Archiv für Februar, 2009

Terminator: The Sarah Connor Chronicles

Posted in Serienjunkietum with tags , , , , , , , , on Dienstag, 24. Februar 2009 by mediensucht

scc1Seit 12. Januar 2009 läuft auf ProSieben zur Primetime die US-Serie Terminator: S.C.C.. Der Originaltitel Terminator: The Sarah Connor Chronicles wurde vom Sender gekürzt, um Verwechslungen mit der gleichnamigen Sängerin aus Delmenhorst zu vermeiden. Vielleicht hätte es der Sender beim alten Namen belassen sollen, dann hätten sich wahrscheinlich ein paar Popfans in die Zuschauergruppe verirrt. So ist die Serie zum ausgewachsenen Quotendebakel geworden und wird nunmehr nur noch im Nachtprogramm ausgestrahlt. In den USA hat es die Serie bisher immerhin auf zwei Staffeln geschafft. Nach einem umfeldbedingten sehr starken Start gab es zwar auch herbe Zuschauerverluste, Fox hält SCC aber weiterhin die Treue. Die Ursachen für den schweren Stand beim Zuschauer liegen breit gestreut.

Die Geschichte von SCC schließt an die Terminator-Filmreihe an, deren vierter Teil demnächst mit Christian Bale im Kino anläuft. In naher Zukunft wird die Menschheit von hochentwickelten Maschinen bedroht. Das Ende ist nah. Beide Konfliktparteien versuchen mit dem Schicken von Kämpfern in die Vergangenheit die Zukunft zu ändern. Der Freiheitskämpfer John Connor ist das Ziel der Maschinen. Der Zukunfts-Connor wiederum schickt Freunde und „gute“ Terminatoren, um sein junges Ich zu schützen. SCC spielt nun also in heutiger Zeit. Sarah Conner versucht mit Hilfe des weiblichen Roboters Cameron ihren Sohn John zu schützen und die Zukunft zu ändern, indem sie die Entwicklung der intelligenten Maschinen sabotiert. Böse Terminatoren aus der Zukunft und ein FBI-Agent sind ihr auf der Spur.

Die Geschichte enthält nicht viel Neues. Es handelt sich quasi hauptsächlich um leicht abgewandelte Elemente aus den Filmen, die immer wieder variiert erzählt werden. Am Interessantesten ist noch die Figur des weiblichen Terminators Cameron (offensichtlich eine kleine Hommage an Terminator-Regisseur James Cameron). Doch auch hierbei handelt es sich um die alte Frankensteingeschichte von der Maschine, die Gefühle entwickelt. Alles schon tausendmal gesehen, z.B. bei Commander Data in Star Trek.

Lena Heady (300, Der rote Baron) spielt die Titelheldin Sarah Connor. Johns Mutter ist fast schon paranoid vorsichtig und permanent ängstlich. Heady sieht fortwährend weinerlich aus und hat mit der taffen Film-Sarah von Linda Hamilton rein gar nichts mehr zu tun. Die Action nimmt man ihr nicht wirklich ab. Ich sehe Heady zwar gern, hier passt sie aber überhaupt nicht in die Rolle. Eine Fehlbesetzung. Summer Glau als Cameron geht da schon eher, hier ist der Unterschied zwischen Lolitaaussehen und purer Gewalt gewollt und auch wirksam. Über den restlichen Cast lässt sich nicht viel sagen. Die Herrschaften sind hauptsächlich nur da.

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Terminator: The Sarah Connor Chronicles krankt gleich an mehreren Faktoren. Die Geschichte erzählt kaum Neues oder Interessantes, der Cast ist eher durchschnittlich, die Action serienbedingt nicht auf dem hohen Filmniveau. Dem eigentlich interessanten Filmkonzept fehlen die kreativen Ideen, um eine komplette Serienlänge zu unterhalten. In nur wenigen Momenten kann man erahnen, was möglich gewesen wäre. Insgesamt nicht lohnenswert.

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81st Annual Academy Awards – Die Oscars 2009

Posted in Cinemanie with tags , , , , , , , , on Montag, 23. Februar 2009 by mediensucht

Die Oscars 2009 – Sieger und Kommentare

Es ist zwar jedes Jahr das Gleiche, man schaut die Oscars, amüsiert sich mehr oder weniger, ärgert sich über manch „politische“ Entscheidung der Academy, schaltet aber dann nächstes Jahr wieder ein. So war ich dieses Mal auch wieder live dabei. Als deutscher Normalkinobesucher habe ich einige Filme, die nominiert waren, noch nicht gesehen, da sie hier noch nicht offiziell angelaufen sind. So bleiben mir als Anhaltspunkte zur Bewertung nur die Trailer und das Œuvre der Nominierten. Hier mein kleiner Rückblick:

Die Show: Dieses Jahr durfte Hugh Jackman im Kodak Theatre als Host ans Mikro. Als langjähriger Musicaldarsteller sollte Jackman keine größere Mühe mit dem Job gehabt haben. Und gleich zu Anfang stellte er sein Können unter Beweis. Schöne Musicalnummer, die auch gleich Standing Ovations provozierte. Ganz im Zeichen des Musicals stand dann auch der Abend. Die Präsentatoren der Sieger waren zwischendurch mal mehr, mal weniger witzig. Einige Hänger und viel Werbung gab’s auch wie üblich. Insgesamt eine ziemlich biedere Show ohne Überraschungen in der Inszenierung.

Die Gewinner (in Reihenfolge der Präsentation):

Nebendarstellerin (Actress in a Supporting Role)
Nominierte:
Amy Adams in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Penélope Cruz in “Vicky Cristina Barcelona”
Viola Davis in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Taraji P. Henson in “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Marisa Tomei in “The Wrestler”
Gewinnerin: Penélope Cruz in “Vicky Cristina Barcelona”
Kommentar: Ich habe auf Marisa Tomei getippt, Cruz geht aber auch in Ordnung. Interessant, dass Cruz nicht Woody Allen dankte, sondern Almodovar, der sie „groß“ gemacht hat und an dem sich Allen wohl auch bei Cruz‘ Rolle in „Vicky Cristina Barcelona“ orientiert hat.

Originaldrehbuch [Writing (Original Screenplay)]
Nominierte:
“Frozen River”
“Happy-Go-Lucky”
”Brügge sehen … und sterben?” (”In Bruges”)
“Milk”
“Wall-E”
Gewinner: Milk
Kommentar: Habe in diesem starken Feld auf „Milk“ getippt, der ja auch gewonnen hat. Konnte den Film leider bisher nicht sehen, da ich auf einem „Dorf“ lebe ;o) Sehr emotionale Dankesrede von Dustin Lance Black.

Drehbuch nach einer Vorlage [Writing (Adapted Screenplay)]
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“Glaubensfrage” (”Doubt”)
“Frost/Nixon”
“Der Vorleser” (”The Reader”)
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Kommentar: Wieder richtig getippt und auch „Slumdog Millionär“ habe ich nicht gesehen. Der erste Oscar für den Film.

