The Philosophy of Computergames

Ein Medium, was ich bisher völlig vernachlässigt habe, ist das Computerspiel. Um einer Bitte einer geschätzten Dame nachzukommen, mache ich nun etwas Werbung für eine Konferenz zum Thema „The Philosophy of Computergames“, die Ende der Woche in Potsdam stattfindet. Neben der eigentlichen Tagung (8.-10. Mai) gibt es am Donnerstag im 103Club noch Live-Art-Perfomances in Sachen Kunst und Videospiel, die ich hiermit ebenfalls empfehle. Weitere Infos dazu hier.

Hier der offizielle Text zur Tagung:

Als dritter Teil einer Reihe findet die diesjährige internationale Konferenz „The Philosophy of Computer Games“ vom 8. bis 10. Mai 2008 an der Universität Potsdam statt. Ziel ist es, Computerspiele aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Schwerpunkten zu diskutieren. Neben den renommierten Spieledesignern und -theoretikern Ian Bogost und Jesper Juul werden weitere namhafte Forscher sprechen. Ein Höhepunkt der Tagung ist die am 9. Mai um 18.00 Uhr stattfindende Podiumsdiskussion zum Thema „Online Welten – Offene virtuelle Welten als Herausforderung für die Games Forschung und die Games Industrie“. Nach der Eröffnungsrede des „Multi User Dungeon“ (M.U.D.) – Erfinders Richard Bartle werden lokale und internationale Vertreter der Industrie und Forschung über die Zukunft und Entwicklung offener virtueller Welten diskutieren.
Der lokale Veranstalter DIGAREC (Digital Games Research Network) an der Universität Potsdam liefert mit seinem multiperspektivischen Ansatz aus Medienwissenschaft, Medienrecht, Psychologie, Kulturgeschichte und Design eine Grundlage für die Theorie der Computerspiele und ihre Analyse. Das Forschungsnetzwerk DIGAREC ist ein Pool aus interdisziplinär arbeitenden Forschern, das das Wissen und die Ressourcen seiner Mitglieder zusammenführt und produktiv nutzt.

Das Programm und weiter Informationen finden sich unter www.gamephilosophy.org.

Termin: 8.-10. Mai 2008, je 9:30 – 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
Haus 8 / Raum 0.60/0.61
D-14469 Potsdam

Jeder ist eingeladen!

Eine Antwort to “The Philosophy of Computergames”

  1. Hey klasse, ich danke dir herzlich!

    Das du dir das Pacman-Geister-Duo mit rübergezogen hast, finde ich großartig. Ich finde, sie wirken wie zwei Studenten, die ein wenig skeptisch, aber auch sehr neugierig auf die „Happen“ warten, die ihnen vor die Füße laufen werden.

    Die Resonanz des heutigen ersten Tages war jedenfalls großartig und der Konferenzraum durchweg gut besucht.

    Unser Professor, Herr Mersch, eröffnete die Konferenz mit dem Aufstellen der Frage: Warum beschäftigen wir uns mit „der Philosophie von Computerspielen“? Und bemerkte gleich darauf hin, dass dies durchaus eine sehr ungewöhnliche Perspektive für Deutschland ist. Aber wir sollten uns bewusst machen, dass es nicht ungewöhnlich ist, mehrere Zugänge zu einem Medium zu suchen. Die ästhetischen und die technischen Annäherungen scheinen nicht unüblich für das Medium Computerspiele, doch warum verweigert man sich einer umfassenderen Vielfalt von Betrachtungswinkeln?

    Gerade das Computerspiel ist unglaublich spannend, weil es einerseits sehr populär ist. Andererseits aber noch recht jung ist und sich noch keineswegs schematisch festgefahren hat, so dass gerade jetzt alle Fragestellungen möglich sind. Fragen wir uns also: Wie blicken wir auf etwas?

    Es ergibt sich beim Durchdringen von Medien immer ein Zusammenspiel von „Verborgenem“ und „Enthülltem“. Ist dies Verborgene nicht schon immer ein Antrieb für den menschlichen Drang nach Entdeckung gewesen?

    Somit bin ich durchaus dafür, dass es nicht nur heißen sollte: „Would you like to play a game?“ wie sie Mark Butler seiner Veröffentlichung voranstellt, sondern durchaus auch: „Was ist das faszinierende am Computerspiel – das Signifikante, was es von allen anderen Medien (unabhängig vom Unterhaltungswert) unterscheidet?“

    Ich für meinen Teil frage mich derzeit häufiger, warum wir uns so schwer tun, über etwas mit Abstand nachzudenken, was seit unserer Kindheit ein großer Teil unseres Lebens ist bzw. sein sollte: das Spielen! Johan von Huizinga legt in seiner Publikation „Homo Ludens“ dar, dass das Spielen ein grundlegendes Element unserer Kultur ist und ohne die Fähigkeit zum Spielen hätten viele Bereiche unserer Kultur, wie die Dichtung, das Recht, die Wissenschaft, die bildende Kunst, die Philosophie etc., nicht entwickeln können.

    Tun wir uns mit der Ernsthaftigkeit der Analyse des „Spielens“ schwerer, weil jeder Mensch so ’spielerisch leicht‘ Zugang dazu findet? – Gerade deshalb finde ich es spannend dies im sozialen Gefüge von Netzwerken unserer Gesellschaft näher zu betrachten! Und ein immer größeres Netzwerk ist die virtuelle Welt…

    … zu der ja auch dieser Blog gehört.

    So, nun höre ich aber auf. Freue mich aber auch auf Kritik, Meinungen und Kommentare von anderen Lesern bzw. Persönlichkeiten hinterm Rechner! 😉

    Genießt den Tag,
    Valentine

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