süßen Amy Adams und einer unterforderten Meryl Streep. Zu wenig anrührende Momente und zu wenig gutes Essen. 4/10

62. Der Ja-Sager (Peyton Reed)
Jim Carrey wieder in seiner Standardrolle in einem Standardfilm mit einem Standardende. Ohne Überraschungen, dennoch teils erstaunlich unterhaltsam. 4/10

63. Sieben Leben (Gabriele Muccino)
Den Anfang fand ich gar nicht so übel. Leider enthüllt sich das vermeintliche „Geheimnis“ viel zu schnell und man langweilt sich durch die erwarteten Szenen, wenngleich sie teils gar nicht schlecht inszeniert sind. Insgesamt eine sehr enttäuschende Angelegenheit! 3/10

64. 2012 (Roland Emmerich)
Optisch tatsächlich ab und zu sehr beeindruckend, sonst bleibt der Film aber weit hinter Day After Tomorrow zurück. Auch ein Katastrophenfilm muss und kann inhaltlich mehr bieten. 2012 bleibt da sehr schwach. 3/10

65. Che – Revolucion (Steven Soderbergh)
Viel zu schwarz/weiß gemalter erster Teil, der Che viel zu positiv darstellt. Der Ansatz, die Geschichte strikt nach Ches Tagebüchern zu erzählen, ist da schon der falsche Ansatz. Habe wenig Hoffnung, dass es der zweite Teil besser macht, und uns noch etwas vom wahren Che (dem Verbrecher) zeigt. Die filmische Umsetzung ist einigermaßen OK. 3/10

66. Transporter 3 (Olivier Megaton)
Ziemlich dummer Actionreißer nach dem üblichen „Transporter“-Schema mit übermäßig vielen unlogischen Szenen, der nur ab und zu so etwas wie Charme versprüht. 3/10

67. Trauzeuge gesucht! (John Hamburg)
Hatte mir von Jason Segel und Paul Rudd mehr erwartet. Dünne Story mit den üblichen Lovestory-Elementen. Langweilig! 3/10

68. Transformers – Die Rache (Michael Bay)
Die Schauwerte ermüden spätestens nach einer Stunde. Die plumpe Story und die eintönige Action dominieren über ein paar wenige gute Szenen. Kann man sich sparen! 3/10

69. Drag Me to Hell (Sam Raimi)
Nimmt sich zu ernst, um von mir ernst genommen zu werden. Klischees in Massen, nur wenige gute Szenen, größtenteils vorhersehbar und langweilig. Die kurzen augenzwinkernden Momente haben mir noch am Besten gefallen. Nicht mein Genre. 2/10

70. Triff die Elisabeths! (Lucien Jean-Baptiste)
Dämliche französische Variante von Cool Runnings. Schwarze Familie fährt in den Ski-Urlaub in die Berge und stellt sich dabei sehr seltsam an. Kein dummes Klischee wird ausgelassen. Blödsinn! 2/10

71. 96 Hours (Pierre Morel)
Dümmlicher Rache-Action-Reißer mit einer zweifelhaften Aussage, der damit leider in die völlig falsche Richtung geht. 2/10

72. Radio Rock Revolution (Richard Curtis)
So ein dämlicher Blödsinn. Nix Gute-Laune-Film, nur öde Story mit albernen Gags. Für die gute Musik noch 2/10.

73. Männersache (Gernot Roll)
Darüber lacht also Deutschland. Na dann: Gute Nacht! 2/10

74. Knowing (Alex Proyas)
Unlogischer Sciencefictionblödsinn mit ein paar Schauwerten, vielen Klischees und einer strunzdummen Geschichte! 2/10

75. Der Kaufhaus Cop (Steve Carr)
Was für ein strunzdämlicher, langweiliger Film. Schade um den sympathischen Kevin James! 2/10

76. G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra (Stephen Sommers)
Selten dämliche Spielzeugverfilmung mit uninspirierter Handlung und schlechten Effekten. Dennis Quaid macht nur noch Mistfilme. 1/10

??. The Limits of Control (Jim Jarmusch)
Ähm, ja!?!

Kurzkommentare – Januar 2010

Posted in Cinemanie with tags , on Mittwoch, 3. Februar 2010 by mediensucht

Soul Kitchen
Sehr guter Hamburg-Film mit Tempo, Witz, Dramatik und gut aufgelegten Schauspielern, der sehr viel Spaß macht. 9/10

Das Kabinett des Dr. Parnassus
Für einen Gilliam erstaunlich logisch, wenn auch typisch skurril und fantasievoll. Ledgers Tod wird gut durch die „Ersatz“-Schauspieler und die eingebauten Storytricks kompensiert. Hat mir gut gefallen. 7-8/10

Boogie Nights
Erste Sichtung überhaupt. Die langen Kamerafahrten und die „schwebende“ Inszenierung haben mich gleich begeistert. Trotz seiner beachtlichen Laufzeit gibt es kaum Längen. Für mich neben „Punch Drunk Love“ der beste PT Anderson. 8-9/10

Rescue Dawn
Christian Bale praktiziert mal wieder Method-Acting in diesem Überlebensfilm von Werner Herzog. Leider bleibt die Inszenierung relativ ereignisarm und uninspiriert. Hat man irgendwie schon ein duzend Mal in ähnlicher Weise gesehen. Schade um die Mühen. 6/10

Catch A Fire
Erstaunlich unpathetisch erzähltes Anti-Apartheidsdrama, das sich aber zu wenig Zeit für seine Charaktere nimmt. Insgesamt eher mittelmäßig. 6/10

Rachels Hochzeit
Relativ intensiv vorgetragenes und mit großartigen Schauspielerleistungen überzeugendes Familiendrama, das durch seine dämliche Wackelkameraführung wieder einiges an Atmosphäre kaputt macht. Ich muss nicht andauernd daran erinnert werden, dass ich gerade einen Film sehe. 7/10

Dazu noch etliche Serienfolgen (Heroes, How I Met Your Mother, Chuck, Dexter, Desperate Housewives, Better Off Ted etc) gesehen.