Animierter Spielfilm (Animated Feature Film)
Nominierte:
“Bolt”
“Kung Fu Panda”
“Wall-E”
Gewinner: Wall-E
Kommentar: Pixar rockt. Immer! „Bolt“ war allerdings auch gut. „Kung Fu Panda“ habe ich verpasst, der wird aber noch nachgeholt.

Animierter Kurzfilm [Short Film (Animated)]
Nominierte:
“La Maison en Petits Cubes” (Japan)
“Lavatory – Lovestory” (”Ubornaya istoriya – lyubovnaya istoriya”, Russland)
“Oktapodi” (Frankreich)
“Presto” (USA)
“This Way Up” (Großbritannien)
Gewinner: “La Maison en Petits Cubes” (Japan)
Kommentar: Zum Sieger kann ich nicht viel sagen. „Presto“ von Pixar fand ich super, auf den hätte ich auch getippt.

Ausstattung (Art Direction)
Nominierte:
“Der fremde Sohn” (”Changeling”)
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Die Herzogin” (”The Duchess”)
“Zeiten des Aufruhrs” (”Revolutionary Road”)
Gewinner: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar: Historische Filme haben hier immer die größten Chancen. „Button“ spielt gleich über mehrere Jahrzehnte, was rein optisch schon einiges hermacht. Dieser Oscar war zu erwarten.

Kostüm (Costume Design)
Nominierte:
“Australia”
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“Die Herzogin” (”The Duchess”)
“Milk”
“Zeiten des Aufruhrs” (”Revolutionary Road”)
Gewinner: Die Herzogin
Kommentar: Und auch hier ist die Academy sehr berechenbar. Kostümschicken gefallen in dieser Kategorie immer, mir übrigens auch ;o)

Makeup
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Hellboy II: Die goldene Armee” (”The Golden Army”)
Gewinner: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar: Und nochmals eine vorhersehbare Entscheidung. Es war aber auch großartig, was das Maskenteam hier geleistet hat, wobei auch ein paar Computer nicht unbeteiligt gewesen sein dürften.

Kamera (Cinematography)
Nominierte:
Tom Stern für “Der fremde Sohn” (”Changeling”)
Claudio Miranda für “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Wally Pfister für “The Dark Knight”
Chris Menges & Roger Deakins für “Der Vorleser” (”The Reader”)
Anthony Dod Mantle für “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Anthony Dod Mantle für “Slumdog Millionär”
Kommentar: Hier habe ich auf Button getippt, es gab aber den zweiten Oscar für „Slumdog Millionär“. Was ich bisher sehen konnte, ist viel Handkamera, was relativ atmosphärisch wirkte und das Leben in Indien gut vermittelte. Mal sehen …

Kurzfilm [Short Film (Live Action)]
Nominierte:
“Auf der Strecke” (Deutschland/Schweiz)
“Manon On The Asphalt” (”Manon sur le bitume”, Frankreich)
“New Boy” (Irland)
“The Pig” (”Grisen”, DK)
“Spielzeugland” (Deutschland)
Gewinner: “Spielzeugland” (Deutschland)
Kommentar: YES! Ein Oscar für („Ost-„) Deutschland! Bei den Kurzfilmen waren wir aber schon immer gut!

Nebendarsteller (Actor in a Supporting Role)
Nominierte:
Josh Brolin in “Milk”
Robert Downey Jr. in “Tropic Thunder”
Philip Seymour Hoffman in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Heath Ledger in “The Dark Knight”
Michael Shannon in “Zeiten des Aufruhrs” (”Revolutionary Road”)
Gewinner: Heath Ledger in “The Dark Knight”
Kommentar: Klar wie Kloßbrühe. Mit dem Tipp konnte man kein Geld verdienen. Emotionale Momente bei den Dankesreden der Famile.

Dokumentationsfilm (Documentary Feature)
Nominierte:
“The Betrayal – Nerakhoon”
“Encounters At The End Of The World”
“The Garden”
“Man On Wire”
“Trouble The Water”
Gewinner: Man On Wire
Kommentar: Keine der Dokus gesehen. Kein weiterer Oscars für Deutschland und Werner Herzog.

Dokumentation – Kurzfilm (Documentary Short)
Nominierte:
“The Conscience Of Nhem En”
“The Final Inch”
“Smile Pinki”
“The Witness – From The Balcony Of Room 306?
Gewinner: Smile Pinki
Kommentar: Warum nicht … ;o) (???)

Visuelle Effekte (Visual Effects)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Iron Man”
Gewinner: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar: Den Sieger hatte ich auch so getippt. Der nächste Oscar für „Button“. Insgesamt auch die für mich beste technische Leistung.

Tonbearbeitung (Sound Editing)
Nominierte:
“The Dark Knight”
“Iron Man”
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
“Wall-E”
“Wanted”
Gewinner: The Dark Knight
Kommentar: Wiederum richtig getippt. The Dark Knight ist nicht nur optisch gut gemacht, auch die Soundleute leisteten beeindruckende Arbeit. Verdienter Oscar.

Tonmischung (Sound Mixing)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
“Wall-E”
“Wanted”
Gewinner: Slumdog Millionär
Kommentar: Auch hier hatte ich auf „The Dark Knight“ getippt, das war dagegen der nächste Oscar für „Slumdog Millionär“, wo wohl auch soundmäßig die Atmosphäre von Bombay hervorragend eingefangen wurde.

Schnitt (Film Editing)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“The Dark Knight”
“Frost/Nixon”
“Milk”
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Slumdog Millionär
Kommentar: Und schon wieder „Slumdog Millionär“. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der zumindest gut gemacht ist.

Filmmusik [Music (Score)]
Nominierte:
Alexandre Desplat für “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
James Newton Howard für “Defiance”
Danny Elfman für “Milk”
A. R. Rahman für “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Thomas Newman für “Wall-E”
Gewinner: A. R. Rahman für “Slumdog Millionär”
Kommentar: Ähm, schon wieder. Das war dann auch der einzige Komponist, den ich nicht kannte. Von den anderen Vier war man gute Arbeit gewöhnt, der Inder ist wohl auch gut. Hier war ich zuvor aber so verwegen und hatte auf Rahman gesetzt ;o)

Filmsong [Music (Song)]
Nominierte:
“Down To Earth” von Peter Gabriel and Thomas Newman (”Wall-E”)
“Jai Ho” von A.R. Rahman und Gulzar (”Slumdog Millionaire”)
“O Saya” von A.R. Rahman und Maya Arulpragasam (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: “Jai Ho” von A.R. Rahman und Gulzar (”Slumdog Millionaire”)
Kommentar: Und nochmal. „Down To Earth“ hätte ich es auch gegönnt, „Jai Ho“ geht aber auch in Ordnung. Sehr markanter Song.

