Staatsbürgerschaftstest sorgt für Aufruhr

Berlin. Die Gesetzesvorlage für den neuen, gern als „Auswanderungstest“ bezeichneten Staatsbürgerschaftstest sorgt für Unruhe in der Bevölkerung und den politischen Parteien. Der Test ist ähnlich angelegt wie der vor einiger Zeit beschlossene Einbürgerungstest für Immigranten. Er beinhaltet 33 Fragen, die ein deutscher Staatsbürger ab dem 20. Lebensjahr alle 10 Jahre weitestgehend richtig beantworten sollte. Macht er mehr als 5 Fehler, wird er des Landes verwiesen und muss sich eine neue Heimat suchen.

Die Fragen des Tests orientieren sich dabei ebenfalls an dem Test für Einwanderer. Wer also die Frage nach der Einwohnerzahl von Deutschland mit „50`000“ beantwortet, wie kürzlich eine junge Deutsche aus der Zielgruppe von „RTL aktuell“ oder nicht weiß, wofür die Abkürzungen SPD oder DDR stehen, muss Angst um sein Bleiberecht haben. Heute kam es deswegen zu einer Großdemonstration mit ca. 2 Millionen Bundesbürgern in Berlin vor dem Bundeskanzleramt, bei der die Teilnehmer mit Plakaten wie „Nieder mit der erigierenden Oprigkeit“, „Weck mit dem Sheiss“ oder „Deutschlant für ale“ gegen die Gesetzesvorlage protestierten. Der Sprecher der Bewegung Mario Barth sagte zur aktuellen Lage: „Datt jeht doch nich! Die können mir doch nich alle meene Fans wegnehmen!“.

Auch in den Parteien regt sich die Angst, bei der nächsten Wahl für die Entscheidungen abgestraft zu werden. Auch die Kanzlerin und weithin als Mutter von Bastian „Schweini“ Schweinsteiger bekannte Angela „Angie“ Merkel fürchtet um ihre große Beliebtheit. Wenn es nur noch mündige und informierte Staatsbürger gäbe, müsse man das Wahlrecht ändern und nur noch die Industriebosse wählen lassen. Ein Reporter der BLÖD-Zeitung erkundigte sich bei Merkel, welche Auswirkungen das Gesetz auf den FC Bayern München hätte und ob ihr Sohn nicht um seinen Stammplatz fürchten müsse. Franz Beckenbauer äußerte sich in einem Fax mit „Jagut, äh!“. Es erwarten uns spannende politische Tage …

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12 Antworten to “Staatsbürgerschaftstest sorgt für Aufruhr”

  1. Dürfen wir hoffen, dass auch Politiker(innen) den Test machen müssen?
    Dann übe ich nämlich schon mal das Hinterherwinken.

  2. Ich denke, jeder Bundesbürger muss den Test machen, egal ob nun Frau, Mann oder Politiker(in)! Da bekommen dann „politisches Asyl“ und „Exilpolitiker“ ganz andere Bedeutungen …

  3. (brüllt vor Lachen)
    Herrliche Vorstellung! Muss Frau Merkel dann nach Afgahnistan? Dann wäre die Welt zumindest vor weiteren Dekolleté-Fotos sicher.
    Frau Schmidt versucht es bestimmt in Frankreich, da fällt ihr HNO-Problem nicht mehr so auf.
    Und die andere Hälfte der Bundes-Ullen, also die Frau von der Leine, fühlt sich bestimmt in Ägypten wohl, wo Kinderreiche gern gesehen sind.

  4. Ja, genau so wird es wohl passieren … 😀

  5. Afgahnistan heißt natürlich Afghanistan …

    Darf ich mir was wünschen? Dann wünsche ich mir ein Bergdorf im Himalaya für Herrn Schäuble. Nein, nicht weil das so weit weg ist.

  6. DAS ist aber gemein! :mrgreen:

    Peter Struck wird es wahrscheinlich in eine moderne Gegend ziehen! Hauptsache viele Glastüren …

  7. Ich kann nicht dafür: Ich bin eine gemeine Westfälin.

    Gerhard Schröder zieht dann übrigens ins Weltall – der hält sich schließlich für einen Gasriesen.

  8. Ich, als Ausländerin in Österreich muss (leider ) immer wieder fest stellen, dass mein Wissen über Österreich weit die Landeskunde eines durschnitts-Österreichers übersteigt.

    Ich finde, dass man das Land in dem man lebt auf jeden Fall gut kennen soll – egal ob es ein Faterland oder „Gastgeber“- Land ist.

    Und ich finde solche Tests wirklich gut!

  9. Oh, mal wieder etwas Ernstes! 😉

    Leider gibt es den Staatsbürgerschaftstest nicht wirklich. Der angestrebte Immigrationstest in Deutschland bringt leider auch nichts, da die Leute nur die Antworten auswendig lernen und nach dem Test wieder vergessen. Aber richtig, selbst wenn ich ins Ausland zum Urlaub fahre, informiere ich mich vorher über das Land.

  10. Danke!

    Ich glaube nicht, dass Leute diese Fakten einfach so vergessen. Schließlich möchte jeder mal angeben, dass er/sie dies und das gelernt hat und so eine wichtige Prüfung geschafft hat… – speziell bei wenig gebildeten Menschen. und die gut Gebildeten kennen die Fakten ohnehin, oder?

  11. Ich glaube, die Zeiten, in denen man mit Wissen angeben konnte, sind vorbei (gab es die überhaupt?). Heute zählen ganz andere Dinge wie Statussymbole, Alkoholverarbeitungsvermögen und Muskelkraft. ^^

  12. […] Weihnachtsansprache zur Lage der Nation Sehr geehrte Mitbürgerinnen, Mitbürger und Leute, die es mal werden wollen, […]

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