Kurzkommentare – Dezember 2009

Posted in Cinemanie with tags , , , , on Dienstag, 5. Januar 2010 by mediensucht

Zunächst wünsche ich ein gesundes neues Jahr!

Da ich ja bekanntlich einen kleinen Cinemaxx-Boykott gestartet habe, hielten sich meine Kinobesuche im Dezember in Grenzen. Mit 2012 testete ich ein kleineres Kino in der Nähe. Dazu kam eine Sneak im FaF in Berlin. Mit meinem Avatar-Besuch musste ich dann aus Mangel an Alternativen meinen Boykott kurz unterbrechen, der dieses Jahr sowieso etwas aufgeweicht wird – dazu liebe ich Kino einfach zu sehr. Hier die Eindrücke in Kurzform:

2012
Optisch tatsächlich ab und zu sehr beeindruckend, sonst bleibt der Film aber weit hinter Day After Tomorrow zurück. Auch ein Katastrophenfilm muss und kann inhaltlich mehr bieten. 2012 bleibt da sehr schwach. 3/10

Avatar 3D
Ähnliches Problem wie bei 2012. Optisch setzt der Film aber Maßstäbe! Brillante Animationen und atemberaubender Detailreichtum können leider nicht über die dünne Geschichte und vor allem die eindimensionalen und platten Charaktere hinwegtäuschen. Da ist teilweise Fremdschämen angesagt. Komischerweise bleibt Avatar aber dennoch ein beeindruckendes Kinoerlebnis. 7-8/10

Triff die Elisabeths
Dämliche französische Variante von Cool Runnings. Schwarze Familie fährt in den Ski-Urlaub in die Berge und stellt sich dabei sehr seltsam an. Kein dummes Klischee wird ausgelassen. Blödsinn! 2/10

Kurzkommentare – November 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Sonntag, 6. Dezember 2009 by mediensucht

Männerherzen
Positive Überraschung! Unterhaltsame und äußerst sympathische deutsche Dramödie mit gutem Tempo und einer guten Mischung aus witzigen und anrührenden Szenen. 8/10

All Inclusive
Ziemlich wortlastige Beziehungskomödie, die eher von ihren Schauspielern lebt, als inhaltlich zu fesseln. Streckenweise recht amüsant, oft werden aber die Klischees zu überstrapaziert. Dennoch so kurzweilig, dass der Film nicht weh tut. 6/10

Salami Aleikum
Wunderbar durchgeknallte Culture-Clash-Komödie mit einigen Längen, die aber durch den starken Bollywoodanstrich und die erfrischende Machart fast durchweg begeistern kann. 7/10

Nur drei Mal im Kino im Monat November! Warum? Dazu im nächsten Beitrag mehr …

Kurzkommentare – Oktober 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Sonntag, 1. November 2009 by mediensucht

Das weiße Band
Beeindruckendes Erziehungsdrama von Michael Haneke, das ordentlich an die Nieren geht. Gute schauspielerische Leistungen und das Fehlen von musikalischer Untermalung schaffen eine beklemmende Atmosphäre aus Spannung und Angst. Ein sehr interessanter Versuch, den Ursachen für das Starkwerden des Nationalsozialismus auf die Spur zu kommen. Nur schlechte Ausleuchtung trübt den Eindruck etwas. 9/10

(500) Days of Summer
Nette Liebesgeschichte, die mal nicht die üblichen Hollywoodpfade beschreitet. Die Mitte des Film hat einige Längen und wirkt teilweise zu gewollt „anders“. Sonst ist der Film aber amüsant und anrührend und das „Paar“ erfrischend schräg und sympathisch. 7/10

Die Päpstin
Die extrem naive Erzählweise (Kindermärchen) und die konventionelle Inszenierung wird der doch recht interessanten Geschichte nicht gerecht. Da bringen auch gute Schauspieler und opulente Ausstattung nichts. Schade! 4/10

Away we go
Mendes goes Independent Movie und auch das macht er wieder hervorragend! Ein durchgängig äußerst sympathischer Film mit sympathischen „Helden“, denen die Facetten des Lebens vorgeführt werden und die dabei einen eigenen Weg finden wollen. Schön! 8/10

All The Boys Love Mandy Lane
Bis auf den zugegebenermaßen netten Schluss ein ziemlich langweiliger Scheiß, den kein Mensch braucht. 2/10

live on stage: Jennifer Rostock, a-ha, Maximo Park und Muse samt Vorgruppen (alle großartig bis auf The Horrors)

Kurzkommentare – September 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Sonntag, 11. Oktober 2009 by mediensucht

Wie öfter viel zu spät: Der September-Filmrückblick

G.I. Joe
Selten dämliche Spielzeugverfilmung mit uninspirierter Handlung und schlechten Effekten. Dennis Quaid macht nur noch Mistfilme. 1/10