Nicht englischsprachiger Film (Foreign Language Film)
Nominierte:
“Der Baader Meinhof Komplex” (Deutschland)
“Die Klasse” (”Entre les murs”, Frankreich)
“Departures” (”Okuribito, Japan)
“Revanche” (Österreich)
“Waltz With Bashir” (Israel)
Gewinner: Departures
Kommentar: Oha, das ist eine Überraschung. Mit Deutschland hätte ich nicht wirklich gerechnet, dagegen eher mit Israel. So kamen wir wieder in den „Genuss“ von etwas japanischem Kamikaze-Englisch.

Regie (Directing)
Nominierte:
David Fincher für “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Ron Howard für “Frost/Nixon”
Gus Van Sant für “Milk”
Stephen Daldry für “Der Vorleser” (”The Reader”)
Danny Boyle für “Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Danny Boyle für “Slumdog Millionär”
Kommentar: Nach der Preisflut keine Überraschung mehr. Auch wenn mir Boyles Filme nicht immer 100%ig gefielen, behandelten sie doch immer ein völlig neues Thema, an dem Boyle sich probierte. Auf diesen Film hatte ich hier getippt und bin ich gespannt, ihn endlich zu sehen.

Hauptdarstellerin (Actress in a Leading Role)
Nominierte:
Anne Hathaway in “Rachels Hochzeit” (”Rachel Getting Married”)
Angelina Jolie in “Der fremde Sohn” (”Changeling”)
Melissa Leo in “Frozen River”
Meryl Streep in “Glaubensfrage” (”Doubt”)
Kate Winslet in “Der Vorleser” (”The Reader”)
Gewinner: Kate Winslet in “Der Vorleser”
Kommentar: Zwei Worte: Na endlich!

Hauptdarsteller (Actor in a Leading Role)
Nominierte:
Richard Jenkins in “The Visitor”
Frank Langella in “Frost/Nixon”
Sean Penn in “Milk”
Brad Pitt in “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
Mickey Rourke in “The Wrestler”
Gewinner: Sean Penn in “Milk”
Kommentar: Hatte ich so getippt, auch wenn man zuvor eher von einem klaren Sieg von Mickey Rourke ausgegangen ist, der wohl nie wieder so eine Rolle spielen wird. Penn ist zwar oft nah am Overacting, seine Performance als Harvey Milk war wohl dennoch beeindruckend.

Bester Film (Best Picture)
Nominierte:
“Der seltsame Fall des Benjamin Button” (”The Curious Case Of Benjamin Button”)
“Frost/Nixon”
“Milk”
“Der Vorleser” (”The Reader”)
“Slumdog Millionär” (”Slumdog Millionaire”)
Gewinner: Slumdog Millionär
Kommentar: Der große Gewinner der Oscar-Nacht ist also die Low-Budget-Produktion „Slumdog Millionär“, die sich klar gegen die Mega-Produktion „Benjamin Button“ durchgesetzt hat. Wirklich unerwartet kam das aber nicht.

Das war’s dann für dieses Jahr ohne große Überraschungen. Bis zum nächsten Jahr …

Top 81 – Mein Filmjahr 2008

Posted in Cinemanie with tags , , , on Donnerstag, 19. Februar 2009 by mediensucht

In dieser Liste zählen nur Filme, die 2008 im Kino anliefen oder auf DVD erschienen.

81. 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (Til Schweiger)
Damit konnte man nach dem Trailer fast rechnen. Saudämliche, total verkrampfte, auf modern gemachte Rittergeschichte, die unkomisch und stinklangweilig ist. Peinlich! 0/10

80. The Happening (M. Night Shyamalan)
Mit einem Wort: Schlecht! Siehe Verriss! 1/10

79. Southland Tales (Richard Kelly)
Da hat jemand dem Kelly ins Hirn geschissen und die Kamera draufgehalten. Anders ist dieser Gesäßausfluss nicht zu erklären. Dabei ist der Film zumindest zeitweise optisch und akustisch ganz gut gemacht. Warum man aber einen Muse-Song so deplaziert einsetzen muss, ist mir ein Rätsel. Schade drum! Zur Story ansich kann man gar nichts sagen! 1/10

78. 10.000 BC (Roland Emmerich)
Inhaltlich und auch optisch weit hinter Gibsons Apocalypto zurück. Ziemlich langweiliges Frühzeitfilmchen! 2/10

77. Der fliegende Händler (Eric Guirado)
Der Regisseur hätte mal lieber bei seinen Dokumentationen bleiben sollen. Wenn die Schauspieler nicht gewesen wären, könnte man den Film als nette Naturdoku sehen. So bedient er mal wieder das Klischee vom lebensunfähigen Städter, der auf dem Land zum Leben findet. Gähn! 2/10

76. Max Payne (John H. Moore)
Schmerz lass nach! Dabei ist der Ansatz gar nicht mal so schlecht. Wenn man aber nur zwei, drei imposante Actionszenen aufweisen kann, die der Zuschauer schon aus dem Trailer kennt, und der Cast so unterirdisch spielt, sollte man es lieber gleich lassen. Das einzig Interessante waren die Seriendarsteller, die es im Film zu entdecken gab. 2/10

75. Fleisch ist mein Gemüse (Christian Görlitz)
Auweia, wie schlecht war das denn!?! Vom Buch hört man ja eher Gutes. Der Humor des Filmes war überhaupt nicht meiner. Stupide Späße auf Karnevalsniveau gepaart mit nerviger Musik (naja, die gehörte wohl dazu) und groben handwerklichen Fehlern ergeben eine deutsche Komödie, die ich keinem empfehlen kann. Für ein paar nette Ideen und wenige gute Lacher: 2-3/10

74. Julia (Erick Zonca)
Ziemliche One-Woman-Show von Tilda Swinton, die aber so dermaßen übertrieben auf die Kacke haut, dass es unfreiwillig amüsant wird. Auch sonst wird wild konstruiert und übertrieben, auch bei der Länge des Films. Weniger wäre mehr gewesen. 3/10

73. Das Vermächtnis des geheimen Buches (Jon Turteltaub)
Den Unterhaltungsfaktor von Teil 1 kann der Film nur anfangs halten, dann wird er immer stupider und kopiert nur noch von sich selbst. 3/10

72. Helden der Nacht – We Own the Night (James Gray)
Siehe Kritik. 3/10

71. Cassandras Traum (Woody Allen)
Siehe Kritik. 3/10

70. So ist Paris (Cédric Klapisch)
Leider ziemlich langweiliger Episodenfilm von Cedric Klapisch, der eigentlich überall hätte spielen können. Bis auf wenige intensive Momente verschwendete Zeit. 3/10

69. Eagle Eye – Außer Kontrolle (D.J. Caruso)
Eine Story, die sich fleißig aus anderen Filmen bedient (Matrix, 2001 etc.), und Action, die mit der Zeit langweilt, weil kaum überschaubar und immer gleich. Von Logik keine Spur! Nur ab und zu kam etwas Spannung auf. 3/10

68. Tintenherz (Iain Softley)
Fantasy-Geschichte mit Potential – leider völlig überraschungsarm umgesetzt. Verschenkte Chance! 3/10

