Kurzkommentare – Oktober 2009

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , am Sonntag, 1. November 2009 von mediensucht

Das weiße Band
Beeindruckendes Erziehungsdrama von Michael Haneke, das ordentlich an die Nieren geht. Gute schauspielerische Leistungen und das Fehlen von musikalischer Untermalung schaffen eine beklemmende Atmosphäre aus Spannung und Angst. Ein sehr interessanter Versuch, den Ursachen für das Starkwerden des Nationalsozialismus auf die Spur zu kommen. Nur schlechte Ausleuchtung trübt den Eindruck etwas. 9/10

(500) Days of Summer
Nette Liebesgeschichte, die mal nicht die üblichen Hollywoodpfade beschreitet. Die Mitte des Film hat einige Längen und wirkt teilweise zu gewollt „anders“. Sonst ist der Film aber amüsant und anrührend und das „Paar“ erfrischend schräg und sympathisch. 7/10

Die Päpstin
Die extrem naive Erzählweise (Kindermärchen) und die konventionelle Inszenierung wird der doch recht interessanten Geschichte nicht gerecht. Da bringen auch gute Schauspieler und opulente Ausstattung nichts. Schade! 4/10

Away we go
Mendes goes Independent Movie und auch das macht er wieder hervorragend! Ein durchgängig äußerst sympathischer Film mit sympathischen „Helden“, denen die Facetten des Lebens vorgeführt werden und die dabei einen eigenen Weg finden wollen. Schön! 8/10

All The Boys Love Mandy Lane
Bis auf den zugegebenermaßen netten Schluss ein ziemlich langweiliger Scheiß, den kein Mensch braucht. 2/10

live on stage: Jennifer Rostock, a-ha, Maximo Park und Muse samt Vorgruppen (alle großartig bis auf The Horrors)

Kurzkommentare – September 2009

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , am Sonntag, 11. Oktober 2009 von mediensucht

Wie öfter viel zu spät: Der September-Filmrückblick

G.I. Joe
Selten dämliche Spielzeugverfilmung mit uninspirierter Handlung und schlechten Effekten. Dennis Quaid macht nur noch Mistfilme. 1/10

Julie und Julia
Langweilige Lebenswegfindungsgeschichte mit einer süßen Amy Adams und einer unterforderten Meryl Streep. Zu wenig anrührende Momente und zu wenig gutes Essen. 4/10

It Might Get Loud
Schon interessant, wie diese drei verschiedenen Typen an das Thema Stromgitarrenmusik heran gehen. Mir haben aber die Spannungen (positiv oder negativ) zwischen den Musikern gefehlt, die wohl da waren, durch die konservative Machart der Doku aber größtenteils ausgeblendet wurden. 6-7/10

Whisky mit Wodka
Ein gutes Ensemble in einem typischen Dresen-Film, in dem es ums Altwerden geht. Typische amüsante und psychologische Herangehensweise von Dresen an das Thema. Nett! 7/10

Destrict 9
Witziger, aber auch politisch interessanter Ansatz, dieses Genre (SciFi) zu bearbeiten. Gute Umsetzung, wenngleich der Film gegen Ende hin seinen anfangs beschrittenen Weg verlässt und in Richtung Actionballerdrama geht. Insgesamt großartige Unterhaltung. 8/10

Oben
Guter Animationsfilm mit brillantem Anfang, der aber gegen Ende hin wie schon Wall-E zu sehr auf Action und Klamauk setzt. „Ratatouille“ bleibt vorerst unerreicht. 7/10

Wild at Heart
Durchgeknallter Roadmovie von David-Lynch als Mischung aus Gaga-Komödie und Liebesdrama mit wunderbar grenzdebilen Dialogen, abgedrehtem Overacting, großartigen Bildern und einem schrägen Soundtrack. Macht Spaß! 8/10

Pelham 123 (der aktuelle von Scott)
Ab und zu mit witzigen Sprüchen unterhaltend, selten spannend und viel zu vorhersehbar, da völlig ohne Überraschungen und Wendungen. Die fast schon üblichen Logiklöcher sind teilweise tiefer als die Schlaglöcher in Deutschlands Straßen. Trotz niedriger Erwartungen ziemlich enttäuschend. 4/10

Kurzkommentare – August 2009

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , am Montag, 31. August 2009 von mediensucht

Public Enemies
Inhaltlich toll, atmosphärisch gut mit Potential nach oben. Mir erschließt sich nur beim besten Willen nicht, warum Michael Mann den Zuschauer mit seinem Gewackel in Übelkeit versetzen will. Waren die Zeiten damals so übel? ;o) Der Film hätte vernünftige Kinobilder verdient! Man kann auch nah an den Personen sein und ein bewegtes Bild erschaffen, ohne mit der Kamera zu wackeln. Der Rest des Films stimmte nämlich! 7/10

Tropic Thunder
Ja, für einen Ben Stiller-Film verdammt gut, da sieht man über einige Längen gern hinweg. Downey Jr. als „Schwarzer“ ist natürlich der Knaller! 7-8/10

Ananas Express
Wie stoned muss man eigentlich sein, um auf so einen Schwachsinn zu kommen. Dieser Blödsinn war streckenweise sogar ziemlich amüsant. Für volle Begeisterung fehlte mir aber der nötige Rauschmittellevel. 6/10

John Rambo
Nicht ganz so dumm wie „Rocky Balboa“, aber immer noch verdammt naiv. Die Bilder waren allerdings schon relativ beeindruckend, allein dafür 2-3/10.