Julie und Julia
Langweilige Lebenswegfindungsgeschichte mit einer süßen Amy Adams und einer unterforderten Meryl Streep. Zu wenig anrührende Momente und zu wenig gutes Essen. 4/10

It Might Get Loud
Schon interessant, wie diese drei verschiedenen Typen an das Thema Stromgitarrenmusik heran gehen. Mir haben aber die Spannungen (positiv oder negativ) zwischen den Musikern gefehlt, die wohl da waren, durch die konservative Machart der Doku aber größtenteils ausgeblendet wurden. 6-7/10

Whisky mit Wodka
Ein gutes Ensemble in einem typischen Dresen-Film, in dem es ums Altwerden geht. Typische amüsante und psychologische Herangehensweise von Dresen an das Thema. Nett! 7/10

Destrict 9
Witziger, aber auch politisch interessanter Ansatz, dieses Genre (SciFi) zu bearbeiten. Gute Umsetzung, wenngleich der Film gegen Ende hin seinen anfangs beschrittenen Weg verlässt und in Richtung Actionballerdrama geht. Insgesamt großartige Unterhaltung. 8/10

Oben
Guter Animationsfilm mit brillantem Anfang, der aber gegen Ende hin wie schon Wall-E zu sehr auf Action und Klamauk setzt. „Ratatouille“ bleibt vorerst unerreicht. 7/10

Wild at Heart
Durchgeknallter Roadmovie von David-Lynch als Mischung aus Gaga-Komödie und Liebesdrama mit wunderbar grenzdebilen Dialogen, abgedrehtem Overacting, großartigen Bildern und einem schrägen Soundtrack. Macht Spaß! 8/10

Pelham 123 (der aktuelle von Scott)
Ab und zu mit witzigen Sprüchen unterhaltend, selten spannend und viel zu vorhersehbar, da völlig ohne Überraschungen und Wendungen. Die fast schon üblichen Logiklöcher sind teilweise tiefer als die Schlaglöcher in Deutschlands Straßen. Trotz niedriger Erwartungen ziemlich enttäuschend. 4/10

Kurzkommentare – August 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Montag, 31. August 2009 by mediensucht

Public Enemies
Inhaltlich toll, atmosphärisch gut mit Potential nach oben. Mir erschließt sich nur beim besten Willen nicht, warum Michael Mann den Zuschauer mit seinem Gewackel in Übelkeit versetzen will. Waren die Zeiten damals so übel? ;o) Der Film hätte vernünftige Kinobilder verdient! Man kann auch nah an den Personen sein und ein bewegtes Bild erschaffen, ohne mit der Kamera zu wackeln. Der Rest des Films stimmte nämlich! 7/10

Tropic Thunder
Ja, für einen Ben Stiller-Film verdammt gut, da sieht man über einige Längen gern hinweg. Downey Jr. als „Schwarzer“ ist natürlich der Knaller! 7-8/10

Ananas Express
Wie stoned muss man eigentlich sein, um auf so einen Schwachsinn zu kommen. Dieser Blödsinn war streckenweise sogar ziemlich amüsant. Für volle Begeisterung fehlte mir aber der nötige Rauschmittellevel. 6/10

John Rambo
Nicht ganz so dumm wie „Rocky Balboa“, aber immer noch verdammt naiv. Die Bilder waren allerdings schon relativ beeindruckend, allein dafür 2-3/10.

The Hangover
Da habe ich mir mehr erwartet. Ab und zu wirklich guter und böser Humor, oft aber auch langatmig und zäh. 6/10

Ice Age 3
Naja, ordentlicher Kinderfilm mit aus den Vorgängern bekannten Figuren und Botschaften. Annehmbar. 7/10

Film Noir
Da hat man einfach vergessen, nach Fertigstellung des animierten Storyboards den Film zu drehen. Das Storyboard sieht allerdings an einigen Stellen ziemlich gut aus, auch Story und Atmosphäre gefielen mir größtenteils. 7/10

Married Life
Netter kleiner Film mit einem verdammt starken Chris Cooper. Gern gesehen. 8/10

Strange Days
Wow, was für eine Wucht von Film. Abgefahrene Story, kraftvolle Bilder und ein Mördertempo. Der Jahrtausendwechsel als Dystopie, von der wir gar nicht so weit entfernt waren. Eine beängstigende Zukunftsvision aus dem Jahre 1995. Nur am Ende geht dem Film etwas die Luft aus. Trotzdem großartig! 9/10

Zerrissene Umarmungen
Almodóvar liebt seine Penelope und die macht alles für ihn. Tolle, irgendwie seltsame Atmosphäre, die mich fast den ganzen Film lang gepackt hat … keine Ahnung, wie und warum. 8/10

Maria, ihm schmeckt’s nicht
Eigentlich total simpel gestrickter und mit Klischees beladener Komödienbrei, der mir aber trotzdem gefallen hat – vielleicht, weil ich Italien so mag. 7/10

Walk Hard
Weiß nicht so recht, was er will. Einerseits versucht der Film, die Musiker-Biopics der letzten Jahre durch den Kakao zu ziehen, nimmt sich aber andererseits am Ende viel zu ernst. Billige Kopie! 3/10