67. Der Rote Baron (Nikolai Müllerschön)
Nö, handwerklich fand ich den jetzt nicht so schlecht. Besonders die Luftkämpfe sahen ganz ordentlich aus. Das Drehbuch war schlicht unterirdisch. So ist der Film eine langatmige Geschichtsverfälschung. Heady und Prahl sind fehlbesetzt, Fiennes nur da, um einen großen Namen zu präsentieren. Irgendwie schade, dass bei großen deutschen Produktionen immer versucht wird, ausgerechnet das schmalzige Hollywoodkino nachzuäffen. Siehe Kritik. 3/10

66. James Bond 007: Ein Quantum Trost (Marc Forster)
Irgendetwas fehlte beim neuen Bond – dummerweise war es ein gutes Drehbuch. Actionszenen und einzelne Dialoge haben mir gut gefallen, der Rest war allerdings grottig. Ein Rückfall in alte Brosnan-Zeiten: Leere Figuren, zur Staffage degradierte Bondgirls, eine langweilige, uninspirierte Handlung, wenig Tiefgang. Sehr, sehr schade! Siehe Kritik. 3-4/10

65. Death Race (Paul W.S. Anderson)
Dumme Geschichte voller Klischees mit ordentlich Action verpackt. Teilweise überraschend kurzweilig, aber schnell vergessen. 4/10

64. Das Waisenhaus (Juan Antonio Bayona)
Mmh, das ist einfach nicht mein Genre! Da war wieder alles Typische dabei wie: altes Haus, Karussell, Keller, schlechtes Wetter. Allerdings … ähm: pfff! 4/10

63. The Women – Von großen und kleinen Affären (Diane English)
Der totale Frauenfilm. Das geht sogar soweit, dass kein einziger Mann auftaucht – nicht mal als Interpret der Filmmusik. Das ist als Konzept erst mal nicht schlecht. Ich schwanke zwischen “Iiih, wie klischeehaft und kitschig” und “Ah, interessant und witzig”. So 4/10

62. Outsourced – Auf Umwegen zum Glück (John Jeffcoat)
Siehe Kritik. 4/10

61. The Elephant King (Seth Grossmann)
Sehr gewollt wirkender Debütfilm (des Regisseurs) über zwei amerikanische Brüder, die sich in Thailand vergnügen und wieder zusammenfinden wollen. Dazu gibt es aufgesetzte Dramatik und bemühte Tourismuskritik. Nicht mein Fall! 4/10

60. Speed Racer (Wachowski Brothers)
Nö, so grottenschlecht war der gar nicht. Ist sicher eine gewöhnungsbedürftige Variante, einen Comic zu verfilmen, wenn man sich aber mal daran gewöhnt hat, ist die Optik durchaus interessant. Bei der Geschichte haperts dagegen gewaltig. Viel zu simpel gestrickt und nicht wirklich spannend. So 4/10

59. Caramel (Nadine Labaki)
Relativ inhaltsleere Frauendramödie mit teils wirklich tollen Szenen, die aber insgesamt eher belanglos und durchschnittlich daherkommt. 5/10

58. Mein Bruder ist ein Einzelkind (Daniele Luchetti)
Ein zu sehr auf Krawall gemachter Film über die chaotische italienische Geschichte der Nachkriegszeit. Das Chaos macht den Film leider auch relativ unzugänglich. 5/10

57. Vicky Cristina Barcelona (Woody Allen)
Meine Güte, was für eine verschrobene Altherrenfantasie, die mir sogar ab und zu gefiel. Ich glaube, ich werde alt! 5/10

56. Krabat (Marco Kreuzpaintner)
Optisch und atmosphärisch gut inszenierte Fantasy, die eigentliche Geschichte weiß aber eher selten zu begeistern. So 5/10

55. Der unglaubliche Hulk (Louis Leterrier)
Beim besten Willen: Dieser Hulk sieht immer noch aus wie ein durchgeknalltes Gummibärchen. Ein Ansatz von charakterlicher Tiefe ist immerhin zu erkennen. Ansonsten herrschen auch hier Klischees und typische Comicversatzstücke, die das Ganze etwas ermüdend machen. 5/10

54. Der Baader Meinhof Komplex (Uli Edel)
Siehe Kritik. 5/10

53. Willkommen bei den Sch’tis (Dany Boon)
Das war also der erfolgreichste Film Frankreichs. Naja, nett war’s schon, das Spiel mit den Klischees. Gegen Ende ging es mir aber zu sehr in die alberne Richtung. Die Synchro war übrigens gar nicht mal so schlecht. C.M. Herbst macht ausgezeichnete Arbeit! So 5-6/10

52. Das Beste kommt zum Schluss (Rob Reiner)
Sehr harmlos und alltäglich, dennoch äußerst sympathisch. Manchmal können auch die einfachen Dinge Spaß machen. 6/10

51. Der Tag, an dem die Erde stillstand (Scott Derrickson)
Gar nicht so schlecht, wie erwartet, was hauptsächlich am atmosphärisch dichten Anfang lag. Am Ende wird der Film aber ziemlich penetrant in seiner Aussage und hollywoodmäßig weichgespült. 6/10

50. There Will Be Blood (Paul Thomas Anderson)
Enttäuschend, wenn auch nicht schlecht. Lange Einstellungen und ein bemühter Hauptdarsteller machen noch kein Meisterwerk. Der Film erzählt mir zu wenig. Die einzelnen Szenen sind zu lang und es ist schon am Anfang klar, worauf sie abzielen. Dazu schöne Bilder und teils nervende Musik! Überbewertet! 6/10

49. Madagascar 2 (Eric Darnell)
Ohne Sichtung des ersten Teils einfach mal einen Fortsetzungsfilm riskiert. Routiniert, ohne große Momente, aber erfreulich kurzweilig. Mehr als ein “nett” ist aber nicht drin. 6/10

48. Abgedreht (Michel Gondry)
Von der Grundidee und der Umsetzung sehr gut, der eigentlichen Geschichte fehlt es aber an Wärme und Esprit. Die Liebe zu Detail in der Ausstattung kann nicht über streckenweise Langeweile hinwegtäuschen. 6/10

47. Verliebt in die Braut (Paul Weiland)
Kann man unter Gruppenzwang abbuchen, wobei ich der Einzige war, der nicht wegen Patrick Dempsey in dem Film war. Ich blieb aber meiner „Regel“ treu, alle Filme mit Michelle Monaghan zu sehen. Nett war`s! Nicht mehr, aber auch nicht weniger! 6/10

46. 1. Mai – Helden bei der Arbeit (Sven Taddicken etc.)
Dieser deutsche Episodenfilm über Geschehnisse um den 1. Mai war bis auf einige Längen interessant und unterhaltsam. Die auf Doku machende Kameraarbeit nervte aber gewaltig. So 6/10

45. Things We Lost in the Fire (Susanne Bier)
Frau Bier kann schon gute Dramen machen – auch in den USA. Meine Welt ist dieses rührseelige Tränendrückerzeug nicht unbedingt. Dennoch anerkennende 6/10

