Tripods – Die dreibeinigen Herrscher
Mitte der 80er Jahre gab es im Kinderfernsehen des ZDF eine Serie, die mich damals ziemlich beeindruckte. Dabei handelte es sich um eine Science-Fiction-Serie der BBC, die für mich den ersten Kontakt zu außerirdischem Leben schaffte. Die nach der Vorlage von John Christopher „Die dreibeinigen Monster“ eigentlich auf drei Staffeln ausgelegte Serie The Tripods wurde wegen zu hoher Produktionskosten nach der zweiten Staffel und insgesamt 25 Folgen eingestellt.
In naher Zukunft herrschen auf der Erde dreibeinige Maschinen. Die Menschheit wurde zum großen Teil vernichtet. Die restlichen Menschen leben in ins Mittelalter zurückgesetzten Dörfern unter einfachen Umständen. Im Alter von 14 Jahren werden sie geweiht. Dabei bekommen sie eine goldene Kappe eingepflanzt, die ihnen Emotionen (u.a. Gewalt) und die Kreativität nimmt. Die zwei Jungen Will und Henry flüchten aus einem englischen Dorf, um in den Alpen auf einen Rest freie Menschen zu treffen. Staffel 1 (Folge 1-13) besteht dann auch hauptsächlich aus dieser Fluchtgeschichte durch England und Frankreich. Das ist zum Teil etwas langatmig. Die Dreibeiner, die an jene aus Krieg der Welten nach H.G. Wells angelehnt sind, sieht man vorerst nur in der Ferne. Schon hier ist die mittelalterliche Welt prächtig ausgestattet. Das unbeholfene Overacting ist irgendwie witzig und sympathisch.
Richtig zur Sache geht es dann in der zweiten Staffel (Folge 14-25). Jetzt kommt zu klassische Science-Fiction: Um in die Stadt der Dreibeiner zu kommen, müssen die Protagonisten einen Wettbewerb gewinnen. In der Stadt treffen sie dann auf seltsame dreibeinige Bioformen, die mit der Menschheit Böses vorhaben. Nun ist das Setting futuristisch und es wird philosophisch. Auch hier ist die Ausstattung fantastisch, was die Serie wohl nochmals verteuert hat. Da es nie zur dritten Staffel kam, endet die letzte Folge mit einem großen Cliffhanger.

Aus heutiger Sicht wirkt das Ganze natürlich etwas antik, aber durchaus charmant. Wenn man die erste Staffel erst mal überstanden hat, lohnt sich der Rest auch heute noch. Für einen Heranwachsenden in den 80ern des letzten Jahrhundert war das Alles nicht nur filmisches Neuland, sondern hat auch einen tiefen Eindruck hinterlassen, was für beängstigende Gefühle und auch Faszination so eine Fernsehserie auslösen kann.
Mittwoch, 27. August 2008 um 03:52
hallo leute. ich finde eine der coolsten sifi-serien der 80er.schon der soundtrack der serie war genial. eine sehr utopische aber nachdekenswerte idee, eine überlegene rasse bevölkert unseren planeten und alle werden geächtet und versklavt.vieleicht ist das sogar der richtige weg um uns krankesten aller tiere wieder zur vernuft zu bringen…….liebe grüße bye kirmet79
Mittwoch, 27. August 2008 um 21:38
kirmet, ganz so „up to date“ ist die Serie natürlich nicht mehr. Auch hatte sie so ihre Hänger. Als serienunerfahrenes Kind war ich aber tief beeindruckt und auch heute kann man der Serie noch etwas abgewinnen.
Dienstag, 9. Dezember 2008 um 15:26
Ich fand die Serie zudem extrem gruselig. Dieses „Weihen“ ist schon schrecklich: eine Penetration des eigenen Gehirns. Habe mich damals gewundert, dass das im Kinderprogramm lief. War aber gleichzeitig sehr beeindruckt und bin großer Sci-Fi-Fan! Schöner Beitrag, ich werde mir die Herrscher mal wieder anschauen. „Dreibeinige Herrscher“ – ein merkwürdiger Titel. Männerherrschaft?
Dienstag, 9. Dezember 2008 um 20:14
„Dreibeinige Herrscher“ klingt dann doch besser als „Zweibeinige Frauchen“ … zumindest für eine Sciencefiction-Serie!
Und „böse dreibeinige Blechdosen mit ekligem Glibber drin“ ist definitiv zu lang!