Coco Chanel
Konzentriert sich eher auf die Phase vor dem Berühmtsein und auf die zwischenmenschlichen Aspekte. Dies gelingt dem Film erstaunlich gut, so dass man zwar nicht alle historischen Fakten über Chanel erfährt, aber ein recht gutes Bild von der Person Coco Chanel erhält. Positive Überraschung! 7/10

30 Days of Night
Naja, ein Vampirzombiefilm im Schnee mit den üblichen Spielereien. Einige konnten mich dann doch fesseln. Ansonsten ist und bleibt es nicht mein Genre! 5/10

Tödliches Kommando
Psychologisches Porträt eines Bombenräumungskommandos im Irak. Sehr nah dran und damit streckenweise ziemlich intensiv, das Gewackel und das grobkörnige Bild gingen mir aber auf den Zeiger. Das geht auch anders! Dazu noch einige Längen, insgesamt also mittelmäßig! Ohne Cameron kein wirklich guter Bigelow! 5/10

Coraline 3D
Wow! Steht NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS oder CORPSE BRIDE in nichts nach. Nette kleine Geschichte mit wundervoller Stimmung brillant umgesetzt! Wunderbar! Leichte Farbprobleme bedingt durch die 3D-Technik für daheim. 9/10

Inglourious Basterds
Ganz großes Kino. So langsam nähert sich Tarantino den Coens bzgl. Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Die müssten es aber eigentlich besser wissen. Lange Dialoge gab es schon immer, selten waren sie aber den ganzen Film lang so brillant wie hier. Dazu noch extrem viel Augenzwinkern, mal offensichtlich – mal versteckt. Schöne Kamera-Einstellungen und großartige Schauspieler, allen voran natürlich Christoph Waltz und Mélanie Laurent. Keine Sekunde langweilig. Lange nicht so einen Spaß im Kino gehabt! 10/10 (Siehe Kritik)

10 Dinge, die ich an dir hasse
Aktuelle und verschiedene Stars in ihren Jugendjahren. Typische Teeniekomödie, flott inszeniert, mit Unmengen Klischees und 08/15-Story. Seichte Nebenbeiberieselung. 5/10

Kurzkommentare – Juli 2009

Posted in Cinemanie with tags , , on Freitag, 7. August 2009 by mediensucht

Etwas verspätet und wetter- bzw. urlaubsbedingt ziemlich spärlich:

Harry Potter und der Halbblutprinz
Hat mir insgesamt doch recht gut gefallen, obwohl der Film weniger auf Action setzt und vielmehr versucht, das Zwischenmenschliche in den Vordergrund zu stellen. Das gelingt erstaunlich oft, wenn es auch teilweise ins Alberne geht. Leider kam die Riddle-Story etwas zu kurz. 6-7/10

Wanted
Ist rein optisch ein sehr unterhaltsamer Film, wenn da nicht diese dämliche Geschichte mit ihrer bedenklichen Aussage wäre. Und die Jolie ist definitiv nicht schön! 4/10

Brüno
Fand ich einen Tick besser als Borat, weil er zielgenauer bloßstellt und weniger albern ist. Dennoch nicht ganz mein Humor. 6/10

Transformers 2
Die Schauwerte ermüden spätestens nach einer Stunde. Die plumpe Story und die eintönige Action dominieren über ein paar wenige gute Szenen. Kann man sich sparen! 3/10

Selbst ist die Braut
Hatte mal Lust auf eine klassische RomCom und wurde nicht enttäuscht. Besonderes gibt es allerdings nicht zu erwähnen. Seichte Story recht witzig verarbeitet mit den üblichen Genrebestandteilen. Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich gegen Sandra Bullock nicht wirklich etwas sagen kann, weil die mir schon immer sympathisch ist … ;o) 6-7/10

Kurzkommentare – Mai und Juni 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Dienstag, 30. Juni 2009 by mediensucht

Ich brauche Urlaub. Nicht einmal zum Bloggen komme ich noch. Ein paar Tage muss ich auf den Urlaub noch warten. Damit im Juni wenigstens noch ein Beitrag hinzukommt, hier die Kurzkommentare zu den Filmen, die ich im Mai (den Beitrag hatte ich damals vergessen) und Juni sah:

Wolverine
Fand ich gar nicht schlecht. Kann aus objektiven Gesichtspunkten nicht mal sagen, warum das so ist. Ich habe mich jedenfalls subjektiv gut unterhalten gefühlt. 7/10

Duplicity
Technisch fein umgesetztes, verzwicktes Gaunerstück, dass doch einiges Mitdenken vom Zuschauer abverlangt. Aber allein die Dialoge zwischen Owen und Roberts sind schon sehr unterhaltsam. Gut! 7-8/10

Schwarze Schafe
Ziemlich abgedrehter Episodenfilm, teilweise lustig, teilweise doof, teilweise sehr unterhaltsam, teilweise zu gewollt. 6/10

Star Trek
Größtenteils gelungener Neuanfang mit viel Action und Humor, der richtig Spaß macht (siehe hier). 9/10

Knowing
Unlogischer Sciencefictionblödsinn mit ein paar Schauwerten, vielen Klischees und einer strunzdummen Geschichte! 2/10

Die Herzogin
Schönes Kostümdrama mit einer zu dürren Keira Knightley. 8/10

Public Enemy No.1 – Mordinstinkt (Teil 1)
Spannendes und kurzweiliges Kriminellenporträt aus Frankreich mit ordentlich Action, das kurz vor dem Abspann zuviel aus dem 2. Teil verrät. 7-8/10