The Hangover
Da habe ich mir mehr erwartet. Ab und zu wirklich guter und böser Humor, oft aber auch langatmig und zäh. 6/10

Ice Age 3
Naja, ordentlicher Kinderfilm mit aus den Vorgängern bekannten Figuren und Botschaften. Annehmbar. 7/10

Film Noir
Da hat man einfach vergessen, nach Fertigstellung des animierten Storyboards den Film zu drehen. Das Storyboard sieht allerdings an einigen Stellen ziemlich gut aus, auch Story und Atmosphäre gefielen mir größtenteils. 7/10

Married Life
Netter kleiner Film mit einem verdammt starken Chris Cooper. Gern gesehen. 8/10

Strange Days
Wow, was für eine Wucht von Film. Abgefahrene Story, kraftvolle Bilder und ein Mördertempo. Der Jahrtausendwechsel als Dystopie, von der wir gar nicht so weit entfernt waren. Eine beängstigende Zukunftsvision aus dem Jahre 1995. Nur am Ende geht dem Film etwas die Luft aus. Trotzdem großartig! 9/10

Zerrissene Umarmungen
Almodóvar liebt seine Penelope und die macht alles für ihn. Tolle, irgendwie seltsame Atmosphäre, die mich fast den ganzen Film lang gepackt hat … keine Ahnung, wie und warum. 8/10

Maria, ihm schmeckt’s nicht
Eigentlich total simpel gestrickter und mit Klischees beladener Komödienbrei, der mir aber trotzdem gefallen hat – vielleicht, weil ich Italien so mag. 7/10

Walk Hard
Weiß nicht so recht, was er will. Einerseits versucht der Film, die Musiker-Biopics der letzten Jahre durch den Kakao zu ziehen, nimmt sich aber andererseits am Ende viel zu ernst. Billige Kopie! 3/10

Coco Chanel
Konzentriert sich eher auf die Phase vor dem Berühmtsein und auf die zwischenmenschlichen Aspekte. Dies gelingt dem Film erstaunlich gut, so dass man zwar nicht alle historischen Fakten über Chanel erfährt, aber ein recht gutes Bild von der Person Coco Chanel erhält. Positive Überraschung! 7/10

30 Days of Night
Naja, ein Vampirzombiefilm im Schnee mit den üblichen Spielereien. Einige konnten mich dann doch fesseln. Ansonsten ist und bleibt es nicht mein Genre! 5/10

Tödliches Kommando
Psychologisches Porträt eines Bombenräumungskommandos im Irak. Sehr nah dran und damit streckenweise ziemlich intensiv, das Gewackel und das grobkörnige Bild gingen mir aber auf den Zeiger. Das geht auch anders! Dazu noch einige Längen, insgesamt also mittelmäßig! Ohne Cameron kein wirklich guter Bigelow! 5/10

Coraline 3D
Wow! Steht NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS oder CORPSE BRIDE in nichts nach. Nette kleine Geschichte mit wundervoller Stimmung brillant umgesetzt! Wunderbar! Leichte Farbprobleme bedingt durch die 3D-Technik für daheim. 9/10

Inglourious Basterds
Ganz großes Kino. So langsam nähert sich Tarantino den Coens bzgl. Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Die müssten es aber eigentlich besser wissen. Lange Dialoge gab es schon immer, selten waren sie aber den ganzen Film lang so brillant wie hier. Dazu noch extrem viel Augenzwinkern, mal offensichtlich – mal versteckt. Schöne Kamera-Einstellungen und großartige Schauspieler, allen voran natürlich Christoph Waltz und Mélanie Laurent. Keine Sekunde langweilig. Lange nicht so einen Spaß im Kino gehabt! 10/10 (Siehe Kritik)

10 Dinge, die ich an dir hasse
Aktuelle und verschiedene Stars in ihren Jugendjahren. Typische Teeniekomödie, flott inszeniert, mit Unmengen Klischees und 08/15-Story. Seichte Nebenbeiberieselung. 5/10