44. My Blueberry Nights (Wong Kar Wai)
Distanziert wirkende, mit inszenatorischen Fehlern behaftete Lovestory, die nur streckenweise überzeugen kann. 6/10

43. Australia (Baz Luhrmann)
Kitsch über Alles! Dabei fing es noch so gut an. Die anfänglischen satirischen Elemente schwinden aber zusehens, am Ende nimmt sich der Film viel zu ernst. Schöne Bilder, schwülstige Musik und gaaanz viel Herzschmerz, der Genrefan wird begeistert sein. Für mich war`s so lala. 6/10

42. Die Band von nebenan (Eran Kolirin)
Naja, der große Knaller war es nicht. Der Film hat zwar einige mit wunderbar sanftem Humor erzählte Szenen und sympathische Figuren, langweilt aber auch des Öfteren. 6/10

41. Nie wieder Sex mit der Ex (Nicholas Stoller)
Dank meiner „Serienhelden“ unterhaltsam und sympathisch – siehe Kritik! 6/10

40. Control (Anton Corbijn)
Siehe Kritik. 6/10

39. I Am Legend (Francis Lawrence)
Schöner Anfang, der über die üblichen Endzeit-Zombie-Geschichten hinausgeht. Das Ende ist einfach nur ärgerlich! 6/10

38. Once (John Carney)
Ähm, siehe Kritik. 7/10

37. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (Tim Burton)
Der Film sieht verdammt geil aus, er ist verdammt gut gemacht, nur die Musik geht einem verdammt auf die Eier! Ich steh’ da mehr auf die popigere/rockigere Variante Musicals! Naja! 7/10

36. The Illusionist (Neil Burger)
Nicht ganz so komplex wie THE PRESTIGE, aber dennoch atmosphärisch und optisch gut umgesetzt. Nette Unterhaltung mit geschichtlichem Touch! 7/10

35. Penelope (Marc Palansky)
Nettes Märchen mit allem, was das Herz begehrt und einer entzückenden Christina Ricci. Harmlos, aber gefällig. 7/10

34. Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra (Matteo Garrone)
Schockierend, abstoßend, nachdenklich machend! 7/10

33. Buddenbrooks (Heinrich Breloer)
Gute deutsche Literaturverfilmung, die die Geschichte um das Kaufmannshaus ordentlich auf die Leinwand bringt. Ich mag eben Kostümschinken. Etwas mehr Raffinesse und Esprit hätte ich mir aber schon gewünscht. 7/10

32. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Steven Spielberg)
Klassischer, unterhaltsamer Abenteuerfilm, der sich strikt an die Genrekonventionen hält, und damit ein typischer Indyfilm ist. Cate ist mal wieder umwerfend! 7/10

31. Michael Clayton (Tony Gilroy)
Mmh! Weiß auch nach ein paar Tagen nicht, was ich davon halten soll. Mal sau-spannend, mal arg langgezogen, gute Schauspieler (wobei ich bei den Oscars klar Cate Blanchett für I’m Not There Tilda Swinton vorgezogen hätte), ordentliche Bilder von Elswit und eine durchwachsene Story, die mal fesselt, aber ab und zu auch verdammt altbacken daherkommt. Irgendwas zwischen 6/10 und 8/10

30. Im Tal von Elah (Paul Haggis)
Thematisch nicht neu, aber in dieser Umsetzung durchaus interessant. Die für Haggis typische Symbolik darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Manko war das teils unnötige Langziehen einiger Szenen, was sich negativ auf den Fluss auswirkte. So 7/10

29. Horton hört ein Hu! (Steve Martino)
Auch wenn der Film eine weit jüngere Zielgruppe hat, finden auch Erwachsene ihren Spaß. Witzig, ohne großen Tiefgang. 7/10

28. Bank Job (Roger Donaldson)
Durchweg spannend und kurzweilig, mir fehlten aber die für einen richtig guten Heist-Movie nötigen Teile Coolness, Gewitztheit und ein ordentlicher Plottwist. So 7/10

27. Hellboy – Die goldene Armee (Guillermo Del Toro)
Besser als erwartet. Der Trailer ließ ein Überquellen an CGI-Effekten und Fabelwesen befürchten, mir war es aber nur selten zu viel. Die Selbstironie und die relativ spannende Geschichte stimmen mich milde und lassen mich hoffen, dass der HOBBIT doch etwas werden könnte. Hierfür 7/10.

26. Juno (Jason Reitman)
War doch ganz nett. Insgesamt zwar harmlos, aber oft witzig und erfrischend. Schöner seichter Unterhaltungsfilm ohne große Nachwirkung. 7/10

25. Happy-Go-Lucky (Mike Leigh)
Siehe Kritik! 7/10

24. Hancock (Peter Berg)
Da hat man doch mal wieder am Schluss herumgedoktort! Das kann doch nicht das ursprüngliche Ende gewesen sein! Bis dahin war der Film nämlich gut! 7/10

23. Ein verlockendes Spiel (George Clooney)
Schöne altmodische Screwball-Romantik-Komödie von und mit George Clooney. Hat Spaß gemacht. 7/10

22. I’m Not There (Todd Haynes)
Finde den Ansatz, die Persönlichkeit von Bob Dylan zu spalten und die unterschiedlichen Teile von verschiedenen Schauspielern spielen zu lassen, sehr interessant. Mir stellte sich nur die Frage, ob der Film auch für einen Nicht-Fan funktioniert, der sich nicht so detailliert mit der Biografie auskennt. Mit etwas Konzentration ist das durchaus der Fall. Sicher ist der Film an einigen Stellen zu artifiziell, insgesamt ergibt sich aber ein ziemlich interessantes Bild von Dylan. Besonders der Teil mit Cate Blanchett fasziniert schon allein durch die brillante Darstellung! Wow!!! 7/10

21. Cloverfield (Matt Reeves)
Interessantes Konzept, dass m.E. auch recht ordentlich umgesetzt wurde. Ziemlich unterhaltsam, auch wenn einige Logikfehler schwer im Magen liegen. Siehe Kritik! So 7/10.