Illuminati
Besser, als erwartet. Vom Thema für mich sowieso interessant, ist der Stoff auch recht ordentlich umgesetzt und Hanks stört mich weniger in der Rolle als noch im 1. Teil. 6/10

Trauzeuge gesucht
Hatte mir von Jason Segel und Paul Rudd mehr erwartet. Dünne Story mit den üblichen Lovestory-Elementen. Langweilig! 3/10

Kung Fu Panda
Technisch brillant, nur inhaltlich für mich nicht so spannend. Insgesamt noch einigermaßen unterhaltsam. 6/10

Battlestar Galactica aus 1978
Hat schon erstaunlich viel Staub angesetzt. Trotz schlechter Effekte und übelster Schauspielerei war es dennoch interessant zu sehen, was die Grundlage für die beste Scifiserie der letzten Jahre war. 4/10

Terminator: Die Erlösung
Gute Action als Teil einer ziemlich platten Story. Man hätte sich vielleicht auf eine Hauptfigur konzentrieren sollen, wobei hier Wright wesentlich interessanter ist als Connor. Die arme Bryce Dallas Howard ist total verschenkt. Knappe 4/10 (genauer hier)

Sunshine Cleaning
Mir war nicht ganz klar, was der Film eigentlich wollte. Er zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben zweier Schwestern, die versuchen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Zu offensichtlich auf Independentmovie gemacht, dafür aber zu wenig einnehmend. 6/10

Public Enemy No.1 – Todestrieb
Leider in allen Belangen schlechter als Teil 1. Die Action ist weniger mitreißend, die Figuren gröber gezeichnet, der innere Zusammenhang lockerer, weil wild aneinandergereihte Ereignisse/Szenen. So 5/10.

Drag Me To Hell
Nimmt sich zu ernst, um von mir ernst genommen zu werden. Klischees in Massen, nur wenige gute Szenen, größtenteils vorhersehbar und langweilig. Die kurzen augenzwinkernden Momente haben mir noch am Besten gefallen. Nicht mein Genre. 2/10

Die Welle
Recht ordentlich umgesetztes und zeitgemäßes Remake mit einem immer noch aktuellen Thema. 7/10

Revolver
Typischer Ritchie, der allerdings am Ende einen auf Lynch macht, was ihm nicht unbedingt gut bekommt. Hat trotzdem über weite Strecken Spaß gemacht. 7/10

Mamma Mia
Völlig durchgeknalltes Abba-Musical, das im Gegensatz zu „Across the universe“ weniger auf Historie und mehr auf Blödelei setzt. Nicht wirklich mein Fall. 3/10

Che – Revolucion (Teil 1)
Viel zu schwarz/weiß gemalter erster Teil, der Che viel zu positiv darstellt. Der Ansatz, die Geschichte strikt nach Ches Tagebüchern zu erzählen, ist da schon der falsche Ansatz. Habe wenig Hoffnung, dass es der zweite Teil besser macht, und uns noch etwas vom wahren Che (dem Verbrecher) zeigt. Die filmische Umsetzung ist einigermaßen OK. Erst einmal ohne Wertung.

edit:
State of Play
Etwas zu gewollt gesellschaftskritisch wirkender, aber durchaus spannender Medienthriller mit Starbesetzung. 7/10

Limits of Control
Ähm, ja!?!

Kurzkommentare – April 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Freitag, 1. Mai 2009 by mediensucht

Die übliche Monatsübersicht zu meinen Filmsichtungen:

Shine A Light
08/15-Konzertmitschnitt, dessen Regisseur zufällig Martin Scorsese ist. Völlig überbewertet! 4/10

Monsters vs. Aliens
Dreamworks zeigt, dass es nicht immer Pixar sein muss. Der Spagat zwischen kindgerechter Geschichte mit entsprechenden Botschaften und angenehmer Erwachsenenunterhaltung mit Horrorfilmanspielungen gelingt gut. 7/10

Der Kaufhauscop
Was für ein strunzdämlicher, langweiliger Film. Schade um den sympathischen Kevin James! 2/10

Milk
Ordentliches Biopic mit guten Schauspielleistungen, dem es mir allerdings etwas an Esprit und Intensivität fehlte. 7/10

Gran Turino
Ruhiger, kleiner Film von und mit Clint Eastwood, der mir aber oft zu berechenbar war, um mich vollends zu überzeugen. 7/10

Männersache
Darüber lacht also Deutschland. Na dann: Gute Nacht! 2/10

Crank 2
Herrlich abgedrehter Spaß, der doch – verglichen mit Teil 1 – tatsächlich noch einen Zahn zulegen kann und das Tempo bis zum Ende hält. 7/10

Radio Rock Revolution
So ein dämlicher Blödsinn. Nix Gute-Laune-Film, nur öde Story mit albernen Gags. Für die gute Musik noch 2/10.