Inglourious Basterds

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , , , , , , , , , , am Montag, 24. August 2009 von mediensucht

inglourious_basterds_1Quentin Tarantino ist neben M. Night Shyamalan und Michael Mann wohl einer der missverstandensten Regisseure unserer Zeit. Kill Bil 2, Death Proof und nun wieder Inglourious Basterds rufen zum Teil Unverständnis hervor, hauptsächlich geschürt durch falsche Erwartungen. Dabei sollte doch schon seit Reservoir Dogs klar sein, worauf es Tarantino ankommt. Und das sind eben nicht nur flotte Sprüche und Splatteraction. Regelmäßige Verwirrung stiften dabei auch die Vorabtrailer, die etwas anderes suggerieren und damit vielleicht Publikum anlocken, das nur enttäuscht werden kann. So gesehen verwundern die nicht erwartungsgemäßen Zuschauerzahlen der letzten Tarantinofilme wenig. Ich zähle mich inzwischen gern zu den „Tarantinojüngern“ und gebe daher zu, nicht ganz objektiv an das Thema heranzugehen. Andererseits laufe ich dabei auch Gefahr, dass meine hohen Erwartungen enttäuscht werden. Zum Glück war das bei Inglourious Basterds nicht der Fall – im Gegenteil!

Tarantino probiert sich immer wieder gern an neuen Genres des Films und bedient sich dabei ebenso gern zahlreicher Filmzitate aus der Filmgeschichte. Nach Gangsterfilm, Pulp Fiction, Black Power-Hommage, Rache-Epos und 70er-Trash-Referenz sehen wir nun Tarantinos Version eines Kriegsfilms. Der ausgewiesene Film-Nerd belässt es aber nicht bei einem Genre, sondern vermischt seinen Kriegsfilm mit Western und – thematisch naheliegend – mit deutschen Vorkriegs- bzw. Nazifilmen. Der Westerneinschlag ist unübersehbar und berührt damit uramerikanische Freiheitsgefühle. Die titelgebenden „Inglourious Basterds“ sind ein Haufen jüdischer „Cowboys“ und ihr nuschelnder Anführer Aldo Raine (Brad Pitt), die ins nazibesetzte Frankreich eingeschleust werden und fortan auf Nazijagd gehen. Sie sollen bei den Nazis Angst und Schrecken verbreiten, was sie mit ihren brutalen Methoden auch schaffen. Ganz uramerikanisch skalpieren sie ihre Opfer, was Tarantino auch genüsslich zeigt. Krieg ist eben kein Zuckerschlecken. Faszinierend dabei ist, dass es sich bei den Basterds vorwiegend um durchgeknallte Milchbubis handelt. Der psychisch labilen Naziführung mit ihren 08/15-Visagen werden ebenso durchgeknallte Normalos gegenübergestellt.inglourious_basterds_2

Die Basterds sind aber – entgegen den Vermutungen, die man nach Ansicht der Trailer haben könnte – nur ein kleiner Teil des in fünf Kapitel eingeteilten Films. Eigentlicher „Star“ des Films ist SS-Oberst und Judenjäger Hans Landa, der von Christoph Waltz so meisterhaft gespielt wird, dass er alle anderen Mitwirkenden in den Schatten stellt. Landa ist der Gegenentwurf zu den Basterds. Er handelt intelligent und gerissen, verlegt den Terror in den Kopf der Opfer und ist damit weit unberechenbarer als die Basterds. Schon das erste Kapitel ist auf psychischer und inszenatorischer Ebene eine Wucht. Inszeniert wie ein Revolverduell im Wilden Westen, versucht Landa einen französischen Bauern nach dem Versteck einer jüdischen Familie auszufragen. Es dominieren Detailaufnahmen, die auch kleineste Gefühlsregungen in den Gesichtern zeigen. Landa ist ruhig und freundlich, der psychologische Druck, den er ausübt, aber gewaltig. Sergio Leone hätte seine Freude an der Szene.

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Achtung: Spoiler – Der nächste Abschnitt verrät das Ende des Films.
Als die Naziführung in einem kleinen französischen Kino die Premiere eines Heldenfilmes feiern will, bietet sich den Basterds die einmalige Chance, die komplette Führungsriege der Nazis mit einem Schlag auszulöschen. Sogar Hitler höchstpersönlich hat sein Erscheinen angekündigt. Allerdings stellen sich die Basterds alles andere als clever an. Auch die französische Kinobesitzerin plant – vorwiegend aus Rachegelüsten gegen die Mörder ihrer Familie – eine feurige Überraschung. Natürlich ist es konsequent von Tarantino, dass am Ende beide Pläne aufgehen und die Geschichte umgeschrieben wird. Damit kann ich zwar leben, das Scheitern der Basterds und der Triumph der Kinobesitzeren hätten mir aber besser gefallen. Cleverness siegt über rohe Gewalt. Wunderbar dagegen die Wahl der Örtlichkeit. Tarantino opfert „sein“ Kino, um das Übel zu vernichten. Auch in der Inszenierung des Showdowns bedient sich Tarantino bei den großen deutschen Filmen der Vorkriegszeit (z.B. Metropolis).
Spoiler-Ende

Neben Waltz sind noch eine Reihe anderer deutschsprachiger Schauspieler zu sehen, die aber mehr oder weniger hinter Waltz abfallen. Am Nahesten kommt ihm noch August Diehl, der einen ähnlich cleveren SS-Mann spielt. Diane Heidkrüger (fka. Kruger) als deutsches Starlet steht im Schatten von Mélanie Laurent, die als Kinobesitzerin Shoshanna Dreyfus nicht nur optisch fasziniert. Tarantinos Kumpels Brad Pitt und Eli Roth dürfen sich mal austoben und nach Herzenslust nuscheln bzw. ballern. Mit Robert Richardson an der Kamera lässt Tarantino optisch nichts anbrennen. Musikalisch bedient er sich bei Altbekanntem – Westernklänge, die es etwa schon in Kill Bill 2 ähnlich zu hören gab, und martialisches Schlachtengetöse deutscher Propagandafilme.