20. Selbstgespräche (André Erkau)
Gute deutsche Beziehungskomödie mit unaufdringlichem Humor. Die Probleme der Mitarbeiter eines Callcenters werden in kleinen Episoden thematisiert. Dabei geht es leicht überspitzt und amüsant zu. Muss man aber nicht im Kino gesehen haben. So 7/10

19. Iron Man (Jon Favreau)
Hat mich (nach einigen guten Kritiken erwartungsgemäß) gut unterhalten. Er kommt um die üblichen, neuerdings zu oft genutzten Comicversatzstücke logischerweise nicht herum, ist aber sehr humorvoll und damit äußerst sympathisch, auch was seine Hauptdarsteller anbetrifft. 7/10

18. Der Krieg des Charlie Wilson (Mike Nichols)
Sehr kurzweilige Politsatire, die oft zynisch und witzig daherkommt, aber ab und zu auch recht seicht ist. 7-8/10

17. Märzmelodie (Martin Walz)
Siehe Kritik. 8/10

16. Lars und die Frauen (Craig Gillespie)
Siehe Kritik! 8/10

15. WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf (Andrew Stanton)
Pixars neuester Streich spricht mal wieder ein jüngeres Publikum an, weshalb die Botschaft und deren Vermittlung zwar etwas einfacher daher kommt, der Film aber dennoch gerade in den Anfangsminuten wunderbar gemacht, unterhaltsam und anrührend ist. 8/10

14. Die Schwester der Königin (Justin Chadwick)
Hat mir gefallen, aber nicht der Knaller, da nicht von Joe Wright gemacht ;o) Solide umgesetztes und historisch relativ korrektes Geschwisterdrama mit guten Schauspielern und toller Atmosphäre! Ordentlich! Siehe Kritik. 8/10

13. Freischwimmer (Andreas Kleinert)
Ganz seltsamer Film. Musste einige Zeit darüber schlafen, bis mir das Gefühl kam, dass der gar nicht so schlecht war. Eine „heile“ Kleinstadtwelt, in der es nur so von Psychopathen wimmelt. Große Leistungen von August Diehl, Devid Striesow und Frederick Lau. Skurril, amüsant, böse! So 8/10

12. Into the Wild (Sean Penn)
8/10. Wofür? Siehe Kritik!

11. Der Mann, der niemals lebte (Ridley Scott)
Ein weiterer Vertreter aus dem Genre der politischen Filme nach 9/11, diesmal wieder einer der Besseren. Inhaltlich kommt zwar nicht viel Neues, das, was erzählt wird, ist aber äußerst spannend und gut inszeniert. Dabei ist Body Of Lies (Originaltitel) viel direkter als beispielsweise der verlogene Operation: Kingdom. DiCaprio und Crowe rocken sowieso! 8/10

10. Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (Ethan Coen)
Die Lieblingselemente der Coens werden hier auf die Spitze getrieben: Skurrile Losertypen reiten sich durch schräge Zufälle immer tiefer in die Scheiße. Von den Losern gibt es diesmal eine ganze Menge, nur zwei „Beobachter“ rätseln über das seltsame Treiben. Klar, dass der Film keine reine Komödie ist, sondern viele kleine versteckte Dramaelemente besitzt. Der Cast agiert großartig. 8/10

9. I’m a Cyborg, But That’s OK (Park Chan-wook)
Jodelnde Koreaner? Das kann doch nur lächerlich werden … Nein, Park schafft es tatsächlich, einen witzigen Psychofilm zu drehen, ohne dabei den Respekt vor seinen Figuren zu verlieren. Teils urkomisch, teils herzerwärmend schön! 8-9/10

8. Schmetterling und Taucherglocke (Julian Schnabel)
Technisch natürlich beeindruckend, was Schnabel und Kaminski hier abliefern. Auf menschlicher Ebene hat mir eine Kleinigkeit gefehlt. Vielleicht lag es an den vielen unbeleuchteten Nebenfiguren oder an den zu wenigen Rückblenden auf das Leben von Bauby. Insgesamt aber ein äußerst empfehlenswerter Film. 8-9/10

7. The Dark Knight (Christopher Nolan)
Nolan entfernt sich immer weiter von einer klassischen Comicverfilmung. Viele Comicelemente treten in den Hintergrund. Hauptaugenmerk liegt auf den Charakteren und ihrem Umgang miteinander. Der Film ist fast perfekt gemacht, das Drehbuch hervorragend. Nur ab und zu fehlte mir etwas mehr emotionale Tiefe. Ledger ist beängstigend gut, der restliche Cast ebenfalls ausgezeichnet, nur Gyllenhaal bleibt überraschend blass. Insgesamt ein hervorragender Film! 9/10

6. Zurück im Sommer (Dennis Lee)
Wunderbar einfühlsam erzähltes und schön bebildertes Familiendrama mit sehenswerten Schauspielleistungen, das mit vielen Szenen direkt ins Herz getroffen hat. Großartig! 9-10/10

5. So finster die Nacht (Tomas Alfredson)
Wenn der dämliche Junge als Hauptdarsteller nicht gewesen wäre … Mit dem kam ich zeitweise gar nicht zurecht. Der restliche Cast war dagegen grandios (besonders das „Mädchen“). Der schwedische Gegenentwurf zu „Twilight“ glänzt zudem mit einer ruhigen, aber sehr intensiven Erzählweise und einer wunderbar morbiden Stimmung. Sehr gut! 9/10

4. Darjeeling Limited (Wes Anderson)
Ein wunderbar gemachter Film mit toller Atmosphäre. Für mich der momentan beste Anderson. Siehe Kritik. 9/10

3. Im Winter ein Jahr (Caroline Link)
Der neue Film von Caroline Link beeindruckt durch seine ruhige, nie übertriebene, aber dennoch tiefgehende Inszenierung und einen ausgezeichneten Cast. Besonders Karoline Herfurth glänzt als Tochter einer Familie, die den Sohn bzw. Bruder verloren hat. In keiner Phase ist ein in solchen Dramen oft gesehenes Overacting zu sehen. Man nimmt ihr jede Gefühlsregung sofort ab. Toll! 9/10

2. Brügge sehen… und sterben? (Martin McDonagh)
Interessante Mischung aus Drama, Komödie und Ganovenfilm, dessen einzelne Bestandteile gut zusammen passten und mir hervorragend gefielen. Eine extrem positive Überraschung. 9/10

1. No Country for Old Men (Ethan & Joel Coen)
Ein Film, den man nicht hätte besser machen können. Großartig! Siehe Kritik. 10/10

Damit ist die Miniserie zum Filmjahr 2008 beendet, da hier die Top10 der für mich schlechtesten bzw. besten Filme aus 2008 enthalten sind. Es kann allerdings sein, dass ich noch etwas zu den Oscars am Sonntag (Montagmorgen) schreibe, dass dann logischerweise auch mit Filmen aus 2008 zu tun haben könnte …

Bundesvision Song Contest 2009 – Meine Bilanz

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , , on Sonntag, 15. Februar 2009 by mediensucht

vision1Als Konkurrenz zum Ausscheid für den Eurovisions Song Contest hat Stefan Raab einst seinen Bundesvision Song Contest ins Leben gerufen, bei dem für jedes Bundesland Künstler in den Wettbewerb gehen, über deren Abschneiden dann das Publikum entscheidet. Leider folgt dieser Wettbewerb den gleichen Gesetzen wie der Konkurrent: Der Künstler mit den meisten Fans gewinnt. Hier mein kleiner Überblick in der Reihenfolge des Auftritts:

Hessen: Fräulein Wunder – Sternradio (Platz 6)
Fräuleinwunder ist eine weitere Band a la Juli oder Silbermond im Emo-Style, die musikalisch nicht viel zu bieten hat. Zumindest optisch gibt es einige Reize, wobei ich mich frage, wieso ausgerechnet die 80er wieder Einzug in die Jugendmode halten. Platz 6 zeigt, dass diese Kombination doch einigen Zuschauern gefallen haben muss.