Brügge sehen … und sterben
Beim zweiten Sehen viel melancholischer, als ich ihn in Erinnerung hatte. Immer noch großartig! 9/10

Cloverfield
Gefällt mir vom Konzept und der Umsetzung her weiterhin. Die Logiklöcher kann man dabei gern außer Acht lassen. 7/10

Baader Meinhof Komplex
Leicht besser als beim ersten Sehen. Der innere Zusammenhang dieser historischen Abarbeitung fehlte mir dennoch. 6-7/10

Kurzkommentare – März 2009

Posted in Cinemanie with tags , on Dienstag, 31. März 2009 by mediensucht

Der Urlaub ist vorbei, dann kann es ja weiter gehen mit dem Blog. Filmisch war mal wieder etwas weniger los im Monat März – dafür außerhalb des Kinos mehr. Hier soll es aber um die gesehenen Filme gehen:

Watchmen
Mir hat die Verfilmung des komplexen Stoffes sehr gut gefallen. Die kleineren Macken fallen nicht weiter ins Gewicht. Snyder lässt sich ausreichend Zeit für die Charakterzeichnung, nimmt kleinere nötige Änderungen an der komplexen Story vor und transportiert mit seiner Machart den Stoff ausgezeichnet in die heutige Zeit (nicht inhaltlich sondern filmisch). 9/10

Marley & ich
Nett! 7/10

Hilde
Wann hat die Makatsch eigentlich gelernt, so verdammt gut zu spielen. Sie versucht nicht nur, die Knef zu kopieren, sondern bringt noch erstaunlich viel eigene Persönlichkeit in ihr Spiel. HILDE macht zum Glück die Fehler von LA VIE EN ROSE nicht, erzählt nur einen Ausschnitt aus dem Leben der Knef und verschachtelt ihn nicht zu sehr. Schönes Biopic! 9/10

The Wrestler
Naja! Da hatte ich mehr erwartet. Aronofsky ist sehr nah an seinem Helden, der von Rourke auch klasse gespielt wird. Der gibt ziemlich viel von sich preis, spielt am Ende aber „nur“ sich selbst. Bisweilen nervte mich die Kamera gewaltig, das ist einfach nicht meine Philosophie von Kino. Die Geschichte ist ziemlich altbacken, aber intensiv erzählt. Sei’s drum, insgesamt ein guter Film. 7/10

Inside Hollywood
Eigentlich eine witzige Satire auf Hollywood, nur leider wurden die Klischees bisweilen zu stark strapaziert. Zudem gefiel mir die Kameraführung teilweise gar nicht. So 6-7/10

Rock’N’Rolla
Endlich mal wieder ein guter Ritchie, weil cool, witzig und super umgesetzt. Der rockt! 8/10

Slumdog Millionär
Ein typischer Boyle, was leider auch bedeutet, dass der Film gegen Ende nachließ. Großartiger und dichter Anfang mit toller Atmosphäre. Am Ende ging dem Film wegen einiger Negativpunkte die Luft aus. Die älteren Darsteller waren mir z.B. eher unsympathisch. 7/10

The Fall
Brillante Bilder mit einer netten und zum Teil sehr witzigen Geschichte, die bisweilen arg seltsam ist und so ihre Längen hat. Trotzdem sehenswert. 7-8/10

James Bond – Ein Quantum Trost
Der Film wird leider auch beim zweiten Sehen nicht besser. Ärgerlich! 3/10

Zudem habe ich endlich die 3. Staffel von Dexter geschaut.

Kurzkommentare – Februar 2009

Posted in Cinemanie with tags , , on Sonntag, 1. März 2009 by mediensucht

Zeit für die Kurzkommentare zu den Filmen, die ich im Februar sah:

Igor
Schräger und amüsanter Animationsfilm mit einem etwas zu verkitschten Schluss, aber vielen witzigen Einfällen und sympathischen Charakteren. 8/10

Dr. Horrible’s Sing-Along Blog
Diese kleine Internettrilogie überrascht mit einer abgefahrenen Geschichte, tollen Gesangseinlagen und einem unerwarteten Schluss. Neil Patrick „HIMYM Barney“ Harris ist wohl die Idealbesetzung für die Hauptrolle. Das Ding ist zurecht schon fast Kult. 9/10

Der seltsame Fall des Benjamin Button
Gute Schauspieler, großartige Ausstattung und wunderbare Bilder konnten mich dennoch nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte hat mich nicht gepackt. Vielleicht war der Film zu lang, vielleicht zu überraschungsarm, vielleicht zu „sauber“. Es bleiben 6-7/10

Cashback
Schade eigentlich, dass der es nicht ins Kino schaffte. Erzählt wird eine etwas seltsame Geschichte über einen Jungen, der nach einer Trennung Schlafprobleme hat und die Zeit anhalten kann. Hat mich atmosphärisch etwas an den wunderbaren Garden State erinnert. Es gab viele tolle Kameraeinstellungen und skurille Storyeinfälle. Eine äußerst positive Überraschung. 9/10

Joint Security Area
Der Erstling von Park Chan-Wook schwankt zwischen sehr gut und naja. Das politisch brisante Thema wird gut transportiert, ich habe aber nach wie vor einige Probleme mit der koreanischen Mentalität, was einige Handlungen schwer nachvollziehbar macht. Trotzdem hat der Film einige gute intensive Momente. So 7-8/10

The Spirit
Tja, was soll ich sagen: Der hat mir irgendwie gefallen, wahrscheinlich, weil ich das Gezeigte nach den vielen Negativkritiken nicht so ernst nahm. So habe ich mich teils köstlich amüsiert, ob das nun von den Machern gewollt war oder nicht. Die Optik gefällt mir sowieso. 6-7/10

The International
Optisch sehr ansprechende Inszenierung eines brisanten Themas, dass zwar spannend umgesetzt ist, dem es aber insgesamt doch an politischer Relevanz fehlt. Interessant ist die Einbindung von Architektur in das filmische Konzept. Und ja, der Film sieht teilweise aus wie von Michael Mann. 7-8/10