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Quentin Tarantino liefert mit Inglourious Basterds einen für ihn typischen Film ab – mit all den Zitaten und Selbstzitaten –, lässt aber eine Entwicklung und vor allem eine qualitative Steigerung erkennen. Optisch waren seine Filme immer schon sehenswert, besonders erwähnenswert sind bei Tarantinos neuestem Werk aber die ausgefeilten Dialoge, die interessanten Charaktere und auch eine gewisse inhaltliche Tiefe, die den Zuschauer auch noch eine Zeit lang nach der Sichtung mit dem Film beschäftigt (so denn der Zuschauer überhaupt dazu fähig ist). Ein großes Kompliment geht nochmals an Christoph Waltz, den man für seine Leistung mit Preisen überschütten sollte. Und damit nehme ich das Wort dann auch in den Mund und bezeichne „Inglourious Basterds“ als Meisterwerk.

M10

TV-Tipp: CHUCK ab heute auf Pro7

Veröffentlicht in Glotzophonie, Serienjunkietum am Samstag, 22. August 2009 von mediensucht

Gute Nachrichten von der Serienfront: Ab heute Abend läuft auf Pro7 endlich die grandiose Serie Chuck. Jeden Samstag 17:00 Uhr kann man sich von Chuck Bartowski, seinen schrägen Kollegen im Buy More und seinen Beschützern, den Agenten Sarah Walker und John Casey, auf amüsante und actionreiche Art und Weise unterhalten lassen. Eine der besten Serien der letzten Jahre.

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Kurzkommentare – Juli 2009

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , , am Freitag, 7. August 2009 von mediensucht

Etwas verspätet und wetter- bzw. urlaubsbedingt ziemlich spärlich:

Harry Potter und der Halbblutprinz
Hat mir insgesamt doch recht gut gefallen, obwohl der Film weniger auf Action setzt und vielmehr versucht, das Zwischenmenschliche in den Vordergrund zu stellen. Das gelingt erstaunlich oft, wenn es auch teilweise ins Alberne geht. Leider kam die Riddle-Story etwas zu kurz. 6-7/10

Wanted
Ist rein optisch ein sehr unterhaltsamer Film, wenn da nicht diese dämliche Geschichte mit ihrer bedenklichen Aussage wäre. Und die Jolie ist definitiv nicht schön! 4/10

Brüno
Fand ich einen Tick besser als Borat, weil er zielgenauer bloßstellt und weniger albern ist. Dennoch nicht ganz mein Humor. 6/10

Transformers 2
Die Schauwerte ermüden spätestens nach einer Stunde. Die plumpe Story und die eintönige Action dominieren über ein paar wenige gute Szenen. Kann man sich sparen! 3/10

Selbst ist die Braut
Hatte mal Lust auf eine klassische RomCom und wurde nicht enttäuscht. Besonderes gibt es allerdings nicht zu erwähnen. Seichte Story recht witzig verarbeitet mit den üblichen Genrebestandteilen. Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich gegen Sandra Bullock nicht wirklich etwas sagen kann, weil die mir schon immer sympathisch ist … ;o) 6-7/10

MUSE – UPRISING

Veröffentlicht in Sucht des Tages am Mittwoch, 5. August 2009 von mediensucht

Rückblick: 1. Kinohalbjahr 2009

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , am Samstag, 18. Juli 2009 von mediensucht

Die Hälfte des Kinojahres 2009 ist vorbei – Zeit einen kleinen Rückblick zu wagen. Insgesamt empfinde ich das Filmjahr bisher als gewaltiges Sommerloch ohne die großen Filme, die mich richtig begeistern. Nur zwei Filme schaffen es in die Kategorie „Ausgezeichnet“. Unter „Sehr gut“ finden sich schon ein paar mehr Filme, die da teilweise aber nur gelandet sind, weil ich mich freute, überhaupt mal wieder einen guten Film im Kino zu sehen. Ein „gut“ hätte da auch ausgereicht. Das Mittelfeld ist relativ breit besetzt und am Ende tummeln sich ebenso viele Filme. Trotz versuchter Auswahl bezüglich erwarteter Qualität enttäuschten doch ziemlich viele Filme. Ob es in der zweiten Jahreshälfte eine Besserung gibt, bezweifle ich fast, einige Filmankündigungen (Oben, Public Enemies, Inglourious Basterds, Shutter Island) machen dann aber doch Hoffnung. Hier also zunächst das 1. Halbjahr 2009:

Ausgezeichnet:
Watchmen
Star Trek

Sehr gut:
Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt
State Of Play
Bolt
The International
The Fall
Hilde
Rock’n'Rolla

Gut:
Milk
Grand Torino
Twilight – Biss zum Morgengrauen
Zeiten des Aufruhrs
Operation Walküre
The Spirit
Slumdog Millionär
Die Herzogin
Monsters vs. Aliens
Crank 2
Duplicity
X-Men Origins: Wolverine
Illuminati

Mittelmäßig:
7 Leben
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Der Vorleser
The Wrestler
Marley & Ich
Inside Hollywood
Public Enemy No. 1 – Todestrieb
Sunshine Cleaning
Terminator – Die Erlösung
Kurzer Prozess – Righteous Kill

Schlecht mit Lichtblicken:
Transporter 3
The Rocker
96 Hours
Der Ja-Sager
Trauzeuge gesucht!
Drag Me To Hell

Übel:
Männersache
Der Kaufhauscop
Knowing
Radio Rock Revolution
Che – Revolucion

Undefinierbar:
The Limits Of Control

Brüno sagt …

Veröffentlicht in Sucht des Tages am Samstag, 4. Juli 2009 von mediensucht

Kurzkommentare – Mai und Juni 2009

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , am Dienstag, 30. Juni 2009 von mediensucht

Ich brauche Urlaub. Nicht einmal zum Bloggen komme ich noch. Ein paar Tage muss ich auf den Urlaub noch warten. Damit im Juni wenigstens noch ein Beitrag hinzukommt, hier die Kurzkommentare zu den Filmen, die ich im Mai (den Beitrag hatte ich damals vergessen) und Juni sah:

Wolverine
Fand ich gar nicht schlecht. Kann aus objektiven Gesichtspunkten nicht mal sagen, warum das so ist. Ich habe mich jedenfalls subjektiv gut unterhalten gefühlt. 7/10

Duplicity
Technisch fein umgesetztes, verzwicktes Gaunerstück, dass doch einiges Mitdenken vom Zuschauer abverlangt. Aber allein die Dialoge zwischen Owen und Roberts sind schon sehr unterhaltsam. Gut! 7-8/10

Schwarze Schafe
Ziemlich abgedrehter Episodenfilm, teilweise lustig, teilweise doof, teilweise sehr unterhaltsam, teilweise zu gewollt. 6/10

Star Trek
Größtenteils gelungener Neuanfang mit viel Action und Humor, der richtig Spaß macht (siehe hier). 9/10

Knowing
Unlogischer Sciencefictionblödsinn mit ein paar Schauwerten, vielen Klischees und einer strunzdummen Geschichte! 2/10

Die Herzogin
Schönes Kostümdrama mit einer zu dürren Keira Knightley. 8/10

Public Enemy No.1 – Mordinstinkt (Teil 1)
Spannendes und kurzweiliges Kriminellenporträt aus Frankreich mit ordentlich Action, das kurz vor dem Abspann zuviel aus dem 2. Teil verrät. 7-8/10

Illuminati
Besser, als erwartet. Vom Thema für mich sowieso interessant, ist der Stoff auch recht ordentlich umgesetzt und Hanks stört mich weniger in der Rolle als noch im 1. Teil. 6/10

Trauzeuge gesucht
Hatte mir von Jason Segel und Paul Rudd mehr erwartet. Dünne Story mit den üblichen Lovestory-Elementen. Langweilig! 3/10

Kung Fu Panda
Technisch brillant, nur inhaltlich für mich nicht so spannend. Insgesamt noch einigermaßen unterhaltsam. 6/10

Battlestar Galactica aus 1978
Hat schon erstaunlich viel Staub angesetzt. Trotz schlechter Effekte und übelster Schauspielerei war es dennoch interessant zu sehen, was die Grundlage für die beste Scifiserie der letzten Jahre war. 4/10

Terminator: Die Erlösung
Gute Action als Teil einer ziemlich platten Story. Man hätte sich vielleicht auf eine Hauptfigur konzentrieren sollen, wobei hier Wright wesentlich interessanter ist als Connor. Die arme Bryce Dallas Howard ist total verschenkt. Knappe 4/10 (genauer hier)

Sunshine Cleaning
Mir war nicht ganz klar, was der Film eigentlich wollte. Er zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben zweier Schwestern, die versuchen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Zu offensichtlich auf Independentmovie gemacht, dafür aber zu wenig einnehmend. 6/10

Public Enemy No.1 – Todestrieb
Leider in allen Belangen schlechter als Teil 1. Die Action ist weniger mitreißend, die Figuren gröber gezeichnet, der innere Zusammenhang lockerer, weil wild aneinandergereihte Ereignisse/Szenen. So 5/10.