Saarland: P:Lot – Mein Name ist (Platz 14)
Die durchaus sympathischen Jungs aus dem Saarland hatten u.a. an der geringen Größe ihres Bundeslandes, ihrer geringen Fanzahl und der bekannteren Konkurrenz zu leiden. Der Song war gar nicht so schlecht, wenn er auch etwas besser hätte vorgetragen werden können. An der Livestimme muss der Sänger noch arbeiten. Platz 14 ist weit unter Wert.

Mecklenburg-Vorpommern: Marteria – Zum König geboren (Platz 13)
Musikalisch auf dem Gebiet besser als der eintönige Peter Fox, die Live-Darbietung von Marsimoto war aber unter aller Sau. Auch textlich war der Song wenig einfallsreich. Zurecht auf den hinteren Plätzen.

Sachsen-Anhalt: Angela’s Park – Generation Monoton (Platz 16)
1. Platz für den kürzesten Rock, letzter Platz beim Contest. Ganz so schlecht war das nicht, was Angela’s Park da ablieferten, leider aber viel zu Mia und zu monoton in der Aussage. Verzichtbar.

Nordrhein-Westfalen: Rage – Gib dich nie auf (Platz 3)
Respekt! Auf so einen Contest eine Metalband zu schicken und mit ihr einen 3. Platz abzustauben … Hut ab! Ehrlicher Metal und eine große Fangruppe waren wohl auch nicht unbeteiligt am Erfolg. Eine kleine Überraschung.

Thüringen: Chapeau Claque – Pandora – Kiss Miss Tragedy (Platz 7)
Noch mal eine Mia-Kopie mit verschwurbelten Texten und langweiliger Musik, Platz 7 ist wohl die reine Übertreibung.

Brandenburg: Sven van Thom – Jaqueline (Ich hab Berlin gekauft) (Platz 9)
Sicher der schrägste Auftritt des Abends (Flowin Immo zählt hier nicht). Der Sänger von Beatplanet kommt auch solo mit witzigem Text und skurrilem Auftritt daher. Musikalisch ist das Ganze gewöhnungsbedürftig, am Ende aber immer noch besser als der Einheitbrei von Peter Fox. Die Platzierung im Mittelfeld geht in Ordnung.

Bayern: Claudia Koreck – I wui dass Du woasst (Platz 10)
Das sympathische Madel aus Bayern traut sich mit bayrischem Dialekt und Songwriter-Rock in den Wettbewerb. Der erstaunlich kraftvolle Auftritt reicht aber nur für Platz 10.

Schleswig-Holstein: Ruben Cossani – Bis auf letzte Nacht (Platz 8 )
Ruben Cossani wandeln auf den Spuren von Beatplanet und präsentieren ebenfalls 60er-Jahre-Beatmusik, doch bei Weitem nicht so originell und virtuos wie ihre Vorgänger. Dem Aufritt fehlt es an Kraft und Witz. Schade eigentlich.

Niedersachsen: Fotos – Du fehlst mir (Platz 15)
Die Fotos haben schon bessere Stücke gemacht. Dieser etwas nach The Cure klingende Song ist nicht nur inhaltlich relativ nichtssagend, auch musikalisch ziemlicher Britpop-Einheitsbrei. Ein verdienter vorletzter Platz.

Bremen: Flowin IMMO et les Freaqz – Urlaub am Attersee (Platz 11)
Dieser Gagaauftritt war eigentlich nur peinlich. So viel gute Musik scheint tatsächlich nicht aus Bremen zu kommen. Ein kläglicher Versuch, sich musikalisch an den Fantastischen Vier zu orientieren, dazu noch eine Verhunzung österreicherischer Landschaft und ein alberner Auftritt. Der letzte Platz wäre verdient gewesen.

Rheinland-Pfalz: Pascal Finkenauer – Unter Grund (Platz 12)
Mmh, so viel lässt sich zu Pascal Finkenauer nicht sagen. Ein Allerweltsauftritt mit einem Allerweltssong. Finkenhauer würde „gern den Tag vergessen“, ich habe seinen Auftritt schon vergessen.

Sachsen: Polarkreis 18 – The Colour of Snow (Platz 2)
Das ist also die Musik unserer Zeit. Ein bisschen Kraftwerk, ein bisschen Erasure und immerhin etwas deutscher Text. Dazu noch ein durchgestylter Auftritt, der beim Publikum super ankam. Meine Sache ist das nicht unbedingt, aber sei’s drum. Die große Fangemeinde reicht für Platz 2.

Baden-Württemberg: Cassandra Steen – Darum leben wir (Platz 4)
Uninspirierter Soulpop, bedeutungssschwanger und pathetisch vorgetragen. Ich fand’s langweilig, weshalb ich auch die gute Platzierung nicht so recht verstehe. Wenn man sich allerdings die deutschen Charts so anschaut, muss man sich nicht wundern.

Hamburg: Olli Schulz – Mach den Bibo (Platz 5)
Sehr witziges Intro (Vorstellungstrailer), sein Lied ist aber nur mit einigen Promille wirklich gut. Ein typischer Partysong, der so ganz ohne Party ziemlich dämlich wirkt. Dennoch gab’s mit Platz 5 ein erstaunlich gutes Ergebnis.

Berlin: Peter Fox – Schwarz zu blau (Platz 1)
Hier zeigt sich, dass sich Raabs Wettbewerb auch nicht großartig von seinem „Vorbild“ (Eurovisions Contest) unterscheidet. Hier zählt nicht musikalische Qualität, sondern schlicht die größte Fangemeinde. Ja, ich weiß, ein Haufen Leute steht auf diese inzwischen ziemlich eintönige Dancehall-HipHop-Musik. Ich finde aber, dass Peter Fox seit einiger Zeit stark abbaut. Die Seeed-Alben werden immer schlechter und auf seinem Soloprojekt klingt ein Song wie der andere. Hier ist also festzustellen: Peter Fox hat mehr Fans als Polarkreis 18, die mehr Fans als Rage haben.

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Anmerkung: Ich sah die Veranstaltung im Internet ohne nervende Werbung und unnötiger Unterbrechnungen.

Berlinale 2009 – Eine Bilanz

Posted in Sucht des Tages with tags , , on Samstag, 14. Februar 2009 by mediensucht

Morgen wird die Berlinale 2009 mit dem Publikumstag enden. Ich habe keinen einzigen Film gesehen! Bin nicht mal in Berlin gewesen! Ist das zu fassen?