American History X
Tatsächlich zum ersten Mal gesehen und schwer beeindruckt gewesen. Kraftvolle Inszenierung und ein Edward Norton, der schon in jungen Jahren ordentlich rockt. Sehr gut! 10/10

Akte X – Jenseits der Wahrheit
Warum hat man diesen Film gedreht? Vielleicht um die Beziehung zwischen Mulder und Scully zu einem würdigen Abschluss zu bringen? Der Teil ist dann auch der interessanteste des Films, er wird aber leider viel zu halherzig bearbeitet. Im Vordergrund steht eine dämliche Geschichte, die nicht mal einer Serienfolge würdig wäre. Zudem fehlte auf der DVD eine Tonspur, die Scully Deutsch und Mulder Englisch sprechen lässt. Die Synchronstimme von Mulder geht gar nicht. 3/10

Er steht einfach nicht auf dich
RomCom von der Stange mit Starbesetzung. Muss man nicht gesehen haben, tut aber auch nicht weh. 5/10

Bolt
Eindeutig auf ein jüngeres Publikum eingestellt, ist BOLT dennoch extrem unterhaltsam und auch technisch brillant gemacht. 8/10

96 Hours
Dümmlicher Rache-Action-Reißer mit einer zweifelhaften Aussage, der damit leider in die völlig falsche Richtung geht. 2/10

Der Ja-Sager
Jim Carrey wieder in seiner Standardrolle in einem Standardfilm mit einem Standardende. Ohne Überraschungen, dennoch teils erstaunlich unterhaltsam. 4/10

Der Vorleser
Literaturverfilmung, die sehr nah an der Vorlage bleibt und dabei für den Buchkenner weniger spannend ist. Die Umsetzung ist insgesamt ordentlich, Winslet gut, bei Weitem aber nicht in ihrer besten Rolle. 6-7/10

Kurzkommentare – Januar 2009

Posted in Cinemanie with tags , , on Freitag, 30. Januar 2009 by mediensucht

Hier ist ja gar nix los! Das mag daran liegen, dass ich im Monat Januar mal wieder ein paar mehr Filme gesehen habe. Die kurzen Eindrücke zu den gesehenen Streifen folgen … hier:

Willkommen bei den Sch’tis
Das war also der erfolgreichste Film Frankreichs. Naja, nett war’s schon, das Spiel mit den Klischees. Gegen Ende ging es mir aber zu sehr in die alberne Richtung. Die Synchro war übrigens gar nicht mal so schlecht. C.M. Herbst macht ausgezeichnete Arbeit! So 6/10

So finster die Nacht
Wenn der dämliche Junge als Hauptdarsteller nicht gewesen wäre … Mit dem kam ich zeitweise gar nicht zurecht. Der restliche Cast war dagegen grandios (besonders das „Mädchen“). Der schwedische Gegenentwurf zu „Twilight“ glänzt zudem mit einer ruhigen, aber sehr intensiven Erzählweise und einer wunderbar morbiden Stimmung. Sehr gut! 9/10

Australia
Kitsch über Alles! Dabei fing es noch so gut an. Die anfänglichen satirischen Elemente schwinden aber zusehends, am Ende nimmt sich der Film viel zu ernst. Schöne Bilder, schwülstige Musik und gaaanz viel Herzschmerz, der Genrefan wird begeistert sein. Für mich war`s so lala. 6/10

Schmetterling und Taucherglocke
Technisch natürlich beeindruckend, was Schnabel und Kaminski hier abliefern. Auf menschlicher Ebene hat mir eine Kleinigkeit gefehlt. Vielleicht lag es an den vielen unbeleuchteten Nebenfiguren oder an den zu wenigen Rückblenden auf das Leben von Bauby. Insgesamt aber ein äußerst empfehlenswerter Film. 8-9/10

Die Buddenbrooks
Gute deutsche Literaturverfilmung, die die Geschichte um das Kaufmannshaus ordentlich auf die Leinwand bringt. Ich mag eben Kostümschinken. Etwas mehr Raffinesse und Esprit hätte ich mir aber schon gewünscht. 7/10

Scary Movie 4
Was für ein gequirlter Gesäßausfluss! Kein Mal gelacht! 0/10

1 ½ Ritter
Damit konnte man nach dem Trailer fast rechnen. Saudämliche, total verkrampfte, auf modern gemachte Rittergeschichte, die unkomisch und stinklangweilig ist. Peinlich! 0/10

Kurzer Prozess – Righteous Kill
Doch spannender als erwartet, was allerdings nicht unbedingt an der etwas vorhersehbaren Geschichte lag, sondern an der ordentlichen Inszenierung. Dennoch wirken Pacino und De Niro fast zu routiniert, hab ihnen trotzdem gern zugesehen. 50cent hat zum Glück eine kleinere Rolle als befürchtet. So 6/10

Zeiten des Aufruhrs
Was kann man von Mendes, Deakins, Newman, Winslet und DiCaprio erwarten? Natürlich nur höchste Qualität! Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auch mit diesem reinen Gesellschaftsdrama kommt Mendes prima zurecht. Unterstützt von den eben Genannten gelingt ihm ein dichter, eindringlicher und atmosphärischer Film über vermeintliche Zwänge der Gesellschaft, verflogene Ideale und innere Unzufriedenheit. Ein brillantes klassisches Drama! 9/10