Drag Me To Hell
Nimmt sich zu ernst, um von mir ernst genommen zu werden. Klischees in Massen, nur wenige gute Szenen, größtenteils vorhersehbar und langweilig. Die kurzen augenzwinkernden Momente haben mir noch am Besten gefallen. Nicht mein Genre. 2/10

Die Welle
Recht ordentlich umgesetztes und zeitgemäßes Remake mit einem immer noch aktuellen Thema. 7/10

Revolver
Typischer Ritchie, der allerdings am Ende einen auf Lynch macht, was ihm nicht unbedingt gut bekommt. Hat trotzdem über weite Strecken Spaß gemacht. 7/10

Mamma Mia
Völlig durchgeknalltes Abba-Musical, das im Gegensatz zu „Across the universe“ weniger auf Historie und mehr auf Blödelei setzt. Nicht wirklich mein Fall. 3/10

Che – Revolucion (Teil 1)
Viel zu schwarz/weiß gemalter erster Teil, der Che viel zu positiv darstellt. Der Ansatz, die Geschichte strikt nach Ches Tagebüchern zu erzählen, ist da schon der falsche Ansatz. Habe wenig Hoffnung, dass es der zweite Teil besser macht, und uns noch etwas vom wahren Che (dem Verbrecher) zeigt. Die filmische Umsetzung ist einigermaßen OK. Erst einmal ohne Wertung.

edit:
State of Play
Etwas zu gewollt gesellschaftskritisch wirkender, aber durchaus spannender Medienthriller mit Starbesetzung. 7/10

Limits of Control
Ähm, ja!?!

Terminator: Die Erlösung

Veröffentlicht in Cinemanie mit Tags , , , , , am Donnerstag, 11. Juni 2009 von mediensucht

Terminator1Neben den positiven Visionen der Zukunft, die auf wissenschaftlichem Fortschritt basieren, gibt es auch immer wieder düstere Zukunftsvorstellungen. Die sogenannte Dystopie behandelt eine fiktive Gesellschaft, die sich äußerst negativ entwickelt hat. Die größte Angst hat der Mensch dabei meist vor sich selbst bzw. den schrecklichen Ergebnissen seiner Taten. Der wissenschaftliche Fortschritt wird als Bedrohung angesehen. Ist der Mensch in Children Of Men, dem besten Sciencefictionfilm der letzten Jahre, noch Opfer von selbstverschuldeten Umwelteinflüssen und kann keinen Nachwuchs mehr zeugen, sind es in der Terminator-Reihe die intelligenten Maschinen, die sich über ihren Schöpfer heben.

Die ersten drei Teile der Reihe spielen jeweils hauptsächlich in der Zeit ihrer Entstehung. In naher Zukunft übernehmen plötzlich („Judgement Day“) intelligente Maschinen die Herrschaft und versuchen, die Menschheit zu vernichten. Im ersten Teil wird ein Terminator (Modell T-800) vom herrschenden Computersystem Skynet in die Vergangenheit (80er Jahre) geschickt, um die Mutter (Sarah Connor) des wichtigsten Widerstandskämpfers (John Connor) noch vor dessen Geburt zu töten. Zum Schutz sendet der Zukunfts-Connor seinen Freund Kyle Reese, der zu dessen Erzeuger/Vater wird. Im zweiten Teil (90er Jahre) ist dann John Connor selbst als Kind das Ziel eines Terminators (Modell T-1000). Dieses Mal kommt ein T-800 als Hilfe aus der Zukunft. Teil 3 (aus 2003) erzählt dann wiederum vom Angriff eines Terminators (der weibliche T-X) auf den älteren Gegenwarts-John. Auch hier kommt ein T-850 als Unterstützung für John aus der Zukunft.

Terminator2

Mit dem dritten Teil schien die Terminator-Reihe schon beerdigt, war er doch offensichtlich nur Werbeträger und Ansammlung platter Action. Nun startete also der nächste Versuch, dem Thema noch neue Aspekte abzugewinnen oder einfach nur Geld zu verdienen. Als Regisseur gewann man Joseph McGinty Nichol, kurz „McG“, der sich als Webefilmer und Regisseur von Fernsehserien (z.B. Chuck) einen Namen machte. Von ihm stammt auch solcher Schrott wie die Neuverfilmung von „3 Engel für Charlie“. Zumindest optisch kann ich McG beim neuen Terminator keinen Vorwurf machen. Er bringt die Dystopie in düsteren Bildern auf die Leinwand. Die Action ist keineswegs platt sondern durchweg gut gemacht. Schräge Kameraeinstellungen wechseln sich mit schnellen Schnitten ab.