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Top10-Listen zum Filmjahr 2008 – Handwerk

Posted in Cinemanie with tags , , , on Donnerstag, 12. Februar 2009 by mediensucht

Nach den Schauspielern geht es heute zum Handwerk. Wiederum kann ich natürlich nur Filme bewerten, die ich auch gesehen habe. Hier also die Listen:

Drehbuch

1. No Country for Old Men

2. So finster die Nacht

3. Im Winter ein Jahr

4. Brügge sehen … und sterben
5. Darjeeling Limited
6. Der Mann, der niemals lebte
7. Schmetterling und Taucherglocke
8. Burn After Reading
9. Juno
10. Freischwimmer

Ausstattung

1. Darjeeling Limited

2. Abgedreht

3. I’m a Cyborg, But That’s OK

4. Hellboy – Die goldene Armee
5. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
6. I Am Legend
7. So finster die Nacht
8. Die Schwester der Königin
9. The Illusionist
10. Australia

Special Effects

1. Cloverfield

2. Hellboy 2 – Die goldene Armee

3. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

4. Iron Man
5. I Am Legend
6. Der unglaubliche Hulk
7. The Dark Knight
8. Max Payne
9. Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts
10. Der Mann, der niemals lebte

Soundtrack (mit einem Wort Kommentar)

1. Into the WildMichael Brook, Kaki King & Eddie Vedder
– Weite

2. Darjeeling LimitedRandall Poster
– Farbe

3. Im Winter ein JahrNiki Reiser
– Klarheit

4. Brügge sehen… und sterben?Carter Burwell
– Vielfalt

5. Nie wieder Sex mit der Ex Lyle Workman
– Witz

6. I Am Legend James Newton Howard
– Leere

7. So finster die NachtJohan Söderqvist
– Magie

8. OnceMarkéta Irglová & Glen Hansard
– Authentizität

9. MärzmelodieEmil Viklicky
– Schrägheit

10. No Country for Old MenCarter Burwell
– Stille

Kamera (mit etwas mehr Kommentar)

1. Roger Deakins für No Country for Old Men
Egal, was der Mann anfasst, es sieht gut aus. Zufällig addieren sich bei diesem Film noch diverse Könner auf anderen Positionen, was ihn zum besten des Jahres macht, aber das gehört hier nicht hin.

2. Robert Yeoman für Darjeeling Limited
Brillante Bilder, die perfekt die Stimmung des Films unterstützten.

3. Janusz Kaminski für Schmetterling und Taucherglocke
Die zwangsläufige Idee der subjektiven Kamera bei diesem Thema muss man erst mal so gut umsetzen wie Kaminski.

4. Newton Thomas Sigel für Ein verlockendes Spiel
Der Film sieht einfach wunderbar altmodisch aus!

5. Martin Ruhe für Control
Großartige S/W-Bilder, obwohl mir der Film sonst teilweise seltsam fremd blieb.

6. Eric Gautier für Into the Wild
Eine bildhafte Liebeserklärung an Amerika.

7. Michael Bonvillain für Cloverfield
Amateurbilder aus Meisterhand.

8. Mandy Walker für Australia
Von staubtrocken bis quietschbunt, eine Liebeserklärung an Australien.

9. Kieran McGuigan für Die Schwester der Königin
Erfrischende Bilder in historischem Gewand.

10. Emmanuel Lubezki für Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?
Meisterhafte Fingerübung.

Regie

1. Wes Anderson für Darjeeling Limited

2. Ethan & Joel Coen für No Country for Old Men

3. Caroline Link für Im Winter ein Jahr

4. Martin McDonagh für Brügge sehen… und sterben?

5. Sean Penn für Into the Wild

6. Christopher Nolan für The Dark Knight

7. Ridley Scott für Der Mann, der niemals lebte

8. Julian Schnabel für Schmetterling und Taucherglocke

9. Tomas Alfredson für So finster die Nacht

10. Ethan & Joel Coen für Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?

The Subways live in Mannheim

Posted in Beschallungsabhängigkeit with tags , , , , , , on Montag, 9. Februar 2009 by mediensucht

charlotte1Da die Subways dieses Jahr noch ein paar Zusatzkonzerte in Deutschland gaben, habe ich mir die Chance nicht nehmen lassen, diese großartige Band mit ein paar Freunden nochmals zu sehen/hören. Letzten Samstag ging es nach Mannheim, wo die Subways in der Alten Feuerwache vor ausverkauftem Haus spielten. The Subways haben sich vom Geheimtipp zum Konzerthausfüller entwickelt, was ausverkaufte Hallen in ganz Europa beweisen.

Als Vorband fungierte dieses Mal eine junge Band aus Hamburg, die gerade ihre erste Single veröffentlichte. One Fine Day erfüllten ihre Aufgabe als Einheizer (wirklich nötig ist das bei den Subways natürlich nicht) par excellence. Die Jungs spielten abwechslungsreichen Modern Rock mit eingängigen Melodien und waren dabei gleich ordentlich laut. Eine zweite Vorband wie im letzten Jahr gab es nicht, was uns eine Enttäuschung a la Twin Atlantic ersparte.billy11

Nach kurzer Umbaupause und dem üblichen Lichtsignal vom Papa der Brüder ging es dann auch gleich los. Die Setliste wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeändert, so diente mal wieder „Rock and Roll Queen“ als Starter. Damit war auch gleich die Stimmung auf höchstem Niveau, wo sie auch bis zum Ende blieb. Sänger Billy, wie immer mit freiem Oberkörper, sprühte nach ewig langer Tour immer noch voller Energie. Der geübte Subways-Konzert-Besucher erkannte aber leichte Abnutzungserscheinungen. Auch Bassistin Charlotte sprang zwar wieder wie ein Flummi über die Bühne, bei weitem aber nicht so ausufernd wie noch im letzten Jahr. Nur Schlagzeuger Josh schien nicht ausgelastet und spielte das ganze Konzert mit einer Wollskimaske über dem Kopf. Als wenn es in der Halle nicht warm genug gewesen wäre ;o)


Die Subways spielten ihr übliches Programm gewohnt unbeschwert. Der obligatorische Stagedive von Billy (er ließ sich auf den Händen des Publikums zu „Oh Yeah“ bis zum Mischpult tragen und zurück) war ebenso dabei wie die Einordnung des Publikums auf der „Verrücktheitsskala“. Hier fing es in Mannheim schon bei 9.2 Punkten an, um die Wertung nach einigem Gegröle auf die meist üblichen 10 Punkte zu heben. Nur der auch fast übliche Fantalk von Billy fehlte nach Konzertschluss. Wahrscheinlich war er nach der langen Tour doch zu ausgepowert. Auch hier erkennt man, dass die Subways mal wieder ein größere Pause nötig haben, die sie sich auch redlich verdient haben. Laut Tourplan geht es aber noch einige Zeit weiter. Nur im März ist eine längere Pause geplant, die die Subways auch zur Erholung nutzen sollten. Viele Konzerte sind einerseits großartig für die immer größer werdende Fangemeinde, birgen aber auch die Gefahr, sich zu verheizen, was im schlimmsten Fall zur Auflösung führen kann. Hoffen wir, dass es so weit nicht kommt. Die Subways stehen erst am Anfang ihrer schon jetzt beeindruckenden Karriere.


Die 80 Minuten Rockparty in Mannheim gingen viel zu schnell vorbei und haben sich wieder vollends gelohnt. Auch bei meinem dritten Konzert der Subways gab es nichts zu meckern. Vielleicht klappt es dieses Jahr ja noch mal auf einem Festival. Shake, shake!