Twilight
Gar nicht so übel und effekthascherisch, wie erwartet. Man erkennt die Intention von Regisseurin Catherine Hardwicke, die Liebe des ungleichen Paars in den Vordergrund zu stellen und das große Huibuh in einem vernünftigen Maß zu halten. Nichtsdestotrotz ist TWILIGHT ein typischer Teeniefilm mit den üblichen Versatzstücken. Ich muss aber gestehen, dass ich Kristen Stewart mal wieder gern zugesehen habe. Insgesamt nett und harmlos. 6/10

Speed Racer
Nö, so grottenschlecht war der gar nicht. Ist sicher eine gewöhnungsbedürftige Variante, einen Comic zu verfilmen, wenn man sich aber mal daran gewöhnt hat, ist die Optik durchaus interessant. Bei der Geschichte haperts dagegen gewaltig. Viel zu simpel gestrickt und nicht wirklich spannend. So 4/10

Southland Tales
Da hat jemand dem Kelly ins Hirn geschissen und die Kamera draufgehalten. Anders ist dieser Gesäßausfluss nicht zu erklären. Dabei ist der Film zumindest zeitweise optisch und akustisch ganz gut gemacht. Warum man aber einen Muse-Song so deplaziert einsetzen muss, ist mir ein Rätsel. Schade drum! Zur Story an sich fehlen mir die Worte! 1/10

W.
Hatte ein paar gute Momente, war aber insgesamt viel zu harmlos, zu wenig bissig oder witzig. Meines Erachtens fehlte Stone ein ordentliches Konzept, wo der Film nun eigentlich hingehen sollte. So ist er nichts Halbes und nichts Ganzes. Immerhin passt er damit annähernd zur porträtierten Person. 3/10

Sieben Leben
Den Anfang fand ich gar nicht so übel. Leider enthüllt sich das vermeintliche „Geheimnis“ viel zu schnell und man langweilt sich durch die erwarteten Szenen, wenngleich sie teils gar nicht schlecht inszeniert sind. Insgesamt eine sehr enttäuschende Angelegenheit! 3/10

Transporter 3
Ziemlich dummer Actionreißer nach dem üblichen „Transporter“-Schema mit übermäßig vielen unlogischen Szenen, der nur ab und zu so etwas wie Charme versprüht. 3/10

Operation: Walküre
Zugegeben, der Film ist ordentlich gemacht und Cruise nervt weniger als erwartet. Leider brachte mir der Film inhaltlich rein gar nichts. Hier hätte ich mir mal etwas mehr gestalterische Freiheit gewünscht. So kommt der Film nicht über das Niveau eines guten ZDF-Doku-Spielfilms hinweg. Diskussionswürdig ist der Film auch eher nicht, da er einfach eine zu kurze Zeitspanne abhandelt, um größere Rückschlüsse auf den Charakter eines Stauffenberg ziehen zu können. So wirkt er etwas zu glatt. Clarice van Houten ist leider total verschenkt! 5/10

8 Blickwinkel
Nette Idee mit altbackener Geschichte und viel zu vielen Klischees, die den Film mit der Zeit langweilig machen. Kein gutes Merkmal für einen Action-Film. 3/10

Kurzkommentare – Dezember 2008

Posted in Cinemanie with tags , on Montag, 5. Januar 2009 by mediensucht

Zeit für die Kurzkommentare zu den Filmen, die ich im Dezember gesehen habe. Auch nicht so viele, weil ich Weihnachten weit weg von einem Kino war, dafür war ich dieses Jahr schon fünf mal im Kino.

Vicky Cristina Barcelona
Meine Güte, was für eine verschrobene Altherrenfantasie, die mir sogar ab und zu gefiel. Ich glaube, ich werde alt! 5/10

The Women
Der totale Frauenfilm. Das geht sogar soweit, dass kein einziger Mann auftaucht – nicht mal als Interpret der Filmmusik. Das ist als Konzept erst mal nicht schlecht. Ich schwanke zwischen „Iiih, wie klischeehaft und kitschig“ und „Ah, interessant und witzig“. So 4/10

Danach brauchte ich erst mal einen Männerfilm:

Death Race
War aber auch nicht besser. Dumme Geschichte voller Klischees mit ordentlich Action verpackt. Teilweise überraschend kurzweilig, aber schnell vergessen. 4/10

Der Tag, an dem die Erde stillstand
Gar nicht so schlecht, wie erwartet, was hauptsächlich am atmosphärisch dichten Anfang lag. Am Ende wird der Film aber ziemlich penetrant in seiner Aussage und hollywoodmäßig weichgespült. 6/10

Tintenherz
Fantasy-Geschichte mit Potential – leider völlig überraschungsarm umgesetzt. Verschenkte Chance! 3/10

The Incredible Hulk
Beim besten Willen: Dieser Hulk sieht immer noch aus wie ein durchgeknalltes Gummibärchen. Ein Ansatz von charakterlicher Tiefe ist immerhin zu erkennen. Ansonsten herrschen auch hier Klischees und typische Comicversatzstücke, die das Ganze etwas ermüdend machen. 5/10

Ultraviolet
Strunzdummer Actionmüll in gestylter Zukunft! Verschwendete Zeit. 1/10

Madagascar 2
Ohne Sichtung des ersten Teils einfach mal einen Fortsetzungsfilm riskiert. Routiniert, ohne große Momente, aber erfreulich kurzweilig. Mehr als ein „nett“ ist aber nicht drin. 6/10