Dummerweise dominiert die Action, für sinnvolle Handlung ist kaum Platz. Da konnte auch der gefeierte Christian Bale nicht viel ausrichten, der wohl einiges zu sagen hatte bei der Drehbucherstellung. Vielleicht hat es sogar geschadet, dass er seine Figur des John Connor so in den Mittelpunkt rücken lassen hat, ist doch vielmehr die menschliche Maschine Marcus Wright weitaus faszinierender. In den wenigen ruhigen Momenten mit Wright (Sam Worthington) kann man ahnen, welche psychologische Tiefe der Film hätte haben können, würden nicht nur Action und platte Dialoge dominieren. So gibt es über die eigentliche Handlung wenig zu sagen. Storytechnisch könnte man von einem Prequel in der Zukunft reden.

Terminator3

Der Verbrecher Marcus Wright stellt in der Gegenwart seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung und findet sich Jahre später auf einem verwüsteten Planeten wieder. Der Film spielt nun nur noch in der Zukunft, wo sich Mensch und Maschine bekriegen. John Connor versucht den jungen Kyle Reese zu finden und Skynet auszulöschen. Marcus Wright spielt eine schicksalhafte Rolle. In den ruhigen Szenen dominieren Nahaufnahmen von Gesichtern und Augen, die kurz so etwas wie Atmosphäre aufkommen lassen. Dieser Funken Atmosphäre wird dann wieder mit einem dummen Dialogsatz oder neuer Action zerstört. Da helfen auch die vielen Anspielung (bis zum plumpen „I’ll be back“) nicht, die wohl nur aus Angst vor den eingefleischten Fans so gehäuft eingebaut wurden. Auch das Modell T-800 hat einen CGI-Kurzauftritt. Da hätte man sich den Mut eines J.J. Abrams gewünscht, der es mit Star Trek wesentlich besser gemacht hat.

Terminator: Die Erlösung taugt gerade so als Sommerlochfüller. Der Film ist einer dieser vielen Sommerblockbuster, die viel Krach und Wind machen, inhaltlich aber nur ein laues Lüftchen erzeugen. Zugegeben, die Action ist gut, auf Dauer aber ermüdend. Die schauspielerischen Leistungen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Christian Bale zieht die ewig gleiche Mine und Bryce Dallas Howard ist mangels Entfaltungsmöglichkeiten total verschenkt. Schenken kann man sich auch den Kinobesuch. Für einen DVD-Abend (bei Veröffentlichung in einem halben Jahr) reicht es vielleicht, sei es, um die Nachbarn zu ärgern oder mal das Hirn mit Action durchzublasen.

M04

Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg

Veröffentlicht in Suchtmittel mit Tags , , , , , , am Sonntag, 24. Mai 2009 von mediensucht

Deutscher Meister ist nur der VfL …

dzeko

Titel des neuen MUSE-Albums: The Resistance

Veröffentlicht in Beschallungsabhängigkeit am Freitag, 22. Mai 2009 von mediensucht

Der Titel des neuen MUSE-Albums, dessen Veröffentlichung für Sommer diesen Jahres erwartet wird, ist:

THE RESISTANCE

bandtwitterimage

(via http://twitter.com/musewire)

Eurovision Song Contest 2009

Veröffentlicht in Glotzophonie mit Tags , , , , , , , , , , , , am Sonntag, 17. Mai 2009 von mediensucht

Tja, gestern/heute strahlte die ARD mal wieder den Eurovision Song Contest aus. Früher gab es da tatsächlich eine bunte Mischung aus Songs mit einem ordentlichen nationalen Einschlag, der einen schönen Querschnitt durch das musikalische Europa darstellte. Heute zählen nur noch Retortenpopnummern auf Englisch mit Modeltypen als Interpreten. Nur noch selten gibt es Lieder in Landessprache und mit landestypischem Repartoire (dieses Jahr beispielsweise ausgerechnet aus Russland). Nach einer Stunde war mir das Ganze dann auch zu viel, weshalb ich mir lieber auf ZDF im Aktuellen Sportstudio nochmals den grandiosen Sieg des VfL in Hannover anschaute.

Russia Eurovision 2009

Hier trotzdem das Endergebnis des Contests (D mal wieder hinten):

1. Norwegen: Alexander Rybak mit „Fairytale“ (387 Punkte)

2. Island: Yohanna mit „Is it true?“ (218 Punkte)

3. Aserbaidschan: AySel & Arash mit „Always“ (207 Punkte)

4. Türkei: Hadise mit „Düm Tek Tek“ (177 Punkte)

5. Großbritannien: Jase Ewen mit „It’s my Time“ (173 Punkte)

6. Estland: Urban Symphony mit „Rändajad“ (129 Punkte)

7. Griechenland: Sakis Rouvas mit „This is our Night“ (120 Punkte)

8. Frankreich: Patricia Kaas mit „Et s’il fallait le faire“ (107 Punkte)

9. Bosnien und Herzegowina: Regina mit „Bistra voda“ (106 Punkte)

10. Armenien: Inga & Anush mit „Jan-Jan“ (92 Punkte)

11. Russland: Anastasija Prichodko mit „Mamo“ (91 Punkte)

12. Ukraine: Svetlana Loboda mit „Be my Valentine“ (76 Punkte)

13. Dänemark: Brinck mit „Believe again“ (74 Punkte)

14. Moldawien: Nelly Ciobanu mit „Hora din Moldova“ (69 Punkte)

15. Portugal: Flor-de-lis mit „Todas a ruas do amor“ (57 Punkte)

16. Israel: Noa & Mira Awad mit „There must be another Way“ (53 Punkte)

17. Albanien: Kejsi Tola mit „Carry me in your Dreams“ (48 Punkte)

18. Kroatien: Igor Cukrov mit „Lijepa Tena“ (45 Punkte)

19. Rumänien: Elena mit „The Balkan Girls“ (40 Punkte)

20. Deutschland: Alex swings, Oscar sings mit „Miss Kiss Kiss Bang“ (35 Punkte)

21. Schweden: Malena Ernman mit „La voix“ (33 Punkte)

22. Malta: Chiara mit „What if we“ (31 Punkte)

23. Litauen: Sasha Son mit „Love“ (23 Punkte)

24. Spanien: Sorya mit „La Noche es para mi“ (23 Punkte)

25. Finnland: Waldos People mit „Lose Control“ (22 Punkte)

Da ist die Veranstaltung von Raab zumindest musikalisch interessanter!

Party Down

Veröffentlicht in Serienjunkietum mit Tags , , , , , , , , am Donnerstag, 14. Mai 2009 von mediensucht

Party Down Gallery 2009Ich mag keine Wackelkamera. Ich mag auch keine billigen Filmchen, die mit der normalen HD-Cam gedreht wurden. Party Down wird mit HD-Handkameras gefilmt. Es wackelt ab und zu gewaltig. Ich mag Party Down. Wie konnte das nur passieren?

Party Down ist eine sehr preisgünstig produzierte Serie von den Machern der brillanten Serie Veronica Mars Dan Etheridge, John Enbom und allen voran Rob Thomas, die auf dem kleinen US-Network Starz läuft . Zudem ist noch der relativ bekannte Schauspieler Paul Rudd (aktuell in Trauzeuge gesucht!) an der Produktion beteiligt. Da ich Veronica Mars sehr mochte und mir ein Freund (liebe Grüße an den Auserwählten) zum Sehen riet, probierte ich das doch sehr interessant klingende Format mal aus.

Es geht um eine Gruppe von Caterern, angeführt vom engagierten Ron Donald, die in jeder Folge eine andere Veranstaltung mit Speisen und Getränken versorgt bzw. die Gäste bedient. Dabei gewährt uns die Serie jedes Mal einen Blick in eine andere amerikanische Gesellschaftsschicht und nimmt sie genüsslich auseinander. Da bröckeln die aufgebauten Fassaden nach dem Motto: Je höher das Bauwerk desto lauter der Zusammenbruch. Die Caterer, allesamt im Showgeschäft gescheiterte Karrieren, dienen dabei hauptsächlich als Katalsyatoren, beteiligen sich aber auch gern mal an der ein oder anderen Peinlichkeit.

Ron (Ken Marino – Vinnie van Lowe aus Veronica Mars) träumt von einer eigenen Suppen-party_down1Fastfood-Kette „Soup R’ Crackers“, ist meist überengagiert und lässt kein Fettnäpfchen aus. Henry (Adam Scott) kennt man nur aus einem Bierwerbespot. Seit dem lief nichts mehr für ihn. Er ist auch wegen seiner vermeintlichen Gleichgültigkeit der ruhige Pol der Gruppe. Auch Constanze (Jane Lynch) hat es nicht über kleine Nebenrollen hinaus geschafft, hält sich aber für eine Hollywoodinsiderin. Die hübsche Casey (Lizzy CaplanCloverfield) hat Probleme mit ihrem Mann und neigt zu köstlichem Sarkasmus. Dann gibt es noch den Macho Kyle (Ryan Hanson – Dick aus Veronica Mars) und den Möchtegern-Drehbuchschreiber Roman (Martin Starr).

Nicht nur der Hauptcast besteht teilweise auch ehemaligen Mitspielern von Veronica Mars, auch viele Nebenrollen sind mit Schauspielern der Serie besetzt. Witzig ist beispielsweise der Auftritt von Enrico Colantoni (Sheriff Mars), der auf einer Nachbarschaftsparty durchdreht. Zudem spielen noch Jason Dohring (Logan Echolls) mit schräger Frisur und Kristen Bell (Veronica Mars) höchstpersönlich kleine Rollen. Ein Spaß für alle Veronica Mars-Fans.

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Party Down ist neben Better Off Ted die momentan wahrscheinlich beste und bissigste Gesellschaftssatire aus den USA. Der Fremdschämfaktor nimmt schon Maßstäbe der Serien von Ricky Gervais (z.B. Extras) an. Dabei ist Party Down relativ aktuell (z.B. Finanzkrise) und sehr abwechslungsreich. Am Ende sind es aber auch die schrägen Figuren und der schöne bitterböse Humor, die die Serie auszeichnen. Empfehlung!

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